Leistungsspektrum und Therapieziele

Wir behandeln grundsätzlich alle chronischen Erscheinungsformen von Schmerz, wobei zu Behandlungsbeginn - unabhängig von der zugrunde liegenden Verursachung - der körperliche Schmerz im Vordergrund steht. Voraussetzung für die Teilnahme an den Behandlungsmodulen ist die körperliche und psychische Belastbarkeit des Patienten, weshalb Schmerzen aufgrund schwerer Erkrankung oder Behinderung, die eine stationäre Behandlung erfordern, in der Regel nicht im Rahmen unserer Möglichkeiten behandelt werden können. Eine weitere Voraussetzung ist die Fähigkeit des Patienten, sich in der Gruppe behandeln zu lassen, weshalb auch Grundkenntnisse in der deutschen Sprache vorausgesetzt werden müssen. Das Mindestalter für die Aufnahme beträgt in der Regel 18 Jahre. mehr...
Die häufigsten Beschwerdebilder sind:

  • Chronische Rückenschmerzen
  • Migräne und chronische Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Neuropathische Schmerzen
  • Myofasziale Schmerzen
  • Komplexe regionale Schmerzsyndrome (CRPS, früher: „Morbus Sudeck“)
  • Phantomschmerzen

Eine multimodale Schmerztherapie ist nicht angezeigt bei

  • Patienten, die eine medizinische Akutbehandlung benötigen
  • bei akuter Suizidgefährdung
  • bei primärer Alkohol- und Drogenabhängigkeit
  • akut produktiven Psychosen
  • schweren Persönlichkeitsstörungen
  • allen Patienten, die kognitiv oder sprachlich nicht in der Lage sind, vom Programm zu profitieren
  • Patienten mit schweren körperlichen Einschränkungen
  • Patienten mit laufendem Rentenverfahren

Ziel der Behandlung von chronischen Schmerzen kann nur sehr selten Schmerzfreiheit sein, da das Schmerzgedächtnis, wie andere erlernte Fähigkeiten, nicht einfach gelöscht werden kann. Multimodale Schmerztherapie zielt daher vor allem auf eine bessere Schmerzbewältigung sowie die Linderung von Schmerzen und Beeinträchtigungen auf ein erträgliches Maß. Es soll dem Patienten ermöglicht werden, wieder ein befriedigendes Leben zu führen. Dazu ist es notwendig, dass wir zusammen mit ihm den nächstmöglichen Schritt finden, der aus der Hemmung und Fixierung, die Schmerz immer auch bedeutet, herausfindet und Entwicklung wieder ermöglicht. Über äußere, passive Behandlungsmaßnahmen wie Massage, Fango oder Physiotherapie ist dies nicht zu erreichen. Die Behandlung in der Schmerztagesklinik eröffnet daher Möglichkeiten und Vorgehensweisen, den eigenverantwortlichen Umgang mit sich selbst und der Erkrankung zu fördern und die körperlichen wie psychischen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Diagnostik