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Kliniken Sueostbayern
Chefarzt Dr. Anton Kreuzmayr und Pfleger Peter bei einer Endoskopischen Untersuchung
 
Eine der vier Untersuchungsräume
 
Die modernsten Waschmaschinen für endoskopische Instrumente garantieren höchstmöglichen hygienischen Standard
 
Der Empfang
 
Wartebereich mit Umkleidekabinen und Patientenduschen

02.02.2010 - Klinikum Traunstein

Neue Endoskopie im Klinikum Traunstein eingeweiht

Modernste und patientenfreundlichste Endoskopie in Süddeutschland

Mit der Segnung durch die Krankenhausseelsorger Pfarrerin Anne Loreck-Schwab, Pfarrer Andreas Zehentmair und Diakon Klaus Wendel wurde die neue Endoskopie im Klinikum Traunstein offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Der Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, Stefan Nowack, bezeichnete die Abteilung nach deren Umzug als „eine der modernsten Endoskopieabteilungen Süddeutschlands, sowohl was Ausstattung und Patientenfreundlichkeit, aber auch Sicherheit und Dokumentation anbelangt“. Mit großzügiger Unterstützung des Landkreises Traunstein wurden ca. 2,4 Millionen Euro investiert.

Landrat Hermann Steinmaßl, Aufsichtsratvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG, nannte den ständigen Wandel im Gesundheitswesen, den medizinischen und technischen Fortschritt und den Einsatz neuer Operationsmethoden eine große Herausforderung. „Jeder Patient will das Optimale haben.“ Auch im ländlichen Raum sollten alle Disziplinen bei höchster Qualität in erreichbarer Nähe sein. „Wir müssen mit der Zeit gehen und auf den medizinischen Fortschritt reagieren, um ein klares Zeichen zu setzen, dass wir ganz vorn mit dabei sind und den Ton angeben“, betonte Steinmaßl. Zukunftsfähigkeit, Erhalt und Erweiterung ausgezeichneter Krankenhausversorgung sei eine Daueraufgabe. Seit 2003 seien über 60 Millionen Euro in das Klinikum Traunstein geflossen.

„Mit der Einweihung der neuen Endoskopieräume knüpfen wir an die ständige Modernisierung unserer Kliniken an.“ Rund 80 Prozent, also fast zwei Millionen Euro, habe der Landkreis für die Modernisierung der Abteilung zur Verfügung gestellt. „Das Ergebnis sind moderne und ansprechende Räume mit einer neuen technischen Ausstattung“, so der Landrat. Damit sei ein weiterer Baustein für eine hochwertige Patientenversorgung geschaffen worden. Im Mittelpunkt des Handelns stünden die Patienten und die langfristige und flächendeckende Versorgung in hoher Qualität für 280 000 Bürger in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land.

Vorstand Nowack erinnerte daran, dass die Endoskopieabteilung 1986/87 mit dem Bauabschnitt 1 der Sanierung und Erweiterung des Klinikums neu gebaut worden sei. Inzwischen sei sie aber zu klein geworden, weil die Untersuchungszahlen in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen seien. Außerdem sei die alte Endoskopie zwischen den Operationssälen und der Intensivabteilung am „falschen“ Platz gewesen. Da alle anderen Funktionsabteilungen im ersten Obergeschoss angesiedelt seien, habe seit langem der Wunsch bestanden, die Endoskopie ebenfalls dorthin zu verlegen, wo sie zwischen Aufnahmestation, Sonographie und in Anbindung an alle Funktionsabteilungen jetzt ideal untergebracht sei. „Außerdem war eine OP-Erweiterung dringend notwendig“, so Nowack. Wo bislang die Endoskopieabteilung im zweiten Obergeschoss war, werden zwei zusätzliche Operationssäle realisiert. „Die Abteilung ist gelungen, bietet sehr gute Arbeitsmöglichkeiten und für die Patienten eine hervorragende Versorgung“, stellte er abschließend fest.

„Die Bedingungen in der alten Endoskopie waren sehr eng“, erklärte der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Rupert Ketterl. Außerdem habe sie keinen eigenen Aufwachraum gehabt. Eine zeitgemäße Versorgung der Patienten sei nicht mehr möglich gewesen. Die steigende Zahl der Untersuchungen habe zu einer Verdichtung der Leistungen geführt. Zudem habe sich das Spektrum in der Endoskopie deutlich verändert. Neben der Diagnostik gebe es heute zahlreiche interventionelle Verfahren wie Maßnahmen an Leber und Bauchspeicheldrüse oder Einlegen von Stents. „All diese Aufgaben müssen bewältigt werden.“ In seiner Eigenschaft als Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädischen Chirurgie – Zentrum für Hand- und Wirbelsäulenchirurgie freute er sich, dass an der Stelle der alten Endoskopie nun zwei weitere Operationsmöglichkeiten entstehen.

Bereits vor zehn Jahren habe man über eine neue Endoskopie nachgedacht, klärte der Chefarzt des Traunsteiner Gastroenterologie, Dr. Anton Kreuzmayr, rückblickend. „Erste Planungen gab es schon 2002, aber erst 2009 lief alles rund.“ In nur neun Monaten sei die neue, zeitgemäße Abteilung entstanden. Um die allerneueste Generation von Waschautomaten für die Reinigung von Endoskopen installieren zu können, habe man sogar kurzfristig den Bau gestoppt und umgeplant. Die alte Endoskopieabteilung nannte er „etwas dezentral“. Ein weiterer Grund für den Umzug sei die rasante Entwicklung bei den Patientenzahlen gewesen. Wurden 1995 noch 2500 Patienten pro Jahr behandelt, sind es aktuell bereits 10 000. Außerdem sei die technische Entwicklung bei den Untersuchungen weiter fortgeschritten. Den Patienten vermittle die neue Abteilung mehr einen Praxiseindruck. „Wir verstehen uns als Dienstleister und Leistungserbringer für unsere Patienten und als Partner der niedergelassenen Ärzte“, so Kreuzmayr.
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