![[+]](/files/Images/urologie_4_110px.jpg) Greenligtlaser-Operation |
|
|
Behandlung gutartiger Prostata-Vergrößerungen mit dem Greenlight Laser
In der Belegabteilung für Urologie und Kinderurologie am Klinikum Traunstein ist das neue, 120 Watt starke System als eines der ersten Zentren in Europa im Einsatz.
Die gutartige Vergrößerung der Prostata (Fachbegriff: benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH) ist eine Volkskrankheit, die mehr als die Hälfte der über sechzigjährigen Männer betrifft. Nicht immer muss eine BPH behandelt werden, nur wenn aufgrund der Vergrößerung Beschwerden beim Wasserlassen entstehen, ist der Urologe gefragt. Die klassische Operationsmethode ist die so genannte Transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P), bei der durch die Harnröhre hindurch die blockierenden Anteile der Prostata mit einer elektrischen Schlinge abgetragen werden.
In den letzten Jahren hat sich allerdings weltweit ein Verfahren als Alternative in den Vordergrund geschoben,bei dem vergrößertes, störendes Prostatagewebe durch sichtbares grünes Laserlicht verdampft wird, die sogenannte „Greenlight-Laserverfahren“.
Diese Methode wurde in Deutschland erstmals im Jahr 2003 in der Urologischen Klinik der Ludwig-Maximilans-Universität München (LMU) angewendet.
Seit der Einführung des „Greenlight“-Laserverfahrens wurden weltweit mittlerweile mehr als 150.000 Männer behandelt. Da Patienten den Eingriff praktisch ohne Blutungen überstehen, wurden zuerst hauptsächlich Männer mit einem erhöhten Operations- oder Blutungsrisiko therapiert. Zunehmend wurden dann Patienten ohne diese Risiko-Konstellation behandelt. Der Vorteil: Sie müssen auf Grund der geringen Komplikationsrate einen Blasenkatheter wesentlich kürzer tragen, deswegen verkürzt sich auch der Aufenthalt in der Klinik.
Seit September 2006 wurde das Laserverfahren noch einmal verbessert und steht derzeit als „Greenlight High-Performance-System“ zur Verfügung. Dieses System arbeitet mit einer Stärke von 120 Watt und ermöglicht aufgrund der höheren Leistung eine noch bessere Entfernung des Gewebes. Die Belegabteilung des Klinikums Traunstein unter der Leitung von Dr Laszlo Galamb, Dr. Josef Schuhbeck und Privatdozent Dr. Dirk Zaak, der als ehemaliger Leitender Oberarzt der Urologischen Klinik der LMU München bereits seit 2003 Erfahrungen mit diesem Verfahren besitzt, verfügt nun als eines der wenigen Zentren in Europa über diesen innovativen Hochleistungslaser. Patienten mit einer symptomatischen BPH können somit zukünftig neben den klassischen Operationsmethoden auch mit diesem innovativen Therapieverfahren in Traunstein behandelt werden. Naturgemäß gibt es allerdings noch keine Langzeiterfahrungen mit der neuen Methode. Bis dahin gilt die transurethrale Resektion (TUR-P) mit Hochfrequenzstrom als Referenzmethode. Inwieweit sich dies durch die Einführung des 120W Hochleistungslasers ändert, bleibt abzuwarten.
|