Pädiatrisches Schlaflabor und Schlafambulanz Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Im Schlaf passieren oft die verrücktesten Dinge, schöne und manchmal aber auch bedrohliche. Leider gibt es auch bestimmte Erkrankungen, die den Schlaf und auch die Tagesbefindlichkeit beeinträchtigen. Diese versuchen wir mit einer Untersuchung im Schlaflabor zu erkennen. Dabei werden zahlreiche Körperfunktionen über Nacht gemessen.
Wer sollte mal bei uns schlafen?
Besteht der Verdacht auf eine schlafbezogene Erkrankung, sollte dies mit dem Kinder- oder Hausarzt besprochen werden. Danach erfolgt ggf. eine Vorstellung in der Schlafambulanz oder im Kinderschlaflabor. Im folgenden sind die wichtigsten Symptome und die dazugehörigen mit dem Schlaf zusammenhängenden Erkrankungen aufgeführt.
Auf welche Symptome sollte besonders geachtet werden?
- Schnarchen
- Atempausen
- Mundatmung
- Ungewöhnliche Schlafposition
- Starkes Schwitzen im Schlaf
- Tagesschläfrigkeit
- Hyperaktivität
- Konzentrationsstörung
- Morgenmüdigkeit
- Infektanfälligkeit
Welche Erkrankungen können beispielsweise erkannt werden?
- obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
- Säuglings-Schlafapnoe
- Hypoventilationssyndrome
- Risiko für Plötzlichen Kindstod
- Schlafbezogene Epilepsie
- Elektrischer Status epilepticus im Schlaf
- Schlafwandeln
- Pavor nocturnus
- Alpträume
- Ein- und Durchschlafstörungen
- nächtliches Bettnässen
- Narkolepsie
- Periodische Bewegungen im Schlaf
- Restless-legs-Syndrom
- Schlafgebundene Kopfschmerzen
- Schlafgebundenes Asthma
- Schlafgebundener gastroösophagealer Reflux
Wie läuft die Untersuchung ab?
Das Kind oder der Jugendliche wird zunächst stationär aufgenommen, bekommt ein eigenes Zimmer mit einem normalen Krankenhausbett, wird gemessen, gewogen, körperlich untersucht etc.
Dann beginnt die Polysomnografie - so heißt die Untersuchung in einem Schlaflabor. Das tut nicht weh! Es werden viele kleine Messfühler mit Pflastern und Gurten angebracht. Die darüber registrierten Körperfunktionen werden in einem Nachbarraum auf dem Monitor beobachtet. Außerdem ist der Patient - auch im Dunkeln - über eine Infrarot-Videokamera ständig zu sehen.
Was passiert danach?
Je nach Ergebnis der Untersuchung können weitere Untersuchungen nötig werden, die z. T. während des Aufenthaltes im Schlaflabor durchgeführt werden können (z. B. Laboruntersuchungen, Herz-Ultraschall, Röntgen, Lungenfunktion, Allergiediagnostik).
Wird eine schlafbezogene Erkrankung festgestellt, wird die Therapie eingeleitet. Dies kann z.B. eine medikamentöse Behandlung, ein operativer Eingriff (z. B. Tonsillotomie), eine nächtliche Beatmung oder eine psychotherapeutische Begleitung sein.
Dazu ist die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kinderärzten, Hausärzten, HNO-Ärzten und Zahnärzten / Kieferorthopäden wichtig. Zudem stehen uns die fachlichen und strukturellen Kompetenzen der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin sowie des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) zur Verfügung.
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