
Die Spezialklinik für Asthma und BronchitisIm Jahre 1967 wurde der Reichenhaller Architekt Dipl. Ing. Hans Jürgen Schmidt (sein Büro war in München) mit der Planung beauftragt. Dieser hatte die örtliche Bauleitung inne. Die Koordination und Gesamtbetreuung lag in den Händen des Stadtbauamtes. Zuständig waren der damalige Stadtbaurat Jakob und der Oberinspektor Dommler. Die Baumeisterarbeiten (Juli 1968 bis August 1969) führte die Reichenhaller Firma Sylvester Aicher aus. Der Bau beinhaltete fünf Stockwerke mit 138 Betten, Speisesälen für 154 Patienten, Arzt- und Untersuchungszimmer, Punktions- und andere Räume.Warum es zum langgehegten Wunsch von Prof. Dr. Schmengler kam, ergab sich daraus, dass die LVA mit der Unterbringung ihrer Patienten nicht mehr einverstanden war. Diese waren privat einquartiert und so nicht unter ständiger Kontrolle der Ärzte. Die LVA (Landesversicherungsanstalt Niederbayern - Oberpfalz) hätte ihren Vertrag gekündigt, wenn nicht eine eigene Klinik gebaut worden wäre. Ein wichtiges Argument für die Stadt. Der „Verbundtrieb" zwischen Klinik und Stadt überzeugte. Die LVA-Klinik Niederbayern - Oberpfalz stellte ein zinsgünstiges Darlehen von drei Millionen Mark zur Verfügung und schloss einen Vertrag mit der Stadt. Dieser garantierte der Stadt eine 95%ige Belegung der Spezialklinik. Solche Verträge bleiben in unserer Zeit ein Traum jedes Oberbürgermeisters und seiner Stadträte. Leider kann zum Jahresende die Spezialklinik wegen Bauarbeiten für den 4. Bauabschnitt der Krankenhaussanierung vorübergehend keine Patienten aufnehmen. Es bleibt aber festzustellen, dass sich der gute Ruf der Spezialklinik für Asthma und Bronchitis verbunden mit der Forschungsanstalt am Krankenhaus des Kurortes weit über Bayern hinaus etablierte.
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Inhalt und Bilder mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Bad Reichenhall
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