Berufsausbildung für Operationstechnische Assistenz (OTA)

Grundlage für die Ausbildung zur/zum OTA sind die DKG-Empfehlungen zur Ausbildung und Prüfung von Operationstechnischen Assistentinnen/Assistenten vom 17. September 2013.
Diese Ausbildung bietet jungen Menschen, die technisch interessiert sind, Freude am Umgang mit Menschen haben und gern im Team arbeiten, die Möglichkeit einen anspruchs- und verantwortungsvollen Beruf zu erlernen.

Ausbildungsbeginn jeweils zum 01. Oktober 

Ziel der OTA-Ausbildung

Die Ausbildung "Operationstechnische/-r Assistent/-in" vermittelt technische und medizinische Fachkenntnisse sowie fachliche, personelle, soziale und methodische Kompetenzen für die verantwortliche Mitwirkung in operativen Bereichen (OP), der Notfallaufnahme, der Endoskopie, der AEMP (Aufbereitungseinheit Medizinprodukte) und anderen diagnostischen und therapeutischen Funktionsbereichen. mehr...

Das Berufsbild der Operationstechnischen Assistenz
Zu den Aufgaben einer/eines OTA zählen insbesondere:

  • Die fachkundige Betreuung der Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung ihrer physischen und psychischen Situation während ihres OP- und Funktionsabteilungsaufenthaltes
  • Die selbständige Organisation und Koordination der Arbeitsabläufe in den genannten Funktionsabteilungen
  • Die Vorbereitung, Assistenz und Nachbereitung von operativen Eingriffen
  • Die Unterstützung des OP-Teams vor, während und nach der Operation (Springertätigkeit)
  • Dokumentation
  • Anleitung von neuen Mitarbeitern und Auszubildenden

Ausbildungsstruktur
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und umfasst mindestens 1600 Stunden theoretische und 3000 Stunden praktische Ausbildung.
Die Ausbildung endet mit einer schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfung. (DKG)

Theoretische Ausbildung
Die theoretische Ausbildung beinhaltet folgende Lerninhalte und findet im Blockunterricht statt.

  • Kernaufgaben der OTA
    - Hygienische Arbeitsweisen
    - Umgang mit medizinisch-technischen Geräten
    - Fachkundige Begleitung und Betreuung der Patienten
    - Springertätigkeit in den verschiedenen operativen Fachgebieten
    - Maßnahmen in Krisen und Katastrophensituationen
  • Spezielle Aufgaben der OTA
    - Instrumentiertätigkeit in den verschiedenen operativen Fachgebieten
    - Assistenz bei Diagnostik und Therapie in der Ambulanz und Endoskopie
    - Aufbereitung von Medizinprodukten in der AEMP 
    - Mitwirkung im Tätigkeitsfeld der Anästhesie
  • Ausbildungs- und Berufssituationen von OTA
    - Kommunizieren, Beraten und Anleiten
    - Berufliches Selbstverständnis entwickeln
    - Zusammenarbeiten in Gruppen und Teams
    - Eigenes Lernen planen, durchführen und evaluieren
  • Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen der OTA
    - Berufliches Handeln nach Qualitätskriterien, nach rechtlichen, wirtschaftlichen, ökologischen Prinzipien und Rahmenbedingungen
    - Berufliches Handeln im gesellschaftlichen Kontext

Praktische Ausbildung
Die praktische Ausbildung umfasst 3000 Stunden und findet in folgenden Fachgebieten und Bereichen statt:

  • Pflichteinsätze
    - Viszerale Chirurgie
    - Traumatologie oder Orthopädie
    - Gynäkologie oder Urologie
  • Optionale Einsatzgebiete
    - Gefäßchirurgie
    - Augenchirurgie
    - HNO
    - Handchirurgie
    - Kinderchirurgie
    - Thoraxchirurgie
    - Herzchirurgie
    - Neurochirurgie und andere 
  • Pflichteinsätze außerhalb des OPs
    - Ambulanz/Notfallaufnahme
    - AEMP
    - Endoskopie
    - Anästhesie
    - Pflegepraktikum auf chir. Station

Die praktische Ausbildung wird durch Lehrkräfte und von Praxisanleitern pädagogisch begleitet. 

Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung orientiert sich am Tarifvertrag des jeweiligen Trägers der Ausbildungsstätte.

Anerkennung
Die Schule für Operationstechnische Assistentinnen/Assistenten am Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG Traunstein (Herzog–Friedrich Straße 6) ist gemäß § 3 der Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zur Ausbildung und Prüfung von Operationstechnischen Assistentinnen/Assistenten vom 17. September 2013 anerkannt. In der Ausbildung wird die Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG, 2013) umgesetzt. 

Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

  • Leitungstätigkeit in einem Funktionsbereich
  • Übernahme pädagogischer Aufgaben: Mentorentätigkeit, Praxisanleitung, Lehrtätigkeit
  • Studium: Bachelor of Science in Physician Assistance, OP-Management, Berufspädagogik (B.A.) Medizinpädagogik (B.A.)

 

Bewerbung

Zugangsvoraussetzungen:

  • Mittlerer Schulabschluss
  • Gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes

Bewerbungsunterlagen:
Diese sollten neben dem Bewerbungsschreiben, aus dem die Motivation für den Berufswunsch hervorgeht, folgendes enthalten:

  • Lückenloser Lebenslauf (tabellarisch)
  • Ärztliches Gesundheitszeugnis (s. Download)
  • Kopien der Zeugnisse aller Schulabschlüsse bzw. Halbjahreszeugnis, wenn Sie sich im Abschlussjahr befinden
  • Zeugnis/Prüfungszeugnis vorheriger Tätigkeiten bzw. Ausbildungen und Praktika
  • Bei Bewerbern mit ausländischem Schulabschluss: Deutsch-Nachweis B2 und von der bayerischen Anerkennungsstelle bewertete und anerkannte Schulabschlusszeugnisse, die mindestens einer erfolgreich abgeschlossenen 10-jährigen schulischen Ausbildung entsprechen (Mittlerer Bildungsabschluss)

Bewerbungszeitraum:
Bitte senden Sie uns Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis 31. Dezember.

Film

Dieser Film entstand im Rahmen eines Schulprojektes. Die Akteure sind Schülerinnen und Schüler eines Ausbildungsjahrgangs der OTA-Schule Traunstein. Der Film gibt eine kurze Übersicht der dreijährigen Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz.

Leitung der OTA-Schule

Berufspädagogin im Gesundheitswesen (B.A.)

Schulassistentin

Stefanie Schlarb

Schulassistentin

Stefanie Schlarb
Kontakt

Sekretariat
Judith Dunst
T 0049 (0)861 705-2390