http://www.kliniken-suedostbayern.de
Kreisklinik Berchtesgaden
 

Psychologie

Die psychologische Arbeit am SPZ umfasst Diagnostik, Beratung und Therapie des Kindes, Jugendlichen und der Familie. Die Diagnostik beinhaltet das Erstgespräch mit den Eltern zur Anamneseerhebung und Beschreibung der Problemlage und je nach Vorstellungsgrund eine ausführliche Entwicklungs- oder Leistungsuntersuchung, Persönlichkeits- und Familiendiagnostik, sowie Spiel und Interaktionsbeobachtungen. Neben den Schwierigkeiten des Kindes finden auch dessen Ressourcen und Stärken Beachtung. Wir betrachten den diagnostischen Prozess als eine Begegnung, ein  Kennen lernen, in dem sich das Kind/der Jugendliche und die Familie angenommen und wertgeschätzt fühlen sollen. Nach Abschluss der Diagnostik findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt und bei gegebener Indikation therapeutische Hilfen in Form von weiteren Beratungsgesprächen, Einzel, Gruppen oder Familientherapie. Ergänzt werden unsere therapeutischen Möglichkeiten durch die Angebote des Musiktherapeuten, der Tanztherapeutin, der Kunsttherapeutin, des Heilpädagogen und der Montessoritherapeutinnen. Bei manchen Kindern ist auch eine längere Begleitung sinnvoll.

Indikationen zur psychologischen Diagnostik und Therapie:

  • Entwicklungsverzögerungen
  • Ergänzende neuropsychologische Diagnostik bei Sprach, und Wahrnehmungsstörungen
  • Störungen Im Zusammenhang mit der Sauberkeitserziehung
  • Teilleistungsstörungen (Lese/Rechtschreibstörungen, Rechenstörungen)
  • Aufmerksamkeits- und Lernstörungen
  • Bindungsstörungen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Depressive Störungen
  • Anpassungsstörungen nach traumatischen Erlebnissen
  • Schulphobie
  • Ticstörungen
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Kopfschmerzen und andere somatoforme Störungen
  • Emotionale Beeinträchtigung bei Behinderung oder chronischen Erkrankungen
  • Tiefgreifende Entwicklungsstörungen wie z.B. Autismus, Asperger Syndrom
  • Essstörungen (Anorexie, Bullimie, Adipositas)
  • Kriseninterventionen

Da wir für die große Altersspanne von 0-18 Jahren zuständig sind, gibt es diese umfassende Bandbreite an Vorstellungsgründen.
Als besondere Angebote kann auf das Adipositasprogramm BAHLU  (PDF 438KB) und auf unsere Ambulanz für Schrei/Schlaf und Fütterstörungen verwiesen werden. Bei ambulant schwierig zu behandelnden Patienten besteht die Möglichkeit, diesen Hilfe in der psychosomatischen Station anzubieten.
zurück...

 
 

Ergotherapie

In der Ergotherapie werden Kinder und Jugendlich nach einer ärztliche Verordnung behandelt.

Medizinische Diagnosen sind:

  • Entwicklungsverzögerungen,
  • Teilleistungsstörungen,
  • Störungen der sensorischen Integration (Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen) und der Perzeption,
  • cerebrale und neurologische Bewegungsstörungen,
  • Anfallsleiden
  • angeborene Fehlbildungen
  • oder angeborene und erworbene Behinderungen

Im Anschluss erfolgt eine diagnostische Phase mit ergotherapie-spezifischen Testungen, Beobachtungen und Befunderhebungsbögen, die sich am Kind und seinem sozialen Umfeld orientieren.

Innerhalb der Therapien steht die Förderung von Wahrnehmung, Körper- und Handmotorik, Handlungsplanung,
Aufmerksamkeitssteuerung und Spielentwicklung im Vordergrund.

Vorrangige Ziele der ergotherapeutischen Behandlung liegen

  • in der größtmöglichen Selbständigkeit im Alltag, in der Familie, im Kindergarten, in der Schule und dem weiteren Umfeld des Kindes
  • in der Verbesserung der Handlungsplanung, des Aufgabenverständnisses und der Ausdauer
  • in der Entwicklung und Verbesserung der Motorik, Koordination, Wahrnehmung und Kommunikation
  • in der Unterstützung der Spielentwicklung
  • und der Vermeidung von Folgeschäden und Entwicklungsverzögerungen

Folgende hauptsächliche Maßnahmen werden in der Ergotherapie unterschieden:

  • ergotherapeutische Behandlung bei motorisch funktionellen Störungen
  • ergotherapeutische Behandlung bei sensomotorischen/ perzeptiven Störungen
  • ergotherapeutische neuropsychologisch orientierte Behandlung
  • Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld

Die Behandlung erfolgt in Form von Einzel- und Gruppentherapie. Zu den Aufgaben der Ergotherapeutin gehört ebenfalls die Beratung der Eltern im Gespräch und die Begleitung zur Übertragung (Transfer) von fördernden Ansätzen in den Alltag.
Der intensive Austausch mit anderen betreuenden Personen, Institutionen und den Mitgliedern des interdisziplinären Teams am SPZ zählen ebenfalls zum Aufgabengebiet.

Innerhalb der Therapie, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, werden folgende Therapiemethoden und –Konzepte angewandt:

  • Affolter- Konzept
  • Bobath-Konzept
  • Psychomotorik (n. Kiphard)
  • Sensorische Integrationstherapie
  • Tätigkeiten in alltagsrelevanten und entwicklungs- fördernden Handlungen
  • handwerkliche, spielerische Tätigkeiten unter Berücksichtigung der verschiedenen Therapieansätze und -methoden
  • Aufmerksamkeitstraining für Schul- und Vorschulkinder
  • Grafomotorisches Training
  • Methoden zur Förderung der sozialen Kompetenz, des kommunikativen und interaktiven Verhaltens
zurück...
 
 

Logopädie

 
 
Nicht die Schwierigkeiten, die Kinder haben, sondern vielmehr das, was sie gut können, ist Ausgangspunkt unserer logopädischen Arbeit.
Im SPZ arbeiten aktuell 4 Logopädinn/en. Die Therapien finden meist 1-mal pro Woche ambulant statt, als Einzelkontakt, Gruppentherapie und in Elterngesprächen.
Konsiliarisch sind wir ebenso auf der Kinderstation und auf der psychosomatischen Station tätig.

Folgende Störungsbilder werden im SPZ behandelt:

  • Sprachentwicklungsverzögerungen/ -störungen
  • Artikulationsstörungen/ phonologische Störung
  • Störungen des Redeflusses (Stottern/ Poltern)
  • Störungen des Stimmklangs ( Näseln/ Stimme/Dysarthrie)
  • Periphere Hörstörungen/ auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)
  • Myofunktionelle Störung (falsches Schluckmuster)
  • Verbale Entwicklungsdyspraxie (Problem der Sprechbewegungsplanung)
  • Orofaziale Dysfunktionen (Mundfunktionsstörung)
  • Störungen der Nahrungsaufnahme / Beratung bei
    Fütterschwierigkeiten
  • Kindliche Aphasie (z.B. bei SHT)
  • Anarthrie (Sprechunvermögen bei schweren geistigen und/oder körperlichen Behinderungen)

An den SPZ´s werden Kinder ab dem Säuglingsalter bis zum Alter von ca 18 Jahren logopädisch betreut. Die Therapiedauer variiert je nach Therapieziel und richtet sich nach dem jeweiligen Störungsbild, sowie individuellen Bedürfnissen, Wünschen und Möglichkeiten des Kindes und der Eltern.
Logopädie bezieht andere Bereiche wie Motorik, Wahrnehmung, emotionale Bedürfnisse, Sprechfreude, Selbstvertrauen etc. mit ein.
Die Diagnostik umfasst meist mehrere Termine und beinhaltet ein Anamnesegespräch, Kommunikationsbeobachtung innerhalb einer Spielsequenz und je nach Fragestellung verschiedene logopädische Tests. Zum Teil werden die Kinder an ortsnahe Therapeuten verwiesen oder am SPZ logopädisch weiter behandelt.
Falls erforderlich wird in Absprache mit den Eltern Kontakt zu Ärzten, Schule, Kindergarten oder anderen betreuenden Stellen aufgenommen.

Spezielle Therapiekonzepte und –methoden, die die klassische logopädische Therapie ergänzen:

  • Orofaziale Regulationstherapie nach Castillo-Morales
  • Zollinger
  • Bobath
  • Unterstützte Kommunikation (nonverbale und elektr. Kommunikationshilfen)
  • Direkte Stottertherapie nach Sandrieser und Schneider
  • Phonologische Therapie nach A. Fox
  • Training der auditiven Wahrnehmung nach A.Nickisch
  • Würzburger Trainingsprogramm/ Audiolog bei AVWS
  • Heidelberger Elterntrainig zur frühen Sprachförderung (für Eltern sprachauffälliger zweijähriger Kinder)
zurück...
 
 

Physiotherapie

Entwicklungsorientiert - alltagsorientiert - mit allen Sinnen

Das physiotherapeutische Team am SPZ Traunstein besteht aus drei Therapeuten, die Säuglinge ab den ersten Lebenswochen bis hin zu Kindern im jugendlichen Alter betreuen.

Indikationen für eine physiotherapeutische Behandlung:

  • Verzögerungen und Störungen in der Bewegungsentwicklung
    (Auffälligkeiten und Schwierigkeiten in den Bereichen:
     Gleichgewicht, Körperkoordination, Kraftdosierung, Muskel-
     spannung, Körpergeschicklichkeit, Haltung)
  • Angeborene und/oder erworbene Störungen des zentralen Nervensystems (Zerebralparese)  mit sensomotorischen
    und / oder kognitiven Beeinträchtigungen
    (z.B. Hemiparese = Halbseitenlähmung)
  • Neuromuskuläre und andere neurologische  Erkrankungen
    (z. B. Muskeldystrophie)
  • Motorische Auffälligkeiten bei Syndromen
    ( z.B. Down-Syndrom)
  • Orthopädische Fragestellungen (z.B. Hüftdysplasie, Skoliose, Fehlstellungen der Füße und anderer Gelenke, Asymmetrien,…)
zurück...
 
 

Musiktherapie

Die Musiktherapie findet nach ausführlicher ärztlicher und psychologischer Diagnostik statt.
Es kommt zu Einzel- oder Gruppentherapien für Kinder/Jugendliche mit

  • schwerer körperlicher/geistiger Behinderung
  • Down-Syndrom (als Vorbereitung für funktionelle Therapien
     wie Logo- und Ergotherapie)
  • Entwicklungsverzögerungen
  • sozialen Problemen verschiedenster Herkunft
  • emotionalen Problemen verschiedenster Herkunft

Die Dauer der Therapie erfolgt in Absprache mit allen Beteiligten.

Wesentliche Faktoren dabei sind :

  • der nicht-sprachliche Aspekt
  • das leistungsfreie Handeln und Erleben
zurück...
 
 

Bewegungstherapie

  • Betreuung von:
    • Kindern mit Bewegungsstörungen
    • Supportiv bei Mädchen mit Anorexie
zurück...
 
 

Heilpädagogik

Der wichtigste Grundgedanke der Heilpädagogik ist die Ganzheitlichkeit, d.h  hier wird der „Ganze Mensch“ mit seinen Fähigkeiten, Problemen und Ressourcen, sowie seinem sozialen Umfeld bei der Bearbeitung und Lösungen von Problemstellungen betrachtet und mit einbezogen
Aufgabe der Heilpädagogik ist es Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten oder mit körperlicher, geistiger Beeinträchtigungen durch pädagogisch-therapeutische Angebote zu helfen.

Behandlung von Kindern und Jugendlichen von 3-18 Jahren mit

  • Sozialen Auffälligkeiten
  • Schulschwierigkeiten
  • Emotionalen Belastungssituationen

Behandlung durch

  • Psychomotorik
  • Gruppenangeboten
  • Heilpädagogische Einzeltherapie
  • Elternberatung
zurück...
 
 

Sozialpädagogik

In der Sozialpädagogik wird versucht, die Eigenverantwortlichkeit eines Menschen zu stärken, um ihm eine möglichst vollwertige Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Dabei steht die Aktivierung der Ressourcen und Fähigkeiten im Vordergrund. Gesellschaftlich Benachteiligten soll eine gute Integration ermöglicht werden.
In der Einzelfallarbeit geht es um die Verbesserung der eigenen individuellen Lebensverhältnisse, in der sozialen Gruppenarbeit um die Entwicklung sozialer Kompetenzen.

 Am SPZ wird dabei eine Vielzahl von Tätigkeiten angeboten:

  • sozialrechtliche Hilfestellungen
  • Vermittlung von Hilfen, Nennung von Ansprechpartnern
  • Netzwerkarbeit
  • Einzelfallhilfe
  • Gruppenangebote
  • Familien- und Elternberatung/Therapie
zurück...
 
 

Montessoritherapie

Die Montessoritherapie steht unter dem Leitmotto „Hilf mir, es selbst zu tun!“
Es wird eine ganzheitliche Förderung im Sinne der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung angestrebt.
In einer vorbereiteten Umgebung bietet strukturiertes Montessorimaterial dem Kind Zugang zu seiner inneren Ordnung und führt es hin zu Selbständigkeit und Eigenverantwortung. So gewinnt das Kind wieder Freude am Lernen.


 

 
Kontakt
Dr. Michael Bodensohn

Leitender Arzt

Dr. Michael Bodensohn 
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin,
Psychotherapie
 
 

Sekretariat

Schierghoferstraße 5
83278 Traunstein

T  0861 705-1560
F  0861 705-1564
 
 

Sprechstunden

nach Vereibarung

© Kliniken Südostbayern AG  |  Impressum