22.07.2026 - Kliniken Südostbayern

Kliniken Südostbayern verbessern wirtschaftliche Lage deutlich

Präsentierten den Jahresbericht 2025 der Kliniken Südostbayern (v.l.n.r.): Landrat und KSOB-Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Danzer, KSOB-Vorstand Philipp Hämmerle, KSOB-Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher sowie Landrat und stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Michael Koller.
Präsentierten den Jahresbericht 2025 der Kliniken Südostbayern (v.l.n.r.): Landrat und KSOB-Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Danzer, KSOB-Vorstand Philipp Hämmerle, KSOB-Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher sowie Landrat und stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Michael Koller.

Geschäftsbericht 2025 vorgestellt: Deutliche Ergebnisverbesserung, steigende Patientenzahlen und klare Forderung nach auskömmlicher Reformfinanzierung

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Kliniken Südostbayern (KSOB) wurde am vergangenen Dienstag der Geschäftsbericht für das Jahr 2025 vorgestellt. Im anschließenden Pressegespräch zogen die beiden Vorstände eine positive Bilanz der wirtschaftlichen Entwicklung und ordneten die Auswirkungen der jüngsten gesetzlichen Änderungen auf die Zukunft der Krankenhausversorgung ein.

Deutliche wirtschaftliche Verbesserung im Jahr 2025

Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen konnten die Kliniken Südostbayern ihre wirtschaftliche Situation im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. Das Jahresergebnis verbesserte sich um mehr als 42 Prozent, das Defizit im operativen Ergebnis (EBITDA) konnte im Vergleich zu 2024 halbiert werden. Gleichzeitig erzielten die KSOB einen positiven operativen Cashflow von rund 0,94 Millionen Euro.

Auch die betrieblichen Erträge entwickelten sich erfreulich: Sie stiegen um 7,2 Prozent auf 380,5 Millionen Euro. Die Erlöse aus Krankenhausleistungen erhöhten sich um 9,2 Prozent auf 331,7 Millionen Euro.

„Das vergangene Jahr war von einer bemerkenswerten Stabilisierung geprägt. Das ist ein gemeinsamer Erfolg, den wir dem großen Einsatz unserer Mitarbeitenden und der finanziellen Unterstützung durch unsere Anteilseigner, die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land, zu verdanken haben“, betonte KSOB-Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher.

Mehr Patientinnen und Patienten als vor der Pandemie

Auch die Entwicklung der Patientenzahlen bestätigt den positiven Trend. Mit insgesamt 160.107 behandelten Patientinnen und Patienten wurde nicht nur das Vorjahresniveau übertroffen, sondern erstmals auch wieder die Fallzahl des Jahres 2019 vor der Corona-Pandemie.

Die stationären Fallzahlen stiegen auf 53.476 (+2,7 Prozent), die ambulanten Behandlungen auf 106.631 (+5,5 Prozent). Insbesondere das Wachstum im ambulanten Bereich entspricht der strategischen Ausrichtung der Klinikreform und bestätigt den eingeschlagenen Kurs der Kliniken Südostbayern.

Reform braucht verlässliche Finanzierung

Trotz der positiven Entwicklung sehen die KSOB die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin mit Sorge. Als größte Herausforderung für die kommenden Jahre bewerten sie das vom Bund beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Dieses begrenzt künftig die Erlösentwicklung, berücksichtigt Tarifsteigerungen nur eingeschränkt und verschärft damit den wirtschaftlichen Druck auf die Krankenhäuser.

„Die Klinikreform verfolgt wichtige strukturelle Ziele. Damit sie gelingen kann, müssen die Kliniken aber auch finanziell in die Lage versetzt werden, diese Veränderungen umzusetzen. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz setzt hier aus unserer Sicht ein schwieriges Signal: Dadurch drohen notwendige und bereits erfolgreich angestoßene Transformationsprozesse ausgebremst zu werden“, erklärt KSOB-Vorstand Philipp Hämmerle.

Die Kliniken Südostbayern stehen hierzu weiterhin in engem Austausch mit ihren Anteilseignern und setzen sich für eine auskömmliche Finanzierung der Krankenhausreform ein.

Dank an die Mitarbeitenden

Abschließend dankte der Vorstand allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz und ihr großes Engagement.

„Die positive Entwicklung der Kliniken Südostbayern ist das Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit aller Berufsgruppen an unseren Standorten. Dieses Engagement bildet die Grundlage für eine hochwertige medizinische Versorgung in der Region und für die erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Klinikverbunds“, so der Vorstand.