Neurologie
Die Klinik für Neurologie bietet das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie akuter und chronischer neurologischer Erkrankungen an. Die Behandlung von Schlaganfällen erfolgt interdisziplinär auf der Schlaganfalleinheit (Stroke Unit).
Im Klinikum Traunstein werden Schädel-Hirn-Traumata sowie Wirbelsäulenverletzungen interdisziplinär in Kooperation mit den Abteilungen für Unfallchirurgie, Anästhesie, Operative Intensivmedizin und Neurochirurgie versorgt.
Die neurologische Abteilung versorgt das gesamte Spektrum akuter und chronischer Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie Muskelerkrankungen. Hierzu verfügt sie über 20 Planbetten sowie 4 Betten auf der Monitoreinheit der Schlaganfallstation (Stroke Unit) und 2 Betten auf der interdisziplinären Intensivstation.
Unsere Stroke-Unit-Einheit - wie wird ein Schlaganfall dort behandelt?
Was ist ein Schlaganfall? Was ist eine TIA?
Ein Schlaganfall (auch Apoplex, Gehirnschlag oder englisch
„Stroke“ genannt) ist eine plötzlich aufgetretene Funktionsstörung des Gehirns, die in den meisten Fällen durch eine Durchblutungsstörung oder seltener Gehirnblutung verursacht wird und zu einem Mangel von Sauerstoff und anderen wichtigen Stoffen in den Nervenzellen des Gehirns führt. Wenn diese Störung nur wenige Minuten oder Stunden andauert, ist das oft eine vorübergehende Durchblutungsstörung (sog. TIA = Transitorisch-Ischämische Attacke), die aber Vorzeichen eines drohenden Schlaganfalls ist und ebenfalls eine rasche Abklärung erfordert.
Welche Beschwerden macht ein Schlaganfall oder eine TIA?
Die häufigsten Symptome sind schlagartige auftretende Halbseitenlähmungen, Sprach-, Seh- oder Schluckstörungen, einseitige Gefühlsstörungen, Doppelbilder, Gangunsicherheit oder Schwindel.
Warum ist die Zeit so wichtig? Warum bin
ich auf einer Stroke Unit?
In jeder Minute nach dem Schlaganfall sterben durchschnittlich 1,9 Mio. Nervenzellen ab, denn das Gehirn toleriert Sauerstoff- und Zuckermangel nur für sehr kurze Zeit. In vielen Fällen, in denen ein Schlaganfall innerhalb der ersten drei bis viereinhalb Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome bei uns eintrifft, kann mit einer speziellen Therapie (Thrombolyse) versucht werden, das Blutgerinnsel im Kopf wieder aufzulösen.
Welche Untersuchungen werden bei mir durchgeführt?
Die bei Ihnen notwendigen Untersuchungen werden individuell und abhängig von der Art des Schlaganfalls geplant und mit
Ihnen besprochen.
In den meisten Fällen erfolgen:
- Computer (CT)- und/oder Kernspintomographie (MRT) des
Kopfes - Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Blutgefäße
(Doppler, Duplex) - Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie), ggf. auch über eine Sonde in der Speiseröhre (TEE)
- Messung der Gehirnströme (EEG)
- EKG und Langzeit-EKG
- Blutuntersuchungen (Cholesterin, Blutzucker, etc.)
Wie läuft die medizinische Versorgung ab?
Für unsere Patienten mit Schlaganfall gibt es ein spezielles Behandlungsteam mit Experten aus verschiedenen Gebieten, die interdisziplinär und nach den Ergebnissen Ihrer Untersuchungen die weitere Therapie festlegen.
Weitere Informationen erhalten Sie im Flyer.
Telemedizinisches Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung (TEMPiS)
Das TEMPiS-Netzwerk wurde 2001 zunächst als Pilotprojekt zur Verbesserung der Versorgung von Schlaganfallpatienten in der Region Süd-Ost-Bayern gegründet. Die grundlegende Idee war dabei, das Stroke-Unit-Konzept mit einem Netzwerk zu verbinden.
TEMPiS gehört zu den größten und führenden Tele-Schlaganfall-Netzwerken in Europa. TEMPiS beinhaltet die Einführung eines Telemedizinsystems mit digitaler Bildübertragung und Videokonferenz. Letzteres ermöglicht im Bedarfsfall eine videogestützte Untersuchung von Patienten durch das überregionale Zentrum und eine unmittelbare Diskussion schwieriger Fälle und Therapieentscheidungen. TEMPiS beinhaltet jedoch nicht nur die telemedizinische Beratung. Vielmehr wurden in allen regionalen Kliniken spezialisierte Schlaganfallstationen (Stroke Units) aufgebaut und eine kontinuierliche Fortbildung und Qualitätssicherung für alle Teilnehmer eingerichtet.
Dieses Netzwerk besteht aus den beiden überregionalen Schlaganfallzentren in der Neurologie des Klinikum Harlaching und der Universität Regensburg im Verbund mit den regionalen TEMPiS-Kliniken.
Nach dem Ende der Pilotphase hat der Krankenhausplanungsausschuss entschieden, weitere Kooperationskliniken "mit ins Boot zu nehmen". Unter vielen Bewerbern hatten sich dabei das Klinikum Traunstein und die Kreisklinik Bad Reichenhall durchgesetzt.
Sekretariat
T +49 8651 772-313
F +49 8651 772-188
Aus- und Weiterbildung in der Neurologie
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Fort- und Weiterbildung
Die geregelte Fort- und Weiterbildung unter enger Supervision durch den Chefarzt und erfahrene Oberärzte gewährleistet einen hohen Ausbildungsstand.
Ausbildungsberechtigungen
Komm. Leitender Arzt Dr. Markus Schwahn
- Klinische Elektroenzephalographie: EEG-Zertifikat
- Epileptologie: Zertifikat