Außerklinische Ethikberatung

Netzwerk Hospiz

Die Ethikberatung im Netzwerk Hospiz bietet im Gegensatz zur klinischen Ethikberatuing erst dann Unterstützung und Beratung an, wenn Konflikte oder Unstimmigkeiten bei ethischen Fragen außerhalb der Klinik unter den Betroffenen nicht geklärt werden können.

Die Mitglieder der Ethikberatung sind ein von Institutionen unabhängiges Team, das sich aus Ärzten, Pflegenden, Anwälten und Seelsorgern der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein zusammensetzt. Es arbeitet unabhängig im Netzwerk Hospiz. Seine Empfehlungen haben keine rechtlich bindende Wirkung.

Was ist eine außerklinische Ethikberatung?

Eine außerklinische oder ambulante Ethikberatung findet außerhalb eines Krankenhauses statt, meistens in einem Pflegeheim und selten zu Hause.

Wozu braucht man bzw. wer braucht eine außerklinische Ethikberatung?

  • Für Patienten und zur Unterstützung von Angehörigen, wenn sinnlose Therapien bei fortgeschrittenen schwersten Krankheitsbildern, nur zu einer Leidensverlängerung, aber nicht zu einer Lebensverlängerung mit entsprechender Lebensqualität führen.

  • Zur Beendigung von nicht gewollten lebensverlängernden Maßnahmen, wie zum Beispiel Ernährung über eine Sonde (PEG) oder Beatmung aufgrund der Patientenverfügung oder des eindeutig feststellbaren mutmaßlichen Willen der Patienten.

Wer kann eine außerklinische Ethikberatung anfordern?

Patienten und ihre Angehörigen, Hausärzte, stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen, Brückenschwestern, Hospizhelfer und Seelsorger.

Wer nimmt an einer außerklinischen Ethikberatung teil?

Die Moderation der Ethikberatung wird immer durch einen qualifizierten Ethikberater im Gesundheitswesen durchgeführt. Im Team befinden sich niedergelassene Ärzte, Pflegekräfte, Brückenschwestern, Juristen, Seelsorger und Sozialarbeiter.

Wo ruft man an, wenn man eine außerklinische Ethikberatung braucht?

Wenn Sie eine außerklinische  Ethikberatung in Anspruch nehmen möchten, wenden Sie sich bitte an das Netzwerk Hospiz.
T 0861 909612-0
F 0861 909612-240
E 

24-Stunden erreichbar:
Brückenpflegekräfte Traunstein
T 0049 861 909612-100
Brückenpflegekräfte BGL
T 0049 861 909612-101

Wo findet die Ethikberatung statt?

Direkt vor Ort, meist im Altenheim, einer Pflegeeinrichtung oder zu Hause.

Wie schnell findet die außerklinische Ethikberatung statt?

Die Zusammensetzung eines Teams erfordert meistens eine Zeitvorgabe von zwei bis maximal sieben Tagen.

Wer nimmt an der Beratung vor Ort teil?

Je nach Fragestellung immer ein Ethikberater als Moderator, meist ein Ethikberater als Schriftführer, die Pflegeleitung, immer der Hausarzt und nach Wunsch meist der Angehörige.

Entscheidet die außerklinische Ethikberatung über Leben und Sterben-Zulassen?

Die Ethikberatung ist ein Gespräch in Augenhöhe und dient lediglich zur Beratung eines ethischen Problems und zur Unterstützung der Antragsteller.

Wer setzt die Entscheidungen, die man gemeinsam getroffen hat, um?

Nur der Hausarzt kann eine Therapiezieländerung vornehmen. Er allein hat einen Beratungsvertrag zu den Patienten.

Wird die Ethikberatung dokumentiert?

Die Ethikberatung wird nach einem Dokumentationsbogen (Malteser Dokumentationsprotokoll oder Mefes) durchgeführt. Das Protokoll wird allen an der Sitzung teilgenommenen Betroffenen ausgehändigt. Das Original wird im Netzwerk Hospiz archiviert.

Muss die Ethikberatung zu einer Lösung kommen?

Die Ethikberatung ist nie ergebnisorientiert. Wenn es keine Einigung im Team gibt, müssen eventuell neue Handlungsaufträge formuliert werden, um sich dann noch einmal zu treffen.

Kostet die außerklinischen Ethikberatung etwas?

Die Kosten der außerklinischen Ethikberatung werden von Spendengeldern des Netzwerkes Hospiz finanziert. Für den Antragsteller ist die Beratung kostenlos.

Vorsitzende

Ärztin für Palliativmedizin und Psychotherapie, Zertifizierte Ethikberaterin

Kontakt Mitglieder

Außerklinische Ethikberatung
Vorsitzende der Ethikberatung
Dr. med. Birgit Krause-Michel
Ärztin für Palliativmedizin und Psychotherapie, Zertifizierte Ethikberaterin
T 0049 8651 7663855
F 0049 8651 7663856

Stv. Vorsitzender
Jens A. Diedrich
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht
T 0049 861 988670
F 0049 861 9886760

Stv. Vorsitzender
Johannes Häberlein
Diakon, Seelsorger und Gestalttherapeut/Supervisor, Bad Reichenhall
T 0049 8651 69207
F 0049 8651 718911

Margot Arsan
Sozialdienst Klinikum Traunstein
T 0861 705-1215

Dr. Arne Everts
Notar, Berchtesgaden
T 08652 61005

Melanie Fegg
Dipl. Soz. Päd., Sozialdienst Kreisklinik Bad Reichenhall
T 08651 772-290

Angelika Folwaczny
Palliative Care Fachkraft, pflegerische Leitung Palliativstation, Klinikum Traunstein
T 0861 705-2310

Hubert Gallenberger
Klinikseelsorger, Supervisor
T 08621 87–0

Mechthild Graef
Pflegedienstleitung Wohnstift ­Marquardt­stein
T 08641 621701

Johannes Häberlein
Diakon, Seelsorger und ­Gestalt­therapeut/-Supervisor, Bad Reichenhall
T 08651 69207

Dr. Klaus Hellenschmidt
Jurist
T 08682 643

Friedrich Hötzendorfer
Rechtsanwalt, Bad Reichenhall
T 08651 95970

Dr. med. Melanie Kretschmar
Fachärztin für Innere Medizin, Traunstein
T 0861 2055

Andrea Marghescu
Ltd. Palliativfachkraft
T 0861 9099699

Dr. med. Martin Metz
Arzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin, Übersee
T 08642 6565

Dr. med. Hanns Müller-Bardorff
Facharzt für Allgemeinmedizin, Ramsau bei Berchtesgaden
T 08657 985977

Dr. med. Florian Pichler
Arzt für Allgemeinmedizin, Bayerisch Gmain
T 08651 63824

Daniela Pfnür
Palliative Care Fachkraft, Caritas Sozialstation, Bad Reichenhall
T 08651 716917

Monika Sandbichler
Geschäftsführung Kreisaltenheime TS
T 0861 58-429

Markus Sellner
Diakon, Seelsorger, Zertifizierter ­Ethik­berater
T 08651 7174937

Dr. med. Peter Wienert
Facharzt für Allgemeinmedizin
T 08652 63160