
IntubationsnarkoseNachdem die Patienten eingeschlafen sind, wird mit Hilfe eines Laryngoskopes ein weicher Kunststofftubus durch den Mund oder die Nase über den Kehlkopf zwischen den Stimmbändern hindurch in die Luftröhre eingeführt. Eine Manschette am Ende des Tubus wird mit Luft gefüllt. Diese Manschette dichtet den Tubus gegenüber der Luftröhrenwand ab. Eine sichere Beatmung ist gewährleistet. Ein solcher Tubus verhindert das Eindringen von Sekret und Magensaft.Von dieser Beatmungsform spüren die Patienten nichts. Noch bevor die Patienten wieder erwachen, werden die Beatmungsschläuche entfernt. |
Larynxmaske (Kehlkopfmaske)Bei mittellangen Eingriffen von 1 bis 2 Stunden Dauer und in Abhängigkeit von der Operation kann auf eine Intubation verzichtet werden. Dafür wird eine Kehlkopfmaske in den Rachen eingelegt. Diese wird nicht durch die Stimmbänder hindurch in die Luftröhre vorgeschoben, sondern kommt vor dem Kehlkopf zum Liegen. Nach Aufblasen der Manschette werden der Rachen und der Kehlkopf abgedichtet und der Patient kann sicher beatmet werden. Von dieser Beatmungsform spürt der Patient nichts. Noch bevor der Patient wieder erwacht, werden die Beatmungsschläuche entfernt.zurück... |
MaskennarkoseBei sehr kurzen Eingriffen und Nüchternheit des Patienten kann die Beatmung nach Einleiten der Narkose mit einer Gesichtsmaske durchgeführt werden. Mund und Nase sind von der Maske dicht umschlossen. Eine sichere Beatmung ist so gewährleistet.zurück... |
Patienten kontrollierte Analgesie (PCA)Die PCA-Technik ermöglicht es Ihnen, sich selbst Schmerzmittel über eine Pumpe zu geben. Sie selbst entscheiden bei der PCA darüber, wann Sie sich ein Schmerzmittel verabreichen möchten. Wenn die Schmerzen so stark werden, dass Sie ein Schmerzmittel erhalten möchten, drücken Sie einen Knopf und eine eingestellte Menge eines Schmerzmittels wird über den Venenzugang von der Pumpe verabreicht. Sie sollten aber immer nur dann auf den Knopf drücken, wenn der Schmerz eine Stärke erreicht hat, die für Sie nicht mehr akzeptabel erscheint. Insbesondere sollten die Schmerzen nicht so stark werden, dass Sie am tiefen Durchatmen oder Husten gehindert werden.Kann die Schmerzpumpe zu viel Schmerzmittel abgeben? |
Plexusanästhesie/LeitungsanästhesieDie Plexusanästhesie oder auch periphere Leitungsanästhesie eignet sich für Eingriffe an den Extremitäten (Oberarm, Unterarm, Hand, Oberschenkel, Unterschenkel und Fuss). Nach örtlicher Betäubung der Haut wird mit Hilfe eines elektrischen Nervenstimulators die Gefäß-/Nervenscheide, z.B. des Armes oder des Oberschenkels mit einer Nadel aufgesucht (siehe Abbildung).Muskelzuckungen im Bereich des Armes oder Beines zeigen sodann an, dass die Nadel in der Nähe des Nervs, welcher betäubt werden soll, liegt. Es wird dann ein Lokalanästhestikum in die Gefäß-/Nervenscheide injiziert. Nach etwa 15 Minuten wird der Arm oder das Bein warm, gefühllos und schließlich schmerzunempfindlich. Dieser Zustand hält bei einer einmaligen Gabe mehrere Stunden an. Für eine postoperative Schmerztherapie kann auch über die noch liegende Nadel ein Schmerzkatheter eingeführt werden. Über diesen liegenden Katheter kann das lokale Betäubungsmittel kontinuierlich über eine Pumpe an die Nerven geleitet werden. Eine frühe Mobilisierung der Extremität zur Krankengymnastik/Physiotherapie ist dadurch schmerzfrei möglich. Betreuung der Patienten mit liegendem Plexuskatheter zur perioperativen Schmerztherapie |
Rückenmarknahe Regionalanästhesie
Spinalanästhesie Die Spinalanästhesie ist eine Narkoseart, bei der ein Lokalanästhetikum (örtliches Betäubungsmittel) über eine feine Nadel in den mit Flüssigkeit (Liquor) gefüllten Rückenmarkraum injiziert wird. Die Wirkung setzt innerhalb weniger Minuten ein und dauert, je nach Betäubungsmittel, ca. 60 bis 240 Minuten an. Mit dieser Art der Regionalanästhesie können Operationen an den Beinen, im Bereich des Beckens und auch Kaiserschnittentbindungen durchgeführt werden. Eine bis mehrere Stunden kann der Patient die Beine nicht bewegen. Es ist daher für etwa 6 Stunden nach der Operation Bettruhe einzuhalten. Verletzungen des Rückenmarks sind praktisch ausgeschlossen, da das Rückenmark oberhalb der Einstichstelle für eine Spinalnarkose endet. Periduralanästhesie (PDA) Die PDA ermöglicht Schmerzfreiheit für alle Eingriffe unterhalb des Schlüsselbeines, an Oberkörper, Bauch, Becken, Unterleib und den Beinen. Mit einer Hohlnadel wird zwischen zwei Wirbelkörpern der Raum vor der harten Rückenmarkhaut (Periduralraum) aufgesucht. Über diese Hohlnadel wird dann ein sehr dünner, flexibler Kunststoffschlauch in den Periduralraum vorgeschoben. Die Hohlnadel wird danach entfernt und der Katheter fixiert. Bei diesem Anästhesieverfahren werden die vom Operationsgebiet zum Rückenmark führenden Schmerzfasern mit Lokalanästhetikum betäubt. Über den verbleibenden Kunststoffschlauch können so für mehrere Tage Lokalanästhetika, auch mittels einer Spritzenpumpe, zugeführt werden. Dies führt zu einer weitestgehenden Schmerzfreiheit nach einer Operation. |
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