ECMO - Ausbau stationärer und mobiler Kapazitäten
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krankheiten des Atmungssystems gehören neben Krebserkrankungen zu den drei häufigsten Todesursachen. Bei einem anhaltenden Herz-Kreislauf-Stillstand ist der Einsatz eines ECMO-Geräts (= künstlicher Herz-Lungen-Ersatz) die einzige Methode, um schwere neurologische Folgeschäden oder gar das Versterben des Patienten abzuwenden.
ECMO Geräte stehen meist nur an Unikliniken oder Herzzentren zur Verfügung. Das Klinikum Traunstein hatte aber schon im Jahr 2011 ein ECMO Team aufgebaut, da im Ernstfall der Transport aus Traunstein in ein ECMO Zentrum oft zu spät oder gar nicht mehr möglich war.
Das Projekt hatte zum Ziel mit zwei zusätzlichen Geräten den gleichzeitigen Betrieb von drei ECMO Plätzen auf der Intensivstation sicherzustellen. Zusätzlich sollte auch der zeitkritische mobile Einsatz ausgebaut werden, um für Patienten an Ort und Stelle des Geschehens eine möglichst frühzeitige Kreislaufstabilisierung zu erreichen. Da im Ernstfall viel Zeit geht verloren, wenn zunächst ein Rettungsfahrzeug angefordert und das Equipment verladen werden muss, wurde ein eigenes spezielles ECMO-REA (Extrakorporale Membranoxygenierung – Reanimation) Einsatzfahrzeug mit Blaulicht angeschafft.
Gesamtbudget: 320.000 Euro
Förderung durch Eva Mayr-Stihl Stiftung: 320.000 Euro