Klinikum Traunstein

Neurologie

Die Neurologische Abteilung verfügt über 24 Planbetten und sechs Betten auf der Monitoreinheit der Schlaganfallstation (DSG-zertifizierte regionale Stroke Unit). Aufgenommen wird das gesamte Spektrum akuter und chronischer neurologischer Erkrankungen zur Diagnostik und Therapie.

Leistungsspektrum

  • Diagnostik und nicht-operative Therapie des gesamten Spektrums akuter und chronischer neurologischer Erkrankungen
  • Behandlung von Schlaganfällen auf der Stroke Unit in Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Kardiologie, Gefäßchirurgie, Radiologie und Neurochirurgie
  • Behandlung von allen neurologisch-intensivmedizinischen Erkrankungen auf der Medizinischen Intensivstation
  • Spezielle Behandlungsverfahren durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit z.B. Nephrologie (Plasmapherese), Onkologie (Chemotherapie) und Strahlentherapie
  • Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen durch eine speziell geschulte Logopädie-Mitarbeiterin
  • Physiotherapie und Physikalische Therapie durch eigene Abteilung für Physikalische Medizin
  • Ergotherapie (ADL-Training, Feinmotorik, etc.) durch eigenen Ergotherapeuten
  • Behandlung von Schädelhirn- und Wirbelsäulentrauma mit den Abteilungen für Unfallchirurgie, Anästhesie und Operative Intensivmedizin sowie Neurochirurgie
  • Neurologische Konsiliaruntersuchungen für alle Abteilungen im Klinikum Traunstein
  • Neurologie in der Kreisklinik Bad Reichenhall

Technische Ausstattung

Neurosonographie

  • Extra- und transkranielle Farb-Duplex-Sonografie
  • Transkranielle Dopplersonografie (TCD)
  • cw-Dopplersonografie
  • Emboliedetektion

Neurophysiologie

  • Digitales EEG
  • Video-Simultan-EEG
  • Elektromyographie (EMG)
  • Elektroneurographie (NLG)
  • Evozierte Potentiale (visuell, akustisch, somatosensibel)
  • Transkranielle Magnetstimulation

In Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen

  • Computertomographie (inkl. Spiral-CT und Perfusions-CT)
  • Kernspintomographie (MRT) mit MR-Angiographie
  • Digitale Subtraktionsangiographie (DSA)
  • Liquorlabor

Schlaganfallstation – Stroke Unit

"Unser Ziel muss es sein, die Fortschritte in der Schlaganfall-Behandlung möglichst vielen Patienten zu Gute kommen zu lassen."

Seit Anfang 2007 besteht in der Neurologischen Station des Klinikums Traunstein eine Schlaganfalleinheit („Stroke Unit“) mit sechs Monitorbetten und zehn nachgeordneten Betten, die im Rahmen der Aufnahme des Klinikums Traunstein in das Telemedizinische Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung "TEMPiS" in der Region Süd-Ost-Bayern entstand. mehr...

Durch eine klare und straffe Organisationsstruktur mit gezielter Aufnahme und Diagnostik von Schlaganfallpatienten ist es möglich,

  • bei allen geeigneten Patienten eine Thrombolysebehandlung durchzuführen, um den Gefäßverschluss, der dem Schlaganfall zugrunde liegt, aufzulösen und so den Untergang von Hirngewebe zu begrenzen,
  • bei allen Patienten mittels Monitoring eine Überwachung und Kontrolle der Faktoren, die Einfluss auf die Ausweitung des Schlaganfalls haben (z.B. Blutdruck, Blutzucker,...) engmaschig durchzuführen,
  • drohende Komplikationen (z.B. eine Lungenentzündung infolge einer Schluckstörung) sofort zu erkennen und entsprechend zu verhindern oder zu behandeln.

Die besondere Herausforderung liegt im engen Zeitfenster für Diagnostik und Akuttherapie, in dem jede Minute zählt. Beispielsweise beträgt für die Lysetherapie das Zeitfenster maximal drei Stunden nach Auftreten der ersten Anzeichen des Schlaganfalls. Daher ist es enorm wichtig, dass der Patient zeitnah in kompetente Hände gelangt.

Die Behandlung von Schlaganfallpatienten ist in der Regel mit der Akutbehandlung nicht abgeschlossen. Bei der Akutbehandlung müssen frührehabilitative Behandlungsmaßnahmen ergriffen und die Behandlung anschließend nahtlos in der Rehabilitation fortgesetzt werden, um den Eintritt von Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zumindest den Schweregrad bleibender Behinderungen zu minimieren.
In den letzten Jahren konnte durch Studien nachgewiesen werden, dass durch die Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten in spezialisierten Schlaganfallstationen die Sterblichkeit und Behinderung tatsächlich gesenkt werden kann.
Die erfolgreiche Arbeit einer Stroke Unit erfordert ein gutes Zusammenspiel von Ärzten, Pflegenden, Therapeuten und Sozialdienst, wie sie im Klinikum Traunstein gegeben ist.

Das TEMPiS-Projekt

TEMPiS steht für "Telemedizinisches Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in der Region Süd-Ost-Bayern".

Das TEMPiS-Netzwerk wurde 2001 zunächst als Pilotprojekt zur Verbesserung der Versorgung von Schlaganfallpatienten in der Region Süd-Ost-Bayern gegründet. Die grundlegende Idee war dabei, das Stroke-Unit-Konzept mit einem Netzwerk zu verbinden. Dieses Netzwerk besteht aus den beiden überregionalen Schlaganfallzentren in der Neurologie des Klinikum Harlaching und der Universität Regensburg sowie regionalen TEMPiS-Kliniken.  mehr...

Kernelemente sind dabei der Aufbau von Schlaganfallstationen in allen beteiligten Kliniken und die Einführung eines Telemedizinsystems mit digitaler Bildübertragung und Videokonferenz. Letzteres ermöglicht im Bedarfsfall eine videogestützte Untersuchung von Patienten durch das überregionale Zentrum und eine unmittelbare Diskussion schwieriger Fälle und Therapieentscheidungen.
Die dritte Säule des TEMPiS-Netzwerkes stellt die kontinuierliche Fortbildung mit Entwicklung einheitlicher Behandlungsstandards sowie die Qualitätssicherung in der Behandlung dar.
Nach dem Ende der Pilotphase hat der Krankenhausplanungsausschuss entschieden, weitere zwei Kooperationskliniken "mit ins Boot zu nehmen". Unter vielen Bewerben hat sich dabei das Klinikum Traunstein durchgesetzt.

Fort- und Weiterbildung

Fort- und Weiterbildung
Die geregelte Fort- und Weiterbildung unter enger Supervision durch den Chefarzt und erfahrene Oberärzte gewährleistet einen hohen Ausbildungsstand.

Praktisches Jahr Neurologie
Als akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München bietet das Klinikum Traunstein mit der Medizinischen Fakultät der Universität München die praktische Ausbildung der Studenten.

Chefarzt

Dr. med. Thomas Freudenberger

Unsere Oberärzte

Oberarzt

Oberärztin

Funktionsoberarzt

Kontakt Sprechstunden Stationen
Neurologie
Sekretariat Klinikum Traunstein

T 0049 861 705-1771
F 0049 861 705-1515

Sekretariat Kreisklinik Bad Reichenhall
T 0049 8651 772-313
F 0049 8651 772-128

Notfall
T 0049 861 705-1208

Anmeldung zur stationären Aufnahme
Elektive Einweisung: Anmeldungen von Patienten zur stationären Aufnahme können über das Sekretariat (0049 861 705-1771) erfolgen, bei speziellen Fragen Kontakt mit dem diensthabenden Oberarzt aufnehmen.

Notfalleinweisungen: Jederzeit über die Notaufnahme des Klinikums möglich, telefonische Vorankündigung über den diensthabenden Arzt der Neurologie wird erbeten. (0049 861 705-0 und über Zentrale den Dienstarzt anpiepsen lassen).

Schlaganfall-Einweisung: Die Anmeldung von Patienten mit einem akuten Schlaganfall kann direkt über den Dienstarzt der Schlaganfallstation (0049 861 705-33799) erfolgen.

Ambulante Behandlung für Privatpatienten nach telefonischer Vereinbarung.

Station 0/1
T 0861 705-1320
Arztzimmer
T 0861 705-1658
T 0861 705-1333