Strahlentagesklinik

Sonnenstrahlen im Keller

Sie werden sich fragen: „Sonnenstrahlen im Keller“, wie geht das?
Nicht nur die Beschleunigerstrahlen und Röntgenstrahlen, sondern auch die Sonnenstrahlen tragen zum Wohlbefinden unserer Patienten bei. Im Innenhof der Strahlentherapie befindet sich eine einladende Terrasse für unsere Patienten, auf der sie sich an schönen Sommertagen während der Therapiezeit in der Tagesklinik aufhalten können.
Im Innenbereich stehen zwei großzügige Patientenräume zur Verfügung.
Ausgestattet mit bequemen gepolsterten Liegen und variabel verstellbaren Relax-Stühlen, bietet der Liegebereich Platz für 16 Patienten. Ein gemütlicher runder Holztisch lädt zum Sitzen ein.
Die Farbabstimmung der Räume und der Ausstattung schafft eine äußerst behagliche Atmosphäre, die gerade für unsere Tumorpatienten so wichtig ist.
Außer Entspannung bieten wir unseren Tagesklinik-Patienten natürlich eine gute medizinische Betreuung und Versorgung.

Was wird getan?

In ausführlichen Gesprächen mit unseren Ärzten werden Sie über die Therapiemöglichkeiten informiert und durch die Therapie begleitet.

Hyperfraktionierte Bestrahlung bedeutet 2 Bestrahlungen pro Tag, zwischen denen mindestens 6 Stunden liegen müssen – dies hat eine deutliche Verbesserung der Tumorkontrolle zur Folge. Besonders Patienten mit HNO-, Bronchial- und Oesophagus-Karzinomen sowie Sarkomen profitieren von dieser Therapieform. In den 6 Stunden erfolgt in unserer Tagesklinik die Supportivtherapie, die einen weiteren Schwerpunkt darstellt.
Die supportive Therapie ist Grundvoraussetzung für eine adäquate onkologische Behandlung, in deren Vordergrund Erhalt der Lebensqualität und Symptomlinderung steht.
Im Rahmen einer Strahlentherapie oder kombinierten Strahlen-Chemotherapie können Nebenwirkungen auftreten, die bei uns behandelt werden.

  • Infusionstherapie mit Vitaminen und Mineralzusätzen erhält das Wohlbefinden und verhindert Mangelzustände.
  • Antiemetika behandeln Übelkeit erfolgreich.
  • Schleimhautreaktionen werden durch intensive lokale und systemische Maßnahmen behandelt und Gaben von z. B. Amifostin verhindern Spätreaktionen der Mund- und Rachenschleimhaut in Folge einer Strahlentherapie im Mund- und Rachenbereich.
  • Spezielle Lymphdrainagetherapien / HIVAMAT bewirken eine ausgezeichnete Abschwellung von gestautem Gewebe.
  • Hyperbare Sauerstofftherapie in Zusammenarbeit mit dem Druckkammerzentrum Traunstein macht auch eine Zweitbestrahlung bei vorbehandelten Rezidiven möglich. Sie reduziert die Akut- und Spätnebenwirkungen, wie z. B. die Hautrötung oder ein Lymphödem von Extremitäten und im HNO-Bereich.
  • Immunstablilisierung, z. B. mit Selen und Zink, dient als Begleitmedikation zur Strahlentherapie.
  • Wachstumsfaktoren, wie G-CSF (zur Leucozytenneubildung) und Erythropoetin (zur Erythrozytenneubildung), kommen zum Einsatz.
  • Bisphosphonattherapie wird besonders bei schmerzhaften Knochenmetastasen alle 4 Wochen gegeben, um Schmerzen zu lindern und die Knochen zu stabilisieren.
  • Ernährungsberatung im Rahmen der Tumorerkrankung und -therapie ist ein Angebot, insbesondere auch für die weiterführende Ernährungsversorgung zu Hause bei Patienten, die sich überwiegend mit Trinknahrung oder über Sondenernährung versorgen.
  • Schmerztherapie und medikamentöse Schmerzeinstellung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Schmerzambulanz unseres Hauses.