Klinikum Traunstein

Schmerztagesklinik

Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Die Schmerztagesklinik Traunstein ist eine spezialisierte Einrichtung im Klinikum Traunstein zur Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Sie ist der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie zugeordnet und steht unter oberärztlicher Leitung. mehr...
Die Diagnostik und Behandlung erfolgt grundsätzlich interdisziplinär und multimodal, d.h. der Patient wird nicht nur medizinisch, sondern auch psychologisch und physiotherapeutisch untersucht und behandelt. Neben der Möglichkeit tagesklinischer Behandlung im 5-Wochen-Programm bestehen sog. modulare, d.h. aus einzelnen Bausteinen zusammengesetzte Behandlungsmöglichkeiten für bestimmte Zielgruppen.

Die Schmerztagesklinik wurde im Herbst 2001 eröffnet, die ersten Behandlungsgruppen kamen ab Januar 2002 zustande. Seither bietet die Tagesklinik alle fünf Wochen jeweils acht Patienten einen Behandlungsplatz im Rahmen des multimodalen Programms*. Darüber hinaus werden pro Jahr etwa 60 Patienten im modularen Setting* interdisziplinär untersucht und behandelt.

Die Tagesklinik befindet sich seit April 2009 in einem eigenen Neubau im Erdgeschoss des Klinikums und bietet gute räumliche Voraussetzungen für eine in sich geschlossene gruppenbezogene Behandlung. Die zentrale und dennoch ruhige Lage mit Blick auf eine kleine Parkanlage bietet einen ansprechenden therapeutischen Rahmen.

Das Behandlungsteam

Unser Team besteht aus dem leitenden Oberarzt, Facharzt für Anästhesie mit Zusatzqualifikation für Spezielle Schmerztherapie, einem Facharzt/ärztin für Anästhesie in Weiterbildung zur Speziellen Schmerztherapie, drei Psychologischen Psychotherapeutinnen (zwei mit verhaltenstherapeutischer und eine mit tiefenpsychologisch-psychoanalytischer Fachkunde), drei Physiotherapeuten/innen, zwei Co-Therapeuten/innen (Krankenschwester und Krankenpfleger mit langjähriger schmerztherapeutischer Erfahrung), einer Krankenschwester mit motopädischer Zusatzausbildung und einer Sekretärin. Hinzu kommen die Betreuung durch den Sozialdienst sowie fallweise die Diagnostik und Mitbehandlung durch kooperierende Fachabteilungen des Klinikums. Zur Durchführung der neurophysiologischen Testungen und des Neurofeedbacks ist eine Fachkraft tätig..

Chefarzt

Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Notfallmedizin und Suchtmedizinische Grundversorgung

Fachgebiete
Anästhesiologie, Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Notfallmedizin und Suchtmedizinische Grundversorgung

Lebenslauf
Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. habil. Tom-Philipp Zucker wurde 1961 in München geboren, absolvierte seine Schulzeit in Mödling bei Wien (Österreich) und in München. Das Abitur legte er 1981 in München ab. Den Grundwehrdienst in Calw und Nagold unterbrach er 1981 zur Aufnahme des Humanmedizinstudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Er famulierte u.a. in Transkei (Südafrika) und war Co-Assistent am Institut für Anatomie der LMU. Nach dem Medizinischen Staatsexamen und Erhalt der Approbation 1987 leistete er den Rest seines Wehrdienstes als Stabsarzt ab. Er erhielt eine Ausbildung in hyperbarer Medizin am Schiffahrtsmedizinischen Institut der Bundesmarine in Kiel-Kronshagen und fuhr als Schiffsarzt einer Fregatte der Bundesmarine (Heimathafen Wilhelmshaven) 12 Monate zur See. 1988 promovierte er mit der am Institut für Rechtsmedizin der LMU München erstellten Dissertation „Serotonin im Liquor cerebrospinalis von Suizidopfern“. Seit 1989 war Dr. Zucker wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie (Direktor: Prof. Dr. J. Tarnow) am Universitätsklinikum der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf. Seine klinische Weiterbildung unterbrach Dr. Zucker u.a. zu Forschungsaufenthalten an der Medical University of South Carolina in Charleston, USA, Division of Clinical Pharmacology (mit einem Stipendium des Boehringer Ingelheim Fonds) und am Smith College, Northampton, MA, USA, sowie als Oberstabsarzt d. R. an Bord von Schiffen der Bundesmarine. 1996 erfolgte die Anerkennung als Facharzt für Anästhesiologie durch die Ärztekammer Nordrhein, im Jahr 2000 die Anerkennung der Fakultativen Weiterbildung „Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin“ und 2003 die Anerkennung der Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“, 2004 die Anerkennung der Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ und 2005 die Übernahme der Zusatzbezeichnung „Suchtmedizinische Grundversorgung“.  2011 bis 2015 hat er die berufsbegleitende qualifizierte Fortbildung „Spezielle Kinderanästhesie“ und „Anästhesie Fokussierte Sonographie (I-V)“ (DGAI) absolviert und sich als Peer Reviewer Intensivmedizin (Bayerische Landesärztekammer) qualifiziert.

Stationen als Oberarzt waren seit 1996 neben dem anästhesiologischen Bereitschafts- und Hintergrunddienst für das Universitätsklinikum Düsseldorf (inkl. z. B. der Bereiche Herz-Thoraxchirurgie, Gefäß-, Neuro- und Kinderchirurgie) die interdisziplinäre Schmerzambulanz und die chirurgische Intensivstation, sowie die Leitung der Anästhesiebereiche in den Kliniken für HNO, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe. Zuletzt vertrat Dr. Zucker die Anästhesie oberärztlich in der Chirurgie und war für die OP-Organisation seiner Abteilung mit fast 80 Ärztinnen und Ärzten verantwortlich.
Seit 1.4.2003 leitet Dr. Zucker die Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Klinikum Traunstein. 2004 erhielt er die volle Weiterbildungsbefugnis für das Fach Anästhesiologie und für die Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin (WO 1993 u. 2004).
Neben den Forschungsschwerpunkten klinische Schmerztherapie und präklinische Notfallmedizin war Dr. Zucker von 1995 bis 1998 Projektleiter eines Sonderforschungsbereiches der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Institut für Pharmakologie und klinische Pharmakologie der HHU und habilitierte sich im Jahr 2000 für das Fach Anästhesiologie mit der Habilitationsschrift: „Über den Einfluß des Eicosanoidsystems auf die Mitogenese koronarer Myozyten“. Er erhielt die Lehrbefugnis und prüft als Hochschuldozent im Medizinischen Staatsexamen an der HHU Düsseldorf, seit der Umhabilitation im Jahr 2006 an der LMU München, zudem ist er seit 2008 als Facharztprüfer bei der Bayerischen Landesärztekammer bestellt.

Dr. Zucker beteiligte sich seit 1991 an den Notarztdiensten des Kreises Mettmann / Nordrhein-Westfalen, dann der Stadt Düsseldorf und zur Zeit – auch als Mitglied der Leitenden Notarztgruppe - des Kreises Traunstein. Neben der Qualifikation zum Leitenden Notarzt und dem Kurs Intensivtransport, hat er die Fachkunde Strahlenschutz erworben, die Qualifikation zum Transfusionsverantwortlichen und als Qualitätsbeauftragter Hämotherapie, zudem das Curriculum Medizinethik der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) absolviert. Er ist ATLS (DGU)-, EPALSund NLS (ERC)-Provider. Als Gutachter ist er u. a. für die Gutachterstelle für Ärztliche Behandlungsfehler der BLÄK tätig. Seit 2006 ist er Vorsitzender des Ethikkomitees des Klinikum Traunstein und der Kreiskliniken Trostberg, 2007 wurde er zum 2. stellvertretenden und 2017 zum Ärztlichen Direktor ernannt.

Leitender Oberarzt Schmerztagesklinik

Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie

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