13.03.2025

Auszeichnung für die individuelle Versorgung von Kindern mit frühkindlichen Entwicklungsstörungen

Dr. Anette Hasse-Wittmer, Leiterin des Sozialpädiatrisches Zentrums (SPZ) am Klinikum Traunstein, die sich mit einem großen Team von 46 Personen um Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen kümmert
Dr. Anette Hasse-Wittmer, Leiterin des Sozialpädiatrisches Zentrums (SPZ) am Klinikum Traunstein, die sich mit einem großen Team von 46 Personen um Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen kümmert

Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) am Klinikum Traunstein erhält Zertifizierung

Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) am Klinikum Traunstein hat das bundesweite Qualitätssiegel „Wegweisend für die Entwicklung von Kindern“ erhalten. Diese Zertifizierung der Dt. Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin bestätigt die hohe fachliche Qualität und interdisziplinäre Arbeit des SPZ-Teams und gilt als bedeutende Anerkennung für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit komplexen Entwicklungs- und Gesundheitsproblemen.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Dr. Anette Hasse-Wittmer, Leiterin des SPZ. „sie bestätigt, dass wir den Kindern und ihren Familien eine Versorgung auf höchstem Niveau bieten – individuell, umfassend und nach neuesten wissenschaftlichen Standards. Wir sind erst das dritte von insgesamt 22 SPZs in Bayern, das diese Auszeichnung erhält, “ Das Qualitätssiegel ist zwei Jahre gültig und unterstreicht die hohe fachliche Kompetenz des SPZ-Teams.

Hohe Anforderungen besonders an das Team

Das Qualitätssiegel basiert auf den strukturellen Anforderungen, die in den Grundlagenpapieren der Bundesarbeitsgemeinschaft und der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin festgelegt wurden. Ein zentrales Kriterium ist die personelle Ausstattung: „Ein zertifiziertes SPZ muss über ein großes multiprofessionelles Team verfügen, denn charakteristisch für unser Vorgehen ist die fachübergreifende Arbeitsweise auf medizinischem, psychologischem und therapeutischem Gebiet, die für jedes Kind einen ganzheitlichen, interdisziplinären Blick auf seine Entwicklung ermöglicht“, erklärt Dr. Hasse-Wittmer.

Komplexe Krankheitsbilder erfordern ein vernetztes Vorgehen

Das SPZ Traunstein betreut Kinder und Jugendliche ab der Geburt bis zum 18. Lebensjahr, die unter frühkindlichen Entwicklungsstörungen, Erkrankungen, wie Epilepsie, chronischen (Kopf-) Schmerzen inklusive Long-COVID, Adipositas oder Diabetes, sowie sozio-emotionalen Problemen und Schulschwierigkeiten leiden.

Ein besonderes Merkmal der Arbeit ist der bio-psycho-soziale Ansatz. Dabei wird in Diagnostik und Therapie, neben den medizinischen Faktoren einer Erkrankung, ein besonderes Augenmerk auf familiäre und soziale Einflüsse gelegt, welche die Entwicklung des Kindes mit beeinflussen. „Unser Ziel ist es, die Familien zu unterstützen und für deren Kinder stets die bestmögliche Entwicklung und maximale Teilhabe in der Gruppe der Gleichaltrigen sowie in unserer Gesellschaft zu erreichen“, betont Dr. Hasse-Wittmer.