Klinikum Traunstein

Strahlentherapie

und Radioonkologie

Die Zukunft hat bereits begonnen - Strahlentherapie heute
Als eine der ältesten Behandlungsmethoden gegen Krebs gehört die Strahlentherapie heute zu den innovativsten Gebieten der Medizin. Durch die enorme Entwicklung der bildgebenden Diagnostik in den letzten Jahren ist es möglich geworden, das Tumorvolumen genauer einzugrenzen und durch die Entwicklung immer präziserer Therapiegeräte und Behandlungstechniken den Tumor noch exakter zu bestrahlen.  mehr...

Die Heilungsraten nach Strahlentherapie haben sich so in den letzten Jahren ständig verbessert und das bei deutlicherer Schonung des umliegenden Normalgewebes, so dass Nebenwirkungen fortwährend geringer werden. Die Strahlentherapie kommt heute bei der Hälfte aller Krebserkrankungen zum Einsatz und trägt im selben Verhältnis auch zur Heilung bei.
 
Eine Reihe hochspezialisierter Behandlungstechniken steht heute nicht nur den Universitätskliniken zur Verfügung, sondern hat ihren gesicherten Weg auch in die Schwerpunktkliniken, wie das Klinikum Traunstein, gefunden.
Wesentlich ist es für uns, dass unsere Mitarbeiter in diese Behandlungstechniken in gleicher Weise wie an Universitätskliniken, eingeschult sind.

Von immer größerer Bedeutung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachdisziplinen im Rahmen von gemeinsamen Tumorkonferenzen und Organzentren (Brustzentrum, Darmzentrum, Prostatakrebszentrum, Lungenzentrum).  Nur so lassen sich kombinierte Therapiekonzepte mit Strahlentherapie, Operation und Chemotherapie (inkl. neuer Substanzen wie Hormonen, Antikörpern und Inhibitoren) auf Basis nationaler und internationaler Therapiestandards verwirklichen. Zudem ist eine optimale Begleit- und Anschlusstherapie, die auf die Strahlentherapie abgestimmt sein muss und wie sie auch in unserer Tagesklinik angeboten wird, Voraussetzung für den Erfolg.

Sich freiwillig Qualitätsprüfungen zu unterziehen (z.B. durch Zertifizierungen) und über Risiken, eventuelle Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten offen auszutauschen, sichert die Qualität, die Patienten und Zuweiser von einer modernen Strahlentherapie heute erwarten dürfen.

Unsere Ziele

Behandlung nach nationalen und internationalen Standards

  • Optimale individuelle Patientenbetreuung
  • Möglichst durchgehende ambulante Behandlung auch bei schwierigen Fällen
  • Optimale Begleitbehandlung in unserer Tagesklinik
  • Frühzeitige Supportivmaßnahmen zur Vermeidung bzw. Linderung möglicher tumor- oder therapiebedingter Nebenwirkungen

Menschlichkeit und technische Qualität sind für uns kein Widerspruch!

Leistungsspektrum

Neben dem gesamten Spektrum der modernen Strahlentherapie, bieten wir in Kooperation mit unseren klinischen Partnern auch alle Varianten der multimodalen Krebs- und Supportivtherapie an.

  • Strahlentherapie von gutartigen – nicht tumorösen – Erkrankungen (z.B. Fersensporn)
  • Strahlentherapie von gutartigen und bösartigen Tumorerkrankungen
  • CT-, MR- und PET-gestützte Bestrahlungsplanung
  • 3D konformale Strahlentherapie
  • Volumenmodulierte Rotationsstrahlentherapie (IMAT/VMAT/Rapid Arc®)
  • Intra- und extracranielle stereotaktische Strahlentherapie
  • Bildgeführte Strahlentherapie (IGRT)
  • Atemgesteuerte Strahlentherapie (DIBH, Gating)
  • Multimodale Tumortherapie (Chemo-, Immun-, Anti-Hormontherapie)
  • Ambulante und tagesklinische Behandlung von Akut- und Spätnebenwirkungen (z.B. Wundmanagement und Schmerztherapie)
  • Lasertherapie zur Vermeidung und Behandlungen von Haut- und Schleimhautschäden
  • Psychoonkologische Begleittherapie für Patienten und Angehörige
  • Bedarfsgerechte Nachsorgen auch in unseren Ambulanzen in Bad Reichenhall und Trostberg

Technische Ausstattung

Modernste Technik ist Pflicht

Unser Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie betreut die Krebspatienten aller Häuser des Verbundes der Kliniken Südostbayern AG mit einem Einzugsgebiet von über 250.000 Einwohnern. Wir verfügen wir über die gesamte Ausstattung, die eine moderne Strahlentherapie nach internationalen Standards heute bieten sollte.

  • 2 Linearbeschleuniger der Firma Varian (1xTrueBeam® und 1xVitalBeam®) zur Bestrahlung mit Photonen der Energien 6 und 18MV sowie mit Elektronen im Energiebereich von 6 bis 15MeV
  • Multileaf- Kollimatoren mit 5 mm Leaf-Breite
  • Rundkollimatoreinsätze zur stereotaktischen Behandlung kleinster Zielareale
  • MV- wie kV-Bildgebung (inkl. CBCT) zur Lagerungskontrolle
  • Infrarot-System zur Kontrolle bei atemgesteuerten Behandlungen
  • Präzisionslagerungs-System der Firma Medical Intelligence und IT-V
  • Planungs-CT der Firma Siemens (Somatom Confidence RT) mit Möglichkeit zur Artefaktkorrektur sowie Aufzeichnung von Bewegung im Körper (z.B. Atmung)
  • Nutzung von 1,5T-Kernspintomographen der Fa. Philips zur Bestrahlungsplanung
  • Möglichkeit der Nutzung von externen Spezialuntersuchungen (insbesondere PET/CT) durch Bildfusion mit eigenen Daten
  • Bestrahlungsplanungssystem Eclipse® der Firma Varian zum Einsatz der 2D-, 3D-konformalen, intensitätsmodulierten, volumenmodulierten und stereotaktischen Strahlentherapie
  • Bestrahlungsplanungssystem i-Plan® der Firma BrainLab für den Einsatz von Rundkollimatoren zur intracraniellen Stereotaxie/Radiochirurgie
    Tagesklinik mit bis 16 Behandlungsplätzen
  • Separater Behandlungsplatz für Softlaser- (Low-Level-Laser)-Therapie (Firma Heltschl)
  • Externe Ambulanzen zur Nachsorge in Bad Reichenhall & Trostberg

Behandlungsstandards

Zu unseren Behandlungsstandards gehören

  • 2D-, 3D-konformale Strahlentherapie
  • Intensitäts- und volumenmodulierte Radiotherapie (IMRT, IMAT/VMAT/RapidArc) inkl. Hybridtechniken
  • Stereotaktische Strahlentherapie (intra- und extracraniell)
  • Bildgeführte Strahlentherapie (IGRT): MV- und kV-System (inkl. CBCT)
  • Atemgetriggerte Strahlentherapie (DIBH, Gating)

Chefarzt

Geboren 1954 in München.

In München verbrachte ich meine Kindheit und Gymnasialzeit. Ab 1973 studierte ich an der Ludwig-Maximilians-Universität München Medizin und Physik und erhielt 1980 meine Approbation als Arzt. Meine Dissertation zum Doktor der Humanmedizin machte ich am Institut für experimentelle Chirurgie bei Prof. Brendel im Klinikum Großhadern. Im Rahmen meines Wehrdienstes verbrachte ich zwei Jahre als Schiffsarzt bei der Ständigen Nato-Flotte im Atlantik und teilweise am US-Navy-Hospital in Roosevelt Roads, Puerto Rico. Nach meiner Rückkehr ins Zivilleben absolvierte ich zunächst eine zweijährige neuroradiologische Ausbildung an der Univ. Klinik für Psychiatrie in München bei Prof. Dr. Kurt Decker und eine radiologische und radioonkologische Ausbildung am Städt. Klinikum Passau bei Prof. Dr. Alfred Breit, sowie kurzzeitig auch an Krankenhaus Deggendorf. Zur Fortsetzung meiner in Passau begonnenen Ausbildung in der Strahlentherapie kehrte ich 1989 zurück nach München ans Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, wo ich meine Prüfung zum Facharzt für Radioonkologie ablegte und ab 1992 Oberarzt der Klinik und ab 1993 auch für den Außenbereich Neutronentherapie am Forschungsreaktor der TU München und für die Mitbetreuung des gemeinsam mit der radiologischen und nuklearmedizinischen Klinik geführten MRI-Institutes zuständig war. Ab 1996 wechselte ich als geschäftsführender Oberarzt an die Univ.-Klinik für Strahlentherapie-Radioonkologie der Medizinischen Universität Innsbruck (Vorstand: Prof. DI Dr. Peter Lukas), wurde dort 2002 zum stellvertretenden Klinikvorstand ernannt und absolvierte zusätzlich die Prüfung zum Facharzt für Medizinische Radiologie-Diagnostik. In Innsbruck beschäftigte ich mich vor allem mit der Einführung der neuen Methoden der Präzisions-Strahlentherapie, wie der stereotaktischen Strahlentherapie und Radiochirurgie und der Intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT). Besondere Freude machte mir die Mitarbeit am Aufbau eines Tirol-weiten telemedizinischen onkologischen Netzwerkes mit interdisziplinären Tumor-Boards und der in Gemeinschaft mit den internistisch-onkologischen und operativ tätigen Kollegen erfolgte Aufbau einer interdisziplinären Arbeitsgruppe für Lungentumore und eines zertifizierten Brust-Zentrums und Prostata-Zentrums für Tirol. Periodisch war ich auch immer wieder mit der Leitung unserer radioonkologischen Satellitenklinik in Bozen/ Südtirol betraut. Im Rahmen meiner wissenschaftlichen Tätigkeit habe ich mich besonders mit den verschiedenen Varianten der Strahlentherapie mit Protonen, Kohlenstoff-Ionen und Neutronen beschäftigt. Ich war mehrere Jahre medizinischer Leiter des Projektes „MedAustron“ für die Errichtung eines internationalen Krebsforschungs- und Behandlungszentrums für die Protonen- u. Ionentherapie in Österreich, sowie Projektleiter mehrerer EU-Projekte zur Weiterentwicklung der Ionentherapie und Mitherausgeber einiger Sonderbände internationaler Fachzeitschriften zu diesem Thema. In Zusammenhang mit meiner Projekttätigkeit hatte ich auch die Gelegenheit zu einigen wissenschaftlichen Kurzaufenthalten am Massachussets General Hospital in Boston, am Loma Linda University Medical Center in Kalifornien, am National Institute of Radiological Sciences in Chiba, Japan und am National Accelerator Centre iThemba in Südafrika, wo ich auch meine Frau Dr. Jutta Auberger heiratete. In Ergänzung meiner klinischen Tätigkeit war ich an der Erstellung einer Reihe interdisziplinärer Leitlinien zur Behandlung verschiedener Tumorarten beteiligt. So bin ich Mitglied der deutschen S3-Leitlinien-Komission zur Behandlung von Lungentumoren, und Mitglied verschiedener österreichischer Arbeitsgruppen zur interdisziplinären Leitlinienerstellung für die Behandlung von Hirntumoren, HNO-Tumoren, Darmtumoren und zur Palliativmedizin. Meine Mitarbeit als Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Strahlentherapie, Strahlenbiologie und Medizinische Radiophysik (ÖGRO) und als Mitglied verschiedener europäischer Arbeitsgruppen zur Behandlung gesundheitsökonomischer und epidemiologischer Aspekte von Krebserkrankungen gab mir die Möglichkeit auch etwas über die Grenzen unseres Faches hinauszublicken und mich mit der allgemeine Entwicklung der Onkologie in Europa zu befassen. Wie Sie an den Stationen meiner beruflichen Laufbahn ersehen, trieb es mich immer zur See oder ins Gebirge und so sind meine Hobbies vor allem Segeln, Bergwandern, Radeln, und Skifahren. So sehr ich die Tiroler Bergwelt genossen habe und so eng ich auch mit meinen Freunden und Mitmenschen in Innsbruck verbunden bleibe, zog es mich doch mit großer Kraft in meine alte Heimat nach Bayern zurück. In Traunstein habe ich das Glück, eine durch meine Vorgängerin wohl bestellte und hervorragend geführte Abteilung zu übernehmen, die in Zusammenarbeit von Medizin und Betriebsführung über die Jahre entsprechend dem internationalen technischen Fortschritt der Strahlentherapie mit Bedacht und Kontinuität immer weiter aufgebaut wurde. Diese Abteilung wird aber auch von einer hoch motivierten und engagierten Mannschaft getragen. Hier anzuknüpfen und sowohl die bestehende, engagierte menschliche Betreuung Krebskranker optimal weiterzuführen, als auch die technische Entwicklung in einer Zeit der explosionsartig zunehmenden Neuerungen zum Wohle unserer Patienten voranzutreiben, ist eine höchst reizvolle und verantwortungsvolle Aufgabe, die ich zusammen mit dem bestehenden Team gerne angreifen werde.

Unsere Oberärzte

Oberärztin

Strahlentherapie

Oberärztin

Strahlentherapie

Oberarzt

Radioonkologie

Unsere Medizinphysiker

Medizinphysikexperte

MSc. Christoph Gäbisch

Medizinphysikexpertin

Dr. rer. nat. Sarah-Charlotta Heidorn

Medizinphysikexperte

Medizinphysikexpertin

Dr. rer. nat. Tanja Weiss

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F 0049 861 705-1751

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Sprechstunden

Sprechstunden im Klinikum Traunstein
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
08:00 bis 16:00 Uhr

nach telefonischer Anmeldung.

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