Aufenthalt

in den Kliniken Südostbayern

Unsere Patientenzimmer sind mit Telefon, Fernseher und ­Radio ausgestattet. Je nach Wahlleistung erfolgt die Unterbringung im Einzel-, Zwei- oder Mehrbettzimmer. Der Platz, den wir Ihnen im Krankenzimmer zur Verfügung stellen können, ist verständlicherweise beschränkt. Deshalb bitten wir Sie, nur das mitzubringen, was Sie unbedingt benötigen

Was sollten Sie mitbringen?

Bekleidung

  • Nachthemden oder Schlafanzüge (auch zum Wechseln)
  • Bade- oder Hausmantel
  • Hausschuhe
  • Strümpfe
  • Unterwäsche
  • Taschentücher
  • ggf. zusätzliche Bekleidung (z.B. Schuhe mit Gummisohle für das Gehtraining)

Toilettenartikel

  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Seife
  • Kamm
  • Waschlappen
  • Ihre Brille, Hörgerät, Kontakt­linsen und zugehörige Behältnisse (für Zahnersatz ggf. Prothesenreinigungsmittel)
  • ggf. Rasierzeug

und ggf:

  • Nothilfepass, Röntgenpass, Herzschrittmacherausweis, Impfausweis, Allergiepass
  • Liste aktueller Medikamente
  • Telefonnummern der nächsten Angehörigen

Zimmer, Telefon, Fernsehen

Alle Zimmer sind mit Telefon und Fernsehgeräten ausgestattet. Wenn Sie den Wunsch haben fernzusehen oder zu telefonieren, können Sie sich dafür am Automaten in der Eingangshalle eine Chipkarte lösen. Mit dem Mindestbetrag für die Chipkarte hinterlegen Sie ein Pfand für die Karte und leisten einen Vorschuss auf Ihr Gebührenkonto. Die Karte ist während des gesamten Aufenthalts gültig. Eine detaillierte Bedienungsanleitung liegt auf Station und am jeweiligen Automaten aus. Bitte beachten Sie bei Inbetriebnahme des Fernsehgerätes das Einvernehmen Ihres Mitpatienten. Das Telefonieren mit einem Handy ist innerhalb unserer Häuser untersagt, da eine Störung medizinischer Geräte nicht ausgeschlossen werden kann. Wir bitten Sie daher, Ihre Handys ggf. während des Aufenthaltes im Krankenhausgebäude auszuschalten.

Verpflegung

„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“
... sagt ein altes Sprichwort.

Auch im Krankenhaus gilt, dass gutes Essen und Trinken neben der medizinischen Versorgung zum Wohlbefinden und zur ­Zufriedenheit der Patienten beiträgt und sich dadurch positiv auf den Genesungsprozess auswirkt. Unsere Küchenchefs sind bemüht, beim Zubereiten der Speisen auf regionale und gentechnikfreie Produkte zurückzugreifen. Unsere Krankenhausküche ist dafür eingerichtet, jederzeit Sonderwünsche der Patienten erfüllen zu können.

Die wöchentlichen Speisepläne befinden sich in Ihrem Zimmer. Sie haben dabei die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Menüangeboten und Kostformen zu wählen und können die aufgeführten Beilagen beliebig austauschen. Bei der Zusammenstellung des Frühstücks können Sie zwischen verschiedenen Brotsorten, pikantem und ­süßem Belag und einem Müsli wählen. Unser Getränkeangebot rundet Ihr individuelles Frühstück ab. Sie können auf diese Weise Ihre Verpflegung nach persönlichem Geschmack und Gewohnheiten zusammenstellen. Patienten der Wahlleistungsstation haben zusätzliche Auswahlmöglichkeiten.

In einigen unserer Standorte kommen unsere Menüassistentinnen zu jedem Patienten, um ihn nach seinen Wünschen bei der individuellen Zusammenstellung des Menüs (z.B. halbe Portion, keine Suppe usw.) zu befragen.
Unverträglichkeiten und Allergien teilen Sie bitte Ihrem Arzt sowie den Pflegekräften mit. Die Diätkostformen, die Sie einhalten sollen oder die bei uns auf ärztliche Anordnung erteilt werden, stellen unsere Diätassistentinnen zusammen.

Geld und Wertsachen

Größere Geldbeträge, Schmuck oder sonstige Wertgegenstände sollten Sie nicht ins Krankenhaus mitnehmen. Lassen Sie sie zu Hause oder geben Sie sie ihren Angehörigen mit. In Einzelfällen können Wertsachen bei der Verwaltung (Kasse) in der Eingangshalle zur kostenlosen Aufbewahrung abgegeben werden. Für Wertsachen, die in Ihrem Zimmer abhandenkommen, haftet das Krankenhaus nicht!

Aufenthalt außerhalb des Krankenzimmers

Wenn Ihre Genesung soweit fortgeschritten ist, dass Sie Ihr Zimmer verlassen können, bestehen Aufenthaltsmöglichkeiten im Stationsbereich, in der Eingangshalle oder in der Cafeteria sowie bei gutem Wetter auch unsere Gartenbereiche. Denken Sie aber bitte daran, mit dem Arzt zu besprechen, wann der richtige Zeitpunkt für das Aufstehen gekommen ist.
Seien Sie aber bitte während der ärztlichen Visiten, der Behandlungszeiten und der Mahlzeiten in Ihrem Zimmer anwesend.
Wir bitten Sie bei Verlassen Ihres Zimmers, sich bei dem Pflegepersonal abzumelden.

Wir weisen besonders darauf hin, dass auf den Wirtschaftshöfen durch den täglichen LKW-Verkehr Gefahren drohen. Er gehört deshalb nicht zum Aufenthaltsbereich für Patienten.

Besuche

Unsere Besuchszeiten haben wir großzügig geregelt, um Ihnen einen möglichst intensiven Kontakt zu Ihrer Familie, Freunden und Bekannten zu ermöglichen. Bitte achten Sie dennoch im Interesse Ihres Zimmernachbarn bzw. der eigenen Gesundheit auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Besuchs- und Ruhezeiten. Tragen Sie Sorge und Mitverantwortung, dass Besucher während der Visite, der pflegerischen Tätigkeiten oder ärztlichen Behandlung das Zimmer verlassen. Das Pflegepersonal erteilt Ihnen oder Ihren Besuchern Auskunft über Länge und Häufigkeit derartiger Zeiten. In der wärmeren Jahreszeit lädt unser Krankenhausgarten zu einem kleinen Spaziergang mit Ruhemöglichkeiten auf den Sitzbänken ein.

Auf den Intensivstationen, in der Kinderabteilung (in Traunstein), in den Geburtshilfen sowie auf Stationen, in denen Patienten mit ansteckenden Krankheiten behandelt werden, unterliegt der Besucherverkehr besonderen Bestimmungen. Bitte entsprechen Sie den Hinweisen des Pflegepersonals.

Begleitperson

In begründeten Fällen ist die Aufnahme einer Begleitperson im Krankenhaus möglich. Dies kann vor allem bei kleineren Patienten notwendig werden. Der Chefarzt der Abteilung entscheidet darüber, ob die Aufnahme einer Begleitperson medizinisch notwendig erscheint. Bei Kindern bis sechs Jahren ist die Mitaufnahme eines Elternteils kostenfrei. Selbstverständlich können Sie, sofern die entsprechenden Bettenkapazitäten frei sind, gegen Kostenersatz ohne medizinische Notwendigkeit als Begleitperson aufgenommen werden.

Patientensicherheit

„Patientensicherheit ist nicht etwas was ein Krankenhaus per se hat sondern das was ein Krankenhaus dafür tut.“

Unerwünschte Ereignisse, die das ungewollte Ergebnis einer Behandlung sind, gefährden die Patientensicherheit. Deshalb setzt sich die Kliniken Südostbayern AG für Strategien zur Vermeidung unerwünschter Ereignisse ein. Viele unerwünschte Ereignisse gehen auf Fehler zurück, die infolge komplexer und arbeitsteiliger Abläufe entstehen. Die wichtigsten Instrumente zur Verbesserung der Patientensicherheit sind daher das gemeinsame Lernen aus Fehlern und die Umsetzung bereits bekannter Maßnahmen zur Fehlerprävention. mehr...

Fehler in der Gesundheitsversorgung?
Fehler geschehen überall, wo Menschen arbeiten. Der Schlüssel zur Verbesserung liegt nicht in Appellen an die Sorgfalt und in Schuldzuweisungen, sondern in der Entwicklung einer konsequenten und konstruktiven Sicherheitskultur. Ungewollte Behandlungsergebnisse sind nicht beabsichtigt und gehören dennoch zur medizinischen Versorgungswirklichkeit. Gehen sie auf Fehler zurück, so werden sie als vermeidbare unerwünschte Ereignisse bezeichnet. Fehler sind deshalb ein wichtiger Hebel, die Patientensicherheit nachhaltig zu verbessern.
Das Zusammenarbeiten vieler Menschen in komplexen Systemen, hohe Arbeitsbelastungen und das Fällen schneller Entscheidungen in Krisensituationen sind Risikokonstellationen, die für Gesundheitsberufe charakteristisch sind. In diesen Arbeitsumgebungen, wie in allen anderen, machen Menschen auch Fehler. Entscheidend ist, dass die Analyse dieser Fehler zeigen kann, an welchen Stellen es Schwachpunkte gibt und welche Mechanismen greifen, um Schadensfolgen zu verhindern.
Nur wer anerkennt, dass auch in der Gesundheitsversorgung Fehler passieren, wird deshalb die Fähigkeit haben, erfolgreiche Strategien zur Verbesserung der Patientensicherheit zu entwickeln.

Wir müssen mehr über Fehler lernen und mehr tun!
Oberstes Ziel der Patientensicherheit ist die Vermeidung von unerwünschten Ereignissen, die auf Fehlern beruhen. Die Entdeckung und Analyse von Fehlern ist deshalb ein wichtiger Wissensquell, aus dem man für die Zukunft lernen kann.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Fehler zu entdecken und auszuwerten. Wir nutzen ein freiwilliges, sanktionsfreies Berichts- und Lernsystem (engl.: Critical Incident Reporting Systems, CIRS), Fallbesprechungen, Beschwerdemanagement und Ursachenanalysen. Darüber hinaus kommt es darauf an, das eigene Wissen mit anderen zu teilen. Wer anderen die Möglichkeit gibt, aus erlebten Fehlern zu lernen, hilft ihnen, diese Fehler nicht selbst zu machen. Offener Austausch und gemeinsames Lernen sind deshalb der Schlüssel für gelebte Patientensicherheit.
Ebenfalls haben sich bereits einige Maßnahmen als wirkungsvoll in der Fehlerprävention erwiesen. Wir nutzen unter anderem Patientenarmbänder zur sicheren Patientenidentifikation und setzten Checklisten in der operativen Versorgung und anderen Bereichen ein. Ein Trainings- und Simulationszentrum ist aufgebaut, ein weiterer wichtiger Baustein bei der Überwindung unsicherer Handlungen.

Eigenbeteiligung

Jeder Versicherte der gesetz­lichen Krankenversicherung ist nach § 39 Abs. 4 SGB V ab O1. Juli 1997 verpflichtet, pro Krankenhauspflegetag 10,00 Euro für 28 Tage im Kalenderjahr (das sind höchstens 280,00 Euro pro Kalenderjahr) an das Krankenhaus zu ent­richten. Ausgenommen sind Wöchnerinnen und Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.
Wegen der organisatorischen Abwick­lung bitten wir die Patienten höflich, sich am Tage der Entlassung an der Information abzumelden und ihre Eigenbeteiligung in bar zu bezahlen. Diese Zuzahlungen leiten wir an die verschiedenen Kranken­kassen weiter. Stellt die Krankenkasse fest, dass Zuzahlungen zu Unrecht geleistet wurden, so werden die überzähligen Beiträge von der Krankenkasse erstattet.
Der Zuzahlungsbeleg sollte aufbewahrt werden, da dieser als Nachweis über die Zuzahlung bei erneutem ­Kranken­haus­aufenthalt im selben Kalenderjahr gilt.

Datenschutz

Persönliche und medizinische Patientendaten zur Abrechnung und Dokumentation werden im Krankenhaus streng vertraulich behandelt. Alle Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht. Der Schutz vor Missbrauch personenbezogener Daten im Sinne des Datenschutzgesetzes ist sichergestellt. Patientendaten können nur mit Ihrer ausdrücklichen Genehmigung an Dritte (wie z.B. Ihre Krankenkasse) weitergegeben werden. Aus dem gleichen Grunde dürfen auch keine telefonischen Auskünfte erteilt werden.

Rauchen

Das Rauchen ist in unseren Kliniken - außer in den ausgewiesenen Raucherpavillons, bzw. –bereichen - auch mit Rücksicht auf Ihre Mitpatienten und wegen der Brandgefahr grundsätzlich nicht gestattet.