Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Traunstein

Fort- und Weiterbildung

unter der Leitung von PD Dr. med. habil. Gerhard Wolf

Weiterbildungsermächtigung

Die Kinderklinik Traunstein hat eine lange Tradition in der Ausbildung von Assistenzärztinnen und Assistenzärzten zur Fachärztin oder Facharzt der Pädiatrie. Die Weiterbildungsermächtigungen der Bayerischen Landesärztekammer für die Weiterbilder der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Traunstein sind:

Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin (WO 2004)
Umfang: 60 Monate (=voll)
Weiterbildungsbefugter: 
PD Dr. med. habil. Gerhard Wolf

Schwerpunkt Neonatologie
Umfang: Volle Weiterbildungsbefugnis (36 Monate) im Schwerpunkt Neonatologie (WO 2004)
Nebenbestimmungen: 12 Monate davon müssen in der Neonatologie der Kinderklinik Rosenheim (gemeinsames Perinatalzentrum) abgeleistet werden
Weiterbildungsbefugte:
PD Dr. med. habil. Gerhard Wolf
Dr. med. Tobias Trips

Spezielle Pädiatrische Intensivmedizin (WO 1993) oder Zusatz-Weiterbildung Intensivmedizin (WO 2004)
Umfang: 18 Monate
Weiterbildungsbefugter: 
PD Dr. med. habil. Gerhard Wolf

Schwerpunkt Kinderkardiologie (WO 2004) 
Umfang: 12 Monate
Weiterbildungsbefugter: 
Dr. med. Ralf Brangenberg

Schwerpunkt Neuropädiatrie:
Umfang: 36 Monate
Weiterbildungsbefugte:
Dr. med. Dipl. Psych. Andreas Zellner
Dr. med. Günter Steidle

Schwerpunkt Kindernephrologie:
Umfang: 24 Monate
Weiterbildungsbefugte:
PD Dr. med. Katharina Hohbach-Hohenfellner

 

Die Weiterbildungsermächtigungen der Bayerischen Landesärztekammer für die Kinderklinik finden Sie sie auch unter www.blaek.de

Weiterbildungsprogramm

Inhalte

Das Fach Kinderheilkunde entwickelt sich ständig weiter, und diese Entwicklung sowie die zunehmende Vernetzung zwischen den benachbarten Fachgebieten und die komplexen medizinischen Probleme die wir in der Pädiatrie sehen veranlassen uns, ständig unser Weiterbildungsprogramm anzupassen.

Ziel des Weiterbildungsprogrammes Pädiatrie am Klinikum Traunstein ist es, Fachärzte auszubilden, die sich sowohl im klinischen und akademischen Bereich für eine weitere Subspezialisierung in der Kinderheilkunde qualifizieren, als auch Kinderärzte, die ein sehr qualifiziertes und breit gefächertes Wissen für die pädiatrische Praxis haben. Unsere Assistenzärzte erhalten eine breit gefächerte Ausbildung und ein dynamisches Training in dem sowohl die fachlichen als auch menschlichen Aspekte des Berufs vermittelt werden.
Die Rotationen führen die Assistenzärztinnen und Assistenzärzte über verschiedene pädiatrisch-chirurgische interdisziplinäre Stationen, die interdisziplinäre neonatologisch-pädiatrische Intensivstation, den Ultraschall, und durch verschiedene pädiatrische Funktionsbereiche. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Kinderchirurgie des Klinikums Traunstein versorgen unsere Ärztinnen und Ärzte auch immer Kinder mit kinderchirurgischen Krankheitsbildern. Das Klinikum Traunstein ist Standort des Luftrettungshubschraubers Christoph 14, so dass auch polytraumatisiere Patienten im Schockraum versorgt werden. Besteht Interesse an einem pädiatrischen Teilgebiet wie der pädiatrischen Nephrologie, pädiatrischen Neurologie, pädiatrischen Gastroentereologie oder pädiatrischen Pulmonologie, können Rotationen vereinbart werden. Ebenfalls besteht die Kinderkardiologie am Haus als Schwerpunkt mit zwei Oberärzten, so dass auch hier Fertigkeiten erlernt werden können. Durch das große Sozialpädiatrische Zentrum unter der Leitung von Dr. Bodensohn, die Kinderpsychosomatik am Haus und die pädiatrische Neurologie mit Schlaflabor und EEG kann auch hier Interessierten die Möglichkeit gegeben werden diese Bereiche mitzuerlernen. 

Es besteht die Möglichkeit zum Erwerb des Schwerpunktes Neonatologie an der Kinderklinik Traunstein in Koordination mit der Kinderklinik Rosenheim, sowie die Möglichkeit zur fakultativen Weiterbildung in der speziellen pädiatrischen Intensivmedizin. Bei besonderem Interesse können auch Rotationen in andere Fachbereiche vermittelt werden, sowie Tauschrotationen mit anderen pädiatrischen Zentren in München.

Fester wöchentlicher Ausbildungplan der Kinderklinik

Mo:  Chef- und Oberarztvisite mit bedside Teaching
Di:    Interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung der Kinderklinik
Mi: Journal Club unter der Leitung von CA Dr. Wolf
Do: Interdisziplinär-pädiatrische „Case Conference“ und
Radiologiebesprechung
Fr: Chef- und Oberarztvisite mit bedside Teaching


Regelmäßige Weiterbildungsveranstaltungen

  • Morbiditäts- und Mortalitätskonferenz der Pädiatrie
  • Videokonferenz mit der Neonatologie und Geburtshilfe des Klinikums Rosenheim im Rahmen des Verbund-Perinatalzentrums Level 1
  • Ultraschallkurse
  • „Newborn Life Support“ des European Resuscitation Council im neuen Simulationszentrum des Klinikums

Journal Club

Wöchentlich findet unsere sog. Journal Club statt. In mühevoller Arbeit werden Fachartikel aus internationalen Zeitschriften, wie dem New England Journal of Medicine, JAMA, Pediatrics, oder Critical Care Medicine von dem Ärzteteam der Kinderklinik durchgearbeitet. Die Artikel sind immer aus den aktuellen Ausgaben der Journals, damit sind die Assistenten immer „up to date“ was die aktuellen Publikationen in der Pädiatrie angeht. Die Artikel werden stets von allen Teilnehmern gelesen und diskutiert, oft werden dazu die Leitlinien zu „Evidence Based Medicine“ von JAMA herangezogen. Damit besteht gleichzeitig auch ein Training darin wie man Fachartikel richtig analysiert und kritisch liest. Der Journal Club „Mittwoch 14:30 Uhr“ ist mittlerweile zur festen Institution geworden, erfreut sich großer Beliebtheit, und ist ein wesentlicher Bestandteil des Weiterbildungskonzeptes Pädiatrie in Traunstein. 

Blockpraktikum Pädiatrie der LMU

Im Blockpraktikum Pädiatrie (LMU Lehrveranstaltung 7M1605 (A)) werden innerhalb einer Woche wichtige Inhalte der Kinderheilkunde vermittelt. Das Blockpraktikum findet zweimal pro Jahr an der Kinderklinik Traunstein statt. Die Studenten der LMU werden entweder in einer Pension oder im Personalwohnheim kostenlos untergebracht.

Das Fach Pädiatrie ist eines der vielseitigsten Fächer der Medizin, und zentraler Aspekt des Kurses ist es einen Einblick sowohl in die die fachlichen als auch die menschlichen Aspekte dieses spannenden Faches zu vermitteln. Die Studenten nehmen am festen Ausbildungsprogramm der Kinderklinik teil und sind auf den Kinderstationen eingeteilt. Darüber hinaus finden täglich ein bis zwei individuelle „Teaching-Sessions“ für die Studenten mit den Oberärzten der Kinderklinik und mit Chefarzt PD Dr. Wolf statt. Beispiele für diese Sessions sind: „Clinical Bedside Teaching“ mit Dr. Wolf, „Kinderkardiologie“ mit Dr. Brangenberg und Dr. Römer, „Kinderuntersuchung, Anamnese und Perzentilkurven“ mit Dr. Berger, „Kindernotfälle“ mit Dr. Trips, „Das fiebernde Kind“ mit Dr. Hilberath oder „Kindernephrologie“ mit Dr. Hohenfellner. 

Natürlich ist auch Zeit abends die wunderbare Umgebung des Chiemgaus zu erkunden oder einen Ausflug nach Salzburg zu machen.

Das Feedback der vorangegangenen Kurse war immer sehr erfreulich.
„Das Team war immer sehr bemüht.“
„Alle Schwestern und Ärzte waren informiert, wir hatten einen festen Stundenplan und wir haben uns immer willkommen gefühlt.“
„Die Themen des Teachings waren gut gewählt.“

Ansprechpartner für das Blockpraktikum ist Anita Strohmayer, Sekretariat der Kinderklinik, T 0861 705-1552.

Simulationszentrum

Kinderärzte trainieren kritische Situationen

In der Luftfahrt ist es schon lange üblich, dass Piloten regelmäßig kritische Situationen im Simulator üben. Simulation hat in der zivilen Luftfahrt in den letzten 20 Jahren die Sicherheit der Passagiere erheblich erhöht und es kommt zu erheblich weniger Unglücken.

Viele daraus gewonnene Erkenntnisse lassen sich direkt auf die Kinderheilkunde übertragen: dass in krisenhaften Situationen oft Fehler aus der Kommunikation innerhalb des Teams entstehen, dass Anweisungen unter Umständen falsch interpretiert werden und so Fehler entstehen, und dass die Rollen der Helfer im Notfall klar verteilt sein müssen. Auch Ablenkung spielt eine große Rolle: „Unter Umständen konzentriert sich das ganze Team darauf, die Beatmung eines Kindes im Notfall in der Griff zu bekommen, aber keiner schaut in dieser Situation auf den Herzmonitor und merkt dass der Patient obendrein eine lebensgefährliche Herzrhythmusstörung entwickelt hat“, sagt Chefarzt PD Dr. Gerhard Wolf.

Die Kinderärzte und Kinderkrankenschwestern der Kinderklinik üben regelmäßig im Team an simulierten Patienten kritische Notfälle. „Die Möglichkeiten der Simulation haben sich in den letzten 10 Jahren vervielfacht“, so Dr. Tobias Trips, Oberarzt der Kinderklinik und Leiter des Simulationszentrums. „Es gibt Puppen für Säuglinge, kleine und große Kinder, und im Gegensatz zu früher sind diese Puppen vollgestopft mit High-Tech: sie können sprechen, die Hautfarbe verändern, haben einen Puls und Atemgeräusche. Über ein Tablet-Computer können wir alles drahtlos vom Kontrollraum steuern“. Die neuen Räume des medizinischen Trainingszentrums der Kliniken Südostbayern bieten eine sehr gut ausgestattete Möglichkeit für die Simulation. Alltägliche Notfallsituationen werden so eingeübt dass im Ernstfall alles perfekt läuft. „Die Kinderärzte und Kinderkrankenschwestern kannten sich bei den simulierten Notfällen, die oft wirklich schwierig aufgebaut waren, sehr gut aus und funktionieren als Team auf einem ganz hohen Niveau“, so der Eindruck von Dr. Wolf.

Kontakt Sprechstunden Stationen
Kinder- und Jugendmedizin
Sekretariat

T 0049 861 705-1552
F 0049 861 705-1438

Notfall
T 0049 861 705-1552 tagsüber
T 0049 861 705-1543 Wochenende/Nacht

Telefonische Terminvereinbarung sowie Terminvergabe für Privatambulanz
T 0861 705-1552
Pädiatrische Intensivstation
T 0861 705-1543

Station 3/2
Mutter-Kind-Station Kinderchirurgie
T 0861 705-1574
Arztzimmer
T 0861 705-1579

Station 3/3
Großkinderstation
T 0861 705-1571
Arztzimmer
T 0861 705-1570

Psychosomatische Station
T 0861 705-1327

Kindertagesklinik
T 0861 705-1623

Sozialpädiatrisches Zentrum
T 0861 705-1560
F 0861 705-1564