Aktuelle Pressemeldungen

13.03.2017 - Bildungszentrum für Gesundheitsberufe

21 frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger verließen die Berufsfachschule für Krankenpflege Traunstein

Fachkräftemangel bietet sehr gute Berufschancen

Mit einer Feier im Traunsteiner Landratsamt wurden 21 frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger der Berufsfachschule für Krankenpflege Traunstein in das Berufsleben entlassen. Sieben von ihnen, also genau ein Drittel, wurden aufgrund ihrer herausragenden schulischen Leistungen (Durchschnittsnote 1,5 oder besser) vom stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser mit einem Staatspreis ausgezeichnet. mehr...

Von den Staatspreisträgern erreichten Lisa Maria Aicher aus Laufen, Regina Assigal aus Traunstein, Doris Schrader aus Fridolfing und Dorothea Thurner aus Obing die Traumnote 1,0. Den Notendurchschnitt besser als 1,5 hatten die Staatspreisträger Jakob Reitinger (1,14) aus Garching/Alz, Magdalena Genghammer (1,43) aus Übersee und Jakob Kohl (1,43) aus Trostberg.
Der Leiter des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG in Traunstein, Rupert Übelherr, verabschiedete sich nach 19 Jahren als Leiter der Berufsfachschule für Krankenpflege, weil die seit neuen Jahren bestehende Doppelbelastung zu groß geworden war. Seit 1. März hat Alexander Hoh die Leitung übernommen. Laut Übelherr besagen Studien, dass die Schüler motiviert sind und etwas lernen möchten. Sie empfinden jedoch den Unterricht als langweilig. Der Knackpunkt könnten die Lehrer sein, die sich pädagogisch und didaktisch nicht auf neue Herausforderungen einstellten, so Übelherr. Bei der Ausbildung in der Praxis sollten die Schüler lernen und erfahren, was für ein toller Beruf dies sei. Die Praxisanleiter sollten dadurch ein gutes Beispiel geben, wie sie über die Arbeit redeten. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in diese Richtung driften“, meinte er. Deshalb sei es dringend notwendig, dass umstrukturiert und die Balance zwischen Arbeit und Ausbildung gefunden werde, damit die Schüler dabei nicht auf der Strecke blieben. Rund 30 Prozent von ihnen übten nämlich den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers frustriert nicht aus.

Der neue Leiter der Berufsfachschule für Krankenpflege Alexander Hoh ermutigte die Absolventen, selbstbewusst und freudig an die Sache heranzugehen, denn sie arbeiteten in einem der schönsten Berufe mit und für Menschen, die auf ihre professionelle Betreuung und Pflege angewiesen seien und ihnen vertrauten. Hoh wies auf den bereits heute vorhandenen Fachkräftemangel hin. 2025 sollen über 200 000 ausgebildete Pflegefachkräfte fehlen. „Wir brauchen gerade in Zeiten des Fachkräftemangels besonders gut ausgebildete Pflegekräfte“, betonte er. Pflege könne nicht jeder, wie oft aus Politikerkreisen zu hören sei. Für professionelle Pflege brauche man Menschen, die in einem spannungsreichen Arbeitsfeld ihr Herz, ihre Hände und ihren Verstand benutzten.
1998 sei zum ersten Mal die Zielsetzung formuliert worden, die verschiedenen Pflegeausbildungen auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen. Heute – nach 20 Jahren - stünde man nach zahlreichen Modellversuchen wieder am Anfang der Diskussion. Hoh rief die Pflegeszene und die Politik deshalb auf, die blockierende Bremse zu lösen und Pflege endlich weiterzuentwickeln.

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser wünschte ihnen einen guten Start in die nächste Etappe des Berufslebens sowie Kraft, Ausdauer und viel Freude am erlernten Beruf. Er freute sich, dass 13 Absolventen, die von der Kliniken Südostbayern AG übernommen werden wollten, auch übernommen worden seien. „Bereits heute fehlen in den Pflegeberufen Fachkräfte. Durch die demografische Entwicklung wird sich dieser Zustand noch verstärken“, stellte auch Konhäuser fest.
Mit ihrer Arbeitskraft und ihrem Engagement würden sie dazu beitragen, die hohe Qualität der Pflege im Verbund der Kliniken Südostbayern AG, in den Altenheimen und ambulanten Pflegediensten der Region zu verbessern. Es sei eine der wichtigsten Aufgaben des Landkreises, für eine bestmögliche gesundheitliche Versorgung zu sorgen. Dazu gehöre auch der Erhalt der Kliniken in kommunaler Trägerschaft.
Seinen Respekt und seine Anerkennung für die erbrachten Leistungen in der Ausbildung und den Abschlussprüfungen drückte Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel aus. Sie hätten in ihrer Ausbildungszeit fundierte Theoriekenntnisse bekommen und eine umfassende praktische Ausbildung absolviert. In der Gesundheits- und Krankenpflege gehe es um die Mithilfe bei der Erkennung, Heilung und Verhütung von Krankheiten.

Sie hätten sich für einen verantwortungsvollen und fordernden Beruf entschieden, der in und für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung sei und immer größere Bedeutung erlangen werde. Er biete ihnen aber auch spannende und herausfordernde Zukunftschancen. „Sie können im gesamten Spektrum der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege tätig sein. Außerdem bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung bis hin zum Hochschulstudium“, so der Oberbürgermeister.
Mit dem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe verfüge die Kliniken Südostbayern AG über ein breites Leistungsspektrum in der Ausbildung im Gesundheitswesen, erklärte der Medizinische Direktor der Kliniken Südostbayern AG, Dr. Stefan Paech. Die Absolventen hätten eine gute Berufswahl getroffen. Er hoffte, dass sie sich gut akklimatisiert hätten.
Die Pflege befande sich in einem großen Wandel, weil es durch den demografischen Wandel immer mehr ältere Patienten gebe. Auf der anderen Seite gebe es viele ältere Mitarbeiter, die bald in den Ruhestand gingen. Man werde die Herausforderungen annehmen. Es würden in der Zukunft Technologien Einzug halten, von den man heute noch keine Vorstellungen habe. „Ich bin deshalb überzeugt, dass Sie ein spannendes und dynamisches Berufsumfeld vorfinden werden“, sagte Dr. Paech. Sie brauchten sich keine Sorge um den Arbeitsplatz machen, denn sie hätten die Qual der Wahl.
Mit ihrem hervorragenden Abschluss seien sie bestens für den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet, meinte die Pflegedirektorin der Kliniken Südostbayern AG, Manuela Großauer. Die Arbeitswelt und damit auch die Pflege befänden sich im Wandel. Als Beispiele nannte sie den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegraden im Pflegestärkungsgesetz, das Pflegeberufereformgesetz, die Neugestaltung der Aufgabenverteilung zwischen den Berufsgruppen in den Kliniken, den drohenden Fachkräftemangel und den finanziellen Druck im Gesundheitswesen.
„Die Sicherung einer qualitativen Pflegeversorgung ist eine der gesellschaftspolitisch wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre“, sagte Großauer. Die Anforderungen an die pflegerische Versorgung und das Pflegepersonal seien im Wandel, aber auch mit vielen Chancen verbunden, die Herausforderung der Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen, Multimorbidität, Demenz und psychischen Erkrankungen anzunehmen und sie gemeinsam zu meistern.

09.03.2016 - Kliniken Südostbayern

Weiterbildungsverbund BGL gegründet

Kliniken und Fachärzte möchten dem prognostizierten Ärztemangen entgegenwirken

Klinikärzte und niedergelassenen Fachärzte gründeten einen Weiterbildungsverbund der die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in der Region Berchtesgadener Land für den medizinischen Nachwuchs attraktiver machen soll. mehr...

Mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Kooperationsvertrages setzten der Landrat des Berchtesgadener Landes Georg Grabner, der Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG Dr. Uwe Gretscher, Dr. Stefan Paech als Medizinischer Direktor der Kliniken, die Initiatoren des Verbundes Dr. Reinhard Reichelt als Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Berchtesgadener Land, Dr. Jörg Weiland, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin der Kreisklinik Bad Reichenhall sowie zwölf kooperierenden niedergelassenen Ärzten im Berchtesgadener Land und Chefärzten der Kreisklinik Bad Reichenhall, einen „Meilenstein“ für die Medizin in der Region.

Mit dem Weiterbildungsverbund solle ärztlicher Nachwuchs gewonnen und die häusärztliche Versorgung der Region sichergestellt, sowie die Ausbildung zum Allgemeinmediziner aus einem Guss angeboten werden, erklärte Landrat Grabner.

Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher hob die Wichtigkeit und die enge Zusammenarbeit zwischen Medizinern im niedergelassenen Bereich und den Kliniken hervor. So muss es auch unser Anliegen sein, Ärzte gut auszubilden, um gerade auch in unsere Region, die flächendeckende Versorgung mit Hausärzten und die gute Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Kliniken sicher zu stellen, so Uwe Gretscher.

Der medizinische Direktor Dr. Stefan Paech freut sich darüber, dass durch das Projekt des Weiterbildungsverbundes das Ärzteteam der Kliniken und der niedergelassenen Kollegen deutlich näher zusammenrücken. Dieses deutliche kollegiale Miteinander zeigt sich auch durch die kürzlich eröffneten KVB-Bereitschaftspraxen an den Standorten Traunstein und Bad Reichenhall. So sieht Dr. Paech diesen Verbund als einen Baustein zum Gesamtpaket der medizinischen Ausbildung, so, wie der Baustein des Klinikstipendiums, der in den Kliniken Südostbayern auch kürzlich geschaffen wurde.

Dr. Jörg Weiland sieht, auch aus eigener Praxistätigkeit, die Nöte von niedergelassenen Kollegen mit dem Problem des Nachwuchses. Umso wichtiger die kooperative Zusammenarbeit um gemeinsam gut ausgebildete Allgemeinmediziner heranzuziehen und zu gewinnen.

Dr. Reinhard Reichelt vom ärztlichen Kreisverband freut sich, dass nun endlich die langgehegte Idee des Weiterbildungsverbundes war wird uns ist überzeugt, dass gemeinsam der Verbund mit Leben erfüllt wird.

Im Weiterbildungsverbund Berchtesgadener Land – Traunstein schließen sich Klinikärzte, niedergelassene Fachärzte für Allgemeinmedizin und Fachärzte anderer Disziplinen zusammen, um den jungen Ärzten eine Komplettlösung für die Weiterbildung in Allgemeinmedizin über die gesamte Weiterbildungszeit von fünf Jahren in der Region bieten zu können. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung verpflichten sich die Partner, die gesamte Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in der Region für die angehenden Hausärzte zu koordinieren und zu organisieren. Der ausgearbeitete Rotationsplan, der die unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkte in stationärer und ambulanter Tätigkeit enthält, erleichtert die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Die Ärzte in Weiterbildung müssen sich nicht neu bewerben oder den Wohnort wechseln.
Mit dem Weitebildungsverbund soll die Attraktivität der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin erhöht, die Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis intensiviert und gleichzeitig Nachwuchs für die Region verstärkt generiert werden, was auch als Ziele innerhalb der Gesundheitsregionplus Berchtesgadener Land festgehalten wurden.

von links: Dr. Stefan Paech, Medizinischer Direktor, der Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG Dr. Uwe Gretscher, Landrat Georg Grabner, Dr. Reinhard Reichelt als Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Berchtesgadener Land und Dr. Jörg Weiland, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin der Kreisklinik Bad Reichenhall
von links: Dr. Stefan Paech, Medizinischer Direktor, der Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG Dr. Uwe Gretscher, Landrat Georg Grabner, Dr. Reinhard Reichelt als Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Berchtesgadener Land und Dr. Jörg Weiland, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin der Kreisklinik Bad Reichenhall
21.02.2017 - Kliniken Südostbayern

Informationen auf einen Klick

Beim Wettbewerb „Deutschlands beste Klinik-Website“ - Seite der Kliniken Südostbayern auf einem vorderen Platz

Von Abgeschlagenheit bis Zöliakie: Wer auf der Suche nach dem passenden Spezialisten ist, wird schon auf der Startseite der Kliniken Südostbayern AG auf einen Klick fündig. Unter www.kliniken-suedostbayern .de könnten Patienten, Besucher oder Zuweiser Informationen „schnell und ohne Probleme finden“, urteilte auch die Jury des Wettbewerbs „Deutschlands beste Klinik-Website“. Sie gratulierte den Kliniken Südostbayern zu einem respektablen 25. Platz unter den über 300 eingegangen Bewerbungen von Krankenhäusern aus dem ganzen Bundesgebiet. mehr...

Der Wettbewerb „Deutschlands beste Klinik-Website“ wird seit seinem Start im Frühjahr 2003 von Dr. Dr. Frank Elste, Professor für Gesundheitsmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach/Bad Mergentheim, geleitet. Das wissenschaftliche Projekt befasst sich mit der Analyse und Bewertung von medizinischen Webseiten und wird vom Nürnberger Pharmaunternehmen Novartis unterstützt. Ziel des Wettbewerbs sei es, so die Veranstalter, die Patientenfreundlichkeit medizinischer Webseiten zu erhöhen. Daher würden die Anforderungen immer wieder überarbeitet und den neuesten Erkenntnissen und Anforderungen angepasst. Anhand eines umfassenden, wissenschaftlich fundierten Analyseverfahrens überprüften dann Gutachter, und darüber hinaus auch noch Patienten und Ärzte mittels eines vereinfachten Fragebogens, die Internetauftritte der am Wettbewerb teilnehmenden Kliniken.
Beim 14. Wettbewerb konnten die Veranstalter der Kliniken Südostbayern AG mitteilen, dass den Patienten der „Webauftritt insgesamt gefallen habe.“ Weiter heißt es: „Bei den Ärzten sah es wie folgt aus: Diese Webseite hat die Docs überzeugt.“ So seien Texte und Überschriften gut lesbar, auch für ältere Patienten, das gesamte Design sei als überdurchschnittlich zu bezeichnen. Als positiv bewertete die Jury auch die verständliche Darstellung medizinischer Informationen. „Dass wir den 25. Platz erreicht haben, freut uns sehr und ist für uns Ansporn, noch besser zu werden und unseren Internetauftritt weiter zu optimieren“, so Ralf Reuter, Leiter der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit der Kliniken Südostbayern AG. „Die Jury hat unsere Webseiten nicht nur als eine ‚sehr gute Arbeit bewertet, die sich vom Durchschnitt aller Webseiten abhebt‘, sondern uns auch wertvolle Hinweise mitgeteilt, an welchen Stellen wir auf welche Weise noch patientenfreundlicher werden können.“

Ina Berwanger

Auch von mobilen Endgeräten, wie das Smartphone, ist das komfortable Nutzen der Seite bestens möglich.
Auch von mobilen Endgeräten, wie das Smartphone, ist das komfortable Nutzen der Seite bestens möglich.
14.02.2017 - Klinikum Traunstein

Immuntherapie als neuer Therapieansatz bei der Krebsbehandlung

Zum „Weltkrebs“ berichtete Chefarzt Dr. Thomas Kubin über aktuelle Verfahren der Krebstherapie

Überaus groß war das Interesse am Vortrag von Dr. Thomas Kubin, Chefarzt der Onkologie/Hämatologie im Klinikum Traunstein, anlässlich des Weltkrebstags. Seinen Ausführungen zum Thema „Krebstherapie heute – Wie sich die Therapie über die Jahre verbessert und verändert hat“ mussten deshalb einige Zuhörer im Schrannensaal des Traunsteiner Rathauses sogar im Stehen verfolgen. Den Worten Dr. Kubins zufolge erkranken in Deutschland jährlich 500 000 Menschen neu an Krebs. Krebserkrankungen würden immer häufiger, weil die Bevölkerung immer älter werde, so der Onkologe. Für die Betroffenen hatte er aber auch eine erfreuliche Mitteilung: Etwa 60 Prozent der Patienten überleben heute eine Krebserkrankung auf Dauer. mehr...

Auf das Thema seines Vortrags eingehend berichtete er, dass vor 50 Jahren die erste onkologische Abteilung in Deutschland eingerichtet worden sei. Davor habe es außer Operation und Bestrahlung lediglich eine internistische Begleitung unter anderem mit einer Morphiumtherapie gegeben. Im Anschluss daran skizzierte er die weitere Entwicklung und kam auf den aktuellen Stand in der Behandlung von Krebs zu sprechen.

Krebserkrankungen können heute teils auch mit der minimalinvasiven Knopfloch- und der schonenden Laserchirurgie operiert werden. In der Strahlentherapie gibt es ebenfalls neue Methoden, mit denen Tumoren mit präziser und hochkonzentrierter Bestrahlung in wenigen Sitzungen zielsicher zerstört werden können.

„Die Chemotherapie ist besser als ihr Ruf“, stellte Dr. Kubin fest. Sie ist heutzutage sehr viel verträglicher und kann Tumoren teilweise heilen. Eine neue Gruppe von Medikamenten wirken sehr zielgerichtet auf die Tumorsignale. Die Tumoren werden dabei hochspezifisch blockiert. Manche Tumoren können dadurch über viele Jahre mit nur sehr wenigen Nebenwirkungen lahmgelegt werden. Erfolgversprechend angewendet wird diese „zielgerichtete Therapie“ zum Beispiel bei Brust-, Lungen- und Lymphknotenkrebs sowie beim malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs).

Die neueste Schiene der Krebstherapie ist nach den Worten von Dr. Kubin die Immuntherapie. Durch eine gezielte Beeinflussung des Immunsystems können Tumoren stabil gehalten oder sogar mitunter langfristig weggeschmolzen werden. Dass so das Immunsystem die Tumoren selbst bekämpfe, sei ein völlig neuer Ansatzpunkt, betonte Dr. Kubin. Mit der Immuntherapie könne eine ganze Reihe von Tumoren mit guten Ergebnissen behandelt werden, die es so davor nie gegeben habe. Zugelassen sei die Immuntherapie für das maligne Melanom, Lungen- und Nierenkrebs sowie Morbus Hodgkin. Weitere Zulassungen für HNO-Tumoren und Blasenkrebs würden in diesem Jahr folgen.

Ferner wies Dr. Kubin auf die gute Zusammenarbeit innerhalb des Onkologischen Zentrums Traunstein mit seinen vielen Unterabteilungen hin, die Hand in Hand sehr effizient und erfolgreich zusammen im Kampf gegen den Krebs arbeiten. In Anbetracht der vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten würden die Ärzte in der Tumorkonferenz zusammensitzen, um gemeinsam die bestmögliche Therapie für jeden individuellen Patienten festzulegen.

„Wir bemühen uns, in der Krebsbehandlung ganz vorne mit dabei zu sein, um die neuesten Therapien an unsere Patienten weitergeben zu können“, unterstrich Dr. Kubin. Dies geschehe im Klinikum Traunstein zum Teil bereits vor der Zulassung im Rahmen von Studien, damit vielversprechende Innovationen sehr frühzeitig zum Vorteil der Patienten eingesetzt werden könnten.

27.01.2017 - Kliniken Südostbayern

Unabhängige Ansprechpartner für Patienten

Patientenfürsprecher sollen das Vertrauensverhältnis zwischen Krankenhaus und Patienten fördern

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und die Bayerische Krankenhausgesellschaft haben eine Vereinbarung betroffen, die den Krankenhäusern als Anleitung und Unterstützung bei der Einrichtung von Patientenfürsprechern dient. Seither ist die Zahl der Patientenfürsprecher deutlich angestiegen. Auch die Kliniken Südostbayern AG hat sich nach den Worten von Vorstand Elisabeth Ulmer entschlossen, in ihren Krankenhäusern Krankenhausfürsprecher als unabhängig und ehrenamtlich tätige Ansprechpartner für Patienten zur Lösung und Schlichtung von kleinen oder großen Problemen sowie als Moderatoren zur Entschärfung von Konflikten einzusetzen. mehr...

Am „Tag des Patienten“ stellten die neuen Patientenfürsprecher Hans Öggl (Klinikum Traunstein) und Rudolf Schenkl (Kreisklinik Trostberg) sowie der in der Kliniken Südostbayern AG für Patientenrückmeldungen zuständige Georg Reichel („Sagen Sie‘s Schorsch“) im Klinikum Traunstein den zahlreich gekommenen Interessierten sich und ihre Tätigkeit vor. Außerdem beantworteten sie viele Fragen rund um die Patientenrechte.

„Wir bieten unseren Patienten nicht nur modernste Medizin und bestmögliche Therapie, sondern wir legen auch großen Wert auf Freundlichkeit und Mitgefühl. Information und gute Kommunikation sind uns im Umgang mit ihnen besonders wichtig“, erklärt Ulmer. Dadurch solle das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Krankenhäusern gefördert werden. Sie seien eine wichtige Ergänzung zum bereits bestehenden Beschwerdemanagement, um bestmöglich auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen zu können. Die Mitarbeiter kümmerten sich nach bestem Wissen und Gewissen um die Patienten und ihre Angehörigen. Bei Beschwerden, Fragen oder Anregungen könnten sich Patienten mit ihren Anliegen direkt an die Ärzte und Pflegekräfte ihrer Station wenden oder mit einer der Anlaufstellen Kontakt aufnehmen.

„Unsere vom Krankenhaus unabhängigen Patientenfürsprecher übernehmen eine Mittlerrolle zwischen Patienten, Angehörigen und Krankenhauspersonal und dienen als Anlaufstelle bei Fragen, Wünschen und Beschwerden. Patienten und Angehörige können sich mit ihren Anliegen persönlich und vertraulich an sie wenden. Sie werden nur in Absprache mit ihnen tätig“, so Ulmer. Zusätzlich könnten sie ihre Beschwerden wie bisher den Mitarbeitern des Beschwerdemanagements vortragen, die den Fall aufnähmen und bearbeiteten. Beide Einrichtungen würden ihre Anliegen dann mit den Mitarbeitern des jeweiligen Bereichs besprechen und sich persönlich um eine Lösung kümmern. „Haben Sie keine Scheu, sich an das Beschwerdemanagement oder die Patientenfürsprecher zu wenden“, lautet der Appell von Ulmer.

„Die Patientenfürsprecher sind vorrangig Ansprechpartner für Patienten sowie Pflegebedürftige und deren Angehörige. Ihre Arbeit erfolgt in unabhängiger Funktion, damit sie eine vermittelnde Rolle zwischen Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern einnehmen können“, so Öggl. Ihre Aufgabe bestehe darin, Patienten und Angehörige in allen Problemsituationen und Anliegen rund um den Krankenhausaufenthalt zu beraten, sie objektiv zu informieren und sie in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken und zu unterstützen. „Sie haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Anliegen und stehen ihnen zur Seite“, erklärt der Traunsteiner Patientenfürsprecher. Dies betreffe zum Beispiel den persönlichen Umgang zwischen Krankenhauspersonal und Patienten bis hin zu vermuteten Behandlungsfehlern. „Patientenfürsprecher unterliegen der Schweigepflicht. Nur mit dem Einverständnis eines Patienten darf ein Patientenfürsprecher Informationen weitergeben“, betont der Trostberger Patientenfürsprecher Schenkl. Ihre Tätigkeit umfasse aber auch die Entgegennahme und Weiterleitung von Verbesserungsvorschlägen, Lob und Zufriedenheit.

Die Sprechstunden des Patientenfürsprechers Öggl im Klinikum Traunstein sind montags von 13 bis 15 Uhr, die des Patientenfürsprechers Schenkl in der Kreisklink Trostberg montags von 10 bis 12 Uhr. Eine telefonische Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0861/705-1535 (Öggl) und 08621/87-90800 (Schenkl) wird empfohlen.

mehr zu unseren Patientenführsprechern
Zahlreiche Fragen rund um Patientenrechte beantworteten die Patientenfürsprecher Hans Öggl im Klinikum Traunstein (rechts) und Rudolf Schenkl in der Kreisklinik Trostberg sowie der in der Kliniken Südostbayern AG für Patientenrückmeldungen zuständige Georg Reichel (links) am „Tag des Patienten“ im Klinikum Traunstein.
Zahlreiche Fragen rund um Patientenrechte beantworteten die Patientenfürsprecher Hans Öggl im Klinikum Traunstein (rechts) und Rudolf Schenkl in der Kreisklinik Trostberg sowie der in der Kliniken Südostbayern AG für Patientenrückmeldungen zuständige Georg Reichel (links) am „Tag des Patienten“ im Klinikum Traunstein.
16.01.2017 - Klinikum Traunstein

10 Jahre Darmkrebszentrum Traunstein

Mehr als 800 Patienten im Klinikum Traunstein operiert

Darmkrebs ist seit vielen Jahren in Deutschland sowohl bei Männern als auch bei Frauen noch immer die zweithäufigste, bösartige Tumorerkrankung – nach dem Prostatakrebs bei Männern und dem Brustkrebs bei Frauen. Insgesamt sind jährlich mehr als 60.000 Menschen bundesweit betroffen, d.h. gemessen an der Einwohnerzahl des Landkreises Traunstein müssen jedes Jahr etwa 100 Menschen damit rechnen, dass die Diagnose „Darmkrebs“, also ein bösartiger Tumor im Dickdarm oder Enddarm, gestellt wird. mehr...

Risikofaktoren und Vorbeugung
Sport, Bewegung und Vermeidung von Übergewicht stellen bereits wichtige Voraussetzungen dar, um das Entstehen von Darmkrebs zu vermeiden. Dazu sollte die Ernährung ballaststoffreich sein und gleichzeitig keinen übermäßigen Verzehr von rotem Fleisch oder Wurstwaren beinhalten. Auch der Verzicht auf Nikotin und exzessiven Alkoholkonsum trägt zu einem gesunden Darm bei. Eine Darmkrebsvorbeugung durch bestimmte Medikamente gibt es aber bislang nicht – auch wenn dies immer wieder einmal in den Medien publiziert wird.

Früherkennung und Vorsorge
Erfreulicherweise nimmt die Zahl der Neuerkrankungen an Darmkrebs seit einigen Jahren in Deutschland leicht ab. Neben eines gesünderen Lebensstils bei der jüngeren Generation ist der wesentliche Grund, dass immer mehr Menschen eine Darmspiegelung zur Vorsorge durchführen lassen – auch wenn keinerlei Symptome vorliegen. Hierzu muss man wissen, dass diese Vorsorgemaßnahme ab dem 55. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen vorgeschlagen und bezahlt werden. Der Sinn dieser Darmspiegelung besteht darin, Vorstufen von Darmkrebs, die sogenannten Polypen oder Adenome zu finden und gleichzeitig zu entfernen, was fast immer möglich ist. Allein durch diese Maßnahme kann das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, ganz erheblich gesenkt werden. Es ist sogar möglich, bereits bösartig entartete Polypen (Frühformen von Darmkrebs) im Rahmen der Darmspiegelung so zu entfernen, dass damit eine ausreichende Therapie gegeben ist!

Ist Darmkrebs vererbbar?
Bei einem kleinen Teil der Patienten mit Darmkrebs liegt tatsächlich eine vererbbare Form dieser Erkrankung vor. Wichtige Fragen, die sich jeder stellen sollte, sind daher: sind bereits mehrere enge Verwandte an Darmkrebs erkrankt oder ist die Darmkrebserkrankung bereits bei auffallend jungen Betroffenen festgestellt worden? Falls eine dieser Fragen mit „ja“ beantwortet werden muss, empfiehlt sich ggf. eine genetische Beratung und eine frühzeitigere Darmspiegelung vor dem 55. Lebensjahr. Für weitere Informationen stehen die Hausärzte oder Gastroenterologen jederzeit zur Verfügung.

Symptome bei Darmkrebs
Das Tückische bei Tumorerkrankungen ist, dass bösartige Veränderungen häufig erst spät vom Patienten wahrgenommen werden; das gilt auch für den Darmkrebs. Allerdings sollte man bei nachlassender Leistungsfähigkeit, bei Veränderungen der Stuhlgewohnheiten und ganz besonders bei Blut im Stuhl den Hausarzt aufsuchen und sich beraten lassen.

Therapie bei Darmkrebs ist Teamarbeit
Trotz aller Vorsorgemaßnahmen und endoskopischer Möglichkeiten der Tumorentfernung muss der Großteil der Patienten mit Darmkrebs operiert werden um eine Heilung zu erreichen. Abhängig von der Lokalisation des Tumors im Dick- oder Enddarm kommen dabei unterschiedliche Operationsverfahren zur Anwendung wobei in den meisten Fällen ein minimalinvasiver Eingriff („Schlüssellochchirurgie“) möglich ist. In bestimmen Krankheitsstadien wird die Operation ergänzt durch eine Chemotherapie oder einer Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie, insbesondere beim Enddarmkrebs. Der Behandlungsplan wird dabei vor Therapiebeginn ausführlich von Chirurgen, Onkologen und Strahlentherapeuten mit jedem betroffenen Patienten besprochen.

Leben mit Darmkrebs
Nur eine konsequente Therapie, welche das Alter des Patienten, seine Leistungsfähigkeit und das Krankheitsstadium berücksichtigt, geht mit insgesamt sehr guten Ergebnissen hinsichtlich der Überlebenszeit und der Lebensqualität einher. Dabei ist es wichtig, dass nach Beendigung der Behandlung die vorgesehenen Nachsorgeuntersuchungen wahrgenommen werden, da auch nach optimaler Therapie ein Rückfall der Erkrankung oder das Auftreten von Metastasen nicht ausgeschlossen werden kann. Auch in dieser Situation gilt: wenn ein Rückfall früh diagnostiziert wird, kann auch dann den Betroffenen in den meisten Fällen eine geeignete und erfolgreiche Therapie im Darmkrebszentrum angeboten werden!

10.01.2017 - Kreisklinik Berchtesgaden

Sicherheit und Versorgungsqualität der Patienten bestätigt

Endoprothetikzentrum der Kreisklinik Berchtesgaden wurde erneut zertifiziert

„Wir können sehr stolz sein“, freut sich Dr. Thomas Kanig, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Endoprothetikzentrum (EPZ) der Kreisklinik Berchtesgaden, über eine gute Botschaft. Dem EPZ sei einmal mehr die Güte seiner Arbeit bestätigt worden, berichtet er: „Die Re-Zertifizierung des Zertifizierungssystem EndoCert zur Verbesserung der Versorgungsqualität und Erhöhung der Patientensicherheit bei der Implantation von künstlichen Gelenkersatz haben wir ohne Abweichungen absolviert.“ mehr...

Diese Re-Zertifizierung wird nicht leichtfertig vergeben. Das von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik und dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie entwickelte Zertifizierungssystem EndoCert kontrolliert seine Teilnehmer nicht nur jährlich. Alle drei Jahre müssen diese zudem die Zertifizierung erneuern - nach einer besonders umfassenden und sorgfältigen Prüfung auf Herz und Nieren. „Dieses Überwachungsaudit findet im Tagesgeschäft statt“, so Dr. Kanig. Er und sein Kollege Dr. Lutz Kistenmacher führen jährlich an Hüfte und Knie rund 496 Primärversorgungen mit Implantaten und Wechseloperationen von künstlichen Gelenken durch.

Die Patienten im Berchtesgadener EPZ profitieren dabei von optimalen Behandlungsabläufen anhand definierter Behandlungspfade. Dies ist ein wichtiges Gütekriterium bei der Zertifizierung und ihrer Re-Zertifizierung. Dazu gehört auch das lückenlose Führen von Patientenakte und Checklisten. Alle Behandlungsschritte sowie für den Patienten relevanten Daten und Entscheidungen werden von den jeweiligen EPZ-Mitarbeitern in einem elektronischen – und zuvor vom Patienten genehmigten - Erfassungsbogen dokumentiert und am Ende eines Tages überprüft. So ist sichergestellt, dass auch im größten Arbeitsanfall kein einziger Schritt auf dem Behandlungspfad übersehen wurde. Durch die strukturierte Vorgehensweise sei die Arbeit des Teams zudem noch schneller geworden, so Thomas Kanig.

Von den reibungslosen Abläufen im EPZ überzeugten sich die unabhängigen Prüfer bei der auch Wiederholungsaudit genannten Re-Zertifizieren vor Ort. „Sie sind mit auf die Stationen gegangen, haben die Patienten befragt und die Behandlungspfade der Patienten anhand der Patientenakten überprüft“, so Dr. Kanig. Überprüft und befragt hätten die Prüfer auch externe Koordinationspartner des EPZ wie die Radiologie oder die Hilfsmittelversorger. „In Sachen Digitalisierung von Röntgenbildern und Patientendaten sind wir auf dem neuesten Stand“, betont Thomas Kanig.
Die Vorteile der Technik macht sich das EPZ auch beim Einbau seiner hochwertigen Implantate zu eigen: Mithilfe einer digitalen Prothesenplanung können Dr. Kanig und Dr. Kistenmacher ihren Patienten maßgeschneiderte Hüftprothesen einsetzen. Hier kommen die digitalen Röntgenbilder zusammen mit Prothesen-Planungsschablonen zum Einsatz, um für jeden Patienten und seine besondere Situation zum Beispiel für die Versorgung am Hüftgelenk aus fünf verschiedenen Hüftpfannen-Systemen und neun verschiedenen Schaft-Systemen mit rund jeweils zehn Größenabstufungen pro System die individuell optimale Lösung auswählen zu können.

„Ein besonderes Patientenklientel sind problematische Patienten mit bereits mehrfachsten Vor-Operationen und auch Zeugen Jehovas sowie Allergiker. Da modernste OP-Verfahren unter Nutzung einer großen Implantatauswahl angewendet werden, können schwierigste Fälle versorgt werden, viele Primär- und Revisionsimplantate für Wechseleingriffe sind aus Titan beziehungsweise Keramik, in nahezu allen Fällen der Primärprothetik kann auf die Bereitstellung von Fremdblut verzichtet werden, so dass auch aus entfernteren Gebieten Patienten den Weg nach Berchtesgaden finden“, so Dr. Kanig. Unabhängig vom Material meldet das EPZ seit letztem Jahr - mit Einverständnis des Patienten - dessen Kennzahlen rund um sein künstliches Gelenk an das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). So kann der Weg des Implantats anhand seiner Nummer lückenlos verfolgt werden. Auch dies ist ein Beitrag zu mehr Sicherheit und Versorgungsqualität der Patienten.

(Ina Berwanger)

Das Team des Endoprothetikzentrums, unter der Leitung von Dr. Thomas Kanig (fünfter von rechts – mit Urkunde) und Dr. Lutz Kistenmacher (zweiter von links) in der Kreisklinik Berchtesgaden freut sich über die Bestätigung ihrer guten Arbeit.
Das Team des Endoprothetikzentrums, unter der Leitung von Dr. Thomas Kanig (fünfter von rechts – mit Urkunde) und Dr. Lutz Kistenmacher (zweiter von links) in der Kreisklinik Berchtesgaden freut sich über die Bestätigung ihrer guten Arbeit.
05.01.2017 - Kliniken Südostbayern

Bevor die große Grippewelle wieder rollt:

Mitarbeiter der Kliniken Südostbayern lassen sich zum Schutz ihrer Patienten impfen

Die ersten echten Grippevirusinfektionen haben die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein zum Glück bisher nur gestreift – und noch ist es nicht zu spät, sich mit einer Impfung vor der im schlimmsten Fall lebensbedrohlichen Erkrankung zu schützen. Darauf weist jetzt die Kliniken Südostbayern AG hin. Der Klinikverbund geht mit gutem Beispiel voran: mehr...

„Die Impfung gegen den Influenza-Virus ist eine bewährte Präventionsmethode, um die Risiken einer sehr schweren Infektionskrankheit für unsere Mitarbeiter, aber auch für unsere Patienten wirkungsvoll zu senken“, betont Bernhard Eckert, Betriebsarzt der Kliniken Südostbayern.

Er und seine Mitarbeiter des Betriebsärztlichen Dienstes kommen den Mitarbeitern bei der Grippeschutzimpfung buchstäblich entgegen: sie gehen eigens in die Abteilungen, um möglichst viele der rund 3.700 Mitarbeiter des Klinikverbundes zu erreichen. Dieser Service wird gerne angenommen, Bernhard Eckert und sein Team freuen sich über eine rege Nachfrage. Dennoch wissen sie natürlich auch um die verbreiteten Vorbehalte gegen die Grippeschutzimpfung und räumen damit auf: So sei die Impfung sogar besser verträglich als viele andere, nur ein geringer Prozentsatz von Geimpften reagiere auf sie - möglicherweise genetisch bedingt – mit hohem Fieber und Krankheitssymptomen. Sich auf sein fittes Immunsystem zu verlassen, sei nicht ratsam, so der Betriebsarzt. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Nichtimmuner mit der Grippevirusinfektionen anstecke, liege bei dreißig Prozent.

Hier entfaltet der kleine Piecks eine große Wirkung: Eine Impfung bietet nicht nur dem Geimpften selbst einen Schutz. Sie sorgt gleichzeitig auch dafür, dass er die Erkrankung nicht überträgt. Dieser Verantwortung ihren Patienten und auch ihren Angehörigen gegenüber sind sich die Mitarbeiter in den sechs Häusern der Kliniken Südostbayern bewusst. Ärzte, Pflegekräfte und medizinisches Fachpersonal nehmen die Aktion des Betriebsärztlichen Dienstes auch heuer gut an. „Die richtige Grippewelle kommt bestimmt“, sagt Bernhard Eckert. „Die richtige Influenza darf nicht mit den ‚normalen‘ Erkältungskrankheiten verwechselt werden“, erklärt er und rät den Bürgern, sich bei ihrem Hausarzt impfen zu lassen. Denn Niesen, Husten und Kopfweh seien das Eine, eine schlimmstenfalls tödlich verlaufende Influenza, die im Unterschied zur Erkältung plötzlich, heftig und mit einem großen Schwächegefühl kommt, das Andere. Besonders wichtig wäre der Schutz für Menschen über 60 oder solche mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche, chronisch Kranke und Schwangere.

Ina Berwanger

Der kleine Piecks bietet großen Schutz. Die Betriebsärztin Dr. Tanja Weidlich impft den Mitarbeiter Christian Irlinger.
Der kleine Piecks bietet großen Schutz. Die Betriebsärztin Dr. Tanja Weidlich impft den Mitarbeiter Christian Irlinger.
02.01.2017 - Klinikum Traunstein/Kreisklinik Bad Reichenhall

Paula und Marinus – die Neujahrsbabys im Klinikum Traunstein

2147 Babys wurden 2016 in den Kliniken Südostbayern geboren

Paula und Marinus, so heißen die beiden Neujahrsbabys die im Klinikum Traunstein zu Welt kamen. Wie es der Zufall so spielt, sollten beide Neubürger eigentlich als Christkindl, am 25.12. zur Welt kommen. Sie ließen sich jedoch beide bis ins neue Jahr Zeit. Die 3680 Gramm schwere und 53 Zentimeter große Paula kam bereits zwei Stunden nach Mitternacht zur Welt und ist das erste Kind der Eltern Katharina und Peter Stephan aus Prien. In Rottau ist das Zuhause der Eltern des 3470 Gramm schweren und 51 Zentimeter langen Marinus, Heidi und Tobias Beck. Auch für die beiden ist es das erste Kind. Marinus erblickte um 20:19 Uhr das Licht der Welt. mehr...

Auch im vergangenen Jahr hat sich der positive Trend bei der Geburtenentwicklung an der Frauenklinik der Kliniken Südostbayern AG fortgesetzt. Insgesamt waren 2113 Geburten zu verzeichnen (2015: 2111). 1533 Geburten fanden im Klinikum Traunstein und 580 in der Kreisklinik Bad Reichenhall statt. In Traunstein kamen 32 mal Zwillinge und sogar einmal Drillinge zur Welt und somit kamen 1567 Babys zu Welt. Insgesamt erblickten 2147 Kinder im vergangenen Jahr das Licht der Welt.

Der Chefarzt der Frauenklinik mit den beiden Standorten Klinikum Traunstein und Kreisklinik Bad Reichenhall, Prof. Dr. Christian Schindlbeck, zeigt sich erfreut über den großen Zuspruch und das Vertrauen der werdenden Eltern. „Das Klinikum Traunstein als Mutter-Kind-Zentrum Level I versorgt sämtliche Schwangerschaften und auch Risikogeburten sowie Frühgeburten ab der Grenze der Lebensfähigkeit der Kinder. In Bad Reichenhall betreuen wir Geburten ab der 36. Schwangerschaftswoche. Dieses Konzept der Zusammenarbeit über die Landkreisgrenzen hinweg wird gut angenommen und sorgt für eine bedarfsgerechte Betreuung der Schwangeren und der Kinder.“ Der Chefarzt betont, dass an jedem der beiden Standorte eine Familien-orientierte Geburtshilfe angeboten wird und den Wünschen und Bedürfnissen der Schwangeren und werdenden Eltern bestmöglich entsprochen wird. „Die werdenden Eltern sind herzlich eingeladen, im Rahmen des regelmäßig angebotenen Schwangereninfoabends die Geburtshilfliche Abteilung in Traunstein und Bad Reichenhall kennen zu lernen.“

Die beiden „Neujahrskinder“ Marinus mit seiner Mutter Heidi (links) und Paula mit seiner frischgebackenen Mutter Katharina.
Die beiden „Neujahrskinder“ Marinus mit seiner Mutter Heidi (links) und Paula mit seiner frischgebackenen Mutter Katharina.
Kontakt
Ansprechpartner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Ralf Reuter
Cuno-Niggl-Straße 3
83278 Traunstein
T 0049 861 705-1530
F 0049 861 705-1532


Andrea Sacré
Cuno-Niggl-Straße 3
83278 Traunstein
T 0049 861 705-1534
F 0049 861 705-1532


Evelyn Tauber
Riedelstr. 5
83435 Bad Reichenhall
T 0049 8651 772-280

Downloads & Links