KLINIKUM TRAUNSTEIN

High-Tech für die Kleinsten

Von allen bildgebenden Verfahren hat in der Neugeborenen-Intensivmedizin die Ultraschalluntersuchung den höchsten Stellenwert. Die Untersuchung kann jederzeit am Patientenbett ohne Nebenwirkungen durchgeführt werden. 
Häufige Fragestellungen bei intensivpflichtigen Neu- und Frühgeborenen sind die Untersuchung des Gehirns, des Herzens, der Lunge und der Bauchorgane. Eine Kernspintomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT)-Untersuchung erfordern den Transport der Kinder und haben den Nachteil einer notwendigen Narkose für die Untersuchung (MRT) oder einer Strahlenbelastung (CT). Herzkatheteruntersuchungen bei angeborenen Herzfehlern sind bei der Ultraschalldiagnostik durch erfahrene Kinderkardiologen in der Regel nicht mehr erforderlich. Gerade in lebensbedrohlichen Situationen ist eine schnelle Diagnostik unabdingbar. Eine rasche Therapie durch die Anlage von Kathetern in herznahe Gefäße und die Anlage von Drainagen, z.B. bei Luft zwischen den Lungenblättern oder im Herzbeutel, ist durch Ultraschallkontrolle sicher möglich. Auch bei bettseitigen kinderchirurgischen Operationen kann durch Ultraschallkontrolle das Eingriffsrisiko oft deutlich gesenkt werden, z.B. bei der Entlastung von aufgestauten Nierenbecken oder bei der Anlage eines ‚Ventils‘ nach Hirnblutungen, die leider bei Frühgeborenen nicht selten auftreten.

Für den Einsatz in der Intensivmedizin sind in den letzten Jahren neue und hochspezialisierte Notfallultraschallgeräte entwickelt worden, die jetzt auch für die kleinsten Patienten optimiert wurden und folgende Voraussetzungen erfüllen:

Höchste Bildqualität durch verbesserte Schallkopftechnologien, rasches Hochfahren in Sekunden in Notfallsituationen (bei herkömmlichen Geräten liegt diese Zeit bei drei Minuten), kleinste Spezialschallköpfe (Hockey-Stick Schallköpfe) für sonographisch gesteuerte Gefäßpunktionen bei Früh- und Neugeborenen, verbesserte Hygienebedingungen durch Desinfizierbarkeit der Bedienkonsole zur Reduktion des Infektionsrisikos der Intensivpatienten.
Beengte Verhältnisse auf der Pädiatrischen Intensivstation: Das neue Ultraschallgerät ist durch seine schmale Bauweise besser geeignet zwischen den Patienteneinheiten zu arbeiten.

Aus diesem Grund möchte das Team der Kinderintensivstation durch die Verwendung eines technisch verbesserten und für die speziellen Erfordernisse der Neugeboreren-Intensivmedizin ausgestatteten sowie Notfall-tauglichen hochspezialisiertes Ultraschallgerätes die medizinische Versorgung unserer Frühgeborenen noch weiter optimieren.

Spendenaktion über die VR-Bank:
Mit Hilfe der Unterstützung der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG konnten wir für dieses Spendenprojekt erfolgreich Spenden sammeln.