Meilenstein für die Gesundheitsversorgung in Südostbayern
Kliniken Südostbayern eröffnen zweiten Bauabschnitt am Klinikum Traunstein
Mit der feierlichen Eröffnung des zweiten Bauabschnitts am Klinikum Traunstein setzen die Kliniken Südostbayern AG (KSOB) ihre Medizin- und Standortstrategie konsequent fort. Rund 54 Millionen Euro wurden in den neuen Gebäudekomplex investiert, der künftig unter anderem die Neonatologie, das Perinatalzentrum, die Kinder- und Jugendmedizin, die Kinderintensivmedizin, die Intensivmedizin für Erwachsene sowie die Psychosomatik beherbergt. Zahlreiche Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft nahmen gemeinsam mit Staatsministerin Michaela Kaniber in Vertretung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsministerin Judith Gerlach an dem Festakt teil.
„Wenn Kinder krank sind, brauchen Familien vor allem eines: die Gewissheit, dass sie schnell und bestmöglich versorgt werden. Genau dafür steht dieser Neubau. Er schafft moderne Medizin für die Menschen in der Region und gibt Eltern Sicherheit in schwierigen Momenten. Dass der Freistaat dieses wichtige Projekt mit rund 31,5 Millionen Euro unterstützt hat, zeigt: Wir investieren ganz bewusst in eine starke Gesundheitsversorgung – auch außerhalb der großen Städte. Denn gleichwertige Lebensverhältnisse gehören zu unserem Verständnis von Heimat“, so Staatsministerin Michaela Kaniber, die die Staatsregierung bei der Einweihung des Neubaus vor Ort vertrat.
„Ein Krankenhaus ist weit mehr als ein Gebäude. Für unsere Patientinnen und Patienten zählt in entscheidenden Momenten vor allem eines: Sind wir hier in guten Händen? Diese Frage beantworten wir jeden Tag mit medizinischer Qualität, Menschlichkeit und den Rahmenbedingungen, unter denen unsere Mitarbeitenden arbeiten“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Kliniken Südostbayern AG, Dr. Uwe Gretscher, zur Eröffnung.
Der neue Bauabschnitt ist Teil eines langfristigen Modernisierungskonzepts für das Klinikum Traunstein. Bereits mit dem ersten Bauabschnitt wurden zentrale Bereiche des Klinikums neu strukturiert. Mit dem nun fertiggestellten zweiten Bauabschnitt entstehen moderne Strukturen für hochspezialisierte medizinische Leistungen. Der dritte Bauabschnitt mit einem neuen Zentral-OP, erweiterten diagnostischen Bereichen und zusätzlichen Pflegeeinheiten ist bereits projektiert.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte anlässlich der Eröffnung: „Mit dem Neubau schreitet der Ausbau des Klinikums Traunstein zum Versorgungsschwerpunkt innerhalb des Klinikverbundes Kliniken Südostbayern und der Region weiter voran. Das begrüße ich, denn solche Umstrukturierungen sind auch mit Blick auf die Krankenhausreform des Bundes notwendig. Für die Menschen vor Ort wird dadurch eine Kinder- und Jugendmedizin auf höchstem Niveau sichergestellt. Ich freue mich, dass wir diese wichtigen Baumaßnahmen unterstützen konnten – Bayern bleibt ein verlässlicher Partner der Kliniken und wird auch zukünftig in eine flächendeckende Krankenhausversorgung investieren.“
„Mit dem zweiten Bauabschnitt investieren wir nicht nur in moderne Gebäude. Wir investieren in bessere Abläufe, moderne Medizintechnik, attraktive Arbeitsbedingungen und eine Infrastruktur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt“, erklärte KSOB-Vorstand Philipp Hämmerle. Ziel sei es, medizinische Prozesse weiter zu optimieren, kurze Wege zu schaffen und die Voraussetzungen für eine leistungsfähige Patientenversorgung über viele Jahrzehnte zu sichern.
Frühzeitig auf die Krankenhausreform vorbereitet
Die Investition steht zugleich für die strategische Weiterentwicklung der Kliniken Südostbayern. Das Klinikum Traunstein übernimmt als Schwerpunktversorger zentrale Aufgaben weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Die neuen Strukturen schaffen die infrastrukturellen Voraussetzungen, um den steigenden Anforderungen der Krankenhausreform mit ihren Schwerpunkten auf Qualität, Spezialisierung und Zentrenbildung gerecht zu werden.
„Unser Medizin- und Standortkonzept verfolgt diesen Weg bereits seit Jahren konsequent. Die heute eröffneten Bereiche sind deshalb weit mehr als ein Neubau – sie sichern die Zukunftsfähigkeit unseres Klinikums und stärken die medizinische Versorgung in der gesamten Region“, so Hämmerle.
Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Besonders die Kooperation mit dem InnKlinikum wird kontinuierlich ausgebaut. Bereits heute arbeiten beide Klinikverbünde in mehreren hochspezialisierten medizinischen Bereichen erfolgreich zusammen. Auch die Versorgung von Früh- und Neugeborenen wird künftig im Rahmen eines gestuften Perinatalzentrums gemeinsam weiterentwickelt.
Gemeinschaftsprojekt für die Region
Mit einer Investitionssumme von rund 54 Millionen Euro zählt der zweite Bauabschnitt zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten im Gesundheitswesen der Region. Ermöglicht wurde das Vorhaben maßgeblich durch die Förderung des Freistaats Bayern.
Der erste Bauabschnitt der Generalsanierung wurde vom Freistaat bereits mit knapp 20 Millionen Euro gefördert. Zudem hat die Staatsregierung für den nachfolgenden dritten Bauabschnitt für ein neues OP-Zentrum, Entbindungsräume und neue Funktionsdiagnostik rund 57 Millionen Euro zugesagt.
Die Vorstände der Kliniken Südostbayern dankten der Bayerischen Staatsregierung für die umfangreiche Unterstützung sowie allen Planungsbüros, Architektinnen und Architekten, den ausführenden Unternehmen und den zahlreichen Projektbeteiligten. Ein besonderer Dank galt darüber hinaus den Förderern, insbesondere Sternstunden e. V. sowie der Eva Mayr-Stihl Stiftung, die zusätzliche Ausstattungen wie das biodynamische Licht auf den Intensivstationen ermöglicht haben.
Ebenso würdigten die Vorstände das Engagement der Mitarbeitenden: Während der gesamten Bauzeit sei es gelungen, die umfangreichen Baumaßnahmen parallel zum laufenden Klinikbetrieb umzusetzen und gleichzeitig jederzeit eine hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen.
Außenansicht Neue Kinderklinik
Neonatologie mit Stillstuhl und Rooming-In
