Kreisklinik Berchtesgaden

Ambulantes Operieren

Arthrosetherapie mit Hyaluronsäure

Orthopädie

Dr. med. Michael Koller
Dr. med. Andreas Lindner

Die Arthrosetherapie mit Hyaluronsäure wird bei Gelenkverschleiß der großen Gelenke (oberes Sprunggelenk, Kniegelenk, Hüftgelenk, Schultergelenk) sowie mehrerer kleinerer Gelenke angewendet.

Es steht jetzt seit einigen Jahren die Behandlung mit gentechnisch hergestellter Hyaluronsäure zur Verfügung. Gegenüber den früher verwendeten Hyaluronsäurepräparaten, bei denen ein erhebliches Allergierisiko aufgrund der Verunreinigungen mit Hühnereiweiß gegeben war, treten jetzt - abgesehen von einem minimalen Infektionsrisiko durch die Injektion - praktisch keinerlei Nebenwirkungen mehr auf.

Die Hyaluronsäure ist der Baustein aus dem der Körper den Knorpel bildet und wird quasi als flüssige Gelenkschmiere in das jeweils betroffene Gelenk injiziert. Dort fördert es die Fliesseigenschaften, die Gleitfähigkeit des Gelenkes, sorgt für eine bessere Dämpfung und wird sukzessive in den geschädigten Oberflächenknorpel des Gelenkes eingebaut. In vielen Fällen kann hierunter eine deutliche Besserung der Bewegungsfähigkeit und eine Reduzierung der Schmerzen im betroffenen Gelenk erreicht werden. Eine individuelle Abklärung und genaue Diagnostik ist vorher aber auf jeden Fall angezeigt.

Zum Schluß müssen wir leider darauf hinweisen, dass diese Art der Behandlung keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ist, so dass die hierfür anfallenden Kosten vom gesetzlich versicherten Patienten selbst getragen werden müssen, von Privatpatienten werden diese in der Regel problemlos durch die entsprechende private Krankenkasse / Beihilfestelle übernommen.