
Von der Aufnahme von Kurpatienten zur KurabteilungVon der Aufnahme von Kurpatienten zur Kurabteilung, zur Spezialklinik für Asthma und Bronchitis:Es war ein langer Weg zum eigenen Kurpatientenbau. Der Magi¬strat der Stadt stellte im Jahre 1912 fest, daß die Aufnahme zahlungskräftiger Kurgäste durch Bereitstellung von Räumen im notwendigen Krankenhausneubau die Verzinsung und Tilgung der Bauschulden gewährleisten sollte. Bis zum Bau eines Krankenhauses jedoch vergingen noch 18 Jahre. Über den Bau des neuen Krankenhauses wurde in der Presse 1928/30 berichtet: „Über den Verwaltungsräumen liegt im ersten Obergeschoß die Abteilung für Bäder und andere Kurmittel. Sie ist vorerst nur mit den notwendigsten und für die besonderen Reichenhaller Bedürfnisse wichtigen Einrichtungen ausgestattet. Es sind hier vorhanden eine etwa 8 qm große Pneumatische Kammer, ein Raum mit einem elektrischen Glühlichtvollbad, einer Massagebank und einer Bank für elektr. Teilbäder, ein Raum für Wasserbehandlung mit Vollbadwanne, Sitzbad, Fußbad und Wechselduscheinrichtung, ein Raum mit Einzelinhalation-Tischapparaten, daneben ein kleiner Raum für Freizerstäubung. Weiterhin befinden sich hier ein Raum mit einer Wanne für Gasbäder (Kohlensäurebäder usw.) und eine Wanne für Moorbäder, ein Raum mit zwei Auskleidezellen und zwei Ruhebänken, sowie ein Zimmer für Heilgymnastikapparate, das zunächst auch für Diathermie und Höhensonnenbehandlung verwendet werden soll, ferner Diensträume für einen Arzt und einen Warteraum für die Patienten. Am Anfang waren die Patienten in Privatunterkünfte untergebracht. Später wandelte man das alte Krankenhaus zur Kurabteilung mit Betten um und verlegte die kurmedizinische Ausrüstung in den Keller des alten Krankenhauses. Dieser wurde dafür ausgebaut. In den Kriegsjahren 1939/43 plante der Regierungsbaumeister und spätere Stadtbaurat Kalkner, das Projekt „Kurpatientenbau" (entlang der Riedelstraße zwischen dem alten und dem neuen Krankenhaus). Von diesem ist noch folgende Zeichnung erhalten (siehe Bild unten). Es kam jedoch wegen des Krieges, der dadurch resultieren Zerstörung der Stadt und wegen akuten Geldmangels nicht zur Verwirklichung. Es ist heute nicht mehr nachvollziehbar, weshalb man damals mit den beginnenden Neubauten diesen günstigen Platz nicht auswählte (heute steht dort der Seminarraum der Kreisklinik), sondern die heutigen Bauten unplaziert in das Areal stellte.
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Inhalt und Bilder mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Bad Reichenhall
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