Ein kleines Wunder namens Emma
Eines der kleinsten Frühchen der Kinderklinik Traunstein von 2025 ist wohlauf
Wenn man die Kinderintensivstation des Klinikums Traunstein betritt, spürt man manchmal jene besonderen Momente, die einen den Atem anhalten lassen. Einer dieser Augenblicke war der Besuch der kleinen Emma – jenem winzigen Frühchen, das 2025 als eines der kleinsten Babys in die Geschichte der Station eingeht. Gerade einmal 400 Gramm leicht und 27 Zentimeter klein, geboren in der 25. Schwangerschaftswoche, verbrachte sie zehn Wochen auf der Intensivstation und anschließend weitere zwei Wochen auf der Kinderstation. Heute, neun Monate später, sitzt dort ein fröhliches Baby mit fünf Kilo, rosigen Bäckchen und wachen Augen – ein kleines Wunder, das die Herzen im Sturm erobert.
„Es ist für mich immer schön herzukommen “
Als Emmas Familie die Intensivstation betritt, liegt spürbar Rührung in der Luft. Für das Team ist es ein Wiedersehen voller Freude. Für die Eltern ein Ort, an dem sie ihre Dankbarkeit kaum in Worte fassen können. Die Mutter lächelt, als sie sagt: „Es ist für mich immer schön herzukommen und Sie alle wiederzusehen. Da erinnere ich mich, wie gut ich hier betreut wurde. Immer wart ihr für uns da. Ich möchte, dass ihr wisst, wie gut ihr seid – und wie gut es Emma dank Euch geht.“ Ein großes Lob findet die Mutter ebenso für die Gynäkologie, wo sie sich jederzeit bestens betreut fühlte.
Auch Emmas Vater findet bewegende Worte. Beruflich ist er oft als Techniker in großen Münchner Kliniken unterwegs – und gerade deshalb spürt er den Unterschied: „Es gibt keine Worte, die unseren Dank ausdrücken können. Dieses Krankenhaus ist familiär und voller menschlicher Wärme. Wir haben uns hier so geborgen gefühlt.“
Besonders wertvoll für die Familie war, dass das Team die Eltern bei jedem Schritt eingebunden, mitgenommen und informiert hat. Ebenso bedeutend war der Austausch mit anderen Familien, zu denen sie bis heute Kontakt halten.
Prof. Gerhard Wolf, der Chefarzt der Kinderklinik Traunstein, freut sich über dieses Lob: „Diese Anerkennung spiegelt genau das wider, wofür wir als gesamtes Team stehen: die Verbindung von medizinischer Exzellenz und menschlicher Zuwendung.“
Als Ines Pato, stellvertretende Leiterin der Kinderintensivstation, die Emma wochenlang in der Kinderintensivstation begleitet hat, anfängt zu sprechen, beginnt Emmas Gesicht zu leuchten. Sie erkennt die Stimme – jene Stimme, die für sie damals so vertraut war. Ines Pato lächelt gerührt: „In so einem Moment wird es mir richtig bewusst, warum ich meinen Beruf gewählt habe.“
Und als die kleine Emma während des Besuchs anfängt, auf ihren kleinen Fingerchen herumzukauen, schmunzelt das Team, denn jeder weiß sofort, was das bedeutet: Die ersten Zähnchen kündigen sich an. Der Leitende Oberarzt Dr. Ulrich Römer bemerkt es mit Freude: „Es ist doch schön, dass wir jetzt über so normale Babythemen sprechen. Das zeigt, die Frühchenzeit ist vorbei und jetzt geht es ganz normal weiter.“
Ein Kreis, der sich schließt
Emma kommt weiterhin regelmäßig zur Kontrolle zu Dr. Römer und erhält Förderung im Sozialpädiatrischen Zentrum am Klinikum Traunstein. Alles bleibt für das Kind vertraut, denn jeder hier kennt die Familie, kennt Emma, kennt ihre Geschichte.
Als besonders bewegend bleibt ein Moment in Erinnerung: Vor Jahren hatte die Familie Marijic sich an einer Spendenaktion für ein spezielles Frühchen-Ultraschallgerät des Klinikums beteiligt. Damals ahnten sie nicht, dass sie dieses Gerät einmal selbst brauchen würden. Heute erfüllt es sie mit großer Dankbarkeit zu hören, wie viele Spenden bereits für die neue Kinderintensivstation eingegangen sind.
Auch die Mutter wollte weiterhin anderen Frühchen helfen: Mit großer Überzeugung spendete Emmas Mutter damals Muttermilch – ein Zeichen der Dankbarkeit und des Mitgefühls. Und sie wollte Anderen auch Mut machen: Als Emma bereits auf der Normalstation war, gingen Mutter und Tochter oft über die Geburtsstation spazieren. Dort zeigte sie Müttern in ähnlichen Situationen ihr kleines Wunder: ein Lichtblick in schweren Zeiten.
Emma ist heute ein fröhliches, fideles Baby – lebendig, neugierig und von liebevoller Geborgenheit umgeben. Ganz besonders glücklich ist sie mit ihren beiden älteren Geschwistern, die sich rührend um sie kümmern und ihr gern kleine Lieder vorsingen.