11.02.2025 - Klinikum Traunstein

Über 40.000 Notfallpatienten in der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Traunstein

Dr. Maximilian Wiedemann, Chefarzt der Abteilung für Akut- und Notfallmedizin und damit auch der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Traunstein
Dr. Maximilian Wiedemann, Chefarzt der Abteilung für Akut- und Notfallmedizin und damit auch der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Traunstein

Neuer Rekord im Jahr 2024

Zum ersten Mal in der Geschichte des Traunsteiner Klinikums hat die Zentrale Notaufnahme mehr als 40.000 Notfallpatienten in einem Jahr behandelt. Dies zeugt für die hohe Leistungsfähigkeit des Klinikums in der Rund-um-die-Uhr-Notfallversorgung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis und deren großes Vertrauen, hier Hilfe zu bekommen und gut versorgt zu werden. Allerdings stellt der gestiegene Versorgungsbedarf das Klinikum vor immer neue personelle und strukturelle Herausforderungen.

Exakt 40.315 Notfallpatienten mit Verletzungen und Erkrankungen aller Art im Alter zwischen 0 und 105 Jahren wurden in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Traunsteiner Klinikums im Jahr 2024 behandelt. Dabei wurde zum ersten Mal in der Geschichte des Krankenhauses die Marke von 40.000 Notfallpatienten überschritten und damit ein neuer Rekord aufgestellt. Rechnet man die Patienten dazu, die sich mit geringfügigen Erkrankungen am gemeinsamen Tresen der Zentralen Notaufnahme und der Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) vorgestellt haben und zu den entsprechenden Öffnungszeiten vom KVB-Bereitschaftsarzt (siehe Infokasten) behandelt wurden, wurden im vergangenen Jahr in den Räumlichkeiten der ZNA 47.500 Bürgerinnen und Bürger medizinisch versorgt. Dies entspricht einer jährlichen Steigerung der Notfallpatienten zwischen 5 und 8%, was äquivalent zum bundeseinheitlichen Durchschnitt ist.

Dr. Maximilian Wiedemann, Chefarzt der Abteilung für Akut- und Notfallmedizin und damit auch der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Traunstein, sieht diese hohen Patientenzahlen von zwei Seiten: „Egal ob am Heiligabend, in der Silvesternacht oder am Ostersonntag, wir sind immer für die Menschen da. So bezeugen die Zahlen das Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten in die exzellente medizinische Versorgung und hohe Leistungsfähigkeit des Klinikums und zeigen, welch wichtige Rolle die Zentrale Notaufnahme in der Versorgung der Einwohner des Landkreise Traunstein und teilweise auch der umliegenden Landkreise spielt. Gleichzeitig wird die Abteilung aber vor immer größere Herausforderungen gestellt, die Patientinnen und Patienten umfassend zu versorgen.“ 

Die Notaufnahme des Klinikums Traunstein erfüllt die Kriterien einer so genannten „umfassenden Notfallversorgung“. Dies bedeutet, dass sämtliche lebensbedrohliche Erkrankungen, wie ein akuter Herzinfarkt oder ein Schlaganfall, ebenso wie schwerstverletzte Patienten behandelt werden können. Kliniken, die an der Notfallversorgung teilnehmen, müssen u.a. definierte Kriterien bezüglich fachlicher Qualifikation des eingesetzten Personals, vorgehaltener Strukturen, diagnostischer Mittel und Fachabteilungen erfüllen.

Aber woher kommen diese hohen Patientenzahlen in den Notaufnahmen? „Das ist tatsächlich die häufigste Frage, die mir als Chefarzt gestellt wird!“ berichtet Dr. Wiedemann. Die genaue Antwort kenne er nicht, die Gründe seien sicherlich vielfältig. Ein wesentlicher Punkt sei die demographische Entwicklung mit zunehmend älter werdender Bevölkerung und damit auch der Zunahme an Krankheitsfällen.

Aber natürlich hat sich auch das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger selbst verändert. So besteht in unserer modernen Gesellschaft teilweise der Anspruch, auch bei leichten, nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen nicht auf die Sprechstunde des Hausarztes am nächsten Werktag warten zu wollen, sondern sich unmittelbar an die Notaufnahme zu wenden. Patienten, die sich nach Rückkehr aus dem Urlaub noch in der Nacht mit einem Sonnenbrand vorstellen, gehören inzwischen ebenso zum Alltagsbild einer Notaufnahme, wie Patienten, welche nach einer Schmerztablette verlangen, weil ihnen der Weg zur Notdienstapotheke zu weit ist.

Durch Arbeitskreise und regelmäßige Treffen besteht im Landkreis Traunstein eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Ärztinnen und Ärzten der ambulanten Versorgung und der Klinik. Beide Seiten haben den Anspruch, sich stets gegenseitig zu unterstützen. „Und nicht zuletzt ist es meinem Team und mir ein großes Anliegen, unseren Patientinnen und Patienten in Notfällen zu helfen und sie medizinisch gut zu versorgen. Bei geringfügigen Erkrankungen bitten wir jedoch, die Sprechstunden der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wahrzunehmen oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 in Anspruch zu nehmen.“, so Dr. Wiedemann.

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