Kreisklinik Bad Reichenhall, Innere Medizin

Schlafzentrum SüdOst

Schlaflabor Bad Reichenhall

Ein gesunder Schlaf ist die Voraussetzung dafür, dass viele Funktionen unseres Körpers ungestört ablaufen können. Natürlich hängt Gesundheit nicht nur mit gesundem Schlaf zusammen, andererseits führt aber gestörter Schlaf in sehr vielen Fällen zu Krankheit. Neben Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Leistungsknick kann eine Vielzahl von Funktionsstörungen unseres Organismus zurückgeführt werden auf Ursachen, die sich außerhalb unseres Wachzustandes abspielen. In unserem Schlaflabor gehen wir dem auf den Grund.

Wir bieten Ihnen Qualität, Komfort und eine patientenfreundliche Organisation, die gerne auf Ihre besonderen Wünsche in der Termingestaltung eingeht. Die Untersuchungen im Schlaflabor werden weitgehend teilstationär durchgeführt, d.h. dass sie nicht mehrere Tage am Stück in der Klinik verbringen sondern am Abend aufgenommen werden, nachts die Untersuchung durchgeführt wird und Sie am Morgen wieder nach Hause gehen können.

Das Schlaflabor wird von unserem Somnologen (Schlafmediziner) mit seinem Team oberärztlich geführt. Es erfüllt die hohen Qualitätsansprüche der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) und wurde deshalb auch DGSM-zertifiziert.

Was sind Schlafstörungen?
Störungen unseres Schlaf-Wach-Rhythmus sind vielgestaltig. Bis heute gibt es über 100 bekannte Veränderungen unseres „Nachtlebens“. Ca. jeder fünfte Mensch gibt an, mehr oder weniger häufig einen schlechten Schlaf aufzuweisen.

Welche Symptome sind typisch?

Klassische Beschwerden des nicht erholsamen Schlafs sind morgendliche Abgeschlagenheit, morgendliche Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Häufig wird eine Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit angegeben. Nicht adäquates Einschlafen untertags, der sog. Sekundenschlaf, wird oft angegeben. Daneben sind Beobachtungen der Schlafpartner wichtig, die über Schnarchen mit Atemstillständen berichten, über Verhaltensstörungen während des Schlafes, die Betroffene selbst oder auch ihre Bettpartner in Gefahr bringen können. Auch stehen häufig Beschwerden der unruhigen Beine (Restless legs Syndrom) im Zusammenhang. Diese Störungen im Schlafverhalten und auch in der Schlafarchitektur sind zu unterscheiden von Ein- und Durchschlafstörungen.

Die Schlaflaboruntersuchung

Durch die Schilderungen des Schlafgestörten und die Befragung durch den Arzt kann in einem hohen Prozentsatz bereits die Verdachtsdiagnose einer Schlafstörung gestellt werden. Diese Vermutung kann im Weiteren zunächst mit einer einfachen Schlafuntersuchung überprüft werden. Diese erfolgt mit einem kleinen, tragbaren Gerät, ähnlich einem Langzeit-EKG. Dieses Kästchen wird dem Patienten mit nach Hause gegeben. Mit ihm kann man verschiedene Schlaffunktionen orientierend überprüfen. Sollten sich bei der Analyse Anhaltspunkte auf eine Schlafstörung ergeben, wird der Arzt mit uns eine Untersuchung für das Schlaflabor vereinbaren. Dort können dann die verschiedenen Arten von Schlafstörungen analysiert werden und zwar anhand von Schlafstadien, Schlafstruktur und Kriterien zur Schlafqualität.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Arten von Schlafstörungen. Hierzu zählen sowohl apparative Maßnahmen, Ratschläge zur Verbesserung der Schlafhygiene, HNO-ärztliche und /oder zahnärztliche Mitbehandlung, ebenso wie neurologische und psychotherapeutische Verfahren. Wichtig ist die fundierte und professionelle Beratung – solche Beratung wird bei uns entweder im Anschluss an die Schlafuntersuchung durchgeführt oder zu einem eigenen Termin in der Schlafsprechstunde.

Ablauf der Schlafuntersuchung

Nachdem ein niedergelassene/r Ärztin/ Arzt den Verdacht des Vorliegens einer Schlafstörung geäußert hat, kann er Sie bei uns telefonisch anmelden. Zum vereinbarten Termin finden Sie sich mit einem Einweisungsschein um 15:00 Uhr in unserem Schlaflabor ein. Es erwartet Sie dann folgender Ablauf:

  • Aufnahmegespräch durch den zuständigen Arzt des Schlaflabors
  • Bearbeitung von Fragebögen zur Einschätzung der Schlafstörung
  • Lungenfunktionsprüfung.
  • Pause bis 19:00 Uhr
  • Beginn der technischen Vorbereitungen für die Schlafnacht
  • Anbringen von Messeinrichtungen für Gehirnströme, Atemtätigkeit, Beinbewegungen, Sauerstoffsättigung, EKG, Schnarchanalyse, Schlafposition.
  • Test zur Überprüfung von Tagesschläfrigkeit – bei verschiedenen -Schlafstörungen zusätzlich erforderlich.
  • Beratungsgespräch:
    Am nächsten Morgen zwischen 09:00 und 11:00 Uhr erfolgt die Besprechung der Ergebnisse aus der Schlafregistrierung. Falls sich ein behandlungsbedürftiges Resultat herausstellt, wird Ihnen eine Therapiemöglichkeit angeboten. Gegebenenfalls wird in der darauf folgenden Nacht bzw. zu einem zweiten Termin diese Therapie eingesetzt und der Erfolg der Behandlungsmaßnahme überprüft.

Einige typische Störungen, die zur Schlafuntersuchung auffordern

  • Atemaussetzer während der Nacht (vom Partner beobachtet – siehe unten)
  • Schnarchen
  • nicht erholsamer Schlaf
  • Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, ohne erkennbare Ursache
  • Schlafwandeln
  • Albträume
  • Schichtarbeitersyndrom
  • Restless legs Syndrom
  • Einschlafattacken untertags

Was ist das bekannte Schlafapnoe Syndrom?

Hierbei handelt es sich um mehr oder wenig häufig auftretende Unterbrechungen der Atmung während des Schlafes. Wenngleich auch der Patient in der Regel diese Atemunterbrechung nicht verspürt, so führt sie zu einem Abfall des Sauerstoffgehaltes im Blut und zu einer generalisierten Alarmreaktion des Körpers. Es steigt der Blutdruck ebenso wie die Herzfrequenz, es werden vermehrt Stresshormone freigesetzt und die Schlafqualität hierdurch erheblich gestört.

Müssen auch Schnarcher untersucht werden?

Auch das Schnarchen kann zu Atemunterbrechungen führen – dies ist aber nicht zwangsläufig die Folge. Nicht selten treten auch unruhige Beinbewegungen sowohl im Gefolge von Schlafstörungen als auch als eigenständiges Krankheitsbild auf. Sie können auch tagsüber anhalten und werden dann „restless legs“ (= unruhige Beine) genannt.

Was tun bei Schlaflosigkeit?

Schlaflosigkeit bzw. nicht erholsamer Schlaf kann seine Ursache auch in Störungen des Ein- und Durchschlafens haben. Hierfür gibt es viele Gründe, die durch eine genaue Befragung und die Analyse des Schlafmusters erkannt werden können. Auch lässt sich hiermit die korrekte Schlafzeit ermitteln, die in der Regel unterschätzt wird.

Früherkennung von Schlaf-Wach-Störungen

Der pupillographischer Schläfrigkeitstest

Tagesmüdigkeit spielt eine große Rolle als Ursache von Unfällen aller Art. So sind 10 bis 20 Prozent aller schweren Verkehrsunfälle auf Übermüdung zurückzuführen, meist ausgelöst durch den sog. Sekundenschlaf. Die genaue und objektive Erfassung von Wachheit ist deshalb insbesondere für bestimmte Berufsgruppen wie z.B. LKW-Fahrer und Maschinenführer von großer Bedeutung. Wir benutzen hierfür den pupillographischen Schläfrigkeitstest. Bei diesem hochmodernen Test kann man erkennen, ob beim Patienten gefährliche Schlaf-Wach-Störungen vorliegen. Hierzu wird die spontane Pupillenbewegung mit einer Infrarot-Videokamera im Dunkeln aufgezeichnet. Das Ausmaß der Tagesmüdigkeit lässt sich aus den Schwankungen des Pupillendurchmessers berechnen. Die Methode dauert ca. 30 Minuten und liefert sehr zuverlässige Ergebnisse.

Chefarzt

Internist, Pulmologe

Geboren 1968 in Vorarlberg (Österreich) und aufgewachsen in einem der ärmsten Länder Afrikas, in Burkina Faso (vormals Obervolta) hatte Dr. Geltner schon früh Kontakt zu sehr unterschiedlichen Kulturen unserer Welt.

Seine medizinische Fachausbildung absolvierte er an der Medizinischen Universität Innsbruck und anschließend mit Fachausbildung im Sonderfach Lungenkrankheiten (Innere Medizin – Pneumologie) in Feldkirch und Natters/Universitätsklinik Innsbruck. Während seiner 15jährigen Tätigkeit am Landeskrankenhaus Natters/Innsbruck leitete Dr. Geltner gemeinsam mit Prof. Margreiter und Prof. Müller das Innsbrucker Lungentransplantationsprogramm am Lungenhochdruckzentrum.

Dr. Geltners fachliche Schwerpunkte umfassen neben der Pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) und der Lungentransplantation, die interventionelle Bronchologie und Thorakoskopie, die pneumologische Onkologie und die Infektionsmedizin. In diesem Bereich war er jahrelang Ausbilder der österreichischen Gesellschaft für Pneumologie und stationsführender Oberarzt.

2010 übernahm er als Chefarzt (Primarius) die Lungenabteilung am Klinikum Klagenfurt, Österreich. Als wichtige Säule eines Maximalversorgungskrankenhauses war die Lungenabteilung ein leistungsstarker Bereich mit Akutversorgung, onkologischem Schwerpunktzentrum mit Tagesklinik, Tuberkulose und Hochrisikoinfektionsstation.

Ab 2013 baute er in Zusammenarbeit mit der Humanomedgruppe eine pneumologische Rehabilitation im Humanomed-Zentrum Althofen, Österreich, auf.

Die ökonomischen Erfordernisse des Medizinberufes deckt Dr. Geltner mit mehreren Führungsausbildungen, Coaching und einer Wirtschaftlichen Ausbildung an der Donau-Universität Krems mit dem Abschluss eines MSc und MBA ab.

Seit Januar 2016 besetzt Dr. Geltner die Position des Chefarztes der pneumologischen Abteilung in der Kreisklinik Bad Reichenhall.

Leitender Oberarzt

Kontakt

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