Aktuelle Pressemeldungen

07.08.2017 - Kliniken Traunstein-Ruhpolding

Bedürfnissen betagter Menschen Rechnung tragen

Alterstraumatologiezentrum Traunstein-Ruhpolding wurde erfolgreich zertifiziert

Durch die Firma CERT iQ Zertifizierungsdienstleistungen GmbH aus Fürth erfolgreich zertifiziert wurde das Alterstraumatologiezentrum Traunstein-Ruhpolding unter der unfallchirurgischen Leitung von Prof. Dr. Rupert Ketterl, Chefarzt der Unfallchirurgie Traunstein, und der Geriatrischen Leitung von Dr. Herbert Bruckmayer, Chefarzt Geriatrie Ruhpolding. mehr...

Die Leitende Ärztin der Geriatrie Ruhpolding, Dr. Marianne Gerusel-Bleck, und Dr. Tobias Lewens, Funktionsoberarzt der Unfallchirurgie Traunstein, koordinieren das Alterstraumatologiezentrum Traunstein-Ruhpolding.
Ziel des Alterstraumatologiezentrums Traunstein-Ruhpolding ist es, die Patienten in Traunstein zügig zu operierten und bei stabilen Wundverhältnissen in die Alterstraumatologie nach Ruhpolding zu verlegen.

Eine frühzeitige Organisation der sozialen Wiedereingliederung zusammen mit den Angehörigen, den Hausärzten und den Einrichtungen des Landkreises sichert eine umfassende Versorgung und einen Abgleich der festgelegten Ziele. Ein zum Beispiel vor einer Operation mit einem Rollator mobiler Patient soll dieses Ziel nach der Operation erneut erreichen.
„Das Fachgebiet Alterstraumatologie ist deshalb so wichtig, weil der Wunsch, bei maximaler Lebensqualität würdevoll zu altern, eine große gesellschaftliche Herausforderung ist“, betont Dr. Bruckmayer.

Über Jahrzehnte seien die spezifischen Probleme bei der Behandlung der Alterstraumata vernachlässigt worden. Dies sei vor allem ein Problem der Wahrnehmung des Alterungsprozesses in unserer Gesellschaft gewesen.
In der Alterstraumatologie wird in einem ganzheitlichen Ansatz den Besonderheiten des unfallverletzten, betagten Menschen Rechnung getragen. Die Besonderheiten sind dabei die Vorerkrankungen des Patienten, die Biologie des Alterns, die altersspezifischen Unfallmuster und das veränderte soziale Umfeld. Dieser erweiterte Ansatz umfasst aber auch die Unfallprävention, die Behandlung der Osteoporose und die Verhütung von Unfallkomplikationen bereits im Vorfeld.

In einem fachübergreifenden (interdisziplinären) Team arbeiten in Geriatrie Ruhpolding Unfallchirurgen, Internisten, Geriater, speziell ausgebildete Krankenpflegekräfte, physikalische Therapeuten, Ergotherapeuten, Neuropsychologen, Logopäden, Musiktherapeuten, Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes und Seelsorger eng zusammen. Das Ziel ihrer Behandlungen ist die Rückführung des Patienten in ein selbstbestimmtes Leben. Am Wichtigsten ist die Integration der medizinischen Fachgebiete in ein ganzheitliches Therapiekonzept. Bereits in der Notaufnahme sollte die Zusammenarbeit der Unfallchirurgen, Internisten bzw. Geriater, speziell ausgebildeten Pflegekräften, die auf die Bedürfnisse Betagter ausgebildet sind, aufeinander abgestimmt werden.

Bei den Verletzungsmustern kommen praktisch alle Verletzungsarten vor: schwere Weichteilverletzungen, die durch die abnehmende Festigkeit der Haut- und Unterhautstrukturen bedingt sind, oder knöcherne Schädelverletzungen. Ferner Verletzungen des Brustkorbes, der Wirbelsäule und des Beckens. Sehr häufig sind es komplexe Brüche des Oberarms, des Ellbogens und Brüche des Handgelenks. Der „Klassiker“ sind die Brüche des Oberschenkelhalses und des körpernahen Oberschenkels. Kompliziert werden diese Brüche oft durch einliegende Hüftprothesen. Nicht selten sind die Patienten mehrfach verletzt. Diese Mehrfachverletzungen (Polytrauma) sind fast immer lebensbedrohlich.

„Die Unfallchirurgie Traunstein hat die Besonderheiten des Traumas des alten Menschen erkannt und leistet intensive Forschungsarbeit zu speziellen Operations- und Behandlungstechniken durch die Teilnahme am Alterstraumaregister, denn die Behandlung der Unfälle des alten Menschen bietet andere, besondere Herausforderungen als beim jungen, gesunden Patienten“, so Prof. Dr. Ketterl. Ziel seien spezielle Operationsverfahren, die den vorgefundenen Frakturmustern, Knochen- und Weichteilverhältnissen Rechnung trügen und eine sichere Heilung und sofortige Belastbarkeit und Bewegung ermöglichten.

(Günter Buthke)

02.08.2017 - Kliniken Südostbayern

Assistenzberufe haben einen hohen Stellenwert

20 frisch gebackene Pflegefachelfer wurde aus der Krankenpflegehilfeschule verabschiedet

Mit einem Gottesdienst in der Klinikkapelle, einer Abschlussfeier im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG und einem Abschlussball feierten 20 frisch gebackene Pflegefachhelfer den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung in der Krankenpflegehilfeschule Traunstein.  mehr...

Klassenbeste waren Antje Franz aus Saaldorf-Surheim mit einem Notendurchschnitt von 1,2, Silvia Schünhoff aus Saaldorf-Surheim (1,6) und Katharina Maupai aus Freilassing (2,0).

Die Pflegeteams in der Stationen bestünden heute aus einem Mix verschiedener Qualifikationen, erklärte Schulleiter Alexander Hoh. Die Kliniken Südostbayern AG habe mit der Pflegedirektion diesen Qualifikationsmix forciert und damit im Vergleich zu vielen anderen Krankenhausträgern eine Vorreiterrolle eingenommen. „Die Bildung von Teams aus unterschiedlichen Qualifikationsebenen – Gesundheits- und Krankenpfleger, akademisierte Pflegekräfte, Pflegefachelfer, Servicekräfte – war und ist insbesondere mit Blick auf den Fachkräftemangel extrem wichtig für eine bestmögliche Versorgung der Patienten“, betonte Hoh. Es gebe aber keine Wertung in Richtung minder- oder höherwertig. Jede einzelne Berufsgruppe oder Qualifikationsebene trage in ihrem Aufgabenbereich mit ihrer professionellen Arbeit dazu bei, dass die pflegerische Betreuung umfassend, ganzheitlich und wertschätzend gelinge.


Die theoretische Ausbildung in der Krankenpflegehilfe stelle einen hohen Anspruch an die künftigen Pflegefachelfer. Sie würden sich umfassende Kenntnisse in vielerlei Bereichen erwerben. Der Schulleiter wies dabei auf die große pädagogische Herausforderung hin, in nur einem Jahr alle relevanten Wissensaspekte komprimiert und verständlich zu vermitteln. Sie seien für die grundpflegerische Versorgung, eine aktivierende Pflege, prophylaktische Maßnahmen und in Teilbereichen für behandlungspflegerische Elemente bestens qualifiziert.


„Die Assistenzberufe in der Krankenpflege gewinnen einen immer höher werdenden Stellenwert“, stellte auch der Fachbereichsleiter und Klassenleiter der Krankenpflegehilfeschule, Wolfgang Raufeisen fest. Viele Einrichtungen, gleichgültig ob im ambulanten oder stationären Bereich der pflegerischen Versorgung, seien nur noch funktionsfähig, weil auch viele Pflegefachelfer eine sehr engagierte und qualitativ hochwertige Dienstleistung an den kranken Menschen erbrächten.

Raufeisen zollte ihnen seinen Respekt vor dem, was sie im zurück liegenden Jahr in der Schule, den Pflegeeinrichtungen und an den Prüfungstagen geleistet hätten, und dass sie künftig einen Beruf ausübten, der zur Linderung von Leid und Not der kranken Mitmenschen beitrage, und sie damit für Gesundheit und Lebensqualität in unserer Gesellschaft sorgten.

Kranke Menschen zu pflegen, sei etwas ganz Besonderes, stellte auch der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser fest. Die Befähigung dazu sei ihnen nicht in den Schoß gefallen, denn in den vergangenen zwölf Monaten hätten sie in der Schule 600 Theoriestunden und an den sechs Klinikstandorten der Kliniken Südostbayern AG, in den Kreisaltenheimen, bei der Diakonie Traunstein und der Altenpflege Waging 1000 Praxisstunden geleistet. „Dabei haben Sie sich viel Wissen und Fähigkeiten angeeignet“, so Konhäuser. Damit der Beruf zur Berufung werde, bedürfe es noch viel mehr: ein zunehmender Erfahrungsschatz, Teamgeist, die Fähigkeit zu menschlicher Hinwendung sowie die Bereitschaft, ein ganzes Leben lang zu lernen. Denn die Pflege und auch die Pflegehilfe brauche Menschen mit Herz und Verstand, die sich mit ihrem fachlichen Können und ihrer Menschlichkeit kompetent und einfühlsam um kranke Menschen kümmerten, meinte der stellvertretende Landrat.

Sie seien gemäß den Ausbildungszielen in der Lage, Kranke zu versorgen sowie die damit verbundenen hauswirtschaftlichen und sonstigen Assistenzaufgaben in Stations-, Funktions- und sonstigen Bereichen des Gesundheitswesens auszuüben, erklärte der Medizinische Direktor des Kliniken Südostbayern AG, Dr. Stefan Paech. Dabei sei es ganz wichtig, im Team auf Augenhöhe mit allen medizinischen und pflegerischen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten, denn gute Teamarbeit gelinge nur in enger Zusammenarbeit. Bei der Patientenversorgung leisteten sie mit vielen anderen Berufsgruppen ihren Beitrag. „Durch die verschiedenen Assistenzberufe in der Krankenpflege wird alles viel bunter“, sagte Paech.
Nicht nur die Kosten, sondern auch der steigende Versorgungsbedarf im Gesundheitswesen müsse künftig abgedeckt werden. In zehn Jahren müssten ein Drittel aller Schulabgänger in einem medizinischen und pflegerischen Beruf ausgebildet werden, um den Bedarf an Fachkräften abzudecken. Paech stellte daher die hohe Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsberufe fest. Zu den Absolventen meinte er daher, die Türen und Tore stünden ihnen offen. Es wäre jedoch schön, wenn sie in der Region blieben.

Von einer soliden Basis für die berufliche Zukunft sprach auch die Pflegedirektorin Susanne Güll. Ihre Ausbildung sei eine gute Ausgangslage, auf der sie aufbauen könnten. Einige von ihnen würden weiter zur Schule gehen. Die, die blieben, leisteten einen wertvollen Beitrag zur Krankenpflege. Der Gesundheitsbetrieb werde sich weiter entwickeln, um Menschen gut versorgen zu können. Die neuen Mitarbeiter seien eine Bereicherung. Bei den Abläufen und Prozessen müssten sie jedoch das Wohl der Patienten im Auge behalten, denn am Patienten würden sie dessen Bedürfnisse und Erfordernisse als erste wahrnehmen.

21.07.2017 - Kreisklinik Trostberg

Madame Bintou geht es immer besser

Patientin aus Togo erfolgreich in der Kreisklinik Trostberg operiert

Eine Woche nach dem Eingriff konnte Madame Bintou die Kreisklinik Trostberg wieder verlassen.
Viel Bewegung, und dann noch an Chiemgauer Almwiesen, sorgte für einen zügigen Heilungsprozess.
Natürlich möchte die Togolesin auch eine der bayerischen Lebensarten kennenlernen – hier gemeinsam mit Dr. Thomas Demhartner

Schritt für Schritt geht es Madame Bintou besser. Der Weg zu ihrer Heilung war lang: Als sie vor zwei Monaten aus ihrer Heimat Togo in die Kreisklinik Trostberg kam, lagen schon zwei Jahre qualvollen Laufens an Krücken hinter ihr. mehr...

Nach einem Unfall hatte die 43-Jährige massive Schäden am Becken und Oberschenkel bei einliegender und nun lockerer Hüftprothese davongetragen. Dank zweier äußerst komplexer Eingriffe des Spezialisten Dr. Thomas Demhartner und den Chefärzten Dr. Joachim Deuble und Dr. Thomas Lipp vom Verein „Aimes Afrique-Allemagne“ sowie geballten bürgerschaftlichen Engagements wird Madame Bintou bald wieder in ihrem „Eine-Frau-Friseurladen“ in der togolesischen Hauptstadt Lomé arbeiten können.

Den Hinweis auf die katastrophale Situation der Togolesin hatten die Ärzte aus dem Landkreis Traunstein von Margret Kopp, Vorsitzende der „Aktion Patenkinder in Togo - Togohilfe e.V.“ im Landkreis Fürstenfeldbruck, bekommen. Die Maisacherin hatte die Gründungsveranstaltung von „Aimes Afrique-Allemagne“ im letzten Jahr moderiert und bat die qualifizierten Mediziner um Hilfe. Als Madame Bintou, wie sie wegen ihres sehr langen, kompletten Namens fortan abgekürzt genannt wurde, mit sichtbaren Schmerzen bayerischen Boden betrat, wusste indes noch niemand, wie herausfordernd ihre Operationen auch für noch so erfahrene Behandler sein würde. Bevor überhaupt an den ersten der beiden Eingriffe gedacht werden konnte, musste sich Anästhesist Thomas Lipp intensiv mit der Sichelzellenkrankheit auseinandersetzen. Diese ursprünglich nur in Afrika vorkommende Erberkrankung der roten Blutkörperchen kann die Organe und Knochen der Betroffenen angreifen. Nach operativen Eingriffen haben die Patienten zudem eine sehr hohe Gefährdung für Infektionen. Und schon während des Eingriffs bedürfen sie besonderer Vorsichtsmaßnahmen, zu denen auch das unbedingte Vermeiden einer Unterkühlung gehört.

Bei mindestens 27 Grad Raumtemperatur entfernte Orthopäde und Unfallchirurg Thomas Demhartner von der überörtlichen Gemeinschaftspraxis Kommedico in der Belegabteilung der Kreisklinik Trostberg gemeinsam mit Joachim Deuble die in das Becken von Madame Bintou eingebrochene Hüftprothese. Wechselprothesen gehören für den routinierten Operateur zu seinen häufigsten Eingriffen. Aber selbst für ihn stellte die besondere gravierende Defektsituation im Becken der Patienten aus Togo eine bisher so nicht gesehene Herausforderung dar. „Ich habe mich mit vielen renommierten Spezialisten weltweit ausgetauscht“, so der Orthopäde. Keiner der Vorschläge seiner Kollegen erschien ihm für eine umfassende, nachhaltige Behandlung der Patientin ausreichend. Und so erarbeitete er selbst nach vielen weiteren Recherchen und Überlegungen eine maßgerechte Lösung für die Mutter eines 17-jährigen Sohnes. Dass sie diesen, der im Internet um Unterstützung für sie aufgerufen hatte, nun wieder in die Arme schließen kann, ist das Ergebnis eines beispiellosen Einsatzes. Nachdem Thomas Demhartner bei tropischen Temperaturen im Operationssaal acht Stunden sein eigens für Madame Bintou konstruiertes neues Hüftgelenk eingesetzt hatte, sorgten sich in der Kreisklinik Joachim Deuble, Thomas Lipp und die Pflegekräfte um die zarte Patientin.
Nach einer Woche wurde sie in die Obhut von Familie Demhartner entlassen. Dort erlebte der Gast aus Togo über sechs Wochen lang und in seiner Muttersprache französisch liebevolle Betreuung und Versorgung. „Ich glaube, es gibt nicht viele Gäste, die den Chiemgau so gut kennengelernt haben“, sagt Margit Demhartner mit einem Lächeln. Die Heilpraktikerin, die mit einer homöopathischen Operationsvorbereitung die Genesung der Patientin ihres Mannes zudem mit sanfter alternativer Medizin, Massagen und Akupunkturen mit außerordentlicher Hingabe unterstützt hat, konnte zudem bei den Nachbarn sogar mit ihr das Schwimmbad für erste Gehversuche nutzen. Heidi Mengel hat als Physiotherapeutin nach dem stationären Aufenthalt für entscheidende Fortschritte in der Genesung der Patientin im Hause Demhartner gesorgt. Auch, wenn sie von der ganzen Familie bis hin zu Hund und Katze gemocht wurde, die Sehnsucht nach ihrem Sohn hat Madame Bintou nie losgelassen. „Der unentgeltliche Einsatz aller Beteiligten, bis hin zu Kleiderspenden aus der Nachbarschaft und auch der Einsatz der Kliniken Südostbayern AG - die für eine Kostenreduktion sorgen konnten - darf hier nicht unerwähnt bleiben“, so Thomas Demhartner.


Ihre Behandler wird Madame Bintou im November in ihrer Heimat wiedersehen. Denn dann wird Orthopäde Demhartner gemeinsam mit seiner Frau Ärzte und Pflegepersonal in Lomé zwei Wochen lang in Hüftendoprothetik ausbilden und über weitere Hospitationen in der Kreisklinik Trostberg sprechen. „Er hat eine großzügige Spende seines Ausrüsters erhalten und wird rund 40 Hüftendoprothesen-Operationen durchführen“, so Joachim Deuble. Er, seine Frau, die Chirurgin Dr. Stephanie Deuble, Anästhesist Thomas Lipp und Prof. Dr. Christian Schindlbeck, Chefarzt der Frauenklinik im Klinikum Traunstein, werden einen ähnlichen Einsatz durchführen, wie ihn das Ehepaar Deuble bereits vor zwei Jahren in Togo absolviert hat: Zehn Tage auf dem Land unzählige Patienten sichten und so viele wie möglich von jenen, die es brauchen, unter ganz anderen Bedingungen als in Deutschland operieren.


„Dazu brauchen wir gerne eine Unterstützung in Form von Spenden“, so Dr. Deuble. Er nennt dieses Spendenkonto: Aimes Afrique Allemagne e.V., HypoVereinsbank Traunstein, IBAN DE80 7102 218 200 240 140 10. BIC: HYVEDEMM453. „Bei Angabe der Adresse stellen wir natürlich eine Spendenbescheinigung aus“, sagt er.

Ina Berwanger

14.07.2017 - Kliniken Südostbayern

Dem Fehler auf der Spur

Prof. Ekkehard Pratschke: Beauftragter für Patientensicherheit an der Kliniken Südostbayern AG

Von der Aufnahme über die Behandlung bis zur Entlassung: Die Sicherheit der Patienten steht für die Kliniken Südostbayern AG und ihre Mitarbeiter von jeher an oberster Stelle. mehr...

Daher hat der Klinikverbund vor knapp anderthalb Jahren auch die Stelle eines Beauftragten für Patientensicherheit geschaffen und dafür in den eigenen Reihen die ideale Besetzung gefunden: Prof. Dr. med. habil. Ekkehard Pratschke bringt 40 Jahre Berufserfahrung, jede Menge Fachwissen, Menschenkenntnis und Kommunikationstalent ein, um das große Thema Patientensicherheit gemeinsam mit Reinhold Frank, Leiter der Qualitäts- und Organisationsentwicklung, umfassend zu betreuen.
Die Patientensicherheit ist ein so breites wie dynamisches Aufgabenfeld, das sich ständig weiterentwickelt. Auch Prof. Ekkehard Pratschke ist einer, der nicht stehenbleibt und immer gerne dazulernt. Dass er sich Ende 2015 nach 23 Jahren in der Reichenhaller Kreisklinik als Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Kreisklinik Bad Reichenhall in den Ruhestand verabschiedet hat, der Klinikverbund von seiner Erfahrung aber weiterhin profitieren kann, ist ein Glücksfall für alle. Und der Mediziner aus Leidenschaft freut sich über die tatkräftige Unterstützung von Reinhold Frank, den er sehr schätzt. So, wie er früher die Patienten behandelt hat, arbeitet er jetzt für ihre Sicherheit: engagiert, sorgsam und vorausschauend. „Mir sind die Sicherheit der Patienten und auch die Sicherheit der Ärzte und der Pflege wichtig“, so der 66-Jährige.
„Man muss einen Fehler nicht zweimal machen“, betont er. Seiner Überzeugung nach ließe sich aber „aus einem Fehler mehr lernen als aus 100 guten Verläufen.“ Dazu gehöre freilich, dass Fehler kommuniziert und nicht für sich behalten würden. Um hier mehr Transparenz zu schaffen, setzt der Klinikverbund schon länger auf verschiedene Instrumente. Dazu gehören, so Prof. Pratschke, zum Beispiel ein verbundinternes, sanktionsfreies Fehlermeldesystem, Fallbesprechungen und Audits, also kollegiale Besuch vor Ort, um die Umsetzung bestimmter Maßnahmen zu überwachen. Neben den Instrumenten die uns Wissen über Ursachen und Zusammenhängen bringen, so Prof. Pratschke, haben wir auch zahlreiche vorbeugende Maßnahmen wie Armbänder zur sicheren Patientenidentifikation sowie Checklisten, Standards und Trainings- und Simulationsmaßnahmen im Einsatz. Dem Austausch mit Kollegen aus anderen Kliniken misst Prof. Pratschke eine große Bedeutung zu. Deswegen sei der Klinikverbund unter anderem auch Mitglied in der „Initiative Qualitätsmedizin“ und im „Aktionsbündnis Patientensicherheit“.
Gut vernetzt ist auch Ekkehard Pratschke selbst. Bei der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) in München hat der rührige Professor den Vorsitz bei Facharztprüfungen inne und ist entscheidungsbefugtes Kommissionsmitglied der Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen. Bei der BLÄK ausgebildet werden auch so genannte Peers aus Medizin und Pflege, zum Beispiel ein gynäkologischer Chefarzt und seine leitende Hebamme. Fachliche Expertenpaare wie diese besuchen andere Kliniken - so wie auch andere Häuser ihre Peers zum Klinikverbund schicken -, um im kollegialen Dialog direkt vor Ort unbürokratisch über die Fehler- und Sicherheitskultur zu sprechen. „Wir lernen auf Augenhöhe von anderen, indem wir uns mit ihnen vergleichen“, sagt er.
Ganz auf das offene Gespräch setzen Prof. Pratschke und seine Kollegen auch am unter dem Motto „Wenn Schweigen gefährlich ist“ stehenden 3. Internationalen Tag der Patientensicherheit: Am Montag, 18. September, werden sie im Klinikum Traunstein und in der Kreisklinik Bad Reichenhall Patienten und Besucher rund um das Thema Patientensicherheit informieren. Aufgelegt wird dann auch die gerade erschienene neue Broschüre „Sicher im Krankenhaus – Ein Ratgeber für Patienten“. Diese ist ab sofort auch in den Eingangsbereichen der Häuser an den Infoständern sowie hier zu finden.

Ina Berwanger

26.06.2017 - Kreisklinik Freilassing

Blick hinter Klinik-Kulissen statt Freibad und Berg

Zwei Kliniken unter einem Dach lockten erfolgreich zum „Tag der offenen Tür“

Das sieben Quadratmeter große Magenmodel vor dem Haupteingang der Kreisklinik
Reges Interesse auch bei den Infoständen der Krankenhaushygiene, der Berufsfachschule für Krankenpflege, der Diabetesberatung, des Wundteams sowie bei der Blutdruck- u. Blutzuckermessung
Chefarzt Dr. Clyn Schmidl beim Radiointerview der Bayernwelle Südost
Historische Aufnahmen dokumentierten über 50 Jahre Krankenhaus Freilassing
Alle Vorträge waren sehr gut besucht

Noch verlockender als Berg und Badesee war am Samstag für viele Interessierte der „Tag der offenen Tür“ in der Freilassinger Klinik. Doppelten Grund zum Feiern mit den Besuchern boten dort über 50 Jahre Krankenhaus Freilassing und zehn Jahre kbo-Inn-Salzach-Klinikum Freilassing. mehr...

Unter dem Motto „Zwei Kliniken unter einem Dach“ hatten die Innere Medizin der Kreisklinik Freilassing mit Intensivüberwachungsstation, Notfallaufnahme und Medizinischem Versorgungszentrum unter der Trägerschaft der Klinken Südostbayern AG sowie das kbo-Inn-Salzach-Klinikum Freilassing, Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, unter der Trägerschaft der kbo-Inn-Salzach-Kliniken zu mehr als einem Blick hinter ihre Kulissen eingeladen.

Dem folgten die Besucher schon am Morgen gerne. Im Eingangsbereich wurden sie freundlich empfangen: von einem begehbaren Magenmodell mit der beeindruckenden Größe von sieben Quadratmetern und Christoph Grabner, Moderator der „Bayernwelle Südost“. Des Radiomachers erster Gast, Bürgermeister Josef Flatscher, brachte es für Klinik-Besucher und Hörer der zweistündigen Live-Sendung so auf den Punkt: „Freilassing ist ein Industriestandort, das Krankenhaus ist hier also richtig und wichtig, wir sind medizinisch damit bestens versorgt.“ Dass sich beide Kliniken bei der wohnortnahen Versorgung der Bürger fachlich optimal ergänzen, betonten Elisabeth Ulmer, Vorstand der Klinken Südostbayern AG, und Dr. Theodor Danzl, Geschäftsführer der kbo-Inn-Salzach-Kliniken. Ulmer sprach von einer „guten und extrem kooperativen Zusammenarbeit mit dem kbo-Inn-Salzach-Klinikum“ und auch Danzl lobte das „menschlich und fachlich gute Miteinander“ der Häuser.

Dr. Clyn Schmidl, Chefarzt der Inneren Medizin in der Kreisklinik, riet nicht nur dem Moderator und seinen Hörern dazu, die Angebote der Krankenkassen zur Gesundheitsvorsorge wahrzunehmen. Er erläuterte in einem von vier Vorträgen dieses Tages rund um Körper und Seele auch, dass jährlich rund 40 von 100.000 Deutschen an Dickdarmkrebs erkrankten, Vorsorge also Not täte. Und dass sie gar nicht weh tut, konnten sich die Besucher bei einem Blick hinter die Kulissen der Endoskopie erklären lassen. Dass „seelische Veränderungen erst einmal schwer nachzuvollziehen“ seien, wusste Prof. Peter Zwanzger, Ärztlicher Direktor des kbo-Inn-Salzach-Klinikums Freilassing. „Wir freuen uns, dass wir heute die Gelegenheit haben, Ihnen Psychiatrie zum Anfassen bieten zu können“, sagte er. Dieses Angebot nutzten die Besucher bei den Führungen gerne. Sie kamen mit Musik- und Kunsttherapeuten ins Gespräch und bewiesen so, dass auch psychotherapeutische Behandlungen heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind und nicht mehr stigmatisiert werden.

Auch das körperliche Wohl kam nicht zu kurz: Auf dem kurzen Weg waren die Ärzte beider Häuser schnell ins Besuchergespräch vertieft. Mitarbeiter aus Wundteam, Diabetesberatung und Hygienefachmann waren ebenso gefragt wie die engagierten Krankenpflegeschüler beim Blutdruckmessen und Bestimmen des Blutzuckers. Über Interesse an den Ausbildungsgängen der Berufsfachschule für Krankenpflege der Kliniken Südostbayern konnte sich Schulleiter Helmut Weiß freuen. „Wir haben heute viel zielgerichtete Bewerbungen als früher“, so seine Erfahrung. Ein Praktikum im Klinikverbund sei aber auch für an Pflegeberufen interessierte junge Leute empfehlenswert. Dass sie das Krankenhaus, in dem sie „so gut behandelt“ worden sei, ihren Bekannten gerne weiterempfehle, verriet eine betagte Besucherin Dr. Christian Stöberl. Direkt an der Übungspuppe ließen sich unterdessen an Reanimation Interessierte von Tobias Kronawitter vom Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern ganz praxisnah auch in die Bedienung eines Defibrillators einweisen.

Wer mochte, ließ sich zwischendurch von den Freilassinger „Second Hand Brothers“ in swingende, gefühlvolle musikalische Welten entführen und zum Ende eines so informativen wie unterhaltsamen Tages der offenen Tür zogen beide Kliniken unter einem Dach eine mehr als zufriedene Bilanz. „Deutlich mehr Besucher als bei diesem schönen Wetter erwartet“ bilanzierte Stefan Bierwirth, Verwaltungsleiter kbo-Inn-Salzach-Klinikums Freilassing. Kliniken-Südostbayern-Vorstand Elisabeth Ulmer bedankte sich nachdrücklich und auch über das Radio „bei allen Mitarbeitern, die diesen Tag ermöglicht haben, aber auch tagtäglich hervorragende medizinische Versorgung mit einer sehr persönlichen und menschlichen Zuwendung bieten.“

(Ina Berwanger)

Fernsehbeitrag vom rfo
20.06.2017 - Kreisklinik Bad Reichenhall

Geschätzt bei Kollegen und Patienten

Schulterchirurg Chefarzt Dr. Reiner Hente auch 2017 auf FOCUS-Liste der „Top-Mediziner“

Wenn er nach seiner beruflichen Rückschau auf das Jahr 2016 gefragt wird, kann Privatdozent Dr. habil. Reiner Hente eine positive Bilanz ziehen: Patienten, Kollegen und Fachkreise schätzen die Arbeit des Chefarztes der Unfallchirurgie und Sporttraumatologie an der Kreisklinik Bad Reichenhall in besonderem Maße. Diese Anerkennung bekam der renommierte Schulterchirurg heuer auch zum fünften Mal in Folge vom FOCUS-Magazin „Gesundheit“. Auf dessen Ärzteliste zählt Dr. Hente seit 2013 zu „Deutschlands Top-Medizinern“ in der Schulterchirurgie. mehr...

Seit mehr als zwanzig Jahren ermittelt das unabhängige Rechercheinstitut jährlich eine Liste von „besonders empfohlenen Medizinern“. Um in diese aufgenommen zu werden, müssen Ärzte unter anderem „insbesondere bei den Kollegen- und Patientenempfehlun-gen überdurchschnittlich gute Ergebnisse“ erzielen. „Über diese Auszeichnung freue ich mich natürlich sehr“, sagt Dr. Hente. Mitte der 90-er Jahre hat der aus Osterode am Harz gebürtige Niedersachse am Universitätsklinikum Regensburg seine Spezialisierung auf die Schulterchirurgie begonnen. Der Oberpfalz vorausgegangen waren das Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, eine Forschungsstelle im Bereich der Biomechanik in der Schweiz und eine Assistenzarztzeit an der Medizinischen Hochschule Hannover. Von dort wechselte er 1992 mit drei Kollegen an die neu gegrün-dete Universität Regensburg. „Unter der Leitung des renommierten Unfallchirurgen Prof. Dr. Michael Nerlich hatte ich die einmalige Gelegenheit, eine neu gegründete Universitätsabteilung von der Basis aufzubauen“, so Dr. Hente. Jeder Mediziner habe damals ein zusätzliches Spezialgebiet gewählt, seine Wahl sei auf die Schulter- und Ellenbogenchirurgie gefallen.

Ihr gilt bis heute seine Leidenschaft. Reiner Hente, der 2004 an der Uni Regensburg habilitierte, ist nicht nur ein gefragter Operateur. Seine fachliche Expertise wird auch für Vorträge oder wissenschaftliche Veröffentlichungen nachgefragt. Und natürlich besucht der 58-Jährige auch selbst immer wieder Fortbildungen und tauscht sich intensiv mit Kollegen über die neuesten Entwicklungen in der Schulterchirurgie aus. Zum Beispiel innerhalb der Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie. Ihr und anderen medizini-schen Fachgesellschaften gehört er schon viele Jahre als Mitglied an. Gerne tauscht sich Dr. Hente auch mit internationalen Spezialisten, zum Beispiel in den USA, aus. Er freut sich, dass „der Klinikvorstand diese Aktivitäten befürwortet und unterstützt.“ Bei der Behandlung seiner Patienten sind dem Schulterchirurgen eine „sorgfältige Anamnese und eine individuelle Diagnose sehr wichtig.“ So komplex wie das Schultergelenk selber sind auch seine Beschwerdebilder und deren Behandlung. „Bereits in meiner Regensburger Zeit sind Patienten mit Sondersituationen aus dem gesamten ostbayerischen Raum zu mir gekommen, für die ich eine Lösung finden musste“, erinnert sich Dr. Hente.

Von diesem breiten Erfahrungs- und Wissensschatz profitiere er noch heute. Dies gelte auch für seine langjährige und bis heute andauernde Tätigkeit in der Biomechanik, welcher er ein gutes dreidimensionales Vorstellungsvermögen und ein realistisches Abschätzen der Heilungschancen verletzter Knochen verdanke. Nicht zuletzt, weil er seine Patienten von diesem geballten und - auch immer wieder neu hinzugewonnenem - Wissen profitieren lassen kann, erfüllt den Schulter- und Ellenbogenspezialisten seine Arbeit immer wieder mit viel Leidenschaft und Hingabe.

(Ina Berwanger)

20.06.2017 - Kreisklinik Berchtesgaden

Schüler leiten eine Station in der Kreisklinik

Erfolgreiches Ausbildungsprojekt - "Sehr schön und sehr lehrreich"

Pflegeschüler im dritten Ausbildungsjahr der Berufsfachschule für Krankenpflege aus Bad Reichenhall bereiten sich auf den Pflegetag im Rahmen der Projektwoche "Schüler leiten eine Station" vor.
Pflegeschüler im dritten Ausbildungsjahr der Berufsfachschule für Krankenpflege aus Bad Reichenhall bereiten sich auf den Pflegetag im Rahmen der Projektwoche "Schüler leiten eine Station" vor.

Eine ebenso anspruchsvolle wie abwechslungsreiche Aufgabe haben jetzt sechzehn Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres der Krankenpflegeschule Bad Reichenhall mit Bravour bewältigt: Begleitet von pädagogisch ausgebildeten Pflegefachkräften übernahmen sie im Rahmen des Ausbildungsprojektes „Schüler leiten eine Station“ für eine Woche die pflegerische Versorgung der Patienten auf der Akut-Geriatrischen Station in der Kreisklinik Berchtesgaden.

Das Pilotprojekt „Schüler leiten eine Station“ kam bei Schule und Schülern, Pflegepersonal und Patienten gleichermaßen gut an. Eine Fortsetzung ist 2018 an den beiden Pflegeschul-Standorten Traunstein und Berchtesgadener Land mit rund drei Wochen geplant. mehr...

Die Auszubildenden wurden intensiv in die Pflegetätigkeiten einer geplanten, umfassenden und individuellen Pflege eingebunden und führten diese eigenständig unter Aufsicht durch. „Dies stellt eine hervorragende Vorbereitung auf die verantwortungsvolle Tätigkeit nach den Abschlussprüfungen dar“, so Helmut Weiß, Schulleiter der Krankenpflegeschule Bad Reichenhall. Die Ausbildung hautnah am Patienten brachte Pflegeschülerin Mariah Smithers so auf den Punkt: „ Ein Projekt, dass einen in seinem Können, Wissen und Selbstvertrauen bestärkt hat.“
Auch durch die Unterstützung der leitenden Ärzte, der Pflegedirektion und insbesondere der Stationsleitung wurde „Schüler leiten eine Station“ zu einem professionsübergreifenden Ausbildungsprojekt, von dem nicht zuletzt die Patienten der Akut-Geriatrie profitierten. Sie freuten sich über die in der Theorie schon gut ausgebildeten jungen Leute, die ihr Wissen nun in der Praxis mit Begeisterung für ihren künftigen Beruf und einem großem Herz für die betagten Patienten unter Beweis stellten. „Das Pflegeteam, die Ärzte und die Physiotherapeuten haben eng mit uns zusammengearbeitet“, freute sich Pflegeschüler Felix Bloch. „Sie haben uns ernst genommen und freundlich ins interdisziplinäre Team aufgenommen.“
Schon öfters in der Kreisklinik Berchtesgaden im Einsatz, war Pflegeschülerin Myriam Krajnc auch von der Projektwoche begeistert: „Wir konnten das komplett selbständige Arbeiten im interdisziplinären Team wie auch die verantwortungsvolle Übernahme einer Patientengruppe gut vertiefen“, so die Pflegeschülerin. Ihr „großes Dankeschön“ galt dem „Vertrauen seitens der Stationsleitung und der Praxisanleiter, die jederzeit für mögliche Fragen zur Verfügung standen.“ Auch Sabine Stecher, Stationsleitung der Akut-Geriatrie, war am Ende des Projekts voll des Lobes über den engagierten und hoch motivierten Pflege-Nachwuchs: „Die Auszubildenden haben die Verantwortung für ‚ihre Patienten‘ sehr ernst genommen, sie arbeiteten im Team sehr professionell zusammen und kümmerten sich liebevoll um das Wohl und die pflegerische Versorgung der Patienten.“

31.05.2017 - Klinikum Traunstein

Kinder- und Jugendmedizinische Bereitschaftspraxis

Einrichtung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) nimmt am Klinikum Traunstein ihren Betrieb auf

Schon seit längerem war es das Ziel der niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land, des Klinikums Traunstein und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten eine gemeinsame zentrale Anlaufstelle für akut erkrankte Kinder und Jugendliche in der Region zu schaffen.
Am Freitag, den 2. Juni 2017, ist es nun soweit. An diesem Tag öffnet am Klinikum Traunstein im Diagnose- u. Therapiezentrum in der Schierghoferstraße 1 (oranges Gebäude) eine Kinder- und Jugendmedizinische Bereitschaftspraxis ihre Pforten. Diese Praxis wird von der KVB betrieben und hat jeweils mittwochs und freitags von 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr sowie am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr geöffnet. Damit die Bereitschaftspraxis vom Klinikum aus schnell gefunden werden kann, ist diese übrigens mit roten Barfußaufklebern auf dem Fußboden ausgeschildert. mehr...

Die Bereitschaftspraxis kooperiert mit der pädiatrischen Abteilung des Klinikums, die künftig auch die Nachtdienste im Rahmen des Bereitschaftsdienstes übernimmt. Ergänzend werden medizinische notwendige Hausbesuche weiterhin durch den bereits bestehenden allgemeinärztlichen Hausbesuchsdienst durchgeführt.
Als Einzugsgebiet der neuen Bereitschaftspraxis gelten die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land. Selbstverständlich steht die Praxis aber auch Patienten offen, die ihren Wohnsitz außerhalb dieser Landkreise haben. Die Neuorganisation des kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes führt bei den Kinder- und Jugendärzten aus den betreffenden Landkreisen zu einer Reduzierung der Dienstbelastung. Aus Sicht der KVB ermöglicht dies, den speziellen kinderärztlichen Bereitschaftsdienst in dieser Region langfristig aufrechterhalten zu können.

Auch aus Sicht des Klinikums Traunstein hat die Einrichtung dieser neuen Kinderarztpraxis am Klinikum etliche Vorteile:
„Die erfahrenen niedergelassenen Kinderärzte und Kinderärztinnen können am Klinikum Traunstein die ambulanten Patienten versorgen, während für schwerer erkrankte Kinder der gesamte Backup der Kinderklinik mit allen Spezialisten vor Ort zur Verfügung steht“, sagte Priv.-Doz. Dr. Gerhard Wolf, Chefarzt der Traunsteiner Kinderklinik. „Wir freuen uns darauf, mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten“.
Mühsame Recherchen, welcher Kinderarzt Dienst hat und wo sich dessen Praxis befindet, entfallen. Kinder und Jugendliche mit weniger schweren Erkrankungen können von den Kinderärztinnen und Kinderärzten in Zukunft zügig in der Bereitschaftspraxis behandelt werden. Das entlastet zugleich die Notaufnahme in der Kinderklinik. „Patienten mit schwerwiegenderen Krankheitsbildern, welche dringend stationär behandelt werden müssen, können so in Zukunft noch schneller und gezielter in der Kinderklinik versorgt werden“, sagte Dr. Wolf.

Die KVB verweist im Übrigen auf die bundesweit einheitliche Rufnummer 116117 des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes. An diese Nummer können sich Patienten grundsätzlich außerhalb der üblichen Sprechzeiten wenden, wenn diese aufgrund einer akuten Erkrankung ärztliche Hilfe benötigen und nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde ihres Arztes warten können. Öffnungszeiten und Anfahrtsbeschreibungen zu allen Bereitschaftspraxen in Bayern sind auch unter www.bereitschaftsdienst-bayern.de zu finden.
Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist zu unterscheiden von der notärztlichen Versorgung. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen ist stets der Notarzt – unter der kostenfreien Rufnummer 112 – zu verständigen.

19.05.2017 - Kliniken SOB

Kliniken Südostbayern auf Erfolgskurs

Ergebnis in 2016 deutlich verbessert und Investitionsfähigkeit für die Zukunft gesichert

Die Kliniken Südostbayern AG ist weiter auf dem Weg zur wirtschaftlichen Gesundung. Das Unternehmen in der alleinigen Trägerschaft der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land konnte 2016 sein Defizit auf 600.000 Euro stark verringern. 2015 lag der Fehlbetrag noch bei 3,3 Millionen Euro. „Wir sind wieder investitionsfähig und mit all unseren Vorhaben auf Kurs“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher bei der diesjährigen Hauptversammlung der AG am Freitag (19.5.2017) in Teisendorf. Positiv begleitet werde die signifikante Rückführung des Defizits von steigenden Patientenzahlen sowie einem erneut erweiterten medizinischen und pflegerischen Leistungsspektrum. mehr...

Äußerst zufrieden mit der anhaltend günstigen wirtschaftlichen Entwicklung zeigten sich die Landräte Siegfried Walch und Georg Grabner. „2013 lag das Defizit noch bei fast neun Millionen Euro. Nur mit einem Investitionszuschuss von zehn Millionen Euro konnten die beiden Landkreise die Kliniken damals vor der Insolvenz bewahren. Jetzt ist die AG gerettet und die Arbeitsplätze sind gesichert“, so Aufsichtsratsvorsitzender Siegfried Walch. Für größere Baumaßnahmen vor allem in Traunstein stelle der Landkreis Traunstein 2017 rund 2,9 Millionen Euro bereit. Das könne als Signal an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie als konkreter Baustein für eine erfolgreiche Zukunft der Kliniken Südostbayern AG verstanden werden.

„Es geht bergauf, die Fusion trägt erste Früchte“, betonte auch der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Georg Grabner. Bestätigt werde die engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die hohe Weiterempfehlungsrate von Patienten und dem überdurchschnittlichen Patientenzuwachs.
Walch und Grabner unterstrichen erneut, dass sie weiterhin fest zur kommunalen Trägerschaft des Klinikverbundes mit seinen sechs Häusern stehen. Einig sind sich die beiden Landräte sowie Dr. Gretscher, dass die positive wirtschaftliche Entwicklung der Kliniken eine starke Gemeinschaftsleistung sei. „Alle Beteiligten ziehen an einem Strang - Landkreise, zuweisende Ärzte, Patienten, vor allem aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

„Das Vertrauen von Politik und Patienten in die Leistungsfähigkeit der Kliniken ist voll und ganz gegeben“, sagte Dr. Stefan Paech, Medizinischer Direktor der Kliniken Südostbayern AG. So habe der Klinikverbund 2016 mit der Etablierung der multimodalen Schmerztherapie an den Kreiskliniken Ruhpolding und Berchtesgaden neue und hochqualifizierte stationäre Versorgungsangebote für chronische Schmerzpatienten geschaffen, um der deutlich steigenden Nachfrage in diesem Bereich gerecht zu werden. Zudem sei die Leistungspalette des Klinikums Traunstein durch die neu gegründete Klinik für Plastische, Rekonstruktive Chirurgie und Handchirurgie sowie die neue Abteilung für Neuroradiologie mit ihrer modernsten neuroradiologisch diagnostischen und interventionellen Versorgung insbesondere von Schlaganfallpatienten erweitert worden. Ebenso wichtig sei die Besetzung wichtiger Chefarztpositionen bei der Nephrologie in Traunstein, der Inneren Medizin in Freilassing und der Pneumologie in Bad Reichenhall.

Der weitere konsequente Ausbau der Altersmedizin sei ein wichtiger Schwerpunkt des Verbunds, so Elisabeth Ulmer, Vorstand der Kliniken Südostbayern. „Dies können wir besonders in den Kliniken Trostberg, Ruhpolding und Berchtesgaden mit den dafür speziell ausgebildeten Teams hervorragend abdecken.“ Alle notwendigen Maßnahmen und Aufgaben könnten nur erfüllt werden, weil äußerst engagierte und hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kliniken trotz der zunehmenden Arbeitsverdichtung und stetem Wandel die Treue hielten und das Wohl der einzelnen Patienten im Auge hätten, so Elisabeth Ulmer

Auf ein gutes Miteinander würde der Klinikverbund auch bei der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten setzen, so Dr. Gretscher. Ein sichtbares Beispiel seien die neuen Bereitschaftspraxen in Reichenhall und Traunstein. Zudem seien in beiden Kliniken die Notaufnahmen deutlich aufgewertet worden – in Traunstein mit der Modernisierung und Erweiterung sowie in Bad Reichenhall mit der Sanierung und Neuausstattung. Er kündigte auch an, dass das gemeinsam von Chefärzten, Pflegeverantwortlichen und Führungskräften der Kliniken erarbeitete Fünfjahresprogramm „Perspektive 2022“ mit seinen Handlungsfeldern Patienten, Prozesse, Mitarbeiter und Finanzen konsequent umgesetzt werde. „Auch damit werden wir unsere Kliniken fit für die Zukunft machen“, so der Klinikenchef. Nicht zuletzt sollen eine zeitgemäßere IT-Struktur die Arbeitsprozesse der Mitarbeiter unterstützen und - wo erforderlich - bauliche Maßnahmen den Komfort bei der Patientenunterbringung verbessern. Insgesamt, so der Vorstandsvorsitzende, werde auch für 2017 und die Folgejahre gelten: „Wir haben uns alle eine wirtschaftliche Konsolidierung des Klinikverbundes und gleichzeitige qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Region vorgenommen – und wir sind auf erfolgreichem Kurs.“

Sichtlich zufriedene Gesichter bei der Jahreshauptversammlung der Kliniken Südostbayern AG. Von links: Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher, Medizinischer Direktor Dr. Stefan Paech, Vorstand Elisabeth Ulmer, Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat von Traunstein Siegfried Walch sowie stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat vom Berchtesgadener Land Georg Grabner.
Sichtlich zufriedene Gesichter bei der Jahreshauptversammlung der Kliniken Südostbayern AG. Von links: Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher, Medizinischer Direktor Dr. Stefan Paech, Vorstand Elisabeth Ulmer, Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat von Traunstein Siegfried Walch sowie stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat vom Berchtesgadener Land Georg Grabner.

Wenn Information auf Emotion trifft

Sehr gut besuchter 3. Traunsteiner Krebskongress begeistert Laien- und Fachpublikum

Gesprächsrunde mit Stefan Dettl, Steffi Böhler, Norbert Joa, Dr. Philip Janda, sowie Prof. Dr. Dirk Zaak (v. links)
Steffi Böhler im Gespräch mit Norbert Joa
Stefan Dettl verlieh mit seinen musikalischen Einlagen dem Abend eine besondere Note
Diskussionsrunde mit Vorstandsvorsitzendem Dr. Uwe Gretscher, Aufsichtsratsvorsitzendem und Landrat Siegfried Walch mit BR-Moderator Norbert Joa

Ganz im Zeichen von Information, Kommunikation und Empathie hat der vom Onkologischen Zentrum Traunstein (OZ) dreitägige 3. Traunsteiner Krebskongress gestanden. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Krebs“ beleuchteten hochkarätige Referenten für das zahlreich erschienene Laien- wie Fachpublikum gleichermaßen gut verständlich verschiedenste Aspekte des Themas Krebs. In der entspannten Atmosphäre des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe kamen Betroffene, Interessierte, Ärzte und medizinisches Fachpersonal locker ins Gespräch. Und für unter die Haut gehende, bewegende Momente sorgten Weltklasse-Langläuferin Steffi Böhler und LaBrassBanda-Frontmann Stefan Dettl im Interview mit BR-Moderator Norbert Joa. mehr...

Prof. Dirk Zaak vom Onkologischen Znetrum Traunstein konnte zur Kongresseröffnung am Freitag in der Aula des Bildungszentrum im Namen des gesamten Teams - wie schon bei der Auftaktveranstaltung am Vorabend mit dem mitreißenden Vortrag des international renommierten Hamburger Krebsforschers Prof. Thorsten Schlomm über Gene und Bits in der Medizin - noch mehr Gäste als erwartet begrüßen. Unter ihnen auch Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel, der in seinem Grußwort spontan versprach, in der nächsten Zeit das Angebot zur Darmkrebsvorsorge wahrzunehmen. Wie not dies tut, machte der gut vorbereitete Moderator der Veranstaltung deutlich: „Jeden Tag bekommen 1.400 Deutsche die Diagnose Krebs“, sagte Norbert Joa. Die gute Nachricht sei, dass die Möglichkeiten von Diagnose und Therapie dank intensiver Forschung immer besser würden Früherkennung nach wie vor die Heilungschancen erhöhe. Wer dennoch von einer Krebserkrankung betroffen sei, dem wolle der Kongress Mut machen im Sinne von „Ja, wir haben Krebs, aber das Leben geht weiter.“

Diesem Anspruch wurde die bis in letzte Detail perfekt organisierte Veranstaltung in vielerlei Hinsicht immer wieder gerecht. So bewies sie den insgesamt mehr als 500 Besuchern, dass Vorsorge zwar Not tut, aber nicht weh tut. Davon konnten sich die Gäste in der Aula auch gleich ein Bild machen: Bei einer Live-Schaltung ins Klinikum Traunstein nahmen sie an einer Darmspiegelung teil. Während der mit der Veröffentlichung einverstandene Patient selig vor sich hinschlummerte, entführte Gastroenterologie-Chefarzt Dr. Anton Kreuzmayr das faszinierte Publikum auf eine aufschlussreiche endoskopische Reise durch den Darm. Obwohl die rund zehnminütige Untersuchung nicht schmerzhaft und ein unverzichtbares Mittel zur Vorsorge gegen eine schlimmstenfalls tödliche Krebserkrankung ist, wird sie ebenso wie die Prostatakrebsvorsorge viel zu wenig wahrgenommen. „Die Angst vor dem Urologen ist unbegründet, wenn Prostata-Krebs rechtzeitig erkannt wird, ist er meist heilbar“, so das Fazit eines von erfreulich vielen Männern besuchten Kurzvortrags von Urologie-Oberarzt Dr. Thomas Hofmann.
Einige Seminarräume weiter stellte Dr. Christian Geltner, Chefarzt der Pneumologie an der Kreisklinik Bad Reichenhall, fest, dass Raucher im Schnitt zehn Jahre früher sterben und der Anteil der an Lungenkrebs erkrankten Frauen weiterhin steige. Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen sei aber nach wie vor „der Brustkrebs, jede Zehnte ist betroffen“, so Prof. Afshin Rashmanian-Schwarz beim „Talk in der Aula“ mit Norbert Joa. Der Chefarzt der neuen Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie am Klinikum Traunstein machte Patientinnen mit einer nicht vermeidbaren Brust-Amputation Mut, indem er die heutzutage mit gutem Ergebnis möglichen Rekonstruktionen aus körpereigenem Gewebe vorstellte. Sein Vortrag in Wort und Bild bewegte das Publikum sichtlich.
Und auch der abendliche Talk des Patiententages ging den Menschen unter die Haut: So, als die sympathische Sportlerin Steffi Böhler mit Joa und dem Stresstherapeuten Dr. Philip Janda offen über ihre vor fünf Jahren erfolgte Diagnose Schilddrüsenkrebs und ihren Umgang damit sprach. Heute geheilt, machte die 36-Jährige Betroffenen Mut: „Das heißt nicht gleich Untergang, man muss sich nicht gleich ein Grab schaufeln.“
Vollblutmusiker Stefan Dettl, der das Publikum zwischendurch mit Gitarrist Fabian Jungreithmayr vor Begeisterung von den Stühlen riss, zollte Steffi Böhler höchste Anerkennung für ihre mentale Stärke im Umgang mit der Diagnose Krebs. Sie habe in ihrem sozialen Umfeld gefunden, was andere Menschen auch in den von Janda dringen empfohlenen Selbsthilfegruppen finden könnten, so Böhler.
Betroffene nahmen beim Krebskongress auch sehr gerne die Möglichkeit wahr, direkt mit Selbsthilfegruppen wie der von Dr. Eckhard Pfeiffer geleiteten Prostatakrebs Selbsthilfe in Traunstein ins Gespräch zu kommen. Wie Ärzte bei der Diagnose Krebs ihren Patienten die schlimme Nachricht überbringen, brachte Kommunikationsprofi Oliver Keifert beim Ärztetag auf den Punkt: „Es ist eine große Kunst, Dinge einfach darzustellen“, sagte er. Ob Vorträge für jedermann oder auch die sehr gut besuchten Ausführungen für das medizinische Fachpersonal: Die Referenten des Krebskongresses beherrschten diese Kunst erfreulich gut.

Und so konnten die Kongressbesucher eine Fülle wertvoller Informationen mitnehmen, etwa auch beim Vortrag von Hämato-Onkologie-Chefarzt Dr. Thomas Kubin über die Fortschritte in der Medizin bei der Weiterentwicklung der Immuntherapie. Oder auch ganz lebensnahe Tipps wie die der Jenaer Professorin Jutta Hübner über die richtige Ernährung bei Krebs.

Einmal mehr engagierte sich auch der FC Bayern Fanclub Rot-Weiße-Traun Traunstein e.V. für vom Krebs Betroffene: Er verdoppelte den Erlös seines Torwandschießen vor dem Bildungszentrum, der direkt dem guten Zweck zukommt.
Zusammen mit der Ankündigung Prof. Zaaks, dass im Juli ein Verein „Gemeinsam gegen den Krebs e.V.“ gegründet werde, bestätigte der rundum gelungene Kongress, was der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch im Gespräch mit Dr. Uwe Gretscher, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG, so zusammenfasste: „Es ist eine Ausnahme und im ländlichen Raum durchaus nicht selbstverständlich, dass wir mit dem Klinikverbund in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein eine qualitativ sehr gute Gesundheitsversorgung haben.“ Dafür könne man durchaus dankbar sein, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Kliniken AG. 

(Ina Berwanger)

21.04.2017 - Kliniken Südostbayern

3. Traunsteiner Krebskongress - Aufklärung ohne Berührungsängste

Auch LaBrassBanda-Frontmann Stefan Dettl und Weltklasse-Langläuferin Steffi Böhler zu Gast

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Krebs“ lädt das Onkologische Zentrum Traunstein (OZ) zum 3. Traunsteiner Krebskongress ein. Als einer der größten Kongresse Oberbayerns und der Region informiert er interessierte Laien, Betroffene, Ärzte und medizinisches Fachpersonal von Donnerstag, 27. April, bis Samstag, 29. April, bei freiem Eintritt allgemeinverständlich rund um das Thema Krebs. Aktuelles zu Vorsorge und Behandlung steht ebenso auf dem Programm wie spannende Gespräche mit Politikern, Prominenten und hochrangigen Medizinern. mehr...

„Krebs ist eine der großen medizinischen Herausforderungen unserer Zeit, der man am wirkungsvollsten gemeinsam und aus unterschiedlichen Blickwinkeln begegnet“, sagt Reinhold Frank, Mitorganisator des Kongresses und Koordinator des Onkologischen Zentrums. „Unser Ziel ist es, den Menschen in der Region Krebsmedizin auf höchstem Niveau anzubieten. Dazu gehört auch, die Bevölkerung über das Thema Krebs aufzuklären sowie den kontinuierlichen Wissensaustausch mit Experten zu fördern“, so Prof. Dirk Zaak, Kongressorganisator und Sprecher des Onkologischen Zentrums des Klinikums Traunstein. Dieses ist von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und vereint unter seinem Dach neben den Prostata-, Gynäkologie-, Brust- und Darmkrebszentren auch die Schwerpunkte für urogenitale Tumorerkrankungen sowie für Leukämien, Lymphome und Plasmozytome. Seiner Philosophie folgend kooperiert das Onkologische Zentrum eng mit in der Region niedergelassenen Ärzten und Patientenselbsthilfeorganisationen.
Den Bogen der Arbeit des OZ spiegelt auch der Krebskongress mit seinem weitgefächerten Programm wider: Spannend und kurzweilig informiert er leicht verständlich auch über komplexe Themen bei Vorsorge und Therapie von Krebserkrankungen.
Den Auftakt des Kongresses gibt der renommierte Hamburger Krebsforscher Thorsten Schlomm. Er beleuchtet am Donnerstag um 19 Uhr im „Tropical“ (Ludwigstraße 17) Fluch und Segen des digitalen Zeitalters in der Krebsmedizin.

Beim Patiententag am Freitag wartet im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (Herzog-Friedrich-Straße 6) von 14 bis 21 Uhr ein abwechslungsreiches Programm samt Live-Darmspiegelung auf die Besucher. Der Tag steht ganz im Zeichen verschiedenster Facetten rund um das Thema Krebs: Experten referieren in hochkarätigen Kurzvorträgen über Neuigkeiten bei der Behandlung (u.a. Ernährungsmedizin, Immuntherapie etc.) und beantworten dabei auch sofort Fragen. Direkter, persönlicher Kontakt zu Ärzten und Selbsthilfegruppen hilft so beim Informieren - ohne Berührungsangst. Erstmals werden auf der Veranstaltung auch spezielle Seminare für medizinische Pflegeberufe und Arzthelferinnen angeboten.
Ein wenig Ängste abbauen dürfte aber vor allem die vom BR2-Moderator Norbert Joa („Eins zu Eins: Der Talk“) geleitete Talkrunde zum Abschluss des Patiententages ab 19.30 Uhr u.a. mit LaBrassBanda-Frontmann Stefan Dettl und Weltklasse-Langläuferin Steffi Böhler über „Das Licht am Ende des Tunnels“. Ein sicherlich ungewöhnlicher Abend mit tollen Gästen und durchaus mit Tiefgang.

Der Medizinertag am Samstag steht dann traditionell im Zeichen der ärztlichen Fortbildung mit einem sehr breiten Themenspektrum.
Dieses reicht von einer Gesprächsrunde von Norbert Joa mit dem Traunsteiner Landrat Siegfried Walch und Dr. Uwe Gretscher, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG, zur „Hochleistungsmedizin in Traunstein“, über Vorträge zur „Onkologie in der Praxis“ bis zu den Tipps und Tricks des Kommunikationspsychologen Oliver Keifert über den Umgang mit Krebspatienten: „Wie überbringe ich die schlechten Nachrichten?“
An beiden Tagen besteht übrigens die Möglichkeit mit einem Torwandschießen, organisiert vom FC Bayern Fanclub „Rot-Weiße-Traun Traunstein e.V.“ sich sowohl sportlich zu betätigen, als auch Gutes zu tun: Der Erlös fließt direkt Betroffenen zu und jeder Teilnehmer bekommt ebenfalls einen Preis.

„Wir würden uns freuen, wenn wir mit diesem Kongress wieder ein möglichst breites Publikum ansprechen, um umfassend Informationen zu bieten, Ängste abzubauen, und das Potential der Krebsmedizin hier in der Region auch entsprechend darzustellen“, so Dr. Thomas Kubin, Mitglied im Leitungsteam des Onkologischen Zentrums.
Zuguterletzt: Weitere Infos und Anmeldung zur Auftaktveranstaltung und dem „Abend in der Aula“ unter  

11.04.2017 - Kliniken Südostbayern AG

Im Notfall zählt der Mensch

Kliniken Südostbayern: trotz neuer Gebührenordnung für die Notaufnahmen stets für Patienten da

Seit dem 1. April gilt in den bundesdeutschen Notaufnahmen eine neue Gebührenordnung. Ihre zentrale Neuerung will ein zügiges Weiterverweisen von Bagatellfällen erreichen. „Umgerechnet bedeutet dies, dass dem Arzt in der Notaufnahme nur zwei Minuten Zeit zur Abklärung darüber bleiben, ob er einen echten Notfall vor sich habe oder nicht“, so Dr. Uwe Gretscher. Der Vorstandsvorsitzende der Kliniken Südostbayern AG betont zugleich: „Wir sind natürlich weiterhin rund um die Uhr für unsere Patienten da und nehmen uns auch in Zukunft die für die sorgfältige Abklärung eines Notfalls notwendige Zeit.“

Die neue Gebührenordnung für die Notaufnahmen der Kliniken wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gemeinsam mit dem Spitzenverband der Krankenkassen - und gegen die Stimme der Krankenhäuser – beschlossen. Sie solle die Notaufnahmen von den Patienten entlasten, die gar keine akute Notfallbehandlung brauchen würden, so die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Daher enthält die neue Gebührenordnung nun eine so genannte Abklärungspauschale, die sich auf rund ein Achtel des bisherigen Satzes beläuft. Abrechnet werden sollen nach ihr Patienten, die mangels einer schwerwiegenden Erkrankung von der Notaufnahme an den Bereitschaftsdienst oder niedergelassene Ärzte verwiesen werden. Diese Neuregelung stößt insbesondere bei den in der Notaufnahme arbeitenden Ärzten auf Unverständnis.

„In zwei Minuten kann kein Patient dem Arzt seine Beschwerden so umfassend schildern oder eine adäquate Untersuchung stattfinden, wie dieser sie als grundlegende Informationen für eine seriöse Diagnose braucht“, sagt Dr. Maximilian Wiedemann, Komm. Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Traunstein. Dr. Wiedemann hat den Aufbau der Bereitschaftspraxis im Klinikum Traunstein als Pilotprojekt in Bayern von der Klinikseite begleitet - und nach dem Überführen des viermonatigen Probebetriebs in den regulären Betrieb seit 1. März diesen Jahres eine positive Bilanz ziehen können. Erfolgreich hat auch die Anfang März an den Start gegangene Bereitschaftspraxis an der Kreisklinik Bad Reichenhall ihre Arbeit aufgenommen. Kurze Wege zwischen Notaufnahme und Bereitschaftspraxis sehen die Klinikärzte und ihre niedergelassene Kollegen in den Bereitschaftspraxen als einen Gewinn für die Patienten.

Für nicht sinnvoll halten die Ärzte jedoch die Neuregelung der Gebührenordnung für die Notaufnahmen, die eine Diagnosenstellung in Höchstgeschwindigkeit verlangt. Dr. Stefan Paech, Medizinischer Direktor der Kliniken, sieht die neue Maßnahme im Kontext vieler anderer Jahr für Jahr von den Krankenkassen zu Lasten einer qualitativ anhaltend hochwertigen Versorgung der Bürgern in den bundesdeutschen Kliniken eingeführter Neuregelungen kritisch. „Wir sind rund um die Uhr und gerne für unsere Patienten da – und werden dafür bestraft“, bedauert er diesen neuen Schritt.

10.04.2017 - Kreisklinik Freilassing

Mobiles Ultraschallgerät für die Kreisklinik Freilassing

Viele Sponsoren ermöglichten den Sonograph

In einer kleinen Feierstunde in der Kreisklinik Freilassing wurde dem Chefarzt Dr. Clyn Schmidl (li.) von Prof. Franz-Christoph Himmler (re.), dem Vorsitzenden des Vereins "Freunde des Krankenhauses" sowie Ingeborg Welzmüller-Krall, der Präsidentin des Rotary Clus Freilassing-Laufen, ein mobiles Ultraschallgerät übergeben, das auf Initiative des Vereins mit Hilfe einer Reihe von Sponsoren angeschafft worden war

13.03.2017 - Bildungszentrum für Gesundheitsberufe

21 frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger verließen die Berufsfachschule für Krankenpflege Traunstein

Fachkräftemangel bietet sehr gute Berufschancen

Mit einer Feier im Traunsteiner Landratsamt wurden 21 frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger der Berufsfachschule für Krankenpflege Traunstein in das Berufsleben entlassen. Sieben von ihnen, also genau ein Drittel, wurden aufgrund ihrer herausragenden schulischen Leistungen (Durchschnittsnote 1,5 oder besser) vom stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser mit einem Staatspreis ausgezeichnet. mehr...

Von den Staatspreisträgern erreichten Lisa Maria Aicher aus Laufen, Regina Assigal aus Traunstein, Doris Schrader aus Fridolfing und Dorothea Thurner aus Obing die Traumnote 1,0. Den Notendurchschnitt besser als 1,5 hatten die Staatspreisträger Jakob Reitinger (1,14) aus Garching/Alz, Magdalena Genghammer (1,43) aus Übersee und Jakob Kohl (1,43) aus Trostberg.
Der Leiter des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG in Traunstein, Rupert Übelherr, verabschiedete sich nach 19 Jahren als Leiter der Berufsfachschule für Krankenpflege, weil die seit neuen Jahren bestehende Doppelbelastung zu groß geworden war. Seit 1. März hat Alexander Hoh die Leitung übernommen. Laut Übelherr besagen Studien, dass die Schüler motiviert sind und etwas lernen möchten. Sie empfinden jedoch den Unterricht als langweilig. Der Knackpunkt könnten die Lehrer sein, die sich pädagogisch und didaktisch nicht auf neue Herausforderungen einstellten, so Übelherr. Bei der Ausbildung in der Praxis sollten die Schüler lernen und erfahren, was für ein toller Beruf dies sei. Die Praxisanleiter sollten dadurch ein gutes Beispiel geben, wie sie über die Arbeit redeten. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in diese Richtung driften“, meinte er. Deshalb sei es dringend notwendig, dass umstrukturiert und die Balance zwischen Arbeit und Ausbildung gefunden werde, damit die Schüler dabei nicht auf der Strecke blieben. Rund 30 Prozent von ihnen übten nämlich den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers frustriert nicht aus.

Der neue Leiter der Berufsfachschule für Krankenpflege Alexander Hoh ermutigte die Absolventen, selbstbewusst und freudig an die Sache heranzugehen, denn sie arbeiteten in einem der schönsten Berufe mit und für Menschen, die auf ihre professionelle Betreuung und Pflege angewiesen seien und ihnen vertrauten. Hoh wies auf den bereits heute vorhandenen Fachkräftemangel hin. 2025 sollen über 200 000 ausgebildete Pflegefachkräfte fehlen. „Wir brauchen gerade in Zeiten des Fachkräftemangels besonders gut ausgebildete Pflegekräfte“, betonte er. Pflege könne nicht jeder, wie oft aus Politikerkreisen zu hören sei. Für professionelle Pflege brauche man Menschen, die in einem spannungsreichen Arbeitsfeld ihr Herz, ihre Hände und ihren Verstand benutzten.
1998 sei zum ersten Mal die Zielsetzung formuliert worden, die verschiedenen Pflegeausbildungen auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen. Heute – nach 20 Jahren - stünde man nach zahlreichen Modellversuchen wieder am Anfang der Diskussion. Hoh rief die Pflegeszene und die Politik deshalb auf, die blockierende Bremse zu lösen und Pflege endlich weiterzuentwickeln.

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser wünschte ihnen einen guten Start in die nächste Etappe des Berufslebens sowie Kraft, Ausdauer und viel Freude am erlernten Beruf. Er freute sich, dass 13 Absolventen, die von der Kliniken Südostbayern AG übernommen werden wollten, auch übernommen worden seien. „Bereits heute fehlen in den Pflegeberufen Fachkräfte. Durch die demografische Entwicklung wird sich dieser Zustand noch verstärken“, stellte auch Konhäuser fest.
Mit ihrer Arbeitskraft und ihrem Engagement würden sie dazu beitragen, die hohe Qualität der Pflege im Verbund der Kliniken Südostbayern AG, in den Altenheimen und ambulanten Pflegediensten der Region zu verbessern. Es sei eine der wichtigsten Aufgaben des Landkreises, für eine bestmögliche gesundheitliche Versorgung zu sorgen. Dazu gehöre auch der Erhalt der Kliniken in kommunaler Trägerschaft.
Seinen Respekt und seine Anerkennung für die erbrachten Leistungen in der Ausbildung und den Abschlussprüfungen drückte Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel aus. Sie hätten in ihrer Ausbildungszeit fundierte Theoriekenntnisse bekommen und eine umfassende praktische Ausbildung absolviert. In der Gesundheits- und Krankenpflege gehe es um die Mithilfe bei der Erkennung, Heilung und Verhütung von Krankheiten.

Sie hätten sich für einen verantwortungsvollen und fordernden Beruf entschieden, der in und für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung sei und immer größere Bedeutung erlangen werde. Er biete ihnen aber auch spannende und herausfordernde Zukunftschancen. „Sie können im gesamten Spektrum der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege tätig sein. Außerdem bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung bis hin zum Hochschulstudium“, so der Oberbürgermeister.
Mit dem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe verfüge die Kliniken Südostbayern AG über ein breites Leistungsspektrum in der Ausbildung im Gesundheitswesen, erklärte der Medizinische Direktor der Kliniken Südostbayern AG, Dr. Stefan Paech. Die Absolventen hätten eine gute Berufswahl getroffen. Er hoffte, dass sie sich gut akklimatisiert hätten.
Die Pflege befande sich in einem großen Wandel, weil es durch den demografischen Wandel immer mehr ältere Patienten gebe. Auf der anderen Seite gebe es viele ältere Mitarbeiter, die bald in den Ruhestand gingen. Man werde die Herausforderungen annehmen. Es würden in der Zukunft Technologien Einzug halten, von den man heute noch keine Vorstellungen habe. „Ich bin deshalb überzeugt, dass Sie ein spannendes und dynamisches Berufsumfeld vorfinden werden“, sagte Dr. Paech. Sie brauchten sich keine Sorge um den Arbeitsplatz machen, denn sie hätten die Qual der Wahl.
Mit ihrem hervorragenden Abschluss seien sie bestens für den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet, meinte die Pflegedirektorin der Kliniken Südostbayern AG, Manuela Großauer. Die Arbeitswelt und damit auch die Pflege befänden sich im Wandel. Als Beispiele nannte sie den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegraden im Pflegestärkungsgesetz, das Pflegeberufereformgesetz, die Neugestaltung der Aufgabenverteilung zwischen den Berufsgruppen in den Kliniken, den drohenden Fachkräftemangel und den finanziellen Druck im Gesundheitswesen.
„Die Sicherung einer qualitativen Pflegeversorgung ist eine der gesellschaftspolitisch wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre“, sagte Großauer. Die Anforderungen an die pflegerische Versorgung und das Pflegepersonal seien im Wandel, aber auch mit vielen Chancen verbunden, die Herausforderung der Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen, Multimorbidität, Demenz und psychischen Erkrankungen anzunehmen und sie gemeinsam zu meistern.

09.03.2016 - Kliniken Südostbayern

Weiterbildungsverbund BGL gegründet

Kliniken und Fachärzte möchten dem prognostizierten Ärztemangen entgegenwirken

Klinikärzte und niedergelassenen Fachärzte gründeten einen Weiterbildungsverbund der die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in der Region Berchtesgadener Land für den medizinischen Nachwuchs attraktiver machen soll. mehr...

Mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Kooperationsvertrages setzten der Landrat des Berchtesgadener Landes Georg Grabner, der Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG Dr. Uwe Gretscher, Dr. Stefan Paech als Medizinischer Direktor der Kliniken, die Initiatoren des Verbundes Dr. Reinhard Reichelt als Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Berchtesgadener Land, Dr. Jörg Weiland, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin der Kreisklinik Bad Reichenhall sowie zwölf kooperierenden niedergelassenen Ärzten im Berchtesgadener Land und Chefärzten der Kreisklinik Bad Reichenhall, einen „Meilenstein“ für die Medizin in der Region.

Mit dem Weiterbildungsverbund solle ärztlicher Nachwuchs gewonnen und die häusärztliche Versorgung der Region sichergestellt, sowie die Ausbildung zum Allgemeinmediziner aus einem Guss angeboten werden, erklärte Landrat Grabner.

Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher hob die Wichtigkeit und die enge Zusammenarbeit zwischen Medizinern im niedergelassenen Bereich und den Kliniken hervor. So muss es auch unser Anliegen sein, Ärzte gut auszubilden, um gerade auch in unsere Region, die flächendeckende Versorgung mit Hausärzten und die gute Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Kliniken sicher zu stellen, so Uwe Gretscher.

Der medizinische Direktor Dr. Stefan Paech freut sich darüber, dass durch das Projekt des Weiterbildungsverbundes das Ärzteteam der Kliniken und der niedergelassenen Kollegen deutlich näher zusammenrücken. Dieses deutliche kollegiale Miteinander zeigt sich auch durch die kürzlich eröffneten KVB-Bereitschaftspraxen an den Standorten Traunstein und Bad Reichenhall. So sieht Dr. Paech diesen Verbund als einen Baustein zum Gesamtpaket der medizinischen Ausbildung, so, wie der Baustein des Klinikstipendiums, der in den Kliniken Südostbayern auch kürzlich geschaffen wurde.

Dr. Jörg Weiland sieht, auch aus eigener Praxistätigkeit, die Nöte von niedergelassenen Kollegen mit dem Problem des Nachwuchses. Umso wichtiger die kooperative Zusammenarbeit um gemeinsam gut ausgebildete Allgemeinmediziner heranzuziehen und zu gewinnen.

Dr. Reinhard Reichelt vom ärztlichen Kreisverband freut sich, dass nun endlich die langgehegte Idee des Weiterbildungsverbundes war wird uns ist überzeugt, dass gemeinsam der Verbund mit Leben erfüllt wird.

Im Weiterbildungsverbund Berchtesgadener Land – Traunstein schließen sich Klinikärzte, niedergelassene Fachärzte für Allgemeinmedizin und Fachärzte anderer Disziplinen zusammen, um den jungen Ärzten eine Komplettlösung für die Weiterbildung in Allgemeinmedizin über die gesamte Weiterbildungszeit von fünf Jahren in der Region bieten zu können. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung verpflichten sich die Partner, die gesamte Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in der Region für die angehenden Hausärzte zu koordinieren und zu organisieren. Der ausgearbeitete Rotationsplan, der die unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkte in stationärer und ambulanter Tätigkeit enthält, erleichtert die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Die Ärzte in Weiterbildung müssen sich nicht neu bewerben oder den Wohnort wechseln.
Mit dem Weitebildungsverbund soll die Attraktivität der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin erhöht, die Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis intensiviert und gleichzeitig Nachwuchs für die Region verstärkt generiert werden, was auch als Ziele innerhalb der Gesundheitsregionplus Berchtesgadener Land festgehalten wurden.

von links: Dr. Stefan Paech, Medizinischer Direktor, der Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG Dr. Uwe Gretscher, Landrat Georg Grabner, Dr. Reinhard Reichelt als Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Berchtesgadener Land und Dr. Jörg Weiland, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin der Kreisklinik Bad Reichenhall
von links: Dr. Stefan Paech, Medizinischer Direktor, der Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG Dr. Uwe Gretscher, Landrat Georg Grabner, Dr. Reinhard Reichelt als Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Berchtesgadener Land und Dr. Jörg Weiland, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin der Kreisklinik Bad Reichenhall
21.02.2017 - Kliniken Südostbayern

Informationen auf einen Klick

Beim Wettbewerb „Deutschlands beste Klinik-Website“ - Seite der Kliniken Südostbayern auf einem vorderen Platz

Von Abgeschlagenheit bis Zöliakie: Wer auf der Suche nach dem passenden Spezialisten ist, wird schon auf der Startseite der Kliniken Südostbayern AG auf einen Klick fündig. Unter www.kliniken-suedostbayern .de könnten Patienten, Besucher oder Zuweiser Informationen „schnell und ohne Probleme finden“, urteilte auch die Jury des Wettbewerbs „Deutschlands beste Klinik-Website“. Sie gratulierte den Kliniken Südostbayern zu einem respektablen 25. Platz unter den über 300 eingegangen Bewerbungen von Krankenhäusern aus dem ganzen Bundesgebiet. mehr...

Der Wettbewerb „Deutschlands beste Klinik-Website“ wird seit seinem Start im Frühjahr 2003 von Dr. Dr. Frank Elste, Professor für Gesundheitsmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach/Bad Mergentheim, geleitet. Das wissenschaftliche Projekt befasst sich mit der Analyse und Bewertung von medizinischen Webseiten und wird vom Nürnberger Pharmaunternehmen Novartis unterstützt. Ziel des Wettbewerbs sei es, so die Veranstalter, die Patientenfreundlichkeit medizinischer Webseiten zu erhöhen. Daher würden die Anforderungen immer wieder überarbeitet und den neuesten Erkenntnissen und Anforderungen angepasst. Anhand eines umfassenden, wissenschaftlich fundierten Analyseverfahrens überprüften dann Gutachter, und darüber hinaus auch noch Patienten und Ärzte mittels eines vereinfachten Fragebogens, die Internetauftritte der am Wettbewerb teilnehmenden Kliniken.
Beim 14. Wettbewerb konnten die Veranstalter der Kliniken Südostbayern AG mitteilen, dass den Patienten der „Webauftritt insgesamt gefallen habe.“ Weiter heißt es: „Bei den Ärzten sah es wie folgt aus: Diese Webseite hat die Docs überzeugt.“ So seien Texte und Überschriften gut lesbar, auch für ältere Patienten, das gesamte Design sei als überdurchschnittlich zu bezeichnen. Als positiv bewertete die Jury auch die verständliche Darstellung medizinischer Informationen. „Dass wir den 25. Platz erreicht haben, freut uns sehr und ist für uns Ansporn, noch besser zu werden und unseren Internetauftritt weiter zu optimieren“, so Ralf Reuter, Leiter der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit der Kliniken Südostbayern AG. „Die Jury hat unsere Webseiten nicht nur als eine ‚sehr gute Arbeit bewertet, die sich vom Durchschnitt aller Webseiten abhebt‘, sondern uns auch wertvolle Hinweise mitgeteilt, an welchen Stellen wir auf welche Weise noch patientenfreundlicher werden können.“

Ina Berwanger

Auch von mobilen Endgeräten, wie das Smartphone, ist das komfortable Nutzen der Seite bestens möglich.
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14.02.2017 - Klinikum Traunstein

Immuntherapie als neuer Therapieansatz bei der Krebsbehandlung

Zum „Weltkrebs“ berichtete Chefarzt Dr. Thomas Kubin über aktuelle Verfahren der Krebstherapie

Überaus groß war das Interesse am Vortrag von Dr. Thomas Kubin, Chefarzt der Onkologie/Hämatologie im Klinikum Traunstein, anlässlich des Weltkrebstags. Seinen Ausführungen zum Thema „Krebstherapie heute – Wie sich die Therapie über die Jahre verbessert und verändert hat“ mussten deshalb einige Zuhörer im Schrannensaal des Traunsteiner Rathauses sogar im Stehen verfolgen. Den Worten Dr. Kubins zufolge erkranken in Deutschland jährlich 500 000 Menschen neu an Krebs. Krebserkrankungen würden immer häufiger, weil die Bevölkerung immer älter werde, so der Onkologe. Für die Betroffenen hatte er aber auch eine erfreuliche Mitteilung: Etwa 60 Prozent der Patienten überleben heute eine Krebserkrankung auf Dauer. mehr...

Auf das Thema seines Vortrags eingehend berichtete er, dass vor 50 Jahren die erste onkologische Abteilung in Deutschland eingerichtet worden sei. Davor habe es außer Operation und Bestrahlung lediglich eine internistische Begleitung unter anderem mit einer Morphiumtherapie gegeben. Im Anschluss daran skizzierte er die weitere Entwicklung und kam auf den aktuellen Stand in der Behandlung von Krebs zu sprechen.

Krebserkrankungen können heute teils auch mit der minimalinvasiven Knopfloch- und der schonenden Laserchirurgie operiert werden. In der Strahlentherapie gibt es ebenfalls neue Methoden, mit denen Tumoren mit präziser und hochkonzentrierter Bestrahlung in wenigen Sitzungen zielsicher zerstört werden können.

„Die Chemotherapie ist besser als ihr Ruf“, stellte Dr. Kubin fest. Sie ist heutzutage sehr viel verträglicher und kann Tumoren teilweise heilen. Eine neue Gruppe von Medikamenten wirken sehr zielgerichtet auf die Tumorsignale. Die Tumoren werden dabei hochspezifisch blockiert. Manche Tumoren können dadurch über viele Jahre mit nur sehr wenigen Nebenwirkungen lahmgelegt werden. Erfolgversprechend angewendet wird diese „zielgerichtete Therapie“ zum Beispiel bei Brust-, Lungen- und Lymphknotenkrebs sowie beim malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs).

Die neueste Schiene der Krebstherapie ist nach den Worten von Dr. Kubin die Immuntherapie. Durch eine gezielte Beeinflussung des Immunsystems können Tumoren stabil gehalten oder sogar mitunter langfristig weggeschmolzen werden. Dass so das Immunsystem die Tumoren selbst bekämpfe, sei ein völlig neuer Ansatzpunkt, betonte Dr. Kubin. Mit der Immuntherapie könne eine ganze Reihe von Tumoren mit guten Ergebnissen behandelt werden, die es so davor nie gegeben habe. Zugelassen sei die Immuntherapie für das maligne Melanom, Lungen- und Nierenkrebs sowie Morbus Hodgkin. Weitere Zulassungen für HNO-Tumoren und Blasenkrebs würden in diesem Jahr folgen.

Ferner wies Dr. Kubin auf die gute Zusammenarbeit innerhalb des Onkologischen Zentrums Traunstein mit seinen vielen Unterabteilungen hin, die Hand in Hand sehr effizient und erfolgreich zusammen im Kampf gegen den Krebs arbeiten. In Anbetracht der vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten würden die Ärzte in der Tumorkonferenz zusammensitzen, um gemeinsam die bestmögliche Therapie für jeden individuellen Patienten festzulegen.

„Wir bemühen uns, in der Krebsbehandlung ganz vorne mit dabei zu sein, um die neuesten Therapien an unsere Patienten weitergeben zu können“, unterstrich Dr. Kubin. Dies geschehe im Klinikum Traunstein zum Teil bereits vor der Zulassung im Rahmen von Studien, damit vielversprechende Innovationen sehr frühzeitig zum Vorteil der Patienten eingesetzt werden könnten.

27.01.2017 - Kliniken Südostbayern

Unabhängige Ansprechpartner für Patienten

Patientenfürsprecher sollen das Vertrauensverhältnis zwischen Krankenhaus und Patienten fördern

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und die Bayerische Krankenhausgesellschaft haben eine Vereinbarung betroffen, die den Krankenhäusern als Anleitung und Unterstützung bei der Einrichtung von Patientenfürsprechern dient. Seither ist die Zahl der Patientenfürsprecher deutlich angestiegen. Auch die Kliniken Südostbayern AG hat sich nach den Worten von Vorstand Elisabeth Ulmer entschlossen, in ihren Krankenhäusern Krankenhausfürsprecher als unabhängig und ehrenamtlich tätige Ansprechpartner für Patienten zur Lösung und Schlichtung von kleinen oder großen Problemen sowie als Moderatoren zur Entschärfung von Konflikten einzusetzen. mehr...

Am „Tag des Patienten“ stellten die neuen Patientenfürsprecher Hans Öggl (Klinikum Traunstein) und Rudolf Schenkl (Kreisklinik Trostberg) sowie der in der Kliniken Südostbayern AG für Patientenrückmeldungen zuständige Georg Reichel („Sagen Sie‘s Schorsch“) im Klinikum Traunstein den zahlreich gekommenen Interessierten sich und ihre Tätigkeit vor. Außerdem beantworteten sie viele Fragen rund um die Patientenrechte.

„Wir bieten unseren Patienten nicht nur modernste Medizin und bestmögliche Therapie, sondern wir legen auch großen Wert auf Freundlichkeit und Mitgefühl. Information und gute Kommunikation sind uns im Umgang mit ihnen besonders wichtig“, erklärt Ulmer. Dadurch solle das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Krankenhäusern gefördert werden. Sie seien eine wichtige Ergänzung zum bereits bestehenden Beschwerdemanagement, um bestmöglich auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen zu können. Die Mitarbeiter kümmerten sich nach bestem Wissen und Gewissen um die Patienten und ihre Angehörigen. Bei Beschwerden, Fragen oder Anregungen könnten sich Patienten mit ihren Anliegen direkt an die Ärzte und Pflegekräfte ihrer Station wenden oder mit einer der Anlaufstellen Kontakt aufnehmen.

„Unsere vom Krankenhaus unabhängigen Patientenfürsprecher übernehmen eine Mittlerrolle zwischen Patienten, Angehörigen und Krankenhauspersonal und dienen als Anlaufstelle bei Fragen, Wünschen und Beschwerden. Patienten und Angehörige können sich mit ihren Anliegen persönlich und vertraulich an sie wenden. Sie werden nur in Absprache mit ihnen tätig“, so Ulmer. Zusätzlich könnten sie ihre Beschwerden wie bisher den Mitarbeitern des Beschwerdemanagements vortragen, die den Fall aufnähmen und bearbeiteten. Beide Einrichtungen würden ihre Anliegen dann mit den Mitarbeitern des jeweiligen Bereichs besprechen und sich persönlich um eine Lösung kümmern. „Haben Sie keine Scheu, sich an das Beschwerdemanagement oder die Patientenfürsprecher zu wenden“, lautet der Appell von Ulmer.

„Die Patientenfürsprecher sind vorrangig Ansprechpartner für Patienten sowie Pflegebedürftige und deren Angehörige. Ihre Arbeit erfolgt in unabhängiger Funktion, damit sie eine vermittelnde Rolle zwischen Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern einnehmen können“, so Öggl. Ihre Aufgabe bestehe darin, Patienten und Angehörige in allen Problemsituationen und Anliegen rund um den Krankenhausaufenthalt zu beraten, sie objektiv zu informieren und sie in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken und zu unterstützen. „Sie haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Anliegen und stehen ihnen zur Seite“, erklärt der Traunsteiner Patientenfürsprecher. Dies betreffe zum Beispiel den persönlichen Umgang zwischen Krankenhauspersonal und Patienten bis hin zu vermuteten Behandlungsfehlern. „Patientenfürsprecher unterliegen der Schweigepflicht. Nur mit dem Einverständnis eines Patienten darf ein Patientenfürsprecher Informationen weitergeben“, betont der Trostberger Patientenfürsprecher Schenkl. Ihre Tätigkeit umfasse aber auch die Entgegennahme und Weiterleitung von Verbesserungsvorschlägen, Lob und Zufriedenheit.

Die Sprechstunden des Patientenfürsprechers Öggl im Klinikum Traunstein sind montags von 13 bis 15 Uhr, die des Patientenfürsprechers Schenkl in der Kreisklink Trostberg montags von 10 bis 12 Uhr. Eine telefonische Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0861/705-1535 (Öggl) und 08621/87-90800 (Schenkl) wird empfohlen.

mehr zu unseren Patientenführsprechern
Zahlreiche Fragen rund um Patientenrechte beantworteten die Patientenfürsprecher Hans Öggl im Klinikum Traunstein (rechts) und Rudolf Schenkl in der Kreisklinik Trostberg sowie der in der Kliniken Südostbayern AG für Patientenrückmeldungen zuständige Georg Reichel (links) am „Tag des Patienten“ im Klinikum Traunstein.
Zahlreiche Fragen rund um Patientenrechte beantworteten die Patientenfürsprecher Hans Öggl im Klinikum Traunstein (rechts) und Rudolf Schenkl in der Kreisklinik Trostberg sowie der in der Kliniken Südostbayern AG für Patientenrückmeldungen zuständige Georg Reichel (links) am „Tag des Patienten“ im Klinikum Traunstein.
16.01.2017 - Klinikum Traunstein

10 Jahre Darmkrebszentrum Traunstein

Mehr als 800 Patienten im Klinikum Traunstein operiert

Darmkrebs ist seit vielen Jahren in Deutschland sowohl bei Männern als auch bei Frauen noch immer die zweithäufigste, bösartige Tumorerkrankung – nach dem Prostatakrebs bei Männern und dem Brustkrebs bei Frauen. Insgesamt sind jährlich mehr als 60.000 Menschen bundesweit betroffen, d.h. gemessen an der Einwohnerzahl des Landkreises Traunstein müssen jedes Jahr etwa 100 Menschen damit rechnen, dass die Diagnose „Darmkrebs“, also ein bösartiger Tumor im Dickdarm oder Enddarm, gestellt wird. mehr...

Risikofaktoren und Vorbeugung
Sport, Bewegung und Vermeidung von Übergewicht stellen bereits wichtige Voraussetzungen dar, um das Entstehen von Darmkrebs zu vermeiden. Dazu sollte die Ernährung ballaststoffreich sein und gleichzeitig keinen übermäßigen Verzehr von rotem Fleisch oder Wurstwaren beinhalten. Auch der Verzicht auf Nikotin und exzessiven Alkoholkonsum trägt zu einem gesunden Darm bei. Eine Darmkrebsvorbeugung durch bestimmte Medikamente gibt es aber bislang nicht – auch wenn dies immer wieder einmal in den Medien publiziert wird.

Früherkennung und Vorsorge
Erfreulicherweise nimmt die Zahl der Neuerkrankungen an Darmkrebs seit einigen Jahren in Deutschland leicht ab. Neben eines gesünderen Lebensstils bei der jüngeren Generation ist der wesentliche Grund, dass immer mehr Menschen eine Darmspiegelung zur Vorsorge durchführen lassen – auch wenn keinerlei Symptome vorliegen. Hierzu muss man wissen, dass diese Vorsorgemaßnahme ab dem 55. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen vorgeschlagen und bezahlt werden. Der Sinn dieser Darmspiegelung besteht darin, Vorstufen von Darmkrebs, die sogenannten Polypen oder Adenome zu finden und gleichzeitig zu entfernen, was fast immer möglich ist. Allein durch diese Maßnahme kann das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, ganz erheblich gesenkt werden. Es ist sogar möglich, bereits bösartig entartete Polypen (Frühformen von Darmkrebs) im Rahmen der Darmspiegelung so zu entfernen, dass damit eine ausreichende Therapie gegeben ist!

Ist Darmkrebs vererbbar?
Bei einem kleinen Teil der Patienten mit Darmkrebs liegt tatsächlich eine vererbbare Form dieser Erkrankung vor. Wichtige Fragen, die sich jeder stellen sollte, sind daher: sind bereits mehrere enge Verwandte an Darmkrebs erkrankt oder ist die Darmkrebserkrankung bereits bei auffallend jungen Betroffenen festgestellt worden? Falls eine dieser Fragen mit „ja“ beantwortet werden muss, empfiehlt sich ggf. eine genetische Beratung und eine frühzeitigere Darmspiegelung vor dem 55. Lebensjahr. Für weitere Informationen stehen die Hausärzte oder Gastroenterologen jederzeit zur Verfügung.

Symptome bei Darmkrebs
Das Tückische bei Tumorerkrankungen ist, dass bösartige Veränderungen häufig erst spät vom Patienten wahrgenommen werden; das gilt auch für den Darmkrebs. Allerdings sollte man bei nachlassender Leistungsfähigkeit, bei Veränderungen der Stuhlgewohnheiten und ganz besonders bei Blut im Stuhl den Hausarzt aufsuchen und sich beraten lassen.

Therapie bei Darmkrebs ist Teamarbeit
Trotz aller Vorsorgemaßnahmen und endoskopischer Möglichkeiten der Tumorentfernung muss der Großteil der Patienten mit Darmkrebs operiert werden um eine Heilung zu erreichen. Abhängig von der Lokalisation des Tumors im Dick- oder Enddarm kommen dabei unterschiedliche Operationsverfahren zur Anwendung wobei in den meisten Fällen ein minimalinvasiver Eingriff („Schlüssellochchirurgie“) möglich ist. In bestimmen Krankheitsstadien wird die Operation ergänzt durch eine Chemotherapie oder einer Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie, insbesondere beim Enddarmkrebs. Der Behandlungsplan wird dabei vor Therapiebeginn ausführlich von Chirurgen, Onkologen und Strahlentherapeuten mit jedem betroffenen Patienten besprochen.

Leben mit Darmkrebs
Nur eine konsequente Therapie, welche das Alter des Patienten, seine Leistungsfähigkeit und das Krankheitsstadium berücksichtigt, geht mit insgesamt sehr guten Ergebnissen hinsichtlich der Überlebenszeit und der Lebensqualität einher. Dabei ist es wichtig, dass nach Beendigung der Behandlung die vorgesehenen Nachsorgeuntersuchungen wahrgenommen werden, da auch nach optimaler Therapie ein Rückfall der Erkrankung oder das Auftreten von Metastasen nicht ausgeschlossen werden kann. Auch in dieser Situation gilt: wenn ein Rückfall früh diagnostiziert wird, kann auch dann den Betroffenen in den meisten Fällen eine geeignete und erfolgreiche Therapie im Darmkrebszentrum angeboten werden!

10.01.2017 - Kreisklinik Berchtesgaden

Sicherheit und Versorgungsqualität der Patienten bestätigt

Endoprothetikzentrum der Kreisklinik Berchtesgaden wurde erneut zertifiziert

„Wir können sehr stolz sein“, freut sich Dr. Thomas Kanig, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Endoprothetikzentrum (EPZ) der Kreisklinik Berchtesgaden, über eine gute Botschaft. Dem EPZ sei einmal mehr die Güte seiner Arbeit bestätigt worden, berichtet er: „Die Re-Zertifizierung des Zertifizierungssystem EndoCert zur Verbesserung der Versorgungsqualität und Erhöhung der Patientensicherheit bei der Implantation von künstlichen Gelenkersatz haben wir ohne Abweichungen absolviert.“ mehr...

Diese Re-Zertifizierung wird nicht leichtfertig vergeben. Das von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik und dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie entwickelte Zertifizierungssystem EndoCert kontrolliert seine Teilnehmer nicht nur jährlich. Alle drei Jahre müssen diese zudem die Zertifizierung erneuern - nach einer besonders umfassenden und sorgfältigen Prüfung auf Herz und Nieren. „Dieses Überwachungsaudit findet im Tagesgeschäft statt“, so Dr. Kanig. Er und sein Kollege Dr. Lutz Kistenmacher führen jährlich an Hüfte und Knie rund 496 Primärversorgungen mit Implantaten und Wechseloperationen von künstlichen Gelenken durch.

Die Patienten im Berchtesgadener EPZ profitieren dabei von optimalen Behandlungsabläufen anhand definierter Behandlungspfade. Dies ist ein wichtiges Gütekriterium bei der Zertifizierung und ihrer Re-Zertifizierung. Dazu gehört auch das lückenlose Führen von Patientenakte und Checklisten. Alle Behandlungsschritte sowie für den Patienten relevanten Daten und Entscheidungen werden von den jeweiligen EPZ-Mitarbeitern in einem elektronischen – und zuvor vom Patienten genehmigten - Erfassungsbogen dokumentiert und am Ende eines Tages überprüft. So ist sichergestellt, dass auch im größten Arbeitsanfall kein einziger Schritt auf dem Behandlungspfad übersehen wurde. Durch die strukturierte Vorgehensweise sei die Arbeit des Teams zudem noch schneller geworden, so Thomas Kanig.

Von den reibungslosen Abläufen im EPZ überzeugten sich die unabhängigen Prüfer bei der auch Wiederholungsaudit genannten Re-Zertifizieren vor Ort. „Sie sind mit auf die Stationen gegangen, haben die Patienten befragt und die Behandlungspfade der Patienten anhand der Patientenakten überprüft“, so Dr. Kanig. Überprüft und befragt hätten die Prüfer auch externe Koordinationspartner des EPZ wie die Radiologie oder die Hilfsmittelversorger. „In Sachen Digitalisierung von Röntgenbildern und Patientendaten sind wir auf dem neuesten Stand“, betont Thomas Kanig.
Die Vorteile der Technik macht sich das EPZ auch beim Einbau seiner hochwertigen Implantate zu eigen: Mithilfe einer digitalen Prothesenplanung können Dr. Kanig und Dr. Kistenmacher ihren Patienten maßgeschneiderte Hüftprothesen einsetzen. Hier kommen die digitalen Röntgenbilder zusammen mit Prothesen-Planungsschablonen zum Einsatz, um für jeden Patienten und seine besondere Situation zum Beispiel für die Versorgung am Hüftgelenk aus fünf verschiedenen Hüftpfannen-Systemen und neun verschiedenen Schaft-Systemen mit rund jeweils zehn Größenabstufungen pro System die individuell optimale Lösung auswählen zu können.

„Ein besonderes Patientenklientel sind problematische Patienten mit bereits mehrfachsten Vor-Operationen und auch Zeugen Jehovas sowie Allergiker. Da modernste OP-Verfahren unter Nutzung einer großen Implantatauswahl angewendet werden, können schwierigste Fälle versorgt werden, viele Primär- und Revisionsimplantate für Wechseleingriffe sind aus Titan beziehungsweise Keramik, in nahezu allen Fällen der Primärprothetik kann auf die Bereitstellung von Fremdblut verzichtet werden, so dass auch aus entfernteren Gebieten Patienten den Weg nach Berchtesgaden finden“, so Dr. Kanig. Unabhängig vom Material meldet das EPZ seit letztem Jahr - mit Einverständnis des Patienten - dessen Kennzahlen rund um sein künstliches Gelenk an das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). So kann der Weg des Implantats anhand seiner Nummer lückenlos verfolgt werden. Auch dies ist ein Beitrag zu mehr Sicherheit und Versorgungsqualität der Patienten.

(Ina Berwanger)

Das Team des Endoprothetikzentrums, unter der Leitung von Dr. Thomas Kanig (fünfter von rechts – mit Urkunde) und Dr. Lutz Kistenmacher (zweiter von links) in der Kreisklinik Berchtesgaden freut sich über die Bestätigung ihrer guten Arbeit.
Das Team des Endoprothetikzentrums, unter der Leitung von Dr. Thomas Kanig (fünfter von rechts – mit Urkunde) und Dr. Lutz Kistenmacher (zweiter von links) in der Kreisklinik Berchtesgaden freut sich über die Bestätigung ihrer guten Arbeit.
05.01.2017 - Kliniken Südostbayern

Bevor die große Grippewelle wieder rollt:

Mitarbeiter der Kliniken Südostbayern lassen sich zum Schutz ihrer Patienten impfen

Die ersten echten Grippevirusinfektionen haben die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein zum Glück bisher nur gestreift – und noch ist es nicht zu spät, sich mit einer Impfung vor der im schlimmsten Fall lebensbedrohlichen Erkrankung zu schützen. Darauf weist jetzt die Kliniken Südostbayern AG hin. Der Klinikverbund geht mit gutem Beispiel voran: mehr...

„Die Impfung gegen den Influenza-Virus ist eine bewährte Präventionsmethode, um die Risiken einer sehr schweren Infektionskrankheit für unsere Mitarbeiter, aber auch für unsere Patienten wirkungsvoll zu senken“, betont Bernhard Eckert, Betriebsarzt der Kliniken Südostbayern.

Er und seine Mitarbeiter des Betriebsärztlichen Dienstes kommen den Mitarbeitern bei der Grippeschutzimpfung buchstäblich entgegen: sie gehen eigens in die Abteilungen, um möglichst viele der rund 3.700 Mitarbeiter des Klinikverbundes zu erreichen. Dieser Service wird gerne angenommen, Bernhard Eckert und sein Team freuen sich über eine rege Nachfrage. Dennoch wissen sie natürlich auch um die verbreiteten Vorbehalte gegen die Grippeschutzimpfung und räumen damit auf: So sei die Impfung sogar besser verträglich als viele andere, nur ein geringer Prozentsatz von Geimpften reagiere auf sie - möglicherweise genetisch bedingt – mit hohem Fieber und Krankheitssymptomen. Sich auf sein fittes Immunsystem zu verlassen, sei nicht ratsam, so der Betriebsarzt. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Nichtimmuner mit der Grippevirusinfektionen anstecke, liege bei dreißig Prozent.

Hier entfaltet der kleine Piecks eine große Wirkung: Eine Impfung bietet nicht nur dem Geimpften selbst einen Schutz. Sie sorgt gleichzeitig auch dafür, dass er die Erkrankung nicht überträgt. Dieser Verantwortung ihren Patienten und auch ihren Angehörigen gegenüber sind sich die Mitarbeiter in den sechs Häusern der Kliniken Südostbayern bewusst. Ärzte, Pflegekräfte und medizinisches Fachpersonal nehmen die Aktion des Betriebsärztlichen Dienstes auch heuer gut an. „Die richtige Grippewelle kommt bestimmt“, sagt Bernhard Eckert. „Die richtige Influenza darf nicht mit den ‚normalen‘ Erkältungskrankheiten verwechselt werden“, erklärt er und rät den Bürgern, sich bei ihrem Hausarzt impfen zu lassen. Denn Niesen, Husten und Kopfweh seien das Eine, eine schlimmstenfalls tödlich verlaufende Influenza, die im Unterschied zur Erkältung plötzlich, heftig und mit einem großen Schwächegefühl kommt, das Andere. Besonders wichtig wäre der Schutz für Menschen über 60 oder solche mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche, chronisch Kranke und Schwangere.

Ina Berwanger

Der kleine Piecks bietet großen Schutz. Die Betriebsärztin Dr. Tanja Weidlich impft den Mitarbeiter Christian Irlinger.
Der kleine Piecks bietet großen Schutz. Die Betriebsärztin Dr. Tanja Weidlich impft den Mitarbeiter Christian Irlinger.
02.01.2017 - Klinikum Traunstein/Kreisklinik Bad Reichenhall

Paula und Marinus – die Neujahrsbabys im Klinikum Traunstein

2147 Babys wurden 2016 in den Kliniken Südostbayern geboren

Paula und Marinus, so heißen die beiden Neujahrsbabys die im Klinikum Traunstein zu Welt kamen. Wie es der Zufall so spielt, sollten beide Neubürger eigentlich als Christkindl, am 25.12. zur Welt kommen. Sie ließen sich jedoch beide bis ins neue Jahr Zeit. Die 3680 Gramm schwere und 53 Zentimeter große Paula kam bereits zwei Stunden nach Mitternacht zur Welt und ist das erste Kind der Eltern Katharina und Peter Stephan aus Prien. In Rottau ist das Zuhause der Eltern des 3470 Gramm schweren und 51 Zentimeter langen Marinus, Heidi und Tobias Beck. Auch für die beiden ist es das erste Kind. Marinus erblickte um 20:19 Uhr das Licht der Welt. mehr...

Auch im vergangenen Jahr hat sich der positive Trend bei der Geburtenentwicklung an der Frauenklinik der Kliniken Südostbayern AG fortgesetzt. Insgesamt waren 2113 Geburten zu verzeichnen (2015: 2111). 1533 Geburten fanden im Klinikum Traunstein und 580 in der Kreisklinik Bad Reichenhall statt. In Traunstein kamen 32 mal Zwillinge und sogar einmal Drillinge zur Welt und somit kamen 1567 Babys zu Welt. Insgesamt erblickten 2147 Kinder im vergangenen Jahr das Licht der Welt.

Der Chefarzt der Frauenklinik mit den beiden Standorten Klinikum Traunstein und Kreisklinik Bad Reichenhall, Prof. Dr. Christian Schindlbeck, zeigt sich erfreut über den großen Zuspruch und das Vertrauen der werdenden Eltern. „Das Klinikum Traunstein als Mutter-Kind-Zentrum Level I versorgt sämtliche Schwangerschaften und auch Risikogeburten sowie Frühgeburten ab der Grenze der Lebensfähigkeit der Kinder. In Bad Reichenhall betreuen wir Geburten ab der 36. Schwangerschaftswoche. Dieses Konzept der Zusammenarbeit über die Landkreisgrenzen hinweg wird gut angenommen und sorgt für eine bedarfsgerechte Betreuung der Schwangeren und der Kinder.“ Der Chefarzt betont, dass an jedem der beiden Standorte eine Familien-orientierte Geburtshilfe angeboten wird und den Wünschen und Bedürfnissen der Schwangeren und werdenden Eltern bestmöglich entsprochen wird. „Die werdenden Eltern sind herzlich eingeladen, im Rahmen des regelmäßig angebotenen Schwangereninfoabends die Geburtshilfliche Abteilung in Traunstein und Bad Reichenhall kennen zu lernen.“

Die beiden „Neujahrskinder“ Marinus mit seiner Mutter Heidi (links) und Paula mit seiner frischgebackenen Mutter Katharina.
Die beiden „Neujahrskinder“ Marinus mit seiner Mutter Heidi (links) und Paula mit seiner frischgebackenen Mutter Katharina.
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Cuno-Niggl-Straße 3
83278 Traunstein
T 0049 861 705-1530
F 0049 861 705-1532


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Evelyn Tauber
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