Innere Medizin, Klinikum Traunstein

Gastroenterologie und Hepatologie

Interventionelle Endoskopie

Die gastroenterologisch-hepatologische Abteilung (Fachabteilung für Erkrankungen des Magen-Darmtraktes und der Leber) mit besonderem Schwerpunkt interventionelle Endoskopie des Klinikums Traunstein ist Teil der Medizinischen Abteilung und umfasst neben den Funktionsbereichen Endoskopie und Sonographiezentrum im stationären Sektor 41 Betten. Ziel der Abteilung ist es, eine hochqualitative, moderne, patientenfreundliche und individuelle Diagnostik und Therapie aller Erkrankungen des Verdauungstraktes, der Bauchspeicheldrüse, sowie der Leber und Gallenwege im ambulanten und stationären Bereich anzubieten. mehr...
Eng vernetzt ist die Abteilung mit anderen Fachdisziplinen im gegenseitigen Austausch. Ein besonderes Anliegen ist es dabei die Innere Medizin als Ganzes und Einheit nicht aus den Augen zu verlieren. Spezialgebiete der gastroenterologischen Abteilung sind die endoskopische Diagnostik und Therapie, insbesondere die interventionelle Endoskopie (minimal-invasive therapeutische Verfahren)  und die Hepatologie.

Als ausgewiesenes gastroenterologisch-endoskopisches Schwerpunktzentrum in Südostbayern werden in unseren Funktionsabteilungen jährlich ca. 8.000 endoskopischen Untersuchungen durchgeführt sowie im Sonographiezentrum weitere ca. 9.500 Untersuchungen inklusive Elastographie, Videokapselendoskopie und Funktionsdiagnostik.

Medizinische Aufnahmestation
In Kooperation mit der kardiologischen Abteilung wird medizinische Aufnahmestation geführt, turnusgemäß unterliegt dabei die Leitung der gastroenterologischen Abteilung. Dadurch wird eine optimale, umfassende und rasche Versorgung der internistischen Notfallpatienten garantiert. Zudem besteht ein 24 Stunden Bereitschaftsdienst der jeweiligen Schwerpunkte für sämtliche erforderlichen Notfalleingriffe.

Qualtitätssicherung
Zur Einhaltung der geforderten und gültigen Qualtitätsstandards wird eine hausinterne Komplikationsstatistik der endoskopischen Untersuchungen geführt, zudem nimmt die Abteilung an der Komplikationserfassung im Rahmen des deutschen Papillotomieregisters teil (Externe deutschlandweite Erfassung der Komplikationen bei therapeutischen Gallenwegs- und Bauchspeicheldrüsengangspiegelungen).

Zur Reinigung der endoskopischen Geräte werden moderne Waschautomaten und Sterilisationsverfahren verwendet. Die Einhaltung der Hygienestandards in der Endoskopie wird sowohl intern als auch extern von einer unabhängigen Hygienefachkraft und dem Gesundheitsamt geprüft.

Darmkrebszentrum

Interdisziplinäre Gastroenterologie

Als eine der ersten Kliniken in Deutschland wurde im Klinikum Traunstein 1997 das Konzept einer interdisziplinären gastroenterologischen Station gemeinsam mit den Bauchchirurgen verwirklicht, um Patienten mit Erkrankungen des Bauchraumes in enger Zusammenarbeit bei täglichen gemeinsamen internistisch-chirurgischen Visiten  zu versorgen („Medizin der kurzen Wege“).

Die außerordentliche Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit spiegelt sich zudem in der Gründung des Darmzentrum Chiemgau unter der Leitung von Chefarzt Dr. A. Kreuzmayr wieder. Im März 2007 wurde das Darmzentrum Chiemgau  im Klinikum Traunstein nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Hier arbeiten Spezialisten aus allen Fachbereichen sowohl im klinischen als auch niedergelassenen Bereich (Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Onkologie, Strahlentherapie), die an Vorsorge, Therapie und Nachsorge von Darmkrebserkrankungen beteiligt sind, Hand in Hand. Eine intensive Diskussion und Therapieplanung findet in der wöchentlichen Tumorkonferenz, an der alle beteiligten Abteilungen anwesend sind, statt.

Eine enge Kooperation mit der Proktochirurgie (Enddarmchirurgie) sowie der radiologischen, urologischen und gynäkologischen Abteilung besteht bei Diagnostik und Therapie von (Stuhl-)Inkontinenzerkrankungen. Stuhlinkontinenz (unfreiwilliger Stuhlabgang) ist ein mit großen Tabus belegtes Thema, betrifft einen großen Teil der Bevölkerung und kann oft zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität führen.


Behandlungsspektrum

  • Tumoren des oberen und unteren Verdauungstraktes, insbesondere Frühkarzinome der Speiseröhre / Magens sowie Polypen/Frühkarzinome des Dickdarmes (mit speziellen endoskopischen Resektionstechniken – EMR, ESD, Polypektomie) in enger Kooperation mit dem Darmzentrum Chiemgau (Link)
  • Gastrointestinale Blutungen mit der Möglichkeit aller interventionellen endoskopischen Blutstillungsverfahren (24 h Bereitschaftsdienst)
  • Entzündliche Erkrankungen des Magendarmtraktes mit besonderem Schwerpunkt Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Refluxkrankheit der Speiseröhre inklusive Barrett Syndrom
  • Geschwürleiden im Magen und Zwölffingerdarm
  • Diagnostik und Therapie von Dünndarmerkrankungen (Single-Ballon-Enteroskopie, Videokapselendoskopie)
  • Tumoröse und entzündliche Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege sowie Steinleiden mit endoskopischer Galleableitung durch Stentversorgung und Steinentfernung (ERCP, PTCD)
  • Funktionelle Magen-Darmerkrankungen
  • Diagnostik und Therapie von Lebererkrankungen, schwerpunktmäßig virale Hepatitiden, Autoimmunerkrankungen der Leber, Leberzirrhose und Leberkrebs unter Einsatz von Punktionsverfahren und Elastographie

Fort- und Weiterbildung

Fortbildungen

  • Zertifiziert durch die Bayerische Landesärztekammer finden zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte (niedergelassene Kollegen und Klinik), Pflegekräfte und Studenten, organisiert von der gastroenterologischen Abteilung, statt.
  • Wöchentlich werden in der internistischen Morgenbesprechung Falldemonstrationen von den Assistenten der Abteilung vorgestellt, zusätzlich jeden Mittwoch Tumorboard sowie wöchentliche Fortbildungen für PJ Studenten (Studenten der LMU München im letzten Jahr ihrer Ausbildung).
  • In Zusammenarbeit mit dem Klinikum Rosenheim und dem Kreiskrankenhaus Prien wird für gastroenterologisch und visceralchirurgisch tätige Ärzte Südostbayerns zweimal jährlich der Gastroclub auf Frauenchiemsse angeboten.
  • Seit 1996 findet jährlich im März das gastroenterologische Symposium in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Kreisverband mit aktuellen bauchmedizinischen Themen statt. Zusätzlich wird seit 2004 im November unter gastroenterologischer Leitung das Symposium Innere Medizin - Aus der Klinik für die Praxis – mit ausgewählten internistischen Vorträgen angeboten.
  • Weitere Fortbildungsveranstaltungen sind Pflegesymposien für endoskopisch tätiges Personal in Klinik und Praxis. Neben dem theoretischen Teil kennzeichnen diese Fortbildung v.a. die „hands-on“ workshops. 
  • Zusätzliche Veranstaltungen sind Arzt-Patientenseminare für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (in Zusammenarbeit mit der DCCV eV).
  • Einen weiteren Schwerpunkt bilden die mehrfach jährlich durchgeführten Sonographiekurse ( Abdomen Grund-, Aufbau- und Abschlusskurse ) nach den Richtlinien der KBV

Weiterbildung
Chefarzt Dr. A. Kreuzmayr verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung für die Gastroenterologie sowie gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. W. Moshage für die Innere Medizin.

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