Erfolgreiches Überwachungsaudit bestätigt hohe Qualität des OZs
Onkologisches Zentrum und seine Kooperationspartner setzen Maßstäbe in der regionalen Krebsversorgung
Das Onkologische Zentrum am Klinikum Traunstein hat das turnusmäßige Überwachungsaudit im Juli erneut mit einem hervorragenden Ergebnis bestanden. Die unabhängigen Auditoren bestätigten die hohe Qualität der interdisziplinären Krebsversorgung sowie die exzellente Zusammenarbeit innerhalb des regionalen onkologischen Netzwerks. Beanstandungen wurden im Rahmen des Audits nicht festgestellt.
Als zentraler Baustein der Krebsversorgung in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land vereint das Onkologische Zentrum die Expertise zahlreicher medizinischer Fachdisziplinen und externer Kooperationspartner. Durch die enge Verzahnung von Diagnostik, Therapie, Nachsorge und unterstützenden Angeboten profitieren Patientinnen und Patienten von einer wohnortnahen Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau.
Im Rahmen des Audits überprüften unabhängige Experten die Einhaltung der anspruchsvollen Qualitätsstandards sowie die medizinischen und organisatorischen Abläufe des Zentrums. Hervorgehoben wurden die hohe fachliche Kompetenz aller Beteiligten, die strukturierte Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks sowie die konsequente Patientenorientierung.
Leistungsstarke Zentren
Zu den besonderen Stärken des Onkologischen Zentrums zählt die Viszeralchirurgie, die mit ihren Fallzahlen bei Darmkrebs bundesweit zu den zehn Prozent der leistungsstärksten zertifizierten Zentren gehört. Ebenso würdigten die Auditoren die erfolgreiche Etablierung der robotergestützten Chirurgie: Seit 2023 wurden bereits rund 800 Eingriffe durchgeführt, 150 allein im Jahr 2025, bei einer Auslastung des Systems von über 90 Prozent. Weitere Meilensteine sind die Inbetriebnahme eines PET/CT-Geräts im Herbst 2026 sowie die geplante Teilnahme der Hämatologie an der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV).
Auch das Brustkrebszentrum wurde ausdrücklich positiv bewertet. Die Verlagerung der operativen Versorgung von Bad Reichenhall nach Traunstein im Zuge der Umsetzung der G-BA-Mindestmengen konnte erfolgreich umgesetzt werden. Die Zahl der behandelten Patientinnen blieb dabei stabil. Ergänzend sorgt eine Portalsprechstunde in Bad Reichenhall weiterhin für eine wohnortnahe Betreuung. Vier spezialisierte Operateure gewährleisten eine hohe Versorgungsqualität, während der Zeitraum zwischen Diagnosestellung und Therapiebeginn mit durchschnittlich lediglich 14 Tagen besonders kurz ist.
Hämatologie erweitert
Besonders beeindruckt zeigten sich die Auditoren zudem von der Entwicklung der Hämatologie und Onkologie. Mit jährlich rund 22.000 Patientenkontakten, einer Erweiterung der stationären Kapazitäten von 32 auf 38 Betten, einem eigenen Molekularen Tumorboard sowie einer Tagesklinik mit erweiterten Öffnungszeiten von 7 bis 18 Uhr verfügt der Bereich über eine sehr leistungsfähige Infrastruktur für die Behandlung komplexer Krebserkrankungen.
Uneingeschränkt positiv bewertet wurden darüber hinaus die Leistungen der Apotheke, der Pathologie, der Radiologie, der Nuklearmedizin sowie der Palliativversorgung. Als Besonderheit würdigten die Auditoren außerdem die Arbeit des Fördervereins „Gemeinsam gegen Krebs“, der jährlich rund 100.000 Euro vollständig pharmaunabhängig über Spenden für die Unterstützung krebskranker Menschen bereitstellt – ein im Zertifizierungssystem außergewöhnliches Engagement.
Ein starkes Netzwerk in und für die Region
„Das sehr gute Ergebnis des Überwachungsaudits unterstreicht die hohe Qualität unserer onkologischen Versorgung. Besonders freut uns die positive Rückmeldung der Auditoren zu unserem starken Netzwerk und der vertrauensvollen Zusammenarbeit aller beteiligten Partner. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten verstehen wir als wertvolle Impulse, um unsere Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern“, sagt Dr. Thomas W. Kubin, Sprecher des Onkologischen Zentrums und Chefarzt der Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin der Kliniken Südostbayern.
Neben der Bestätigung der hohen Qualitätsstandards gaben die Auditoren auch einzelne Anregungen für die weitere Optimierung bestehender Abläufe. So sollen künftig unter anderem Ergebnisse der interdisziplinären Tumorkonferenzen noch stärker automatisiert in die Arztbriefe übernommen werden. Darüber hinaus wird geprüft, die onkologische Fachpflege in allen Organkrebszentren noch umfassender einzubinden. Diese Empfehlungen fließen in die kontinuierliche Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements ein.
Mit dem erfolgreichen Überwachungsaudit bestätigt das Onkologische Zentrum am Klinikum Traunstein erneut seinen hohen Qualitätsanspruch und seine zentrale Rolle als kompetenter Ansprechpartner für die Behandlung von Krebserkrankungen in der Großraum-Region. Gemeinsam mit seinen zahlreichen Kooperationspartnern steht es für eine moderne, vernetzte und wohnortnahe Krebsmedizin auf höchstem Niveau.