Klinikum Traunstein

Kindernephrologie

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Die Kindernephrologie in der Kinderklinik Traunstein behandelt Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege. Der Einzugsbereich umfasst den gesamten südostbayrischen Raum mit einer Einwohnerzahl von über einer Million.

Unsere Schwerpunkte beinhalten das vollständige Spektrum der Kindernephrologie mit Ausnahme der Dialyse (Blutwäsche). Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Kinderchirurgie/-urologie, Nuklearmedizin, Urotherapie, Kinderintensivmedizin und Kinderkardiologie gewährleistet eine individuelle ganzheitliche Versorgung der Kinder.

Kindernephrologische Sprechstunde

Ablauf bei Vorstellung Ihres Kindes

Vereinbaren Sie bitte für unsere Sprechstunde einen Termin. Für die Vorstellung benötigen wir einen Einweisungsschein, obwohl es sich um eine tagesklinische Aufnahme handelt.
Bitte melden Sie das Kind in der Patientenaufnahme im Erdgeschoß an und kommen Sie mit der Krankenakte in den dritten Stock in das Sekretariat der Kindertagesklinik.

Wir bemühen uns die vergebenen Termine einzuhalten. Es kann aber durch Behandlungen von Notfällen zu Verzögerungen kommen. Notfallpatienten werden 24-Stunden pro Tag versorgt.

Chefarzt

Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologe,

Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologe, Spezielle pädiatrische Intensivmedizin, Notfallmedizin

Beruflicher Werdegang
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Gerhard Wolf studierte an der LMU München Medizin und absolvierte seine Facharztzeit bei Prof. Schöber an der Kinderklinik an der Lachnerstrasse in München, die später in die Kinderklinik Dritter Orden überging.
Dr. Wolf absolvierte das Fellowship für Kinderintensivmedizin am Boston Children’s Hospital und war von 2006-2012 Oberarzt für Kinderintensivmedizin am Boston Children’s Hospital. Dr. Wolf war “Assistant Professor of Anesthesia” an der Harvard Medical School. Ebenfalls war Dr. Wolf kinderärztlicher Direktor von Boston Medflight, der Rettungsflugwacht von Boston, die mit 3 Hubschraubern, einem Flugzeug und zwei bodengebundenen Intensivtransportfahrzeugen die Mehrzahl der schwerkranken Kinder in Neu-England verlegt.

Dr. Wolf ist Mitglied in namhaften Fachgesellschaften, u.a. der Massachusetts Medical Society, der Society of Critical Care Medicine, der Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin und dem Deutschen Hochschulverband. Dr. Wolf ist Reviewer für die Zeitschriften Pediatric Critical Care Medicine, Critical Care Medicine, und Physiological Measurements und ist Mitglied des International Advisory Boards von der Zeitschrift Physiological Measurements. Dr. Wolf ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, Übersichtsartikel und Buchbeiträge, und ist hielt Vorträge in Deutschland, Österreich, USA, Kanada, Italien, Litauen und der Schweiz.

Dr. Wolf ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologe, und führt die Bezeichnung spezielle pädiatrische Intensivmedizin. Dr. Wolf ist “Visiting Assistant Professor of Anesthesia” an der Harvard Medical School.

Seit 1.1.2013 leitet Priv.-Doz. Dr. med. habil. Gerhard Wolf als Chefarzt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Traunstein.

Forschung
Forschungsschwerpunkt von Dr. Wolf sind Erkrankungen der kindlichen Lunge. Insbesondere gilt das Interesse dem akuten Lungenversagen bei kindlichem ARDS. Von besonderem Interesse sind neuartige Beatmungsmöglichkeiten bei pädiatrischem Lungenversagen und nichtinvasive pulmonologische Methoden der Messung des Lungenvolumens von intensivpflichtigen Kindern mittels Elektrischer Impedanztomographie (EIT). Weitere Forschungsschwerpunkte sind ECMO bei kindlichem ARDS, Partial Liquid Ventilation, High Frequency Oscillatory Ventilation und neue Methoden der Beatmung wie Neurally Adjusted Ventilatory Assist (NAVA). Dr Wolf erhielt Drittmittelförderung vom Center of Integration of Medicine and Technology, Boston, Massachusetts, USA und dem Translational Research Program des Children’s Hospital Boston, Massachusetts, USA.

Publikationen

Leitende Ärztin

Kindernephrologie und Kinderheilkunde

Berufsausbildung
1979 – 1986
Studium der Humanmedizin, Christian-Albrecht-Universität, Kiel
1986
Nostrifikation an der Universität in Wien
1987 – 1999
Assistenzärztin an der Universitätsklinik Mainz (Prof. Dr. med. J. Spranger, Prof. Dr. med. F. Zepp)
1995
Anerkennung als Fachärztin für Kinderheilkunde
1998
Dissertation: „Bildzynometrische und durchflusszynometrische Untersuchungen an Wilmstumoren und ihren Sondervarianten (Prof. Gutjahr, Mainz)
2002
Habilitation „Die Bedeutung des Renin-Angiotenson-Systems für Organogenese und die Progression kongenitaler Uropathien“
2011
Zusatzbezeichnung Kindernephrologie
Facharzt: Kinderheilkunde, Kindernephrologie

Wissenschaftlicher Werdegang
05/1987
DFG-Antrag: „Zytogenetische Untersuchungen an Wilmstumoren und ihren Sondervarianten
05/1989 – 03/1990
Stipendiatin der Hübner Stiftung, Auslandsaufenthalt in Buffalo, New York, USA; Roswell Memorial Institute, Department of Human Genetics (Director: Thomas B. Shows, Ph.D.);
Projekt: Identifikation des Wilmstumorgens
1995
Kooperation mit Prof. Dieter Weitzel/DKD
Aufarbeitung der Daten des flächendeckenden Screening-Kollektives Wiesbaden (n = 55000 Kinder)
1995
Gründung des Fördervereins für das Nierenkranke Kind (NIKI)
1996
Kooperation mit Dr. I. Ichikawa und Prof. Dr. Kon Nashville/Tennessee (Department of Pediatric Nephrology)
Projekt: Bedeutung des Renin-Angiotensin-Systems für die Organogenese und Progression kongenitaler Uropathien
Kooperation NIH-Antrag: „Importance of the Renin-Angiotensin for the development of the kidneys and the urinary tract
Gründung des Vereins Neonatales Screening zur Aufrechterhaltung und Weiterführung des neonatalen Screenings der Nieren und der ableitenden Harnwege in Wiesbaden und Frankfurt (Prof. Weitzel, Prof. Dippel)
11/1997
Förderung durch die Boehringer Ingelheim Stiftung:
Projekt: Bedeutung bestimmter Genpolymorphismen des Renin-Angiotensin-Systems für kongenitale Uropathien
11/1997
Mit-Koordinator der prospektiven europaweiten Studie „Escape-Trial“
(Herr Prof. Mehls/Herr Prof. Dr. F. Schäfer/Frau Dr. Elke Wühl, Heidelberg): Einfluss von ACE-Inhibitoren auf eine progressive Niereninsuffizienz im Kindesalter: Bedeutung der Blutdrucksenkung unter die 50. Perzentile und des genetischen Hindergrunds der Patienten auf den Verlauf.
11/1997 – 06/1998
Stipendiatin der Boehringer Ingelheim Stiftung:
Auslandsaufenthalt Nashville, Tennessee, USA an der Vanderbilt Universität, Abteilung: Pädiatrische Nephrologie
03/2000 – 03/2002
Humboldt-Stipendiatin an der Universität Kobe, Japan
Forschungsthema: „Potential Role of Genetic Variability of the Angiotensin Converting Enzyme in Progressive Renal Failure and Response to Treatment” (Direktor: Prof. Dr. Kamidono).
2002
Habilitation: “Die Bedeutung des Renin-Angiotensin-Systems für die Organogenese und die Progression kongenitaler Uropathien”
2000 – 2006
ESCAPE-Trial: Bedeutung individueller genetischer Marker bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz für die Progression einer Niereninsuffizienz, die Entstehung einer Arteriosklerose, die Proteinurie und kardiovaskulären Risikofaktoren unter Ramipriltherapie.
2006 – 2008
Leitung der Kindernephrologie am Landes-Krankenhaus Salzburg
2006 – 2008
Aufbau eines Stimulationszentrums an der PMU Salzburg
Seit 05/2008
Aufbau einer Kindernephrologie an der Kinderklinik Traunstein
07/2011
Leitende Ärztin Kindernephrologie Kinderklinik Traunstein