Anästhesie
Um einen operativen Eingriff durchführen zu können, ist die Schmerzausschaltung unabdingbar. Diese kann in Form einer Allgemeinanästhesie, einer Regionalanästhesie, einer Kombination aus Allgemein- und Regionalanästhesie durchgeführt werden. Die Aufgaben der modernen Anästhesie reichen weit über den Operationssaal und die Narkosetätigkeit hinaus. Das Fachgebiet basiert auf den vier Säulen - Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin.
Diese Säulen bilden die Grundlage, um höchstmögliche Sicherheit, Heilungschancen und Komfort vor, während und nach einer Operation, nach einem Unfall oder bei einer schweren Erkrankung zu gewährleisten.
Die vier Säulen des Fachgebietes
ANÄSTHESIE
Im Klinikum Traunstein werden jährlich über 16.000 Narkosen in neun zentralen OP-Sälen und an acht dezentralen Arbeitsplätzen durchgeführt, wovon werktäglich zwölf Arbeitsplätze simultan betrieben werden. Hierbei kommen alle modernen Anästhesieverfahren zur Anwendung.
Großen Wert legen wir auf einen hohen Anteil an Regionalanästhesieverfahren (Teilnarkosen), sowohl in der Erwachsenen- als auch in der Kinderanästhesie. Das Ziel ist, eben nur den Körperteil zu betäuben, der tatsächlich operiert wird, oder über die Operation hinaus eine erheblich verbesserte Schmerztherapie zu gewährleisten. Teilnarkosen werden entweder als Einzelinjektion oder als kontinuierliche Katheterverfahren angewandt. Zum Repertoire gehören, neben den rückenmarksnahen Verfahren, auch periphere Nervenblockaden, vermehrt kommen auch ultraschall-gesteuerte Techniken zum Einsatz.
Bei großen Eingriffen stehen uns als fremdblutsparende Maßnahmen die maschinelle Autotransfusion sowie eine differenzierte Gerinnungstherapie zur Verfügung. Zur Sicherheit unserer Patienten kommen modernste Monitoring-Verfahren zum Einsatz.
Nach Operationen in Anästhesie werden die Vitalfunktionen der Patienten im Aufwachraum überwacht und die postoperative Schmerztherapie fortgeführt.
KINDERANÄSTHESIE
Die Kinderanästhesie in der Abteilung bildet einen besonderen Schwerpunkt. Diese Narkosen werden nach höchsten Sicherheitsstandards und von besonders erfahrenen Anästhesisten durchgeführt.
Besonderes Gewicht wird auf die Schmerztherapie vor, während und nach der Operation gelegt. Wo möglich und sinnvoll kommen, noch während Narkose, Verfahren der lokalen oder regionalen Betäubung (sog. Teilnarkose) zum Einsatz, um ein schmerzfreies Erwachen zu ermöglichen. Schmerzen bei Verletzungen und nach Operationen sind jedoch nicht immer zu vermeiden. Mit einem eigens erarbeiteten Konzept zur Kinder-Schmerztherapie ist dies der Maßstab, an dem wir unser Vorgehen messen.
NOTFALLMEDIZIN
Vom Klinikum Traunstein aus werden jährlich ca. 2.600 Notarzteinsätze gefahren und geflogen. Die Einsätze werden ungefähr zu gleichen Teilen vom Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und vom Rettungshubschrauber (RTH) „Christoph 14“ übernommen.
Die Notärzte rekrutieren sich aus den akutmedizinischen Fächern Anästhesie, Chirurgie und Innere Medizin und bilden die Notarztgemeinschaft Traunstein, die gemeinsam mit den versorgenden Abteilungen des Klinikums eine effektive und auf hohem Niveau stattfindende Notfallversorgung für den Landkreis Traunstein und über die Landekreisgrenzen hinaus gewährleistet - auch im Bereich der Bergrettung.
INTENSIVMEDIZIN
Die Betreuung von lebensbedrohlich erkrankten Patienten oder von Patienten nach großen Operationen findet auf der Intensivstationen und Intermediate Care Station (Intensivüberwachungsstation) statt.
zur Intensivmedizin
SCHMERZTHERAPIE
Hierzu gehört die Betreuung von Patienten mit postoperativen Schmerzen auf den Stationen (Akutschmerzdienst) und von Patienten mit chronischen Schmerzen - ambulant oder stationär.
Sekretariat
T +49 861 705-1251
F +49 861 705-1526
Sprechstunden
Terminvereinbarung
T +49 861 705-1796
Montag bis Donnerstag
09:00 bis 13:00
13:30 bis 17:30 Uhr
Freitag
09:00 bis 13:00
13:30 bis 16:10 Uhr
Intensivstation
Operative Intensivstation, Teil Nord
T +49 861 705-31216
Operative Intensivstation, Teil Süd
T 0861 705-1396
Schmerztagesklinik
T +49 861 705-1381
Ärztliche Fort- und Weiterbildung
Die Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie verfügt über die volle Weiterbildungsbefugnis für
- Anästhesiologie (5 Jahre)
- Zusatzweiterbildung Intensivmedizin, Spezielle Intensivmedizin (1 Jahr) WBO 2021
- Zusatzweiterbildung Spezielle Schmerztherapie (1 Jahr)
- Notfallmedizin
Für die Abteilung besteht ein strukturiertes Weiterbildungs-Curriculum.
Ziele dieses Curriculums sind:
- die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu erleichtern
- durch Formulierung von Ausbildungszielen Mitarbeiter effektiv an unterschiedliche Dienststufen heranzuführen
- dem Weiterbildungs-Assistenten in den vorgeschriebenen 5 Jahren Weiterbildung die notwendigen Voraussetzungen für die Facharztprüfung zu geben.
Evaluation der Weiterbildung "Anästhesiologie" im Klinikum Traunstein
Im Klinikum Traunstein, als Akademischem Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München, werden in der Anästhesiologie pro Tertial bis zu drei Studenten im Praktischen Jahr (letztes Studienjahr) ausgebildet. Zudem bietet die Abteilung Famulaturen an.
Kranken- und Gesundheitspfleger/innen können sich am Klinikum Traunstein berufsbegleitend zur Anästhesie und Intensivpflege-Fachkraft weiterbilden.