Baumaßnahmen

in unseren Kliniken

03.06.2016 - Klinikum Traunstein

„Herzstücke“ des Klinikums Traunstein eingeweiht

Zentrale Notfallambulanz und Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte wurden offiziell in Betrieb genommen

Die Architekten Andreas Boesel (links) und Hans Romstätter (2. von links) übergaben den symbolischen Schlüssel an Landrat Georg Grabner, den stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser, den Vorstandsvorsitzenden Dr. Uwe Gretscher, Vorstand Elisabeth Ulmer und den Medizinischen Direktor Dr. Stefan Paech (von links).

Mit der Segnung durch den katholischen Stadtpfarrer, Dekan Georg Lindl, und den evangelischen Dekan Peter Bertram sowie der symbolischen Schlüsselübergabe durch die Architekten Hans Romstätter aus Traunstein und Andreas Boesel aus München wurden die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) – früher Zentralsterilisation – und die Zentrale Notfallambulanz (ZNA) im Klinikum Traunstein nach einer längeren Umbauphase wiedereröffnet. Rund zehn Millionen Euro wurde in dieser Zeit „verbaut“. mehr...

Dies veranlasste den Vorstandsvorsitzenden der Kliniken Südostbayern AG, Dr. Uwe Gretscher, an die Politik zu appellieren, weiterhin die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, „damit wir das tun können, was wir am besten können: unsere Patienten bestens zu versorgen“. Die ZNA sei für die Akutversorgung wichtig, weil die Patientenzahlen zunähmen. Die AEMP dagegen sei das Herzstück für die künftige Standortentwicklung des Klinikums.

Auch der stellvertretende Traunsteiner Landrat Sepp Konhäuser bezeichnete beide beide Bereiche als „Herzstücke“. „Sie sind Dreh- und Angelpunkte für eine optimale Versorgung der Patienten.“ Die effektive und professionelle Versorgung der Region werde auf Dauer gewährleistet. Die Arbeitsbedingungen würden optimiert und zeitgemäß gestaltet.
Der Berchtesgadener Landrat und Aufsichtsratsvorsitzende der Kliniken Südostbayern AG, Georg Grabner, meinte: „Wer nicht rudert, der treibt zurück.“ Aber im Gesundheitswesen sei man das starke Rudern gewöhnt. Die Gesamtwirtschaftliche Situation der Kliniken habe sei deutlich verbessert, aber man sei noch nicht dort, wo man hin wolle. Er verhehlte nicht, dass dies für die Belegschaft nicht immer einfach sei. Die neue Aufbereitungsein für Medizinprodukte und die neue Zentrale Notfallambulanz würden nicht nur die Patientensicherheit und die Arbeitsbedingungen verbessern, sondern auch der Attraktivität und dem Erfolg des Klinikverbunds insgesamt dienen.

Verbesserungen zum Wohle der Patienten und Mitarbeiter sah auch der Leiter der Krankenhausabteilung im Gesundheitsministerium, Ministerialdirigent Herwig Heide. Die Krankenhausschwerpunktversorgung in Traunstein leiste einen hervorragenden Beitrag für die Gesundheitsversorgung und als Akademisches Lehrkrankenhaus auch für den Ärztenachwuchs. Angesichts des medizinisch-technischen Fortschritts meinte er: „Wer aufhört, gut zu sein, hat aufgehört besser zu werden“, sagte Heide.

Das Klinikum Traunstein ruhe sich nicht auf dem Erreichten aus, wie der abgeschlossene Umbau der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte und der Zentralen Notfallambulanz zeige. Ihre Neugestaltung belege, dass es erforderlich sei, am Ball zu bleiben. Das Aufgabenspektrum und die Inanspruchnahme der Notaufnahme hätten sich in den vergangenen Jahren verändert. Über 40 Prozent der ambulanten Notfälle würden inzwischen im Krankenhaus behandelt. Dadurch habe sich die Bedeutung der Notaufnahme zu einer Steuerungseinheit gewandelt.

Von den sehr hohen Anforderungen an die Mitarbeiter während der rund zweijährigen Umbauphase sprach der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Rupert Ketterl. Dennoch habe man keine Einbußen im laufenden Betrieb erlitten. „Die Akzeptanz der Patienten ist geblieben.“ Dies zeige, dass der Weg richtig und jeder Euro sinnvoll eingesetzt worden sei. Die gesetzlichen Anforderungen bei der Aufbereitung von Medizinprodukten seien höher geworden. Deshalb sei die AEMP das Herzstück des Klinikums. Wenn sie nicht funktioniere, stehe das Haus still. Prof. Ketterl appellierte deshalb an den Klinikvorstand, dafür zu sorgen, dass auch künftig genügend Personal vorhanden sei, um die Patienten anständig versorgen zu können.
Auf die Notfallversorgung ging auch der Medizinische Direktor Dr. Stefan Paech ein. Die ZNA sei zentraler Anlaufpunkt und Drehscheibe für die Patientenversorgung und Patientensteuerung geworden. In Traunstein stelle man überproportional steigende Patientenzahlen, besonders in den sprechstundenfreien Zeiten der niedergelassenen Ärzte, fest. Deshalb sei es wichtig, die Prozesse professionell und effektiv aufzusetzen. Aus diesen Grund werde die ZNA künftig als eigenständige chefärztliche Abteilung geführt. Der Allgemeinmediziner und Anästhesist Dr. Jens Sudmann werde zum 1. September die Leitung der Zentralen Notfallambulanz übernehmen.
Von den Nöten und Ängsten der Menschen, die in die Notaufnahme kommen, sprach Klinik-Vorstand Elisabeth Ulmer. Sie befanden sich in einer Notsituation, hofften aber, in schweren Zeiten die bestmögliche Versorgung zu bekommen. Sie lobte die Mitarbeiter für die geleistete Arbeit. „Wir haben hervorragende und äußerst engagierte Ärzte und Pflegekräfte.“

Während des laufenden Klinikbetriebs zu bauen, sei wegen des Lärms und Staubs nicht immer einfach gewesen, erklärte Architekt Romstätter von der Architektenarbeitsgemeinschaft Boesel-Hohberg aus München und Zeller-Romstätter aus Traunstein. Über 50 Firmen hätten ihr Bestes gegeben und rund 45 000 Arbeitsstunden geleistet. Ein Arbeiter hätte damit 23 Jahre lang zu tun gehabt. Die Handwerker seien „die wahren Helden“ des Umbaus gewesen.

11.12.2015 - Klinikum Traunstein

Zentralsterilisation für 8,5 Millionen Euro erweitert und modernisiert

Abteilung "Aufbereitungseinheit Medizinprodukte" - auch namentlich im neuen Look

von links: Der medizinische Direktor des Kliniken Südostbayern AG, Dr. Stefan Paech, die Abteilungsleiterin Romana Frey und der Leiter der Bauverwaltung Alfred Gehmacher vor einem Autoklaven - einer Maschine, die mit 134 Grad heißem Dampf Geräte steril macht.
von links: Der medizinische Direktor des Kliniken Südostbayern AG, Dr. Stefan Paech, die Abteilungsleiterin Romana Frey und der Leiter der Bauverwaltung Alfred Gehmacher vor einem Autoklaven - einer Maschine, die mit 134 Grad heißem Dampf Geräte steril macht.
Die frühere „Zentralsterilisation“, jetzt Abteilung „Aufbereitungseinheit Medizinprodukte (AEMP)“ am Klinikum Traunstein, ist für 8,5 Millionen Euro erweitert und modernisiert worden. In den hochmodernen Räumen im abgeriegelten Traunsteiner OP-Bereich werden die medizinischen Instrumente für 15 OP-Säle und 39 Stationen sowie für die Klinik-Apotheke und das Kreisklinik Ruhpolding gereinigt, desinfiziert und sterilisiert. mehr...
Nicht nur unter neuem Namen, sondern auch komplett modernisiert präsentierte sich die Abteilung „Aufbereitungseinheit Medizinprodukte (AEMP)“ am Klinikum Traunstein bei deiner Presseführung. Die frühere „Zentralsterilisation“ ist für 8,5 Millionen Euro erweitert und modernisiert worden. In den hochmodernen Räumen im abgeriegelten Traunsteiner OP-Bereich werden die medizinischen Instrumente für 15 OP-Säle und 39 Stationen sowie für die Klinik-Apotheke und die Kreisklinik Ruhpolding gereinigt, desinfiziert und sterilisiert.

Im Bereich der Sterilisation haben sich nicht nur die Anforderungen an das Personal, sondern auch an die Geräte extrem erhöht. Medizinische Instrumente wie beispielsweise für die Schlüssellochchirurgie sind immer kleiner geworden und halten hohen Temperaturen nicht stand. Traunstein gehört künftig in ganz Deutschland zu den wenigen Kliniken die hochempfindliches Gerät, welches zum Beispiel für die Ultraschalluntersuchung des Herzens benötigt wird, in einem speziellen Raum dekontaminieren kann. Personell ziehen die hohen Anforderungen als Konsequenz nach sich, dass es künftig eine eigene, dreijährige Ausbildung zur „Fachkraft für die Aufbereitung von Medizinprodukten“ geben wird.

In eineinhalbjähriger Bauzeit ist die 582 Quadratmeter große Einheit nicht nur räumlich, maschinell und EDV-technisch auf den neuesten Stand gebracht worden, sondern sie wurde auch mit einem modernen Energiekonzept versehen. Dazu gehört ein eigenes, 1,28 Millionen Euro teures Blockheizkraftwerk, welches 2014 fertiggestellt wurde.

Die Baumaßnahme stellte alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Die Erweiterung der Räumlichkeiten wurde auf einen Pfahlbau über der Notaufnahme errichtet, die dafür verlegt werden musste. Ein gutes Dutzend Bohrpfähle wurde bis zu 20 Meter in die Tiefe getrieben. Die Baustelle lag in der Einflugschneise des Rettungshubschraubers „Christoph 14“. So mussten im Notfall immer wieder die Kräne zur Seite geschwenkt werden. Die provisorische Zentralsterilisation entstand im Bettenlager. Über die gesamte Bauphase war gewährleistet, dass es keinen Tag Stillstand im Klinikalltag gab.

Bis Ende April 2016 wird die Notaufnahme wieder zurückverlegt und dabei gleichzeitig verbessert werden. Für diese Maßnahme werden nochmals 1,285 Millionen Euro investiert.

Kontakt Vergaben nach § 20 Abs. 3 VOB/A
Die Bau- und Sanierungsmaßnahmen der Kliniken Südostbayern werden koordiniert von:
Alfred Gehmacher
T 0049 861 705-1617

Josef Heiß

Christian Holzner
Nach § 20 Abs. 3 VOB/A hat der Auftraggeber auf geeignete Weise zu informieren, wenn bei
1. Beschränkte Ausschreibungen ohne Teilnehmerwettbewerb der Auftragswert 25.000 Euro ohne Umsatzsteuer
2. Freihändigenvergaben der Auftragswert 15.000 Euro ohne Umsatzsteuer
Übersteigt.

Diese Informationen werden sechs Monate vorgehalten.

Laufende Maßnahmen:

Klinikum Traunstein, Bauabschnitt 8 – Erweiterung ZSVA