Klinikum Traunstein

Kinderanästhesie

Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Aufgrund der umfassenden Versorgung von Kindern aller Altersklassen am Klinikum Traunstein (Perinatalzentrum Level 1), bildet die Kinderanästhesie in der Abteilung einen besonderen Schwerpunkt.

Jährlich werden bei uns ca. 2000 Anästhesien bei Kindern durchgeführt, davon etwa 1.000 bei Kleinkindern, Säuglingen, Neu- und Frühgeborenen. Moderne Kinderanästhesie bedeutet neben der größtmöglichen Sicherheit auch eine zeitgemäße, kindgerechte Versorgungsqualität in der Phase rund um die Operation zu gewährleisten. Dieses Ziel erreichen wir nur durch Vernetzung aller beteiligten Stellen. Neben dem operativen Kernbereich schließt dies u. a. auch die Kinder-Stationen, die Kindertagesklinik, die Neonatologische-Pädiatrische Intensivstation und die Kinderkardiologie mit ein.

Besonderes Gewicht wird auf die Schmerztherapie vor, während und nach der Operation gelegt. Wo möglich und sinnvoll wird, noch unter Narkose, ein Verfahren der lokalen oder regionalen Betäubung (sog. Teilnarkose) verwendet, um ein schmerzfreies Erwachen zu ermöglichen. Schmerzen bei Verletzungen und nach Operationen sind jedoch nicht immer zu vermeiden. Trotzdem ist dies der Maßstab, an dem wir unser Vorgehen messen. Deswegen wurde für das ganze Team – von der Kinderanästhesie über die Kinderchirurgie bis zur Kinderstation – eigens ein gemeinsames  Konzept zur Kinder-Schmerztherapie am Klinikum entwickelt.

Chefarzt

Anästhesiologie, Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie

Fachgebiete
Anästhesiologie, Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Notfallmedizin und Suchtmedizinische Grundversorgung

Lebenslauf
Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. habil. Tom-Philipp Zucker wurde 1961 in München geboren, absolvierte seine Schulzeit in Mödling bei Wien (Österreich) und in München. Das Abitur legte er 1981 in München ab. Den Grundwehrdienst in Calw und Nagold unterbrach er 1981 zur Aufnahme des Humanmedizinstudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Er famulierte u.a. in Transkei (Südafrika) und war Co-Assistent am Institut für Anatomie der LMU. Nach dem Medizinischen Staatsexamen und Erhalt der Approbation 1987 leistete er den Rest seines Wehrdienstes als Stabsarzt ab. Er erhielt eine Ausbildung in hyperbarer Medizin am Schiffahrtsmedizinischen Institut der Bundesmarine in Kiel-Kronshagen und fuhr als Schiffsarzt einer Fregatte der Bundesmarine (Heimathafen Wilhelmshaven) 12 Monate zur See. 1988 promovierte er mit der am Institut für Rechtsmedizin der LMU München erstellten Dissertation „Serotonin im Liquor cerebrospinalis von Suizidopfern“. Seit 1989 war Dr. Zucker wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie (Direktor: Prof. Dr. J. Tarnow) am Universitätsklinikum der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf. Seine klinische Weiterbildung unterbrach Dr. Zucker u.a. zu Forschungsaufenthalten an der Medical University of South Carolina in Charleston, USA, Division of Clinical Pharmacology (mit einem Stipendium des Boehringer Ingelheim Fonds) und am Smith College, Northampton, MA, USA, sowie als Oberstabsarzt d. R. an Bord von Schiffen der Bundesmarine. 1996 erfolgte die Anerkennung als Facharzt für Anästhesiologie durch die Ärztekammer Nordrhein, im Jahr 2000 die Anerkennung der Fakultativen Weiterbildung „Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin“ und 2003 die Anerkennung der Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“, 2004 die Anerkennung der Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ und 2005 die Übernahme der Zusatzbezeichnung „Suchtmedizinische Grundversorgung“.  2011 bis 2015 hat er die berufsbegleitende qualifizierte Fortbildung „Spezielle Kinderanästhesie“ und „Anästhesie Fokussierte Sonographie (I-V)“ (DGAI) absolviert und sich als Peer Reviewer Intensivmedizin (Bayerische Landesärztekammer) qualifiziert.

Stationen als Oberarzt waren seit 1996 neben dem anästhesiologischen Bereitschafts- und Hintergrunddienst für das Universitätsklinikum Düsseldorf (inkl. z. B. der Bereiche Herz-Thoraxchirurgie, Gefäß-, Neuro- und Kinderchirurgie) die interdisziplinäre Schmerzambulanz und die chirurgische Intensivstation, sowie die Leitung der Anästhesiebereiche in den Kliniken für HNO, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe. Zuletzt vertrat Dr. Zucker die Anästhesie oberärztlich in der Chirurgie und war für die OP-Organisation seiner Abteilung mit fast 80 Ärztinnen und Ärzten verantwortlich.
Seit 1.4.2003 leitet Dr. Zucker die Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Klinikum Traunstein. 2004 erhielt er die volle Weiterbildungsbefugnis für das Fach Anästhesiologie und für die Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin (WO 1993 u. 2004).
Neben den Forschungsschwerpunkten klinische Schmerztherapie und präklinische Notfallmedizin war Dr. Zucker von 1995 bis 1998 Projektleiter eines Sonderforschungsbereiches der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Institut für Pharmakologie und klinische Pharmakologie der HHU und habilitierte sich im Jahr 2000 für das Fach Anästhesiologie mit der Habilitationsschrift: „Über den Einfluß des Eicosanoidsystems auf die Mitogenese koronarer Myozyten“. Er erhielt die Lehrbefugnis und prüft als Hochschuldozent im Medizinischen Staatsexamen an der HHU Düsseldorf, seit der Umhabilitation im Jahr 2006 an der LMU München, zudem ist er seit 2008 als Facharztprüfer bei der Bayerischen Landesärztekammer bestellt.

Dr. Zucker beteiligte sich seit 1991 an den Notarztdiensten des Kreises Mettmann / Nordrhein-Westfalen, dann der Stadt Düsseldorf und zur Zeit – auch als Mitglied der Leitenden Notarztgruppe - des Kreises Traunstein. Neben der Qualifikation zum Leitenden Notarzt und dem Kurs Intensivtransport, hat er die Fachkunde Strahlenschutz erworben, die Qualifikation zum Transfusionsverantwortlichen und als Qualitätsbeauftragter Hämotherapie. Er ist ATLS (DGU)-, EBLS und NLS (ERC)-Provider. Als Gutachter war er u. a. für die Schiedsstelle für ärztliche Behandlungsfehler bei der Ärztekammer Nordrhein tätig. Seit 2006 ist er Vorsitzender des Ethikkomitees des Klinikum Traunstein und der Kreiskliniken Trostberg, 2007 wurde er zum 2. stellvertretenden Ärztlichen Direktor ernannt.

Leitender Oberarzt Kinderanästhesie

Dr. med. Winfried Roth, DEAA

Anästhesiologie und Notfallmedizin

Kontakt
Anästhesie
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