Ihr Aufenthalt
Der Aufenthalt in einer Klinik ist für Sie als Patientin oder Patient eine Ausnahmesituation. Vielleicht stellt er eine neue oder auch schwierige Situation dar. Umso mehr fühlen wir uns verpflichtet alles dafür zu tun, Ihnen den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Besuchsregelung in den Kliniken Südostbayern
Wir freuen uns, wenn Angehörige oder Bekannte Sie während des stationären Aufenthalts besuchen möchten. Der Kontakt zu nahestehenden Menschen trägt schließlich zur Genesung bei und das unterstützen wir. Jede Patientin und jeder Patient soll sich sowohl wie möglich fühlen.
Besuch erfreut jedoch nicht immer, sondern kann auch anstrengend sein. Zu viele Besucher zur gleichen Zeit sollten nicht zu Ihnen kommen. Denn dies überfordert nicht nur Sie, sondern möglicherweise auch Ihre ruhebedürftigen Mitpatienten.
Sollten während der Besuchszeit ärztliche oder pflegerische Tätigkeiten durchgeführt werden müssen, bitten wir Ihre Besucher, das Krankenzimmer zu verlassen.
- Unsere täglichen Kernbesuchszeiten sind von 14:00 bis 17:00 Uhr. Wir bitten Sie diese einzuhalten.
- Auf den Intensivstationen können nach Absprache die Besuchszeiten individuell abgestimmt werden.
- Eltern können ihre Kinder (in der Kinderklinik in Traunstein) jederzeit besuchen. Wir freuen uns sogar ausdrücklich darüber. Wenn es räumlich möglich ist, können sie auch bei ihrem Kind übernachten.
- Auf den Geburtshilflichen Stationen in Traunstein und Bad Reichenhall sind uns frischgebackene Väter jederzeit willkommen. Die übrigen Besucher möchten wir bitten, die Besuchszeiten von 14:00 bis 17:00 Uhr einzuhalten und den Besuch möglichst auf zwei Personen zur selben Zeit zu begrenzen.
Verpflegung
Auch im Krankenhaus gilt, dass gutes Essen und Trinken neben der medizinischen Versorgung zum Wohlbefinden und zur Zufriedenheit der Patienten beiträgt und sich dadurch positiv auf den Genesungsprozess auswirkt.
Unsere Küchenchefs greifen beim Zubereiten der Speisen auf regionale und gentechnikfreie Produkte zurück. Unsere Krankenhausküche ist dafür eingerichtet, jederzeit Sonderwünsche der Patienten zu erfüllen.
Die wöchentlichen Speisepläne befinden sich in Ihrem Zimmer. Sie haben die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Menüangeboten und Kostformen zu wählen und können die aufgeführten Beilagen beliebig austauschen. Bei der Zusammenstellung des Frühstücks können Sie zwischen verschiedenen Brotsorten, pikantem und süßem Belag und einem Müsli wählen.
Unser Getränkeangebot rundet Ihr individuelles Frühstück ab. Sie können also Ihre Verpflegung nach persönlichem Geschmack und Gewohnheiten zusammenstellen. Patienten der Wahlleistungsstation haben zusätzliche Auswahlmöglichkeiten.
In einigen unserer Standorte kommen unsere Menüassistentinnen zu jedem Patienten, um ihn nach seinen Wünschen bei der individuellen Zusammenstellung des Menüs (z.B. halbe Portion, keine Suppe usw.) zu befragen.
Unverträglichkeiten und Allergien teilen Sie bitte der Ärztin oder dem Arzt sowie den Pflegekräften mit. Die Diätkostformen, die Sie einhalten sollen oder die bei uns auf ärztliche Anordnung erteilt werden, stellen unsere Diätassistentinnen zusammen.
Diätassistenten
Unsere Diätassistenten sind
- kompetente Partner insbesondere für die Diät- und Ernährungsberatung von Patienten
- für die Überwachung der praktischen Umsetzung der ärztlich verordneten Kost sowie das Management der Diätküche und Anleitung des Personals verantwortlich
- für die Entwicklung, Erfüllung, Umsetzung und Bewertung von Maßnahmen im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung zuständig
- eine wichtige Verbindung zwischen Ärztin / Arzt, Patientin / Patient und Angehörigen.
Cafeteria
Für die Zeit mit Ihren Besuchern stehen Ihnen unsere Cafeterien mit einem reichhaltigen Angebot an Speisen, Snacks und Getränken zur Verfügung.
Entertainment Bleiben Sie in Kontakt
Unsere Patientenzimmer sind mit Telefon, Fernseher und Radio ausgestattet. Für unsere Entertainmentsysteme wenden Sie sich bitte direkt an die Information oder auf der Station des jeweiligen Standortes. Dort werden Sie über den aktuellen Stand bezüglich der Nutzung von Telefon und Fernsehgeräten informiert.
Geld und Wertsachen
Größere Geldbeträge, Schmuck oder sonstige Wertgegenstände sollten Sie nicht in die Klinik mitnehmen. Lassen Sie sie zu Hause oder geben Sie sie Ihren Angehörigen mit. In Einzelfällen können Wertsachen bei der Verwaltung (Kasse) in der Eingangshalle zur kostenlosen Aufbewahrung abgegeben werden. Für Wertsachen, die in Ihrem Zimmer abhandenkommen, haftet die Klinik nicht!
Aufenthalt außerhalb Ihres Zimmers
Wenn Ihre Genesung soweit fortgeschritten ist, dass Sie Ihr Zimmer verlassen können, bestehen Aufenthaltsmöglichkeiten im Stationsbereich, in der Eingangshalle, in der Cafeteria und bei gutem Wetter auch in unseren Außenbereichen. Denken Sie aber bitte daran, mit Ärztin oder Arzt zu besprechen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um aufzustehen.
Seien Sie jedoch bitte während der ärztlichen Visiten, Behandlungszeiten und Mahlzeiten in Ihrem Zimmer.
Wir bitten Sie, sich bei Verlassen Ihres Zimmers beim Pflegepersonal abzumelden.
Wir weisen besonders darauf hin, dass auf den Wirtschaftshöfen durch den täglichen LKW-Verkehr Gefahren drohen. Er gehört deshalb nicht zum Aufenthaltsbereich für Patienten.
Rauchen
Das Rauchen ist in unseren Kliniken - außer in den ausgewiesenen Raucherpavillons, bzw. Raucherbereichen - auch mit Rücksicht auf Ihre Mitpatienten und wegen der Brandgefahr grundsätzlich nicht gestattet.
Patientensicherheit
„Patientensicherheit ist nicht etwas was ein Krankenhaus per se hat, sondern das was ein Krankenhaus dafür tut.“
Unerwünschte Ereignisse, die das ungewollte Ergebnis einer Behandlung sind, gefährden die Patientensicherheit. Deshalb setzt sich die Kliniken Südostbayern AG für Strategien zur Vermeidung unerwünschter Ereignisse ein. Viele unerwünschte Ereignisse gehen auf Fehler zurück, die infolge komplexer und arbeitsteiliger Abläufe entstehen. Die wichtigsten Instrumente zur Verbesserung der Patientensicherheit sind daher das gemeinsame Lernen aus Fehlern und die Umsetzung bereits bekannter Maßnahmen zur Fehlerprävention.
Fehler in der Gesundheitsversorgung?
Fehler geschehen überall, wo Menschen arbeiten. Der Schlüssel zur Verbesserung liegt nicht in Appellen an die Sorgfalt und in Schuldzuweisungen, sondern in der Entwicklung einer konsequenten und konstruktiven Sicherheitskultur. Ungewollte Behandlungsergebnisse sind nicht beabsichtigt und gehören dennoch zur medizinischen Versorgungswirklichkeit. Gehen sie auf Fehler zurück, so werden sie als vermeidbare unerwünschte Ereignisse bezeichnet. Fehler sind deshalb ein wichtiger Hebel, die Patientensicherheit nachhaltig zu verbessern.
Das Zusammenarbeiten vieler Menschen in komplexen Systemen, hohe Arbeitsbelastungen und das Fällen schneller Entscheidungen in Krisensituationen sind Risikokonstellationen, die für Gesundheitsberufe charakteristisch sind. In diesen Arbeitsumgebungen, wie in allen anderen, machen Menschen auch Fehler. Entscheidend ist, dass die Analyse dieser Fehler zeigen kann, an welchen Stellen es Schwachpunkte gibt und welche Mechanismen greifen, um Schadensfolgen zu verhindern.
Nur wer anerkennt, dass auch in der Gesundheitsversorgung Fehler passieren, wird deshalb die Fähigkeit haben, erfolgreiche Strategien zur Verbesserung der Patientensicherheit zu entwickeln.
Wir müssen mehr über Fehler lernen und mehr tun!
Oberstes Ziel der Patientensicherheit ist die Vermeidung von unerwünschten Ereignissen, die auf Fehlern beruhen. Die Entdeckung und Analyse von Fehlern ist deshalb ein wichtiger Wissensquell, aus dem man für die Zukunft lernen kann.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Fehler zu entdecken und auszuwerten. Wir nutzen ein freiwilliges, sanktionsfreies Berichts- und Lernsystem (engl.: Critical Incident Reporting Systems, CIRS), Fallbesprechungen, Beschwerdemanagement und Ursachenanalysen. Darüber hinaus kommt es darauf an, das eigene Wissen mit anderen zu teilen. Wer anderen die Möglichkeit gibt, aus erlebten Fehlern zu lernen, hilft ihnen, diese Fehler nicht selbst zu machen. Offener Austausch und gemeinsames Lernen sind deshalb der Schlüssel für gelebte Patientensicherheit.
Einige Maßnahmen haben sich bereits als wirkungsvoll in der Fehlerprävention erwiesen. Wir nutzen unter anderem Patientenarmbänder zur sicheren Patientenidentifikation und setzten Checklisten in der operativen Versorgung und anderen Bereichen ein. Ein Trainings- und Simulationszentrum ist aufgebaut, ein weiterer wichtiger Baustein bei der Überwindung unsicherer Handlungen.
Verlust eines Wertgegenstands
Wenn Sie oder Ihre Angehörigen während des Aufenthalts innerhalb einer der Einrichtungen der Kliniken Südostbayern AG den unverschuldeten Verlust eines Wertgegenstand zu verzeichnen haben, melden Sie sich bitte mit dem ausgefüllten Verlustmeldebogen und einem Kostennachweis beim .
Herausgabe von Behandlungsunterlagen
Sind Sie als Patient zu einem ambulanten oder stationären Aufenthalt in einer unserer Kliniken, wird für Sie eine persönliche Fallakte angelegt. Oft benötigt man für Versicherungen oder ähnliches diese Behandlungsunterlagen.
Da der Arztbrief in vielen Fällen nicht ausreicht, haben Sie die Möglichkeit, eine Kopie Ihrer Patientenakte eines oder mehrerer Aufenthalte in unseren Kliniken zu beantragen.
Jeder Patient hat das Recht, seine persönliche Akte kostenfrei einzusehen – sofern dies vorher mit dem entsprechenden Arzt oder Ärztin des Fachbereiches abgeklärt wurde.
Die Berechtigung zur Aktenherausgabe wird im Einzelfall geprüft. Zuständig für die Entscheidung der Herausgabe sind die jeweiligen Kliniken/Fachabteilungen. Bitte beachten Sie, dass es den Mitarbeitern der Herausgabestelle nicht gestattet ist, Auskünfte zu erteilen, die über die Bestellformalitäten hinausgehen.
Bei der Herausgabe der Behandlungsunterlagen gibt es, abhängig vom Antrag-Stellenden, einige Unterschiede bei den als Nachweis zu erbringenden Unterlagen:
Sind sie Patient und benötigen ihre eigenen Behandlungsunterlagen, dann melden Sie sich bitte bei der unten angegebenen Email-Adresse und senden Sie uns zusätzlich zum Antrag, den sie als PDF am Ende dieses Absatzes finden, ein Lichtbild oder Scan ihres gültigen Personalausweises.
Soweit der Antragsteller nicht mit der Person des Patienten übereinstimmt, wird die Vorlage einer Vollmacht, einer Schweigepflichtentbindung und eines Personalausweises erforderlich. Falls Sie in Behandlung einer externen Praxis oder einer unserer Fachärztezentren waren, melden Sie sich bitte dort für die Einsicht in Ihre Unterlagen.
Senden Sie bitte die notwendigen Unterlagen an
Datenschutz
Persönliche und medizinische Patientendaten zur Abrechnung und Dokumentation werden im Krankenhaus streng vertraulich behandelt. Alle Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht. Der Schutz vor Missbrauch personenbezogener Daten im Sinne des Datenschutzgesetzes ist sichergestellt. Patientendaten können nur mit Ihrer ausdrücklichen Genehmigung an Dritte (wie z.B. Ihre Krankenkasse) weitergegeben werden. Aus dem gleichen Grunde dürfen auch keine telefonischen Auskünfte erteilt werden.