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Kreisklinik Berchtesgaden

Untersuchung der Gallen- und Bauchspeicheldrüsenwege (ERCP)

ERCP ist die Abkürzung für endoskopische retrograde Cholangio- Pankreatikografie. Es handelt sich dabei um eine Röntgendarstellung der ableitenden Gallenwege sowie des Bauchspeicheldrüsengangs mittels eines endoskopisch in diese Gänge eingebrachten Kontrastmittels. Die ERCP wird durchgeführt bei Verdacht auf Gallengangsteine oder Tumoren im Gallengang, unklarer, durch Galleaufstau bedingter Gelbsucht und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse . Neben der Röntgendarstellung ist es mit dieser Methode auch möglich Steine aus dem Gallengang zu entfernen, Drainagen zur Galleableitung einzubringen und Gewebe aus Tumoren zu entnehmen.

Wie jede Maßnahme /Untersuchung hat auch die ERCP Risiken.
In 0,8-3,3% der Fälle kann es zu einer durch die Untersuchung bzw. durch das Kontrastmittel bedingten vorübergehenden Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit Oberbauchschmerzen, entsprechenden Laborwertveränderungen und gelegentlich Fieber kommen , die in der Regel durch Ruhigstellung der Bauchspeicheldrüse zu behandeln (Nulldiät) ist, extrem selten ist eine OP notwendig.Das Blutungsrisiko beträgt 2,3-2,9%, in der Regel durch lokale Blutstillungsmaßnahmen zu behandeln. Selten kommt es zur Entzündung der Gallenwege, ggf. erfolgt eine Antibiotikatherapie.
Nur sehr selten kann eine Verletzung des Zwölffingerdarmes oder der Gallenwege durch Instrumentarium oder Drainagen auftreten, dann ist ggf. eine OP erforderlich

 
 
 
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