Kreisklinik Bad Reichenhall, Innere Medizin

Gastroenterologie und Diabetologie

Herzstück der Gastroenterologie ist die Endoskopieabteilung, die 2004 nach modernsten Gesichtspunkten neu gestaltet wurde. Sie beinhaltet drei Untersuchungsräume für alle etablierten endoskopischen Verfahren. Die Abteilung verfügt auch über einen Überwachungsbereich, für ambulante Patienten nach der Untersuchung. Alle ärztlichen Mitarbeiter der Endoskopieabteilung sind mindestens ein Jahr intensiverfahren. Für notfallmäßig notwendige endoskopische Interventionen steht eine 24-Stunden-Bereitschaft zur Verfügung. Diese 24-Stunden-Rufbereitschaft schließt auch die ERCP mit ein.

Das Zentrum für Innere Medizin in der Kreisklinik Bad Reichenhall ist als Schulungs- und Behandlungseinrichtung für Patienten mit Diabetes vom Typ 2 von der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG) anerkannt.

Schwerpunkte

Gastroenterologie

Schwerpunkte sind die Behandlung von Patienten mit

  • akute und chronische Erkrankungen des Verdauungstraktes einschl. chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • gastrointestinale Blutungen
  • Früherkennung und Behandlung von Carcinomen des Magendarmtrakts (inkl. Chromoendoskopie, NBI-Technologie, Entfernung komplexer Polypen und Mukosektomie)
  • Erkrankungen an den Gallengängen und an der Bauchspeicheldrüse
  • akute und chronische Lebererkrankungen

Untersuchungsspektrum

Gastroenterologie

Magenspiegelung (Gastroskopie)
Zur Magenspiegelung gehört die Darstellung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm mit Hilfe eines Videogastroskops (eines flexiblen, schlauchartigen Untersuchungsgerätes mit einem Außendurchmesser von 9 mm und einer winzigen Chipkammera an der Gerätespitze).

Für die Untersuchung erhalten Sie eine Spritze als Prämedikation, so dass Sie die Gastroskopie „verschlafen“.  Die Gastroskopie hat einen hohen Stellenwert bei der Abklärung von Bauchschmerzen, Sodbrennen, unklarer Gewichtsabnahme, Schluckbeschwerden und für die Ursachenklärung einer Blutarmut.

Mit Hilfe der videoelektronischen Bildübertragung aus dem Körperinneren können bei der Gastroskopie z.B. Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm, entzündliche Veränderungen o.a. erkannt werden. Durch die Entnahme winziger Gewebeproben, die zur feingeweblichen Untersuchung weitergeleitet werden, können auch mikroskopisch sichtbare Veränderungen der Schleimhaut diagnostiziert werden.

Darmspiegelung (Coloskopie)
Bei der Darmspiegelung wird der Mastdarm, der gesamte Dickdarm und der unterste Abschnitt des Dünndarmes untersucht. Eine Coloskopie stellt eine wichtige Untersuchung dar bei der Abklärung von Bauchschmerzen, unklarer Gewichtsabnahme, Durchfällen, sichtbarem Blut am Stuhl, bei der Abklärung von occultem Blut im Stuhl (Hämoccult, Hämofec), bei bereits vorbekannten Polypen sowie zur Krebsvorsorge.

Mit Hilfe der videoelektronischen Übertragung können entzündliche Veränderungen der Schleimhaut erkannt werden, tumoröse Veränderungen der Schleimhaut sowie Polypen (= Krebsvorstufe). Polypen werden bei der Coloskopie - wenn möglich - gleich mitentfernt und feingeweblich untersucht zum Ausschluß von bösartigen Veränderungen.

Für die Coloskopie bieten wir ebenfalls eine intravenöse Prämedikation an, mit der der Patient die Untersuchung "verschläft", wobei der Patient über die Form der Prämedikation mitentscheidet.

ERCP (Untersuchung der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge)
Bei der ERCP (Endoskopische Retrograde Cholangio-Pankreatikographie) handelt es sich um die röntgenologische Darstellung der Gallenwege mit einem Röntgenkontrastmittel, das über ein spezielles Endoskop in diese Gänge eingebracht wird. Die ERCP hat einen hohen Stellenwert bei der Abklärung von Galleabflußbehinderungen z.B. durch Gallengangssteine oder Tumoren. Meist ist es möglich, bei der ERCP im selben Untersuchungsgang den Galleabfluß wiederherzustellen, z.B. durch Entfernen von Gallengangssteinen oder durch das Einführen eines Drainageröhrchens zur Sicherung eines ungehinderten Galleabflusses.

Sonographie
Ein weiterer Schwerpunkt der Gastroenterologie ist die Sonographie-Abteilung mit zwei Untersuchungsräumen. Zur Verfügung stehen zwei modernste Farbduplex- Sonographiegeräte. Neben der Diagnostik an den Organen des Bauchraumes und des Halses können nötigenfalls auch gezielt Zellproben von erkranktem Gewebe entnommen werden.

Durchgeführt werden:

  • Sonographische Untersuchung des Bauchraumes, des Beckens und der Halsorgane
  • Farbduplexsonographie
  • Sonographisch gesteuerte Punktionen und Drainagen
  • HITT (hochfrequenzinduzierte Thermoablation) von Lebertumoren
  • Endosonographie des Rektums (genaue Darstellung von tumorösen Veränderungen am Mastdarm)

Funktionstests

  • Wasserstoffatemtest auf Milchzuckerunverträglichkeit (Lactose)
  • Wasserstoffatemtest zur Untersuchung einer übermäßigen
  • Bakterienbesiedelung des Dünndarms (Glukose)

Diagnostische und therapeutische Ausstattung

Gastroenterologie

Endoskopie
In der Endoskopie des Gallenganges und des Pankreasgangsystems (ERCP) werden alle gängigen Verfahren einschl. mechanischer Steinzertrümmerung, Stenteinlage, Bougierung von Gangstenosen etc. angewandt.

Zum Team der Endoskopie gehören neben drei speziell ausgebildeten Fachschwestern, der Chefarzt, zwei Oberärzte und ein Facharzt. Für Notfalluntersuchungen steht dieses Team 24 Stunden bereit.

Sonographie
Pro Jahr werden ca. 5.500 abdominelle Sonographien durchgeführt, ferner endosonographische Untersuchungen am oberen Verdauungstrakt und am Mastdarm. 

Funktionsdiagnostik
Atemtest zur Diagnostik von Lactoseintoleranz, Fructoseintoleranz und bakterieller Fehlbesiedelung.

Weiterbildung

OA Dr. med. Joachim Leßke ist zu folgender Weiterbildung ermächtigt:

  • 24 Monate Weiterbildung mit Nebenbestimmungen zum Facharzt für Innere Medizin (WO 2004 i.d.F. von 2008) gemeinsam mit CA Dr. med. Jörg Weiland, CA Prof. Dr. med. habil. Werner Moshage sowie Dr. med. Ulrich Gropper.

Chefarzt

Internist, Gastroenterologe, Pneumologe, Allergologe, Diabetologe

Nach Übernahme der Chefarztposition der Innere Abteilung I mit dem Spektrum allgemeininternistischer Erkrankungen sowie den Schwerpunkten Gastroenterologie und Diabetologie am 1. Oktober 2013 möchte ich mich gerne mit meinem Team bei Ihnen vorstellen.
Aus dem Norden der Republik (nahe Oldenburg i.O.) stammend, habe ich die vergangenen Jahre in verschiedenen Kliniken des Großraums Ruhrgebiet gearbeitet. Als Chefarzt einer großen internistischen Abteilung mit kompletter Fortbildungsmöglichkeit zum Gastroenterologen und Diabetologen liegen mir insbesondere diabetologische und auch gastroenterologische Probleme am Herzen.

Die Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen halte ich dabei für ebenso wichtig, wie eine reibungslose Zusammenarbeit mit den übrigen Fachabteilungen im eigenen Hause. Insbesondere mit den weiteren internistischen Abteilungen und der Viszeralmedizin von Prof. Pratschke verbindet mich ein enger fachlicher Kontakt.

Patienten nicht in Organsysteme zu teilen, sondern krankheitsorientiert und patientennah zu einer guten Betreuung zu gelangen, das ist mir wichtig. Schwerpunkt meiner Tätigkeit sind dabei endoskopische Untersuchungen mit möglichen Interventionen und die Gewinnung von Gewebeproben durch schonende endosonographische Punktionen.

Ich schätze mich glücklich, dass ich in der Abteilung ein hervorragendes Team von Oberärzten habe, die mich in meinem Bemühen unterstützen.

In der Abteilung sind neben mir als Gastroenterologen, Diabetologen, Allergologen und Pneumologen noch zwei weiteren Gastroenterologen tätig: Dr. Joachim Leßke, Chefarztvertreter, besondere Expertise im Bereich Hepatologie, interventionelle Endoskopie, Endosonographie und Dr. Peter Mansberger, Oberarzt und mit besonderer Expertise in der Kontrastmittelsonographie und der interventionellen Endoskopie. Ergänzt wird das Team durch OA. Dr. Christian Stöberl, der als Onkologe und Palliativmediziner eine herausragende Rolle in der Betreuung von Tumorpatienten in unserem Hause spielt.

Insbesondere die Verflechtung der Fachkompetenzen und der offene fachliche Austausch macht es möglich, auch komplexe Erkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Grade die schwierige Differentialdiagnose unklarer intestinaler Infekte oder das rasche Erkennen von Tumorerkrankungen ist eine stete Herausforderung. Durch meine breite internistische Vorerfahrung und das hervorragende Team ergeben sich Synergien, mit denen die Innere Medizin der Kreisklinik Bad Reichenhall eine erfolgreiche Entwicklung erreichen kann.

Eine Abteilung erfolgreich durch die Wirren der heutigen Krankenhauslandschaft zu führen bleibt eine ständige Herausforderung. Effektivität ist dabei ebenso wichtig wie eine gute und reibungslose Kommunikation. Dies gelingt nur gemeinsam auch mit Ihnen als niedergelassene Kollegen.

Unsere Oberärzte

Leitender Oberarzt

Internist, Gastroenterologe

Oberarzt

Internist, Gastroenterologe, Notfallmedizin

Oberarzt

Internist, Palliativmedizin, Onkologe, Notfallmedizin

Kontakt Sprechstunden Stationen

Innere Medizin
Sekretariat

T 0049 8651 772-301
F 0049 8651 772-319

Termine für stationäre und ambulante Untersuchungen:
T 08651 772-301

Sprechstunden für Information und Patientenaufklärung:
Montag bis Freitag
08:00 bis 12:00 Uhr 
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
14:00 bis 16:00 Uhr

Station 3A
T 0049 8651 772-420

Station 3B
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