28.04.2026 - Kreisklinik Trostberg

Neuer Non-Trauma-Schockraum in der Kreisklinik Trostberg

Schneller handeln, besser helfen: Neuer Non-Trauma-Schockraum in der Kreisklinik Trostberg

Ein beträchtlicher Teil der Notfälle, die in der Notaufnahme einer Klinik ankommen, sind internistische Krisen eines Menschen, also beispielsweise Schwächeanfälle, akute Atemnot, Bauchschmerzen, Fieber oder starke Brustschmerzen. Oft sind internistische Erkrankung zu Beginn oder zu Hause nicht sofort offensichtlich. Patientinnen und Patienten kommen auch mit akuten Beschwerden in die Klinik, die erst einer intensiveren Abklärung bedürfen, bevor eine Diagnose gestellt werden kann.

Dies ist auch in der Kreisklinik Trostberg der Fall, die insgesamt rund 18.000 Notfälle pro Jahr verzeichnet. Und genau für diese Patientinnen und Patienten hat die Klinik ihre Notaufnahme um einen neuen Schockraum erweitert, der auf solche Fälle zugeschnitten ist: einen so genannten Non-Trauma-Schockraum.

Hilfe in den kritischsten Momenten des Lebens

Hubert Pilgram, Leitender Arzt der Zentralen Notaufnahme und der Inneren Medizin der Kreisklinik Trostberg, betont die strategische Bedeutung: „Mit der Erweiterung der Zentralen Notaufnahme durch den Non-Trauma-Schockraum festigt die Kreisklinik Trostberg ihre Rolle als medizinischer Ankerpunkt in der Region – mit dem Ziel, Menschen in den kritischsten Momenten ihres Lebens bestmöglich zu helfen.“

Ein Raum, der nicht für Unfallopfer mit Verletzungen gedacht ist, sondern eben für genau diese internistischen, bei Zuweisung oft unklaren, Notfälle. Der neue Schockraum ist deswegen auch auf Tempo gebaut: Modernste Medizintechnik steht griffbereit, einsatzbereit. Lückenloses Monitoring aller wichtigen Herz-Kreislauf-Parameter ist Standard. Ein hochauflösendes Sonographie-Gerät liefert schnelle, präzise Befunde. Beatmungsgeräte, Instrumente, Notfallmedikamente – alles ist an seinem Platz und spart wichtige Zeit. Und Zeit ist in der Notfallmedizin gleichbedeutend mit Überleben.

Telemetrie-System für externe Live-Unterstützung

Eine weitere und entscheidende Neuerung ist die Vernetzung, denn im neuen Schockraum wird zukünftig ein Telemetrie-System installiert werden. Es wird erlauben, Fachärzte für spezielle Fragestellungen direkt zuzuschalten. Bei schweren Erkrankungen oder akuter Verschlechterung kann die diensthabende Ärztin oder der Arzt Fachärzte im Hintergrund oder auch aus einer anderen Schwerpunktklinik damit live einbinden. Das bedeutet eine Zweitmeinung ohne Zeitverlust und verbessert die Versorgung sofort und direkt vor Ort.

Die Zahlen unterstreichen den Bedarf: Etwa 70 Prozent der internistischen Notfälle in der Notaufnahme in Trostberg müssen stationär weiterbehandelt werden. Bei chirurgischen Fällen sind es rund 40 Prozent. Auch dort ist die Klinik gut aufgestellt. Die Unfallchirurgie unter Leitung von Dr. Martin Zeidler übernimmt die Weiterbehandlung chirurgischer Notfälle.

Hubert Pilgram formuliert es klar: „Der neue Internistische Schockraum ist ein weiterer Baustein der umfassenden Notfallversorgung für unsere Region im nördlichen Chiemgau.“  Ein Raum also, der mehr ist als neue Technik. Er ist das Versprechen, noch schneller reagieren, noch gezielter behandeln und noch besser helfen zu können. Genau dann, wenn es darauf ankommt.