
Darmspiegelung (Coloskopie)Bei der Darmspiegelung wird der Mastdarm, der gesamte Dickdarm und der unterste Abschnitt des Dünndarmes untersucht. Eine Coloskopie stellt eine wichtige Untersuchung dar bei der Abklärung von Bauchschmerzen, unklarer Gewichtsabnahme, Durchfällen, sichtbarem Blut am Stuhl, bei der Abklärung von occultem Blut im Stuhl (Hämoccult, Hämofec), bei bereits vorbekannten Polypen sowie zur Krebsvorsorge.Mit Hilfe der videoelektronischen Übertragung können entzündliche Veränderungen der Schleimhaut erkannt werden, tumoröse Veränderungen der Schleimhaut sowie Polypen (= Krebsvorstufe). Polypen werden bei der Coloskopie - wenn möglich - gleich mitentfernt und feingeweblich untersucht zum Ausschluß von bösartigen Veränderungen. Für die Coloskopie bieten wir ebenfalls eine intravenöse Prämedikation an, mit der der Patient die Untersuchung "verschläft", wobei der Patient über die Form der Prämedikation mitentscheidet. |
ERCP (Untersuchung der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge)Bei der ERCP (Endoskopische Retrograde Cholangio-Pankreatikographie) handelt es sich um die röntgenologische Darstellung der Gallenwege mit einem Röntgenkontrastmittel, das über ein spezielles Endoskop in diese Gänge eingebracht wird. Die ERCP hat einen hohen Stellenwert bei der Abklärung von Galleabflußbehinderungen z.B. durch Gallengangssteine oder Tumoren. Meist ist es möglich, bei der ERCP im selben Untersuchungsgang den Galleabfluß wiederherzustellen, z.B. durch Entfernen von Gallengangssteinen oder durch das Einführen eines Drainageröhrchens zur Sicherung eines ungehinderten Galleabflusses.zurück... |
HysteroskopieDie Hysteroskopie - Gebärmutterspiegelung - war früher vorwiegend eine diagnostische Methode, um zu erkennen ob im Innern der Gebärmutter eine krankhafte Veränderung vorliegt. Hierzu führt man eine Optik durch die Scheide und den Gebärmutterhals ein und dehnt mit Flüssigkeit die Gebärmutterhöhle auf und kann sie so rundum inspizieren. Manchmal ist eine hormonelle Vorbehandlung zweckmäßig. Mit fortschreitender Technik ist es inzwischen möglich, auch kleinere operative Eingriffe auf diesem Wege durchzuführen wie z.B. die Zerstörung der kompletten Schleimhaut bei Blutungsstörungen (Endometriumablation) oder Entfernung von Myomen und Septen.zurück |
IntubationsnarkoseNachdem die Patienten eingeschlafen sind, wird mit Hilfe eines Laryngoskopes ein weicher Kunststofftubus durch den Mund oder die Nase über den Kehlkopf zwischen den Stimmbändern hindurch in die Luftröhre eingeführt. Eine Manschette am Ende des Tubus wird mit Luft gefüllt. Diese Manschette dichtet den Tubus gegenüber der Luftröhrenwand ab. Eine sichere Beatmung ist gewährleistet. Ein solcher Tubus verhindert das Eindringen von Sekret und Magensaft.Von dieser Beatmungsform spüren die Patienten nichts. Noch bevor die Patienten wieder erwachen, werden die Beatmungsschläuche entfernt. |
LaparoskopieDie Laparoskopie - Bauchspiegelung - zählt zu den sog. minimal-invasiven OP- Methoden. Dabei wird der Bauch nicht durch einen großen Schnitt eröffnet, es wird lediglich durch einen Einstich im Bereich des Nabels eine Optik eingeführt, so dass über eine Kamera die Organe des kleinen Beckens auf einen Bildschirm übertragen werden. Mit Hilfe von weiteren Einstichen im Unterleib können Instrumente eingeführt werden, um operative Maßnahmen vorzunehmen.Der Vorteil für die Patientin liegt neben kosmetischen Aspekten in der geringeren Schmerzhaftigkeit und kürzeren Liegezeit im Krankenhaus. Mit Verbesserung der Technik können immer mehr Eingriffe auf diesem Weg durchgeführt werden unter Verzicht auf einen großen Bauchschnitt. |
Larynxmaske (Kehlkopfmaske)Bei mittellangen Eingriffen von 1 bis 2 Stunden Dauer und in Abhängigkeit von der Operation kann auf eine Intubation verzichtet werden. Dafür wird eine Kehlkopfmaske in den Rachen eingelegt. Diese wird nicht durch die Stimmbänder hindurch in die Luftröhre vorgeschoben, sondern kommt vor dem Kehlkopf zum Liegen. Nach Aufblasen der Manschette werden der Rachen und der Kehlkopf abgedichtet und der Patient kann sicher beatmet werden. Von dieser Beatmungsform spürt der Patient nichts. Noch bevor der Patient wieder erwacht, werden die Beatmungsschläuche entfernt.zurück... |
Lungenfunktionsprüfung (Bodyplethysmographie, Spirometrie)Die Lungenfunktionsprüfung ist ein wenig anstrengendes Verfahren das auch bei stark beeinträchtigten Patienten eingesetzt werden kann. Es kann die Gasaustauschfähigkeit (= Diffusionsmessung) der Lunge bestimmt werden, ebenso die Blutgase in Ruhe und im Rahmen von Belastungstests. Eine spezielle Messvorrichtung erlaubt die Bestimmung der Stärke der Atemmuskelpumpe.zurück... |
Magenspiegelung (Gastroskopie)Zur Magenspiegelung gehört die Darstellung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm mit Hilfe eines Videogastroskops (eines flexiblen, schlauchartigen Untersuchungsgerätes mit einem Außendurchmesser von 9 mm und einer winzigen Chipkammera an der Gerätespitze).Für die Untersuchung erhalten Sie eine Spritze als Prämedikation, so dass Sie die Gastroskopie „verschlafen“. Mit Hilfe der videoelektronischen Bildübertragung aus dem Körperinneren können bei der Gastroskopie z.B. Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm, entzündliche Veränderungen o.a. erkannt werden. Durch die Entnahme winziger Gewebeproben, die zur feingeweblichen Untersuchung weitergeleitet werden, können auch mikroskopisch sichtbare Veränderungen der Schleimhaut diagnostiziert werden. |
MaskennarkoseBei sehr kurzen Eingriffen und Nüchternheit des Patienten kann die Beatmung nach Einleiten der Narkose mit einer Gesichtsmaske durchgeführt werden. Mund und Nase sind von der Maske dicht umschlossen. Eine sichere Beatmung ist so gewährleistet.zurück... |
Patienten kontrollierte Analgesie (PCA)Die PCA-Technik ermöglicht es Ihnen, sich selbst Schmerzmittel über eine Pumpe zu geben. Sie selbst entscheiden bei der PCA darüber, wann Sie sich ein Schmerzmittel verabreichen möchten. Wenn die Schmerzen so stark werden, dass Sie ein Schmerzmittel erhalten möchten, drücken Sie einen Knopf und eine eingestellte Menge eines Schmerzmittels wird über den Venenzugang von der Pumpe verabreicht. Sie sollten aber immer nur dann auf den Knopf drücken, wenn der Schmerz eine Stärke erreicht hat, die für Sie nicht mehr akzeptabel erscheint. Insbesondere sollten die Schmerzen nicht so stark werden, dass Sie am tiefen Durchatmen oder Husten gehindert werden.Kann die Schmerzpumpe zu viel Schmerzmittel abgeben? |
Plexusanästhesie/LeitungsanästhesieDie Plexusanästhesie oder auch periphere Leitungsanästhesie eignet sich für Eingriffe an den Extremitäten (Oberarm, Unterarm, Hand, Oberschenkel, Unterschenkel und Fuss). Nach örtlicher Betäubung der Haut wird mit Hilfe eines elektrischen Nervenstimulators die Gefäß-/Nervenscheide, z.B. des Armes oder des Oberschenkels mit einer Nadel aufgesucht (siehe Abbildung).Muskelzuckungen im Bereich des Armes oder Beines zeigen sodann an, dass die Nadel in der Nähe des Nervs, welcher betäubt werden soll, liegt. Es wird dann ein Lokalanästhestikum in die Gefäß-/Nervenscheide injiziert. Nach etwa 15 Minuten wird der Arm oder das Bein warm, gefühllos und schließlich schmerzunempfindlich. Dieser Zustand hält bei einer einmaligen Gabe mehrere Stunden an. Für eine postoperative Schmerztherapie kann auch über die noch liegende Nadel ein Schmerzkatheter eingeführt werden. Über diesen liegenden Katheter kann das lokale Betäubungsmittel kontinuierlich über eine Pumpe an die Nerven geleitet werden. Eine frühe Mobilisierung der Extremität zur Krankengymnastik/Physiotherapie ist dadurch schmerzfrei möglich. Betreuung der Patienten mit liegendem Plexuskatheter zur perioperativen Schmerztherapie |
Rückenmarknahe Regionalanästhesie
Spinalanästhesie Die Spinalanästhesie ist eine Narkoseart, bei der ein Lokalanästhetikum (örtliches Betäubungsmittel) über eine feine Nadel in den mit Flüssigkeit (Liquor) gefüllten Rückenmarkraum injiziert wird. Die Wirkung setzt innerhalb weniger Minuten ein und dauert, je nach Betäubungsmittel, ca. 60 bis 240 Minuten an. Mit dieser Art der Regionalanästhesie können Operationen an den Beinen, im Bereich des Beckens und auch Kaiserschnittentbindungen durchgeführt werden. Eine bis mehrere Stunden kann der Patient die Beine nicht bewegen. Es ist daher für etwa 6 Stunden nach der Operation Bettruhe einzuhalten. Verletzungen des Rückenmarks sind praktisch ausgeschlossen, da das Rückenmark oberhalb der Einstichstelle für eine Spinalnarkose endet. Periduralanästhesie (PDA) Die PDA ermöglicht Schmerzfreiheit für alle Eingriffe unterhalb des Schlüsselbeines, an Oberkörper, Bauch, Becken, Unterleib und den Beinen. Mit einer Hohlnadel wird zwischen zwei Wirbelkörpern der Raum vor der harten Rückenmarkhaut (Periduralraum) aufgesucht. Über diese Hohlnadel wird dann ein sehr dünner, flexibler Kunststoffschlauch in den Periduralraum vorgeschoben. Die Hohlnadel wird danach entfernt und der Katheter fixiert. Bei diesem Anästhesieverfahren werden die vom Operationsgebiet zum Rückenmark führenden Schmerzfasern mit Lokalanästhetikum betäubt. Über den verbleibenden Kunststoffschlauch können so für mehrere Tage Lokalanästhetika, auch mittels einer Spritzenpumpe, zugeführt werden. Dies führt zu einer weitestgehenden Schmerzfreiheit nach einer Operation. |