08.07.2026 - Kreisklinik Bad Reichenhall

Schnelle Hilfe, Menschlichkeit und moderne Chirurgie

Wie Winfried H. im Hernienzentrum der Kreisklinik Bad Reichenhall schnell perfekte Hilfe fand

Als Winfried H. die Diagnose Leistenbruch erhält, wendet er sich auf Empfehlung eines Bekannten an ein Hernienzentrum in Baden-Württemberg. Doch dort folgt die Ernüchterung: Ein Operationstermin sei erst zum Jahresende möglich, so die kühle Auskunft. Rund sechs Monate Wartezeit – keine akzeptable Perspektive für den Selbständigen und fitness-begeisterten Berggeher.

 „Diese Wartezeit hätte meine Lebensqualität erheblich eingeschränkt“, sagt er. „Das wollte ich nicht, ich hätte während der langen Zeit wahrscheinlich ständig an mögliche Komplikationen gedacht. Und darum habe ich an meinem Wohnort geschaut und festgestellt, dass wir hier ja auch ein zertifiziertes Hernienzentrum haben.“  Winfried H. wendet sich telefonisch an die Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Kreisklinik Bad Reichenhall und merkt den Unterschied sofort. „Schon beim ersten telefonischen Kontakt hatte ich das Gefühl, es mit Menschen zu tun zu haben, die mir helfen wollen – verständnisvoll, klar und zugewandt. Nach zwei Tagen konnte ich schon zum Vorstellungstermin kommen, sechs Tage später fand der Vorbereitungstermin und nach weiteren zwei Tagen der OP-Termin statt. Wir sprechen also von insgesamt 10 Tagen, inklusive eines Wochenendes“, ist der Wahl-Reichenhaller auch jetzt noch begeistert.

Dass die Behandlung so zügig erfolgen konnte, ändert für ihn den gesamten Blick auf die medizinische Versorgung in der Region. Seit fast zehn Jahren lebt der 62-Jährige im Berchtesgadener Land und hatte sich mit zunehmendem Alter Gedanken über seine gesundheitliche Versorgung gemacht. Nach seinem Aufenthalt in der Kreisklinik sind diese Sorgen verschwunden: „Der gesamte Ablauf von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Entlassung war für mich ein Beispiel dafür, wie medizinische Versorgung sein sollte. Die ärztliche und pflegerische Betreuung waren durchweg professionell und zugleich empathisch. Besonders der Aufenthalt auf der chirurgischen Station hat mich beeindruckt. Die Pflege erfolgte nicht nur fachlich einwandfrei, sondern mit einer Umsicht und Zuwendung, die ich so nicht erwartet hatte – auch im Umgang mit anderen Patienten, wie ich miterleben konnte.“

Für die medizinische Seite gibt es ebenso eine klar positive Bilanz. Dr. Thomas E. Langwieler, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Kreisklinik Bad Reichenhall und Operateur, erläutert den Eingriff: „Nach ausführlicher Beratung mit Herrn H. entschieden wir uns für eine Versorgung der Leistenhernie in TEPP-Technik. Das ist ein minimal-invasives Operationsverfahren, bei dem über drei kleine Schnitte ein Kunststoffnetz zwischen Bauchdecke und Bauchfell eingelegt wird, um die Bauchdecke zu stabilisieren. Da die Bauchdecke nicht großflächig geöffnet wird, sind postoperative Schmerzen in der Regel minimal und es bleiben nur sehr kleine, kaum sichtbare Narben. Der Eingriff bei Herrn H. verlief planmäßig und ihm ging es auch nach der Operation sofort sehr gut.“

Winfried H. kann schon wenige Stunden nach der OP wieder aufstehen, um die ersten Schritte zu gehen. Bereits einen Tag nach der Operation kann er nach Hause entlassen werden. In der ersten Zeit nach der OP sind Spaziergänge und leichte Betätigung erlaubt, nur schweres Heben soll er für zwei bis drei Wochen vermeiden.

Neben dem optimalen Ergebnis bleibt H. vor allem auch eines in Erinnerung: die Geschwindigkeit, mit der ihm wohnortnah geholfen wurde: „Von sechsmonatiger Wartezeit zur Operation in weniger als zwei Wochen – das ist ein Hernienzentrum, das den Namen verdient“, fasst er seine Erfahrung im Brustton der Überzeugung zusammen.

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Hernienzentrum an der Kreisklinik Bad Reichenhall

Die Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie der Kreisklinik Bad Reichenhall ist als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert. Die Auszeichnung durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) unterstreicht die hohe medizinische Qualität und die langjährige Expertise in der Kreisklinik Bad Reichenhall. Patientinnen und Patienten im Berchtesgadener Land profitieren von modernsten Behandlungsmethoden und einem erfahrenen, interdisziplinären Team, das individuelle Therapieansätze ermöglicht.

Im Hernienzentrum, geleitet von Chefarzt Dr. Thomas E. Langwieler und Oberarzt Stefan Buchholz, werden jährlich ca. 430 Eingriffe durchgeführt. Es werden diverse Hernienarten behandelt, darunter Leisten-, Schenkel-, Narben-, Nabel- und Bauchwandbrüche sowie Zwerchfellbrüche, die oft mit chronischem Sodbrennen einhergehen. Dabei stehen sowohl minimalinvasive als auch konventionelle Operationsverfahren zur Verfügung und es wird für jeden Patienten ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept erstellt. Besonders hervorzuheben ist die spezialisierte Therapie für Zwerchfellbrüche, die in enger Zusammenarbeit mit der Gastroenterologie erfolgt.