18.05.2026 - Klinikum Traunstein

Jeder Handgriff muss sitzen

Brandschutzübung auf der Intensivstation - Feuerwehr und Klinikpersonal probten den Ernstfall eines Großeinsatzes im Neubau Süd des Klinikums

Sirenen, Rauch im Flur, Evakuierung auf der Intensivstation: Was am Samstag, 16. Mai, wie ein Großeinsatz aussah, war eine umfangreiche Brandschutzübung im Klinikum Traunstein. Geübt wurde auf der neuen Erwachsenen-Intensivstation im zweiten Obergeschoss des Neubau Süd. Rund 120 Beteiligte – etwa 90 Einsatzkräfte der Feuerwehren sowie rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums – trainierten gemeinsam den Ernstfall.

Ausgangspunkt der Übung war ein angenommener Brand in einem Zwei-Bett-Zimmer. Dichter Rauch breitete sich über den Flur und angrenzende Räume aus. Die automatische Brandmeldeanlage löste Alarm aus und kurz darauf rückten die Feuerwehren aus Traunstein, Haslach, Wolkersdorf, Erlstätt und Surberg an. Unterstützt wurden sie von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung.

Die Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stand die Evakuierung der Intensivpatienten: Insgesamt mussten 18 Patienten aus dem gefährdeten Bereich gebracht werden, einige von ihnen hingen in dem Szenario an Beatmungsgeräten. Pflegekräfte und Feuerwehr arbeiteten dabei eng zusammen und die Patientinnen und Patienten wurden über Flure und weiterhin nutzbare Aufzüge in sichere Bereiche transportiert.

Besonders wichtig: Der Klinikbetrieb blieb trotz der umfangreichen Übung zu jeder Zeit unbeeinträchtigt.

Schon bei der ersten Lageerkundung zeigte sich, dass das Personal der Intensivstation schnell und besonnen reagiert hatte, denn noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatten Mitarbeitende bereits zahlreiche Patientinnen und Patienten in Sicherheit gebracht. „Die Mitarbeitenden der Intensivstation haben einen super Job gemacht“, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr Andreas Zeiser nach der Übung. Besonders hob er die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Klinikeinsatzleitung hervor. Die Kommunikation über den sogenannten Alarmsurfer sowie über Handfunkgeräte habe reibungslos funktioniert.

Rund 45 Minuten nach der Alarmierung galt das angenommene Feuer als gelöscht. Zehn Minuten später meldeten die Einsatzkräfte, dass sich keine Personen mehr im Gefahrenbereich befänden.

Die Feuerwehr ist zufrieden

„Insgesamt ist es super gelaufen, einige kleine Dinge lassen sich jedoch wie immer noch verbessern“, freute sich Stadtfeuerwehrchef Christian Schulz, Kommandant und Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Traunstein bei der Nachbesprechung. Auch Thomas Fürst, Brandschutzbeauftragter der Kliniken Südostbayern AG und verantwortlich für Planung und Organisation der Übung, zog ein positives Fazit: „Solche Übungen sind enorm wichtig, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt“, betonte er.

Zum Abschluss dankten der Chefarzt der Anästhesie PD Dr. Tom-Philipp Zucker und die Vertreter der Klinikleitung allen Beteiligten – darunter auch den Verletztendarstellern, die für die Übung ihre Freizeit geopfert hatten. Als kleine Anerkennung wartete anschließend eine gemeinsame Brotzeit in der „alten“ Cafeteria des Klinikums.