Berufsfachschule für Krankenpflege in der Kreisklinik Bad Reichenhall

Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin zum Gesundheits- und Krankenpfleger

Mit Hilfe von pflegewissenschaftlichen, medizinischen und anderen bezugswissenschaftlichen Erkenntnissen vermitteln wir fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen. mehr...
Die Ausbildung bei uns befähigt Sie zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten.
Pflege ist ausgerichtet auf die Wiedererlangung, Verbesserung, Erhaltung und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit der zu pflegenden Menschen. Unterschiedliche Pflege- und Lebenssituationen sowie Lebensphasen und die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Menschen sind dabei zu berücksichtigen.

Warum die Ausbildung bei uns?

  • Weil wir Ihnen eine Ausbildung bieten, die Ihnen als Basis für Ihre weitere berufliche Entwicklung viele Chancen bietet!
  • Weil die Kliniken Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing gemeinsam fast alle Fachbereiche der Praxis abdecken und wir Ihnen verschiedenste Außeneinsatzmöglichkeiten bieten!
  • Weil wir motiviert sind, mit Ihnen gemeinsam die Ausbildung zu gestalten. Dies heißt für uns alle: Neues ausprobieren und gemeinsam den Weg gestalten!

Ausbildung

Ausbildungsbeginn:
1. Oktober jeden Jahres an den Schulen Traunstein und Bad Reichenhall
In der Schule Traunstein zusätzlich auch am 1. April.

Ausbildungsdauer:
drei Jahre

Praktische Ausbildung:
Die praktische Ausbildung umfasst mind. 2.500 Stunden.
Der überwiegende Teil der praktischen Ausbildung findet in den Kliniken Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing statt. Des Weiteren absolvieren Sie praktische Einsätze in der ambulanten Pflege  sowie in der Psychiatrie und in den Kreisaltenheimen.

Theoretische Ausbildung:
Die theoretische Ausbildung umfasst mind. 2.100 Stunden.
Fächer / Inhalte (nach bayerischem Lehrplan):

  • Grundlagen der Pflege (Bsp: Anatomie/Physiologie)
  • Gesundheits- und Krankenpflege (Theorie und Praxis) (Pflege des Menschen)
  • Berufskunde (Verordnungen, Vorschriften,Gesetze und Rahmenbedingungen)
  • Recht und Verwaltung (Management/Gesetze)
  • Deutsch und Kommunikation
  • Sozialkunde

Arbeitszeit und Urlaub:

Praktische Ausbildung:
Die wöchentliche Arbeitszeit während der praktischen Ausbildungsphasen im Schichtdienst beträgt 38,5 Stunden.

Theoretische Ausbildung:
Die theoretische Ausbildung ist in Blockunterrichtswochen organisiert.
Die wöchentliche Unterrichtszeit beträgt zwischen 36 bis 40 Schulstunden.

Urlaub:
Es wird ein Urlaub von mind. 29 Arbeitstagen gewährt. Die Urlaubszeit ist im Ausbildungsplan festgelegt.

Was sie bei uns erwartet!

Arbeitskleidung:
Arbeits- und Schutzkleidung wird Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ausbildungsvergütung:
Die Ausbildungsvergütung beträgt derzeit (Stand Mai 2017):
1. Jahr: 1.041,- Euro (brutto)
2. Jahr: 1.102,- Euro (brutto)
3. Jahr: 1.203,- Euro (brutto)

Aufwand für Unterricht, Lehr- und Lernmittel:
Lt. §10 KrPflG werden den Schülerinnen und Schülern „ die Ausbildungsmittel einschließlich der Fachbücher, Instrumente und Apparate, die zur Ausbildung und zum Ablegen der staatlichen Prüfung erforderlich sind“ kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit einer Eigenbeteiligung für Studienfahrten, Seminarveranstaltungen etc. ist in einer Größenordnung von ca. 50,- bis 150,- Euro pro Jahr zu rechnen.

Bibliothek:
Wir stellen Ihnen eine umfangreiche Präsenzbibliothek zur Verfügung. Ebenso sind verschiedenste aktuelle Pflegezeitschriften vorhanden.

Internet:
Ist in beiden Schulen für die Auszubildenden öffentlich zugänglich.

Verpflegung:
In der krankenhauseigenen Cafeteria bieten wir eine kostengünstige Menüauswahl.

Ausbildungsziele

Die Ausbildung zur/m Gesundheits- und Krankenpfleger/-in soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten vermitteln.
Dabei ist die Selbständigkeit und die Selbstbestimmung der Menschen in ihrer jeweiligen Lebensphase und Lebenssituation zu berücksichtigen.

Die Ausbildung soll zur Ausführung folgender Aufgaben befähigen:

  • Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege
  • Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung von Menschen in der Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit
  • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen
  • Eigenständige Durchführung ärztlich veranlasster Maßnahmen
  • Mitwirkung bei Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation
  • Mitwirkung bei Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen
  • Interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten und dabei multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen von Gesundheitsproblemen zu entwickeln.
    (entnommen aus dem aktuellen Krankenpflegegesetz, §3)

Bachelorstudiengang Pflege

Die Berufsfachschulen für Krankenpflege Traunstein und Bad Reichenhall in Kooperation mit der Hochschule Rosenheim (Campus Mühldorf) den dualen Studiengang mit dem Abschluss „Bachelor of Science“ an.

mehr Infos

Perspektiven

Nach der dreijährigen Ausbildung bietet sich Ihnen ein weites Berufsfeld. Sie können im gesamten Spektrum der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege arbeiten. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich für folgende Bereiche fort- und weiterzubilden:

  • Unterrichtstätigkeit an Berufsfachschulen für Altenpflege
  • Allgemeine Krankenpflege (Pflegefachseminar)
  • Anästhesie und Intensivpflege *
  • Praxisanleiter / -leiterin
  • Nephrologie*
  • Endoskopie
  • Enterostomatherapie
  • Krankenhaushygiene
  • Operationsdienst *
  • Psychiatrie
  • Rehabilitation
  • Stroke Unit*
  • Geriatrie
  • Onkologie
  • Stations- oder Abteilungsleitung
  • Leitung einer Einrichtung für Alten- / Krankenpflege
  • Gesundheitsberater /-in
  • Verschiedene Hochschulstudien (Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik)

* (bietet unsere Einrichtung)

Zugangsvoraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Zugang zu einer Ausbildung nach § 5 Abs. 1 des Krankenpflegegesetzes (2003) sind:

  • Die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes,
  • der Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung oder
  • der Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, zusammen mit einer mindestens 2-jährigen erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung oder
  • die Berufserlaubnis als Krankenpflegehelferin/ -pflegehelfer oder mindestens einjährige, nach Landesrecht geregelte abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe.

Unsere Leitgedanken

Im Mittelpunkt der Mensch

Wir sind moderne Berufsfachschulen für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG.
Die Schulstandorte Bad Reichenhall und Traunstein stehen in enger Kooperation für eine zukunftsorientierte Ausbildung.
Deshalb orientieren wir unsere Arbeit nach folgenden Leitlinien:

  • Wir legen Wert auf verständliche Unterrichtsvermittlung auf hohem fachlichem Niveau. 

  • Wir unterstützen unsere Dozenten durch kompetente methodisch-didaktische Beratung.

  • Wir führen unsere Schüler verantwortungsbewusst mit Respekt und Wertschätzung durch die Ausbildung.

  • Wir beziehen unsere Schüler in die Umsetzung unseres Ausbildungsprozesses ein und fördern ihre Selbständigkeit.

  • Wir präsentieren den Pflegeberuf als eigenständige Profession und treten mit Freude und Engagement dafür ein.

  • Die berufliche Ausbildung gestalten wir nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Pädagogik und Pflege und fördern die individuelle Entwicklung einer professionellen Berufsidentität.

  • Unsere Kultur der kollegialen und konstruktiven Zusammenarbeit wird gepflegt durch:
    Reflektion des eigenen Verhaltens und dessen Auswirkung.

Gut gerüstet für die Zukunft

Ausbildungsprojekt „Schüler leiten eine Station“ der Krankenpflegeschule Reichenhall

In regelmäßigen kurzen Besprechungen mit der Stationsleitung konnten die angehenden Pflegerinnen und Pfleger Rückmeldungen geben und Erfahrungen austauschen.
In regelmäßigen kurzen Besprechungen mit der Stationsleitung konnten die angehenden Pflegerinnen und Pfleger Rückmeldungen geben und Erfahrungen austauschen.

„Gut gerüstet für die Zukunft“ fühlen sich die Schüler der 3. Klasse der Berufsfachschule für Krankenpflege Bad Reichenhall der Kliniken Südostbayern AG nach ihrem Ausbildungsprojekt „Schüler leiten eine Station“.  Drei Wochen hatten die 20 Schülerinnen und fünf Schüler die pflegerische Versorgung der Patienten und das gesamte Stationsmanagement der Akutgeriatrie in der Kreisklinik Berchtesgaden übernommen. Ihre Bilanz fällt rundum positiv aus. mehr...

Dass sich die Schülerinnen und Schüler im Alter von 18 bis 31 Jahren auch über viele begeisterte Rückmeldungen der Patienten und von deren Angehörigen, der Pflegekräfte sowie der Leitenden Ärztin Dr. Jitka Ptacek und ihrem multiprofessionellen Team freuen können, kommt nicht von ungefähr. Die angehenden Gesundheits- und  Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und  Krankenpfleger haben nicht nur hochmotiviert, und im dritten Jahr ihrer Ausbildung auch schon mit großem Wissen ausgestattet, gearbeitet. Sie wurden von Klassenlehrerin Karin Daxenberger und den Lehrkräften an der Reichenhaller Berufsfachschule für Krankenpflege auch optimal auf ihren Einsatz in Berchtesgaden vorbereitet, zum Beispiel mit einer Demenzschulung durch die stellvertretende Schulleiterin Andrea Webersberger. Die hochbetagten Patientinnen und Patienten der Akutgeriatrie konnten sich also unbesorgt der Obhut der Klasse 3 überlassen - und zwar rund um die Uhr. In drei Schichten, organisiert von den gewählten Stationsleitungen Dominique Götzinger und Sven Rothe, meisterten sie den gesamten Stationsalltag eigenständig und eigenverantwortlich. Für alle Fälle waren Stationsleiterin Sabine Stecher oder andere examinierte Pflegekräfte sowie Klassenlehrerin Daxenberger zwar immer im Hintergrund erreichbar. Aber: „Wir haben Hand in Hand gearbeitet und immer  geschaut, dass wir selber eine Lösung finden, nur wenn das nicht gegangen ist, haben wir die Examinierten gefragt“, sagt Sabrina Berner.

Sie lobt wie alle ihre Mitschülerinnen und Mitschüler den tollen Zusammenhalt der Klasse, die in diesen drei Wochen noch einmal richtig zusammengewachsen sei. Schon Mitte Juli beginnt für die jungen Frauen und Männer die Zeit des Staatsexamens. Dafür fühlt sich die Klasse nun noch besser gerüstet, aber auch für das nach erfolgreichem Abschluss im September beginnende Berufsleben. „Es war komplett anders, als wenn man als Schüler auf einer Station ist“, so Lilia Laurus. „Wir haben einen Überblick darüber bekommen, was man alles machen muss“, so Franziska Angerer. Volle Verantwortung und alle Aufgaben auf der Station fügten sich für die Lernenden zu einem Gesamtbild zusammen, bis hin zur konstruktiven und angenehme Zusammenarbeit mit den Therapeuten. „Sie lernen in diesem Ausbildungsprojekt, die Patienten umfassend und patientenorientiert zu betreuen“, betont Schulleiter Helmut Weiß. „Die Akutgeriatrie ist ein sehr arbeitsintensiver Bereich“, erklärt Karin Daxenberger. Gleichwohl ist der Klasse bewusst,  dass sie aufgrund ihrer zahlenmäßigen Stärke ideale Arbeitsbedingungen mit ungewöhnlich viel Zeit für die hochbetagten Patienten erlebt hat. „Wenn wir Zeit hatten, konnten wir am Wochenende mit den Patienten rausgehen“, erzählt Dominique Götzinger.

Sie hat wie Sven Götze den Dienstplan als besondere Herausforderung erlebt, insbesondere während krankheitsbedingter Ausfälle. Die bürokratische Seite des Berufs ist auch den anderen angehenden Pflegekräften begegnet, zum Beispiel bei „Dokumentation oder Entlassung“, sagt Antonia Brandner. Raum sei auch für eine ausreichende und somit alle Seiten zufriedenstellende Kommunikation gewesen, so Lilia Laurus. „Wenn ich die Station zum Feierabend verlassen habe, war ich mir sicher, dass es den Patienten gut geht“, blickt Anna Schlindwein zurück, „es war toll, so viele zu sein.“ Davon hätten auch die Patienten profitiert. Sie und ihre Angehörigen stellten den Schülerinnen und Schülern nur gute Noten aus, nachzulesen in einem von zwei eigens für dieses Ausbildungsprojekt angelegten Büchlein. Dort bedankt sich etwa eine Angehörige „für die liebevolle Fürsorge der Mutter“ und nennt das Projekt „eine Supersache“. Differenzierte Hinweise beinhaltet das zweite, für das Stationspersonal reservierte Heft. Dort steht zum Beispiel: „Ich finde, dass Ihr gut organsiert seid und gewissenhaft arbeitet“, ebenso finden sich Vorschläge zur Optimierung der Arbeit. Der Tenor ist insgesamt sehr positiv und auch die persönlichen Rückmeldungen bestätigen der 3. Klasse und ihrer Schule, auf dem richtigen Weg zu sein.  

Ina Berwanger

Das Lehrerteam

Schulleitung

Lehrer für Gesundheits- und Krankenpflege

stellvertretende Schulleitung
Lehrerin für Alten- und Krankenpflege, MSc Health Studies

Lehrerin für Pflegeberufe

Lehrer für Pflegeberufe

Lehrerin für Pflegeberufe
Pädagogin für Gesundheits- und Pflegeberufe M.A.

Stefanie Albrecht

Lehrerin für Pflegeberufe

Berufsfachschule für Krankenpflege Bad Reichenhall
Kurfürstenstraße 9
83435 Bad Reichenhall
T 0049 8651 772-240
oder
T 0049 8651 772-241
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