
Carotisstenosen (Engstellen der Halsschlagader)Bei einer Engstelle der zum Gehirn führenden Halsschlagader (Arteria carotis interna), hervorgerufen durch Ablagerungen (Plaques) droht in bestimmten Fällen ein Schlaganfall. Deshalb ist eine frühzeitige Untersuchung der Halsschlagader mittels Ultraschall sinnvoll, insbesondere wenn ein Bluthochdruck vorliegt. |
Periphere arterielle VerschlusskrankheitBei entsprechenden Risikofaktoren (insbesondere Rauchen, Diabetes und erhöhtem Blutfett-spiegel) können sich in den Becken- oder Beinschlagadern ausgedehnte Ablagerungen bilden, die zu Engstellen oder Verschlüssen führen können. Daraus resultiert eine mehr oder weniger ausgeprägte Durchblutungsstörung des betroffenen Beines. |
Diabetisches Fuß-Syndrom, ProblemwundenBeim Diabetiker besteht häufig eine Nervenstörung (Neuropathie), eine arterielle Durchblutungsstörung oder eine Kombination aus beidem und zusätzlich immer eine verminderte Infektabwehr. Dies führt nicht selten zu Fußfehlstellungen und Fußgeschwüren, gelegentlich zu schweren Fußinfektionen. Diabetische Fußveränderungen werden häufig unterschätzt. |
Bauchaortenaneurysmen
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Shunteingriffe (Gefäßzugänge zur Dialyse)Bei Patienten mit einer Nierenschwäche besteht oft die Notwendigkeit zur Blutwäsche (Dialyse). Dazu muss eine regelmäßige Punktion von Armvenen des Betroffenen erfolgen. Um eine dauerhafte Punktionsmöglichkeit zu haben, benötigt man eine kaliberstarke Vene am Arm. Hierzu muss eine direkte Verbindung zwischen einer Arm-Arterie und einer Armvene hergestellt werden, sodass sich die Vene verdicken kann oder aber es muss eine Kunststoffprothese zwischengeschaltet werden, die dann dauerhaft von Blut durchströmt ist und zur Dialyse punktiert werden kann Die Anlage derartiger Dialysezugänge (Shunts) beschäftigt den Gefäßchirurgen sehr häufig. Bei längerbestehender Dialyse entwickeln sich zudem immer wieder Veränderungen des Dialyseshunts (Engstellen, Verschlüsse, Erweiterungen), sodass dann Korrekturoperationen nötig werden, um dem Patienten die Dialysemöglichkeit zu erhalten. Das jeweilige Vorgehen wird am Klinikum Traunstein eng zwischen Gefäßchirurgen und Nephrolgen abgestimmt. |
Anlage von DialysekatheternEine Blutwäsche kann nicht nur über die Punktion eines Shunts am Arm erfolgen, sondern auch über einen kaliberstarken Kunststoffschlauch. Dieser wird meist operativ über eine Halsvene in den Herzvorhof eingeführt; das andere Schlauchende wird an der Brustwand ausgeleitet, um hier für den Anschluss an das Dialysegerät zugänglich zu sein. |
Varikose (Krampfadern)Krampfadern entstehen durch eine Schwäche der Venenklappen. Diese hat zur Folge, dass das Blut in manchen oberflächlichen Beinvenen nicht herzwärts strömt, sondern in die Gegen-richtung und so im Bein „versackt“. Dadurch entsteht ein Rückstau mit Schwellneigung, es drohen aber auch erhebliche Spätschäden (Schwäche des tiefen Venensystems, Hautver-änderungen bis hin zum offenen Bein). |
Ulcus cruris (offenens Bein)Als Spätfolge von Krampfadern oder auch nach einer Venenthrombose kann ein Bein-geschwür (sog. „offenes Bein“, Ulcus cruris) entstehen. Gelegentlich spielen hierbei auch noch andere Faktoren wie eine arterielle Minderdurchblutung oder eine Gefäßentzündung eine Rolle. Wichtig ist die exakte Ursachenforschung. Oft muss eine operative Säuberung und Ausschneidung des Geschwürs vorgenommen werden, zum Teil sind mehrfache derartige Eingriffe nötig. Zur Beseitigung des Geschwürsursache ist meist eine Krampfaderoperation erforderlich. |
VenenthrombosenDer Nachweis einer Venenthrombose (Verlegung einer tiefen Beinvene durch Blutgerinnsel) gelingt meist durch eine Ultraschalluntersuchung. Anschließend ist die Klärung der Thromboseursache wichtig, u.a. durch eine eingehende Untersuchung der Blutgerinnung. |
Portanlagen (Gefäßzugänge zur Chemotherapie)Zur Durchführung einer medikamentösen Chemotherapie ist eine häufige Venenpunktion erforderlich. Um dies zu vermeiden und die Venen zu schonen, wird oft ein Port (Reservoir) unter die Haut der Brustwand eingebracht. Von hier aus führt ein dünner Schlauch (Portkatheter) in die Armvene und über diese in die obere Hohlvene. Durch Punktion der Portoberfläche kann das Chemotherapie-Medikament eingebracht werden. Die Anlage eines solchen Portsystems ist ein häufiger, relativ harmloser und schonender gefäßchirurgischer Eingriff, der überwiegend ambulant und fast immer in lokaler Betäubung vorgenommen werden kann. |
Konservativ-medikamentöse Behandlung von DurchblutungsstörungenIn manchen Fällen ist eine Operation oder Gefäßaufdehnung zur Durchblutungsverbesserung nicht sinnvoll oder aber nicht mehr möglich. In solchen Situationen kommt eine Infusionsbehandlung in Frage, bei der man gefäßerweiternde Substanzen verabreicht. |
GefäßnotfälleZu den häufigsten Gefäßnotfällen zählen die akuten Durchblutungsstörungen von Bein oder Arm, ausgelöst oft durch eine Embolie. Hierbei entsteht meist im Herzen ein Blutgerinnsel, welches vom Blutstrom mitgerissen wird, in einem peripheren Gefäß stecken bleibt, dort den Blutstrom behindert und somit eine schlagartige Durchblutungsnot der Extremität auslöst. In vielen Fällen muss daraufhin eine notfallmäßige Gefäßoperation vorgenommen werden (Entfernung des Blutgerinnsels). In weniger gravierenden Situationen kann auch nicht-operativ vorgegangen werden (Auflösungsbehandlung der Gerinnsel). |
SekretariatT 0861 705-1202F 0861 705-1467 |
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Leitender Oberarzt: Dr. Walter Frenzel Oberärzte: Dr. Stefanie Schießer Dr. Thomas Greim Dr. Elke Niederberger Fachärzte: Dr. Andrea Schnitzer Dr. Torsten Kühn Dr. Dirk Misselhorn |
Station 5.1T 0861 705-1331Ärztezimmer T 0861 705-1342 Station 2.5 T 0861 705-1322 Ärztezimmer T 0861 705-1337 |
SprechstundenMontag 9.30 - 13.00 UhrMittwoch 12.00 - 16.00 Uhr Ambulante Untersuchung von Gefäßpatienten u.a mit Gefäßultraschall (Duplexsonografie) zur Abklärung von Beschwerden, Prüfung einer etwaigen Operationsindikation, Beratung und Funktionskontrolle nach einer Gefäßoperation oder Gefäßaufdehnung (PTA). Anmeldung zur Gefäßsprechstunde telefonisch über das Sekretariat Gefäßchirurgie: 0861 705-1202. |