Qualität der Krebstherapie in Traunstein erneut bestätigt
Erfolgreiche Zertifizierung für das Onkologische Zentrum am Klinikum Traunstein
Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Eine Behandlung an zertifizierten onkologischen Zentren kann die Überlebenschancen für Patientinnen und Patienten jedoch deutlich erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die vom Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung der medizinischen Fakultät an der TU Dresden geleitet wurde. Verglichen wurden Daten zur Diagnostik und Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten, die entweder in zertifizierten onkologischen Behandlungszentren oder in nicht-zertifizierten Kliniken behandelt wurden.
Die hervorragende Erfüllung aller Anforderungen wurde Anfang Juli dem bereits seit 2012 zertifizierten Onkologischen Zentrum am Klinikum Traunstein, vertreten durch den Sprecher Dr. Thomas Kubin und den stellv. Sprecher, Prof. Dr. Christian Schindlbeck, während eines zweitägigen Überwachungstermins bescheinigt. Im Rahmen dieses Audits erhielten auch zwei weitere Onkologische Fach-Zentren am Klinikum Traunstein die begehrte Erst-Zertifizierung.
Diese erhielt zum einen das „Zentrum für Hämatologische Neoplasien“, das zusammen mit der Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin unter der Leitung von Chefarzt Dr. Thomas Kubin und der Praxis Dr. med. Ursula Kronawitter und Dr. med. Christoph Jung betrieben wird. Unter dem Begriff „Hämatologische Neoplasien“ werden verschiedene bösartige Erkrankungen des Blutsystems zusammengefasst. Dazu zählen Leukämien und deren Vorstufen, Lymphdrüsenkrebs, Plasmozytome und weitere Erkrankungen des Knochenmarks.
Im Rahmen des Audittermins erhielt auch das „Urologisch-onkologische Zentrum“ unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Zaak die Erst-Zertifizierung für Hodentumore. Bereits seit 2012 ist das Zentrum für Prostatakrebs zertifiziert. Schon 2006 erhielt das Zentrum für Brustkrebs die Zertifizierung. Somit ist das Onkologische Zentrum des Klinikums Traunstein ein langjähriges Mitglied der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), die heuer das zwanzigjährige Bestehen zertifizierter Zentren nach DKG feiert.
Der Leitende Auditor während dieser zwei Tage war Dr. med. Helge Bischoff, Fachexperte für Onkologische Zentren und Leiter des größten Lungenkrebszentrums Deutschlands an der Universität Heidelberg. Er und fünf weitere Fachexperten zeigten sich hochzufrieden mit dem Ergebnis des Audits und hoben die hohe Expertise und das hervorragende Angebot für die Bevölkerung in den beiden Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land hervor.