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Kreisklinik Berchtesgaden

Dr. Thomas A. Auberger

Ich wurde 1954 in München geboren und verbrachte dort meine Kindheit und Gymnasialzeit. Ab 1973 studierte ich an der Ludwig-Maximilians-Universität München Medizin und Physik und erhielt 1980 meine Approbation als Arzt. Meine Dissertation zum Doktor der Humanmedizin machte ich am Institut für experimentelle Chirurgie bei Prof. Brendel im Klinikum Großhadern. Im Rahmen meines Wehrdienstes verbrachte ich zwei Jahre als Schiffsarzt bei der Ständigen Nato-Flotte im Atlantik und teilweise am US-Navy-Hospital in Roosevelt Roads, Puerto Rico. Nach meiner Rückkehr ins Zivilleben absolvierte ich zunächst eine zweijährige neuroradiologische Ausbildung an der Univ. Klinik für Psychiatrie in München bei Prof. Dr. Kurt Decker und eine radiologische und radioonkologische Ausbildung am Städt. Klinikum Passau bei Prof. Dr. Alfred Breit, sowie kurzzeitig auch an Krankenhaus Deggendorf. Zur Fortsetzung meiner in Passau begonnenen Ausbildung in der Strahlentherapie kehrte ich 1989 zurück nach München ans Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, wo ich meine Prüfung zum Facharzt für Radioonkologie ablegte und ab 1992 Oberarzt der Klinik und ab 1993 auch für den Außenbereich Neutronentherapie am Forschungsreaktor der TU München und für die Mitbetreuung des gemeinsam mit der radiologischen und nuklearmedizinischen Klinik geführten MRI-Institutes zuständig war.  Ab 1996 wechselte ich als geschäftsführender Oberarzt an die Univ.-Klinik für Strahlentherapie-Radioonkologie der Medizinischen Universität Innsbruck (Vorstand: Prof. DI Dr. Peter Lukas), wurde dort 2002 zum stellvertretenden Klinikvorstand ernannt und absolvierte zusätzlich die Prüfung zum Facharzt für Medizinische Radiologie-Diagnostik. In Innsbruck beschäftigte ich mich vor allem mit der Einführung der neuen Methoden der Präzisions-Strahlentherapie, wie der stereotaktischen Strahlentherapie und Radiochirurgie und der Intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT). Besondere Freude machte mir die Mitarbeit am Aufbau eines Tirol-weiten telemedizinischen onkologischen Netzwerkes mit interdisziplinären Tumor-Boards und der in Gemeinschaft mit den internistisch-onkologischen und operativ tätigen Kollegen erfolgte Aufbau einer interdisziplinären Arbeitsgruppe für Lungentumore und eines zertifizierten Brust-Zentrums und Prostata-Zentrums für Tirol. Periodisch war ich auch immer wieder mit der Leitung unserer radioonkologischen Satellitenklinik in Bozen/ Südtirol betraut.    Im Rahmen meiner wissenschaftlichen Tätigkeit habe ich mich besonders mit den verschiedenen Varianten der Strahlentherapie mit Protonen, Kohlenstoff-Ionen und Neutronen beschäftigt. Ich war mehrere Jahre medizinischer Leiter des Projektes „MedAustron“ für die Errichtung eines internationalen Krebsforschungs- und Behandlungszentrums für die Protonen- u. Ionentherapie in Österreich, sowie Projektleiter mehrerer EU-Projekte zur Weiterentwicklung der Ionentherapie und Mitherausgeber einiger Sonderbände internationaler Fachzeitschriften zu diesem Thema. In Zusammenhang mit meiner Projekttätigkeit hatte ich auch die Gelegenheit zu einigen wissenschaftlichen Kurzaufenthalten am Massachussets General Hospital in Boston, am Loma Linda University Medical Center in Kalifornien, am National Institute of Radiological Sciences in Chiba, Japan und am National Accelerator Centre iThemba in Südafrika, wo ich auch meine Frau Dr. Jutta Auberger heiratete. In Ergänzung meiner klinischen Tätigkeit war ich an der Erstellung einer Reihe interdisziplinärer Leitlinien zur Behandlung verschiedener Tumorarten beteiligt. So bin ich Mitglied der deutschen S3-Leitlinien-Komission zur Behandlung von Lungentumoren, und Mitglied verschiedener österreichischer Arbeitsgruppen zur interdisziplinären Leitlinienerstellung für die Behandlung von Hirntumoren, HNO-Tumoren, Darmtumoren und zur Palliativmedizin. Meine Mitarbeit als Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Strahlentherapie, Strahlenbiologie und Medizinische Radiophysik (ÖGRO) und als Mitglied verschiedener europäischer Arbeitsgruppen zur Behandlung gesundheitsökonomischer und epidemiologischer Aspekte von Krebserkrankungen gab mir die Möglichkeit auch etwas über die Grenzen unseres Faches hinauszublicken und mich mit der allgemeine Entwicklung der  Onkologie in Europa zu befassen.  Wie Sie an den Stationen meiner beruflichen Laufbahn ersehen, trieb es mich immer zur See oder ins Gebirge und so sind meine Hobbies vor allem Segeln, Bergwandern, Radeln, und Skifahren. So sehr ich die Tiroler Bergwelt genossen habe und so eng ich auch mit meinen Freunden und Mitmenschen in Innsbruck verbunden bleibe, zog es mich doch mit großer Kraft in meine alte Heimat nach Bayern zurück. In Traunstein habe ich das Glück, eine durch meine Vorgängerin wohl bestellte und hervorragend geführte Abteilung zu übernehmen, die in Zusammenarbeit von Medizin und Betriebsführung über die Jahre entsprechend dem internationalen technischen Fortschritt der Strahlentherapie mit Bedacht und Kontinuität immer weiter aufgebaut wurde. Diese Abteilung wird aber auch von einer hoch motivierten und engagierten Mannschaft getragen.  Hier anzuknüpfen und sowohl die bestehende, engagierte menschliche Betreuung Krebskranker optimal weiterzuführen, als auch die technische Entwicklung in einer Zeit der explosionsartig zunehmenden Neuerungen zum Wohle unserer Patienten voranzutreiben, ist eine höchst reizvolle und verantwortungsvolle Aufgabe, die ich zusammen mit dem bestehenden Team gerne angreifen werde.
 
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