Aktuelle Pressemeldungen

02.02.2023

Unfallchirurgie Klinikum Traunstein betreut die deutschen Biathleten bei der offenen Europameisterschaft

Ende Januar fanden die Europameisterschaften mit weltweiter Beteiligung im schweizerischen Lenzerheide statt. 

Wie auch schon beim vorbereitenden IBU-Cup in Pokljuka Mitte Januar übernahm Christoph Knie die ärztliche Betreuung des Teams des deutschen Skiverbandes. Der ehemalige Biathlet und jetzige Assistenzarzt der Unfallchirurgie in Traunstein ist – dank Unterstützung von Prof. Dr. Gelse und der Klinikleitung - seit Mitte 2022 Teamarzt beim DSV. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die akute Versorgung und Betreuung bei Unfällen, Behandlungen von Krankheiten, Verletzungs- und Infektprävention, sowie die Umsetzung der Antidoping-Richtlinien. „Wir hatten bei den vergangenen Events diesmal keine größeren medizinischen Vorfälle und sind insgesamt gesund durch die Rennen gekommen“, war sein Fazit zur bisherigen Saison. Die Wettkämpfe verliefen dabei äußerst erfreulich für das deutsche Team. Insgesamt gewannen die Athleten*innen zweimal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze.

Das restliche Jahr wird Christoph Knie im Klinikum Traunstein dem DSV-Team beratend zur Seite stehen. Aufgrund der Standortnähe zum Biathlon–Bundesleistungszentrum Ruhpolding können Athleten in den Kliniken Südostbayern optimal saisonübergreifend und interdisziplinär betreut werden.

„Für die Sportler hier vor Ort ist es optimal auch einen Teamarzt aus der Region zu haben. Zumal wir im Klinikum Traunstein bei Bedarf sämtliche diagnostischen und medizinischen Möglichkeiten haben. Da sind ein kurzer Draht und der persönliche Bezug immens wichtig“, so Knie.

23.01.2023 - Kliniken Südostbayern

Ein starker Beckenboden

Spezialisten verschiedener Fachbereiche schließen sich im Beckenbodenzentrum der Kliniken Südostbayern zusammen

Es sind Tabuthemen, über die nicht gerne geredet wird: ungewollter Urin- oder Stuhlabgang, Senkung der Gebärmutter, Erkrankung der Hämorrhoiden. Allein in Deutschland leiden mehr als fünf Millionen Menschen aller Altersklassen unter Inkontinenz. Jede vierte Frau ist von Harninkontinenz betroffen. Im Beckenbodenzentrum der Kliniken Südostbayern haben sich deshalb Spezialisten verschiedener Fachbereiche zusammengeschlossen, um Patienten und Patientinnen die bestmögliche Therapie zu bieten. mehr...

Gynäkologin Dr. Yvonne Winkler ist leitende Oberärztin der Frauenklinik in der Kreisklinik Bad Reichenhall und koordiniert das Beckenbodenzentrum Südostbayern. Es vereint neben der Gynäkologie noch die Fachdisziplinen Urologie, Neurologie und die Koloproktologie, denn der Einfluss eines erkrankten Beckenbodens kann auch auf Dick- und Enddarm vielschichtig sein. „Häufig treten Beschwerden nicht isoliert, sondern in Kombination auf, das macht eine gemeinsame Betrachtung aus interdisziplinärer Sicht sinnvoll, so können wir eine optimale Therapie für die Patienten ableiten“, erklärt Dr. Yvonne Winkler.

Beim Beckenboden handelt es sich um eine dünne, schalenförmige Muskelgruppe, die sich im unteren Teil der Bauch-Becken-Höhle befindet. Der Beckenboden verschließt das Becken nach unten, stützt die inneren Organe und ermöglicht eine aufrechte Haltung. Und er sorgt dafür, dass die Schließmuskeln von Blase und Darm funktionieren. „Ein intakter Beckenboden ist wichtig, weil er die Lage der Organe im kleinen Becken sichert und ihre Funktionen gewährleistet“, erklärt die Oberärztin. Umgekehrt könne ein defekter Beckenboden zu Symptomen unterschiedlicher Art führen: Urin- und Stuhlhaltestörungen, Entleerungsstörungen oder Senkung und Vorfall von Organen sind nur einige Beispiele, die Patientinnen und Patienten viel Lebensqualität nehmen. Auch bei vielen neurologischen Erkrankungen wie etwa dem Parkinson-Syndrom, der Multiplen Sklerose oder einer Demenz komme es zu einer Blasen- und manchmal auch Darmentleerungsstörung, so Dr. Winkler.

Risiko Geburt

Nach einer Geburt leiden viele Frauen unter einer allgemeinem Harninkontinenz, vor allem wenn sie schwer verlaufen ist oder das Kind sehr groß war. Insgesamt sind etwa 25 Prozent, also ein Viertel der Frauen, betroffen, so die Medizinerin. Ungefähr bei der Hälfte der Patientinnen handle es sich um eine Stressharn- oder Belastungsinkontinenz, also ein Urinabgang beim Husten, Lachen oder Niesen. „Bei den restlichen ist es entweder eine Dranginkontinenz, das heißt man schafft es so gerade eben auf die Toilette oder hat einen ständigen Harndrang, oder es ist eine Kombination aus beiden.“

Die Beckenbodenmuskulatur arbeitet sowohl mit den Bauch- und Rückenmuskeln als auch mit der Atemmuskulatur zusammen. Sie erfüllt ihre Aufgaben automatisch, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Man kann seine Muskeln aber auch bewusst anspannen und wieder loslassen, was bedeutet: Der Beckenboden lässt sich trainieren und dazu rät Dr. Winkler unbedingt, denn wie jeder andere Muskel kann auch der Beckenboden einfach mit der Zeit schwächer werden, unabhängig von Alter und Geschlecht. „Ein Training beugt dem vor und kann auch im Erkrankungsfall viel bewirken, vor allem bei jungen Patientinnen. Nach einer Geburt sollte man allerdings neun Monate damit durchhalten“.

Informationsveranstaltung Beckenboden

Am 3. Februar 2023 veranstaltet das Beckenbodenzentrum Südostbayern in der Klosterkirche Traunstein, Ludwigstraße 10, einen Informationstag. Weitere Informationen hier.

01.01.2023 - Kreisklinik Bad Reichenhall

Das "Neujahrsbaby"

der Kreisklinik Bad Reichenhall

Richmond heißt das erste Baby, das am 01.01. um 19:19 in der Kreisklinik Bad Reichenhall das Licht der Welt erblickt hat. Über die Geburt des 52cm großen und 3.515 Gramm schweren Babys freuen sich nicht nur die überglücklichen Eltern und der 4jährige Bruder, sondern auch das Team der Geburtshilfe an der Kreisklinik Bad Reichenhall.
Unser Bild zeigt Mutter Bridget Osaddebamwen mit dem kleinen Richmond, die in der Ramsau zuhause sind

02.01.2023 - Klinikum Traunstein

Die ersten beiden Babys 2023

im Klinikum Traunstein

Linda Marie (links im Bild) heißt das erste Baby, das zwar um 7.17 Uhr im neuen Jahr im Klinikum Traunstein zur Welt kam, Über die Geburt des 53 Zentimeter großen und 2540 Gramm schweren Babys freuen sich nicht nur die überglücklichen Eltern, sondern auch die größeren Geschwister, eine Schwester.

Am Abend, kurz vor 20 Uhr kam das zweite Neujahrsbaby, die kleine Maya (rechts) mit 2805 Gramm und 49 Zentimetern Größe zu Welt. Die Siegsdorfer Eltern Stephanie und Sead freuen sich unheimlich, vor allem auch der siebenjährige Bruder, über das neue Familienmitglied.

22.12.2022 - Kreisklinik Bad Reichenhall

Notaufnahme: räumlich, ärztlich, pflegerisch erweitert

Neues Monitoring für die Notaufnahme der Kreisklinik Bad Reichenhall

Die Umbaumaßnahmen laufen auf Hochtouren in der Zentralen Notaufnahme der Kreisklinik Bad Reichenhall. Stationsleitung Arthur Sautner, Chefärztin Dr. Verena Kollmann-Fakler und Bereichsleitung Dominik Denk freuen sich auf die Erweiterung und Sanierung der Notaufnahme.
Die Umbaumaßnahmen laufen auf Hochtouren in der Zentralen Notaufnahme der Kreisklinik Bad Reichenhall. Stationsleitung Arthur Sautner, Chefärztin Dr. Verena Kollmann-Fakler und Bereichsleitung Dominik Denk freuen sich auf die Erweiterung und Sanierung der Notaufnahme.

Die Baumaßnahmen für die zentrale Notaufnahme (ZNA) der Kreisklinik Bad Reichenhall schreiten wie geplant voran. Neue Behandlungszimmer gehen noch heuer in Betrieb. Im Sommer 2023 sollen alle Struktur- und Modernisierungsarbeiten abgeschlossen sein. Dann stehen mehr Kapazitäten und Liegeplätze zur Verfügung. Mehr Ärzte und Pfleger wurden bereits eingestellt. mehr...

Notaufnahme Kreisklinik Bad Reichenhall, der hintere Teil des Flures ist abgesperrt, auf einem Schild steht: „Achtung Baustelle, Betreten verboten. Kein Durchgang.“ Es riecht nach Farbe und Estrich. Aus ehemals zwei Behandlungszimmern sind hier in den vergangenen Wochen drei neue Räume entstanden, darunter auch der Aufenthaltsbereich fürs Personal, der weiter nach hinten gerückt wurde. Nach Weihnachten sollen die Räumlichkeiten in Betrieb genommen werden.

Wenn alle Umbaumaßnahmen im kommenden Sommer abgeschlossen sein werden, verdoppeln sich die Liegeplätze sogar von ehemals sechs auf zwölf. Zu Stoßzeiten lassen sie sich provisorisch um bis zu sieben Plätze erweitern. Dafür werden dann der Vorraum und der während der Corona-Pandemie eigens geschaffene Isolationsbereich miteinbezogen. Die Krux einer Notaufnahme besteht nämlich genau darin, dass das Patientenaufkommen nicht planbar ist und es jederzeit vorübergehend zur Überschreitung von Behandlungskapazitäten kommen kann – und darauf muss man vorbereitet sein.

Dringlichkeit geht vor

„Auch wenn es für Außenstehende nicht sichtbar ist, die Abläufe in der Notaufnahme sind immer klar strukturiert und getaktet. In jeder Schicht gibt es eine Triage-Kraft, die speziell in der Anwendung des Manchester Triage Systems (MTS) ausgebildet ist. Damit kann zuverlässig entschieden werden, wer schnell gesehen und behandelt werden muss und wer warten kann. Entsprechend koordiniert die Triagekraft die Ärzte- und Pflegschaft“, erklärt Dominik Denk, Bereichsleitung der Kreisklinik Bad Reichenhall. So wird beispielsweise der Arzt bei einem Herzinfarkt sofort hinzugezogen und die Behandlung eingeleitet und ein Patient mit Rückenschmerzen, dessen Behandlungsdringlichkeit nach Ersteinschätzung als nicht dringend eingestuft wurde, nach hinten gestellt. Für ihn kann die Wartezeit schon mal einige Stunden dauern, denn Herzinfarkt, Schlaganfall oder Unfall gehen immer vor. Zeit vergeht auch, wenn Patienten in der Notaufnahme mehrere Untersuchungen durchlaufen müssen, bis die Diagnose feststeht. Ein klassisches Beispiel ist hier der Brustschmerz, vom lebensbedrohlichen Herzinfarkt bis zum unangenehmen Muskelschmerz muss hier alles abgeklärt werden. Zu Stoßzeiten werden in der ZNA Bad Reichenhall bis zu 30 und mehr Patienten gleichzeitig versorgt, was für eine Notaufnahme aber nicht unüblich ist. Bei langen Wartezeiten werden den Betroffenen kalte und heiße Getränke und Sandwiches angeboten.

Dr. Verena Kollmann-Fakler, die seit dem Sommer als neue Chefärztin der Zentralen Notaufnahme in der Kreisklinik Bad Reichenhall den Umbau begleitet, erklärt: „Das Gesetz gibt zwar klar vor, dass eine Notaufnahme für die Versorgung stationärer Notfallpatienten zuständig ist, aber in der Realität ist das gar nicht umsetzbar und vielen so auch gar nicht bekannt. Stationäre Notfallpatienten sind demnach nur solche, die entweder eine Einweisung vom Haus- oder Facharzt haben oder uns mit dem Rettungsdienst zugewiesen werden. Alle anderen Patienten, die fußläufig selbst zu uns in die Notaufnahme kommen, sind ambulante Notfälle und eigentlich gar nicht fürs Krankenhaus gedacht. Diese ambulanten Notfälle sollten nach Vorstellung der Politik von den Notfallpraxen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und den niedergelassenen Kollegen versorgt werden, was aber über 24 Stunden an sieben Tagen die Woche gar nicht leistbar ist. Hier brauchen wir eine gemeinsame Lösung zwischen den Krankenhäusern und den niedergelassenen Kollegen – sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Chefärztin betont aber auch, dass niemand in der Zentralen Notaufnahme abgelehnt werde, denn sobald jemand über die Schwelle trete, sei man verpflichtet, den Patienten zu triagieren, ärztlich zu sehen und zu dokumentieren.

Notfallmedizin ist Teamarbeit

In der Notaufnahme der Kreisklinik Bad Reichenhall ist man für die künftigen Herausforderungen gut vorbereitet. „Das Pflegeteam wurde in den letzten Jahren auf 40 Stellen aufgestockt. Wir besetzen die Schichten anders und sind fachlich breiter aufgestellt, mit Notfallpflegekräften und Notfallsanitätern, deren Ausbildung stark auf das Notfallmanagement fokussiert ist und mit Medizinischen Fachangestellten, die den Ablauf einer Diagnostik genau kennen“, sagt Arthur Sautner, Stationsleitung Zentrale Notaufnahme. Auch auf Ärzteseite wurde mehr Personal eingestellt. „Die ZNA hat ab Januar ein eigenes, beständiges Ärzteteam und ein eigenes Schichtsystem, so kommt Kontinuität rein. Wir haben das ärztliche Team in der ZNA bereits aufgestockt, um zusätzliche Schichten abzudecken, weitere Stellen sind bereits freigegeben“, sagt Chefärztin Dr. Verena Kollmann-Fakler. Denn laut dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) von 2018 müssen bis 2025 alle Notaufnahmen in deutschen Kliniken rund um die Uhr einen qualifizierten Akut- und Notfallmediziner verfügbar haben. „Diese Kollegen und Kolleginnen werden derzeit überall händeringend gesucht. Wir sind in Gespräch mit unseren eigenen Fachärzten und angehenden Fachärzten der Kliniken Südostbayern, um hier Interessenten für die zweijährige Weiterbildung zu akquirieren“, so Dr. Kollmann-Fakler.

Die gesamte Zentrale Notaufnahme der Kreisklinik Bad Reichenhall wird im Zuge der Umbaumaßnahmen auch optisch modernisiert, die Technik wird erneuert und der Brandschutz angepasst. „Außerdem bekommen wir ein zentrales Monitoring, so dass jeder Patientenplatz in die Triage und den Aufenthaltsraum zugeschaltet und Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und Atmung ständig visuell überwacht werden können“, freut sich die Chefärztin. Was für sie die Notfallmedizin so spannend macht? „Die Versorgung von Notfällen, wenn man in kurzer Zeit die passenden Puzzlestückchen zusammenfinden muss, um schnellstmöglich die Diagnose zu stellen und die entsprechende Behandlung einzuleiten. Die Klinische Notfallmedizin ist für mich noch der Bereich in einer Klinik, der neben den spezialisierten Fachabteilungen die breite interdisziplinäre Medizin abdeckt. Man muss konzentriert, stressresistent, entscheidungsfreudig sein - und teamfähig. Eine Notaufnahme funktioniert und lebt nur im Team.“

22.12.2022 - Klinikum Traunstein

Auch im Krankenhaus wird gespielt

Bau der neuen Kinderklinik am Klinikum Traunstein hat begonnen

Ein Zimmer in der neuen Kinderklinik aus Sicht der sechs-jährigen Elisa Utz
Ein Zimmer in der neuen Kinderklinik aus Sicht der sechs-jährigen Elisa Utz

Wenn ein Kind ins Krankenhaus muss, ist das zunächst einmal für die ganze Familie mit vielen Ängsten und Sorgen verbunden. Die kleinen Patienten fürchten sich vor der Behandlung, der unbekannten Umgebung und einer Trennung von den Eltern. Umso wichtiger ist es, den Kindern und ihren Familien während ihres Krankenhausaufenthaltes eine angenehme Atmosphäre zu bereiten, denn neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung spielen Wohlfühlen und Vertrauen eine wichtige Rolle für ihre Genesung. In der neuen Kinderklinik wird es dafür noch mehr Raum und Farbe geben und nicht zuletzt kommt das auch allen Mitarbeitenden zugute. mehr...

Klinikum Traunstein, 3 Stock: Im Gang parkt ein himmelblaues Bobbycar zwischen zwei kleinen Trettraktoren samt Anhängern. Die Wand darüber schmücken selbstgemalte Bilder. Eine sternenklare, helle Winternacht, ein Mädchen beim Angeln, ein freundlich dreinschauender Elefant. Auf einem großen Papier mit grün-rosafarbenem Untergrund steht in großen Buchstaben „BE HAPPY“, „Sei glücklich“. Und genau darum geht es dem gesamten Krankenhauspersonal der Kinderklinik: dass es den kleinen Patienten während ihres Aufenthaltes an nichts fehlt, dass sie sich trotz ihrer Erkrankung in den Räumen der Kinderklinik wohl und behütet fühlen. Die Ärzteschaft und das Pflegeteam sind rund um die Uhr für die Kinder und Jugendlichen da, vom kleinsten Frühgeborenen mit wenigen hundert Gramm Gewicht über schwer chronisch an Körper oder Seele erkrankten bis hin zu verletzten und verunfallten kleinen Patientinnen und Patienten. 

Eine besondere Rolle kommt da auch den beiden Erzieherinnen Sabrina Helminger und Christina Bauer zu. Sie dekorieren die Station gemeinsam mit all den jungen Helfern, die das Bett verlassen können, spielen, basteln und lesen vor, entweder im stationseigenen Spielraum oder in den Patientenzimmern. „Wir versuchen unseren Schützlingen ein Stück Normalität im Klinikalltag zu geben. Dabei orientieren wir unser Angebot immer an den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und an ihrem Behandlungsplan“, sagt Sabrina Helminger. Auch für die größeren Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen sind die beiden Erzieherinnen eine wichtige Bezugsperson. „Wir bieten ihnen das Gespräch, wir gehen mit ihnen raus zum Spazieren, wir bringen sie auf andere Gedanken. Das ist bei diesen Krankheitsbildern wichtig, besonders die Möglichkeit zu Bewegung und sinnschaffender Beschäftigung.“, weiß Christina Bauer.

Ganzheitliche heimatnahe Versorgung

Die pädagogische Arbeit von Sabrina und Christina ist ein wichtiger Teil des ganzheitlichen Kinderklinikkonzepts am Klinikums Traunstein. Sie geht Hand in Hand mit einem hohen medizinischen und pflegerischen Standard und Anspruch des Teams der Kinderklinik.

Nicht nur zu Zeiten wie diesen, in denen der RS-Virus grassiert, ist das multiprofessionelle und interdisziplinäre Team der Kinderklinik mit 60 Betten auf drei Stationen voll ausgelastet. Chefarzt Prof. Dr. Gerhard Wolf und sein Team sowie auch die drei Stationsleitungen Julia Thalhammer, Pamela Becker und Anette Hoof freuen sich deshalb über den Neubau der Kinderklinik, der ihnen räumlich und medizinisch noch mehr Möglichkeiten bieten wird.

Vorarbeiten für den Neubau haben begonnen

Im Oktober wurde damit begonnen die Baugrube für die neue Kinderklinik auszuheben. Diese Arbeiten sollen noch bis März 2023 dauern, bevor es an den Rohbau geht. Eine Inbetriebnahme des Gebäudes ist Ende 2025 vorgesehen. „Das bestehende Gebäude stammt aus den 1960er und 1980er Jahren, es kann die heutigen Anforderungen eines modernen Krankenhauses nicht mehr erfüllen. Eine großflächige Sanierung wäre nicht möglich gewesen, da keine Flächenreserven zur Verfügung stehen“, erklärt Andreas Hahnemann, von der Bauverwaltung und Liegenschaftsentwicklung der Kliniken Südostbayern AG. Die neue Kinderklinik ist als moderner, viergeschossiger Baukörper mit kleinen, familiären Zimmern für Kinder und Eltern geplant. Im Erdgeschoss wird die Station für psychosomatisch erkrankte Kinder untergebracht. Die dritte Etage wird für die allgemeine Kinder- und Jugendmedizin vorgehalten. Die Neonatologie (Frühgeborenstation) und Kinderintensivstation wird im vierten Obergeschoss mit direkter Nähe zur geplanten Entbindungs- und Wöchnerinnenstation realisiert.

Die bis zum Bauende im Jahre 2025 prognostizierten Projektkosten für die neue Kinderklinik am Klinikum Traunstein werden sich nun aufgrund des erheblich gestiegenen Baupreisindex auf gut 30 Millionen Euro belaufen, davon fördert der Freistaat rund 70 Prozent. „Es wäre schön, wenn wir in der Neuen Kinderklinik eine warme Wohlfühlatmosphäre mit wertvollen kleinen Extras gestalten können. Damit machen wir nicht nur unseren jungen Patienten und ihren Familien eine große Freude, sondern können vielleicht auch noch mehr zukünftige Kolleginnen und Kollegen für uns begeistern, so Julia Thalhammer, Stationsleitung in der Kinderklinik.  Chefarzt Professor Wolf kann das auch bestätigen. Er freut sich seinerseits auf Behandlungszimmer, in denen die Kinder viele interessante Dinge zum Anschauen haben und damit gleich eine positive angstfreie Stimmung entsteht.

Die Erzieherinnen Sabrina Helminger und Christina Bauer würden sich für ihre kleinen und größeren Langzeitpatienten neben mehr Platzangebot einen Werkraum wünschen, wo sie sich kreativ ausleben können und wo es auch mal stauben darf und Holzspäne fallen.

Da vieles nicht Teil der öffentlichen Krankenhausfinanzierung sein kann, bemühen sich die Kliniken Südostbayern um Förderungen durch Stiftungen sowie auch privaten Zuwendungen und danken den vielen Spendern, die schon dazu beigetragen haben.


05.12.2022 - Klinikum Traunstein

Strahlentherapie - Tragende Säule in der Behandlung bösartiger Tumore

Die strahlentherapeutische Tagesklinik der Kliniken Südostbayern kann oftmals helfen stationäre Aufenthalte zu vermeiden

Die Strahlentagesklinik im Klinikum Traunstein wird von Dr. Ingrid Jacob (re.) und PD. Dr. Matthias Hautmann (zweiter von li.) geleitet.
Die Strahlentagesklinik im Klinikum Traunstein wird von Dr. Ingrid Jacob (re.) und PD. Dr. Matthias Hautmann (zweiter von li.) geleitet.

Die Strahlentherapie stellt neben der Operation, der Chemotherapie und der Immuntherapie eine der tragenden Säulen in der Behandlung bösartiger Tumore dar. Dabei werden auch viele Patienten behandelt, die entweder bedingt durch ihren Tumor oder auch durch ihre Therapie Nebenwirkungen erleiden. Diese Nebenwirkungen bedürfen oftmals einer supportiven Therapie (Therapie der tumorbedingten oder therapiebedingten Beschwerden). In einigen Fällen kann diese Supportive-Therapie nicht vollständig ambulant erfolgen und dementsprechend wird dann oftmals ein stationärer Aufenthalt notwendig. Auch einige Patienten, die eine Strahlentherapie erhalten, werden somit stationär aufgenommen. mehr...

Als Alternative zur stationären Versorgung kommt für viele Patienten eine teilstationäre Versorgung in Betracht. Das bedeutet, dass die Patienten tagsüber über mehrere Stunden in einer Tagesklinik betreut werden, den Rest des Tages und die Nacht allerdings zuhause verbringen können. Für die Lebensqualität der Patienten, insbesondere im Hinblick auf ihre soziale Einbindung, stellt dies einen erheblichen Gewinn dar.

Im Klinikum Traunstein ist die strahlentherapeutische Tagesklinik seit vielen Jahren etabliert. Dr. Ingrid Jacob, die seit vielen Jahre als Oberärztin in der Abteilung für Strahlentherapie am Klinikum Traunstein tätig ist, war maßgeblich am Aufbau der Tagesklinik beteiligt. „Über die vielen Jahre, die ich die Tagesklinik betreut habe, konnten wir durch die teilstationäre Behandlung bei etlichen Patienten einen stationären Aufenthalt vermeiden und die Therapienebenwirkung erfolgreich reduzieren. Die Patienten sind und waren uns dafür sehr dankbar. In der klinischen Versorgung stellt das zwar gelegentlich eine Herausforderung dar, aber genau das ist es, was mich seit vielen Jahren reizt. Es ist für mich jedes Mal eine ganz besondere Danksagung, wenn Patienten auch von weiter her ihren Weg nach Traunstein finden um hier die Therapie ambulant bzw. teilstationär durchführen zu können.“

Auch PD Dr. Matthias Hautmann, seit 01.04.2022 Chefarzt der Abteilung für Strahlentherapie, sieht in der Tagesklinik eine ungemein wichtige Institution: „Im bayerischen Raum ist die strahlentherapeutische Tagesklinik nahezu ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Abteilung“, so der Mediziner, der zuvor am Universitätsklinikum Regensburg als geschäftsführender Oberarzt tätig war. „Ich komme aus einer Universitätsklinik, wo ich ebenfalls die Möglichkeit einer teilstationären Versorgung im Rahmen einer strahlentherapeutischen Tagesklinik hatte. Dort habe ich diese Möglichkeiten schätzen gelernt. Ich halte eine strahlentherapeutische Tagesklinik auch vor dem Aspekt des häufigen Wechsels zwischen ambulanter, teilstationärer und stationärer Versorgung der strahlentherapeutischen Patienten für zukunftsträchtig. Außer einigen der Universitätskliniker ist mir keine strahlentherapeutische Institution bekannt, die Patienten regelmäßig teilstationär versorgt.“

Viele Therapien in der Strahlentherapie werden über mehrere Wochen mit arbeitstäglicher Bestrahlung durchgeführt. Oft wechseln Patienten zwischen ambulanter Behandlung, teilstationärer Behandlung und falls erforderlich auch stationärer Therapie hin und her. Speziell in diesem Bereich bietet die strahlentherapeutische Tagesklinik nicht nur die Möglichkeit, den ein oder anderen stationären Aufenthalt zu vermeiden, sondern auch Patienten im Anschluss an einen stationären Aufenthaltes einige Tage teilstationär weiter zu behandeln und den Übergang in die ambulante Versorgung zu erleichtern. Teilweise können stationäre Aufenthalte verkürzt werden. Ein Beispiel ist hier die hyperfraktioniert-akzelerierte Bestrahlung. Das heißt, dass bei einigen Tumoren (zum Bespiel Kopf-/Halstumore oder sogenannter kleinzelliger Lungenkrebs) die Bestrahlung zweimal täglich durchgeführt wird. Zwischen diesen beiden Bestrahlungssitzungen müssen mindestens sechs Stunden Zeitdifferenz liegen. Ohne eine strahlentherapeutische Tagesklinik ist hier in aller Regel eine durchgängige stationäre Versorgung der Patienten erforderlich. Die Tagesklinik bietet die Möglichkeit, die Therapie zumindest anteilig von zu Hause aus zu absolvieren.

Neben den klassischen teilstationären Behandlungen wie Infusionstherapie, Ernährungstherapie, Transfusionen, Wundversorgung, Stomaversorgung und pflegerischer Versorgung stehen in der strahlentherapeutischen Tagesklinik am Klinikum Traunstein auch eine Low-Level-Laser Therapie zur Reduktion strahlentherapeutischer Toxizitäten sowie ein psychoonkologischer Dienst zur Verfügung. Seit Mai 2022 findet für den Großteil der strahlentherapeutisch behandelten Patienten auch eine spezielle Pflegeberatung in der strahlentherapeutischen Tagesklinik statt. Hier werden die Patienten zu Beginn der Strahlentherapie durch die Mitarbeiterinnen der Tagesklinik intensiv geschult, wie sie sich unter der strahlentherapeutischen Behandlung verhalten sollen und welche Pflegemaßnahmen sie selbstständig durchführen können und sollen.

„Die strahlentherapeutische Pflegeberatung dient nicht nur der Information der Patienten“ bemerkt Herr PD Dr. Matthias Hautmann „vielmehr haben die Patienten zusätzliche Ansprechpartner, die sie jederzeit kontaktieren können und die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch für die Mitarbeiter in der Tagesklinik ist es sehr gut, frühzeitig mit den Patienten, die im Verlauf ihrer Therapie voraussichtlich pflegerische Unterstützung benötigen, in Kontakt zu treten bzw. diese kennenzulernen. Somit hat man die Möglichkeit auch sehr zeitnah mit den pflegerischen Interventionen zu beginnen und höhergradige Nebenwirkungen können eventuell vermieden werden.

„Wir haben eine hohe Patientenzufriedenheit bei der Pflegeberatung und unseren teilstationären Behandlungen, hier erhalten wir regelmäßig positive Rückmeldungen“, ergänzt Dr. Jacob.

„In enger Absprache mit den onkologischen Institutionen der Region bieten wir in Einzelfällen auch die Applikation von Systemtherapeutika z.B. Bisphosphonaten (Knochenschutz) an, um zusätzliche Wege für die Patienten zu vermeiden. Viele Patienten nehmen in unserer ländlich geprägten Region doch einen nicht unerheblichen täglichen Weg zur Strahlentherapie in Kauf. Hier können wir zusätzliche Termine während des Zeitraums der Strahlentherapie vermeiden“.

12.12.2022 - Kreisklinik Bad Reichenhall / Freilassing

Von Herz zu Herz

Selbsthilfegruppe näht Herzkissen für Brustkrebspatientinnen

Inge Polak, Gruppenleiterin der Selbsthilfegruppe Freilassing, übergibt das 500. Herzkissen an Verena Hellmann, Stationsleitung 1a
Inge Polak, Gruppenleiterin der Selbsthilfegruppe Freilassing, übergibt das 500. Herzkissen an Verena Hellmann, Stationsleitung 1a

Die Diagnose Brustkrebs ist ein emotionaler Schock, rund jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe des Lebens davon betroffen. In der Kreisklinik Bad Reichenhall erhält jede Patientin nach der Operation ein „Herzkissen“. Genäht werden diese speziellen Kissen schon seit über zehn Jahren von der Selbsthilfegruppe Freilassing. Jetzt konnte das 500. Herzkissen übergeben werden. mehr...

Der Schrank auf der Station 1a in der Kreisklinik Bad Reichenhall ist immer gefüllt. Hier lagern lauter bunte Herzkissen, geblümte, karierte, gemusterte. Neigt sich der Vorrat doch mal dem Ende zu, greift Stationsleiterin Verena Hellmann zum Hörer. Bei Inge Polak in Freilassing klingelt dann das Telefon. „Wenn ich einen Schwung Kissen brauche, gebe ich bei ihr Bescheid und weiß, dass ich ganz schnell neue bekomme“, freut sich Verena Hellmann.

Inge Polak ist Gruppenleiterin der Selbsthilfegruppe Freilassing der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V., die es schon seit 1988 im Berchtesgadener Land gibt. Betroffene aus dem ganzen Landkreis können an den Treffen in Freilassing teilnehmen. Es ist eine Gruppe von Menschen, die mit der Diagnose Krebs leben und umgehen müssen und sich einmal im Monat treffen. Inge Polak ist selbst zwei Mal an Brustkrebs erkrankt. Sie und alle in der Gruppe wissen um die Ängste und Sorgen, die eine Krebsdiagnose mit sich bringt. „Miteinander zu reden, Erfahrungen auszutauschen und füreinander da zu sein, kann so viel bewirken, man fühlt sich nicht allein. Es ist etwas ganz anderes mit ebenfalls Betroffenen zu sprechen, denn es gibt Dinge, die kann man nicht mal dem Partner und der Familie erzählen“, sagt die 83-Jährige.

Vor elf Jahren hat sie die Herzkissen-Aktion in der Selbsthilfegruppe angeregt. Ursprünglich stammt diese Idee aus den USA. Eine dänische Krankenschwester brachte sie von dort aus nach Europa und gründete das Heart Pillow Project: „Herzkissen für Brustkrebspatientinnen – verschenkt von Herz zu Herz“. Inge Polak stieß in der Selbsthilfegruppe auf Begeisterung und seitdem nähen Teilnehmerinnen mit Unterstützung von Freunden und Bekannten ehrenamtlich fleißig Kissenhüllen bei sich daheim. Die Stoffe bekommen sie meist gespendet. Wichtig ist, dass nur reine, weiche Baumwolle verarbeitet wird, keine Synthetik und auch keine Seide. Befüllt und zugenäht werden die Kissen dann gemeinsam in großer Runde im Gruppenraum der Selbsthilfekontaktstelle Freilassing. Dazu wird hochwertiges Füllmaterial verwendet, finanziert oft aus eigenen Mitteln.

Die Herzkissen sehen nicht nur fröhlich aus, sie haben auch einen großen Nutzen. Ihre Herz-Form verdanken sie den extralangen „Ohrwascheln“. Brustkrebspatientinnen können sich das Kissen so bequem unter die Achsel klemmen und dort nach einer Operation Narbenschmerzen und Lymphschwellungen lindern. Außerdem entlastet das Kissen das Gewebe beim Liegen und kann aber auch beim Autofahren zum Schutz der Druckstelle unter dem Gurt verwendet werden. Das Kissen hält Stöße und Reibungen ab. Und es spendet Zuwendung und Trost, es ist ein Zeichen der Solidarität mit jeder Brustkrebspatientin. Die Näherinnen der Selbsthilfegruppe Freilassing verzieren auch noch alle Kissen mit kleinen Sprüchlein. „Wer Vertrauen hat, erlebt jeden Tag ein Wunder“, steht beispielsweise auf einem kleinen Anhänger handgeschrieben. Stationsleiterin Verena Hellmann kann bestätigen, wie sehr sich die Frauen über ein Herzkissen freuen. Das 500. Kissen der Selbsthilfegruppe wurde ihr nun persönlich von Inge Polak überreicht.

Brustkrebs: Immer öfter heilbar

Auch wenn Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen ist, die gefährlichste ist sie nicht, nicht mehr. Aufgrund der immer besser werdenden Früherkennung und der Verfügbarkeit von fortschrittlichen Therapien ist Brustkrebs heute in der Mehrzahl der Fälle heilbar. Bei frühen Tumorstadien gilt nach wie vor die Operation als die wirksamste Therapie. Durch die guten Kontrollmöglichkeiten des Krankheitsverlaufs ist es in den meisten Fällen möglich, die Brust dabei zu erhalten und den Tumor ganz gezielt zu entfernen. Sollten dennoch Anteile der Brust oder die ganze Brust entfernt werden müssen, gibt es sehr gute Möglichkeiten, die Brust plastisch wieder aufzubauen. Als Schwerpunktzentrum in der Region bietet das „Brustkrebszentrum Traunstein-Bad Reichenhall“ der Kliniken Südostbayern (KSOB) sämtliche moderne Verfahren zur Behandlung des Mammakarzinoms. Neben der Operation sind dies rekonstruktive Eingriffe, Bestrahlung, Chemo- und Hormontherapie sowie die Immuntherapie. Ein enges Netzwerk an niedergelassenen Fachärzten und regelmäßige fachübergreifende Tumorkonferenzen gewährleisten eine optimale Vor- und Nachsorge für die betroffenen Patientinnen.

Infos zur Selbsthilfegruppe:
Von Krebs betroffene Menschen können sich jederzeit unter Telefon 08654 9197 informieren oder bei der Selbsthilfekontaktstelle BGL unter Telefon: 08654-770 44 73.

07.12.2022 - Klinikum Traunstein

Der beste Blick in kleinste Augen

Neue spezielle Augenkamera für die Neonatologie der Kliniken Südostbayern

Dr. med. Virgina Toth, Oberärztin der Kinderintensivstation am Klinikum Traunstein
Dr. med. Virgina Toth, Oberärztin der Kinderintensivstation am Klinikum Traunstein

Die neue „RetCam“ macht Augenuntersuchungen auf höchstem Niveau möglich. Sie entspricht einer Ausstattung, wie sie an großen Universitätskliniken zu finden ist. Dank einer freizügigen Spende konnte dieses hochkomplexe Gerät nun auch für die Kinderklinik am Klinikum Traunstein angeschafft werden. Die Kamera stellt beginnende Sehbehinderungen von Frühgeborenen hochauflösend dar und die Untersuchung und Früherkennung ist wesentlich einfacher und sanfter. mehr...

Extrem unreife Frühgeborene, die nicht selten weit weniger als 1.500 Gramm wiegen, sind sehr sensibel und verletzlich. Ihre ersten Lebenswochen verbringen sie in der geschützten Umgebung einer neonatologisch-pädiatrischen Intensivstation. Dort werden sie in speziellen Inkubatoren sorgsam gepflegt und engmaschig medizinisch versorgt. Im Fokus steht dabei auch die eingehende Beobachtung der kleinen „noch unfertigen“ Augen, denn durch die frühe Geburt kann es bei der Reifung der Augen außerhalb des Mutterleibs zu einer übermäßigen Entwicklung von Blutgefäßwucherungen auf der Netzhaut kommen. Diese sogenannte Frühgeborenen-Retinopathie kann sogar zur Erblindung führen. „Werden hohe Sauerstoffgaben und viele Bluttransfusionen nötig, verstärken diese das Risiko einer ungünstigen Gefäßentwicklung“, erklärt Dr. Virgina Toth, Oberärztin der Neonatologie. Die Augen der Frühgeborenen müssen deshalb bis mindestens zur 40. Schwangerschaftswoche regelmäßig kontrolliert werden.

Mit der neuen RetCam, die die Kinderklinik Traunstein mit einer hochherzigen Spende angeschafft hat, ist diese Untersuchung der Frühchen-Augen nun wesentlich angenehmer für die Kinder. Denn üblicherweise ist die Diagnose ein aufwändigerer Prozess. Frühgeborene sollten aber so viel Ruhe wie möglich haben, damit viel Kraft für das gesunde Wachstum zur Verfügung steht. Die Kamera ist also ein echter Segen.

Die extrem teure Spezialkamera macht es möglich, den Augenhintergrund in bester Qualität zu fotografieren und eine objektive Bilddokumentation der Netzhaut abzugeben. Das macht die Befunde vergleichbar. „Mit der RetCam kann der Hintergrund des kindlichen Auges exakt, zuverlässig und schonend abgebildet und die Entwicklung krankhafter Veränderungen von Blutgefäßen am Augenhintergrund in Sekundenschnelle erfasst werden", so Dr. Virgina Toth. Mithilfe dieser Bilddokumentation ist dann im Anschluss an die Untersuchung eine genaue Analyse des Krankheitsstadiums möglich, ohne dass das Kind zusätzlich belastet werden muss. „Bei weiteren Kontrollen können wir mit den so dokumentierten Befunden den Krankheitsverlauf präziser bewerten. In kritischen Fällen, bei denen es um die Entscheidung für eine Therapie geht, können mehrere Augenärzte die gespeicherten Bilder zeitnah mitbeurteilen. Das erspart den Frühchen Mehrfachuntersuchungen“, so Dr. Toth.

Die gängigen Methoden, um die Augen von Frühgeborenen zu untersuchen, sind um ein Vielfaches aufwendiger und können nur von spezialisierten Augenärzten durchgeführt werden. Die Kinderklinik Traunstein arbeitet hier seit Jahren mit einem externen Spezialisten zusammen, der dafür mehrmals im Jahr in die Kinderklinik kam. Die neue RetCam ist in der Anwendung sehr viel einfacher, so dass sie Oberärztin Toth und ihre Kollegen auch selbst bedienen können.

Angenehmes Ambiente für kleine Kinderseelen

In der Kinderklinik Traunstein werden jährlich ca. 120 – 140 Frühchen betreut, durchschnittlich 40 bis 60 davon mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm, also solche bei denen die augenärztliche Kontrolle erforderlich ist. Die neue RetCam verbessert die Versorgung der Frühgeborenen erheblich. „Die Medizintechnik entwickelt sich rasant und da wollen wir natürlich immer ganz vorne mit dabei sein. Spendengelder helfen uns, Spezialgeräte, die sonst nur an großen Unikliniken vorgehalten werden, zu erwerben. Damit können wir heimatnah eine Behandlung auf exzellentem Niveau anbieten. Gerade auch solche Geräte, die für die Telemedizin ausgerüstet sind, sehen wir als sehr förderlich. Schnell und einfach können wir dann auch Spezialwissen hinzuziehen oder uns in einem interdisziplinären Kreis austauschen und gemeinsam gute Entscheidungen treffen“, erklärt Professor Dr. Gerhard Wolf, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Traunstein. Sein Team und er freuen sich über das neue Gerät und auch über jede neue Entwicklung, die den Start der Frühchen ins Leben wieder etwas sanfter und sicherer macht. Für den Neubau der Kinderklinik stehen noch andere Dinge auf ihrer Wunschliste, darunter auch viele, die ein beruhigendes und wohltuendes Umfeld für die kleinen Patienten und ihre Eltern schaffen, aber nicht Teil der öffentlichen Krankenhausfinanzierung sind.

Wenn Sie gerne mithelfen wollen, stehen Ihnen Mitarbeiter der KSOB gerne unter
Telefon: +49 (0)861 705 1534 oder per E-Mail: für Fragen zur Verfügung. Spendenkonto: DE23 7109 0000 0000 201480, Verwendung: Neue Kinderklinik - TS 373223

02.12.2022 - Kreisklinik Bad Reichenhall

„Cook&Chill“ - Kliniken kochen mit neuem Verfahren noch frischer und gesünder

Rund 800 Essen pro Tag – andere Klinikstandorte werden mitversorgt

Für Patientinnen und Patienten im Kranken­haus ist es besonders wichtig, ausgewogen, gesund und gut zu essen. Die Kreisklinik Bad Reichenhall hat dementsprechend das Küchenkonzept auf ein „Cook&Chill“-Verfahren, zu Deutsch „Kochen und Kühlen“, umgestellt. Die Vorteile: Vitamine und Mineralstoffe bleiben bestmöglich erhalten und lange Warmhaltezeiten entfallen. mehr...

Bunte Nudeln mit Wurzelgemüse-Käsesoße, dazu frischer Blattsalat mit einem leichten Frenchdressing, vorweg eine herbstliche Blumenkohlsuppe. Oder - für Fleischliebhaber – Hähnchenkeule mit Kräutern der Provence, Geflügelsoße, gelben Möhren und Reis. Bei den Kliniken Südostbayern (KSOB) gibt es keine langweilige Krankenhauskost, dafür sorgen in Bad Reichenhall Gesamtküchenleiter Andreas Rupp und sein Küchenteam. Wo es geht, kaufen sie regional und saisonal ein, zu jedem Gericht gibt es eine Gemüsebeilage oder Salat.

Allein Kartoffeln werden pro Jahr rund 30 Tonnen verarbeitet

Jetzt wurde auch noch auf eine schonendere Zubereitungsart namens „Cook&Chill“ umgestellt. Sie macht möglich, dass die Gerichte frischer und knackiger bei den Patienten und Patientinnen ankommen. Denn üblicherweise werden Speisen aus Großküchen zunächst gekocht und dann bis zum Verzehr warmgehalten. Das schadet nicht nur ihrem Geschmack, sondern auch den Vitaminen und Nährstoffen. Mit „Cook&Chill“ werden die Gerichte auf dem den  Garpunkt zubereitet und innerhalb von 90 Minuten auf rund 3°Grad Celsius herabgekühlt. Man nennt dies Schnellkühlung. Dadurch geht den Mahlzeiten weniger an wichtigen Inhaltstoffen verloren und gleichzeitig wird eine hohe hygienische Sicherheit gewahrt. Das ist in Krankenhäusern von großer Bedeutung, da die Patientinnen und Patienten oft ein geschwächtes Immunsystem haben.

Frisch zubereiten, statt fertig dazukaufen

Seit Ende August kommt bei den Kliniken Südostbayern (KSOB) das „Cook&Chill“-Verfahren zum Einsatz. Die Küche an der Kreisklinik Bad Reichenhall wurde entsprechend technisch ausgestattet. Von hier aus sollen künftig rund 800 Patientinnen und Patienten an den fünf Standorten Bad Reichenhall, Freilassing, Berchtesgaden, Ruhpolding und Trostberg versorgt werden. Nur das Klinikum Traunstein bleibt aufgrund der Größe noch autark, kocht aber den identischen Speiseplan. „Wir sind stolz darauf, dass wir mit diesem Verfahren frisch kochen können und unsere Kreativität und Kochkunst gefragt sind“, sagt Andreas Rupp. Sein Team hat die vergangenen Wochen über 60 Menüs mit verschiedenen Komponenten erstellt, so dass für das neue „Cook&Chill“-Verfahren insgesamt mehr als 300 Rezepte zur Verfügung stehen. Das Motto: Was frisch zubereitet werden kann, wird auch frisch zubereitet. Das gilt für Suppen genauso wie für Knödel aller Art, Blaukraut, Wirsinggemüse, Soßen und vieles mehr. Für die Küchen-Außenstellen in den einzelnen Kliniken wurde außerdem ein praktisches Handbuch verfasst. Es enthält Ideen und Vorschläge für das optisch ansprechende Anrichten vor Ort, denn das Auge isst mit.

Beim „Cook&Chill“ Verfahren ist es wichtig, während des Transportes die Kühlketten lückenlos einzuhalten, die Mahlzeiten so schonend wie möglich zuzubereiten und den Patienten punktgenau zum Verzehr mit der richtigen Temperatur zu servieren. „Das ist schon eine logistische Meisterleistung“, weiß Gesamtküchenleiter Andreas Rupp. „Dafür haben wir sogenannte Regenerierwägen angeschafft. In ihnen werden die Speisen schonend auf eine Kerntemperatur von 72 Grad erhitzt, Salat und Nachspeise bleiben kühl. Anschließend werden die Tabletts sofort in den Krankenzimmern verteilt und die Hauptspeise kommt frisch und heiß auf den Tisch.“ So schmecken Pasta, Karottengemüse, Hähnchenkeule & Co am besten.

Vom Delir bis zu aktuellen Covid-19-Strategien

Chiemgauer Intensivtag in Traunstein informierte über aktuelle Themen der Intensivmedizin

Gerade im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie standen die Intensivstationen bundesweiter Kliniken immer wieder im Brennpunkt des öffentlichen Interesses. Dass dort aber noch eine Vielzahl weiterer Themen eine wichtige Rolle spielen, machte der diesjährige Chiemgauer Intensivtag für Ärzte und Pflegekräfte im Kulturforum Klosterkirche in Traunstein deutlich. Organisiert worden war die Veranstaltung mit rund 100 Teilnehmern von den Leitern und Oberärzten der beiden Intensivstationen des Klinikums Traunstein, Holger Liermann und Dr. Markus Barth. mehr...

Immer wieder kann es bei Patienten auf der Intensivstation beim Aufwachen aus der Narkose oder nach der Gabe starker Schmerzmittel zu Bewusstseinseintrübungen mit folgenden Verwirrtheitszuständen, dem sogenannten Delir, kommen. Dies gilt umso mehr, wenn Wahrnehmungs- und Orientierungsstörungen sowie Ängste infolge einer Seh- oder Hörschwäche auftreten. Der studierte Intensivpfleger, Autor, Dozent und Trainer Carsten Hermes machte in seinem Vortrag deutlich, dass die frühe Erkennung und schnelle Reaktion auf die ersten Anzeichen von Wahrnehmungsstörungen oder Verwirrtheit einen positiven Einfluss auf die Vermeidung schwerer Delir-Zustände haben können.

Nicht nur auf der Intensivstation und im Klinikalltag, sondern auch gesamtgesellschaftlich spielen zunehmende Antibiotikaresistenzen eine wichtige Rolle. Eine zentrale Waffe gegen Keime und Bakterien droht stupf zu werden. Gründe sind nicht zuletzt der vorbeugende Antibiotikaeinsatz in der Tiermast und falsche Verschreibungspraxis. Über die Entwicklung neuer „Reserve-Antibiotika“ und deren Wirkmechanismen berichtete Dr. Beatrice Grabein, Leiterin der Klinischen Mikrobiologie und Krankenhaushygiene am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München.

Auf den aktuellen Stand der Covid-19-Therapie ging Dr. Jan Ramming von der Abteilung Infektiologie am Klinikum Traunstein ein. Zu beobachten ist, dass die Zahl der an Covid-19 erkrankten Patienten auf der Intensivstation zwar insgesamt zurückgegangen ist. Aktuell werden deshalb Erkrankte allein nicht wegen, sondern vermehrt zusätzlich mit dem Corona-Virus eingeliefert. Im Vergleich zu Intensiv-Patienten ohne Covid-19 fällt allerdings die deutlich erhöhte Sterberate auf. Risikopatienten über 60 Jahre sollten deshalb den Selbstschutz besonders im Auge haben. Es ergab sich eine rege Diskussion mit dem Publikum.

Die komplexen Wirkungszusammenhänge des Themas Hyponatriämie, also einer Elektrolytstörung im Blut durch zu geringe Konzentration von Natriumionen, beleuchtete Dr. Matthias Janneck, Leiter der Sektion Nephrologie am Albertinen-Krankenhaus in Hamburg.  Zur Sprache kamen dabei Regulationsstörungen im Wasserhaushalt des Körpers oder hormonelle Hintergründe. Dazu passte auch der Beitrag von Prof. Dr. Wolfgang Hartl,  Leiter der Operativen Intensivmedizin an der Münchner LMU und Mit-Autor der „Leitlinie zur klinischen Ernährung in der Intensivmedizin“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin. Er zeigte auf, wie wichtig individualisierte und auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Ernährungskonzepte für den Heilerfolg sind und präsentierte dazu einfache und praxisorientierte Vorgehensweisen.

Einen weiteren Fokus setzte der Chiemgauer Intensivtag beim Thema Organspende. Erst im Sommer hat das Klinikum Traunstein zusammen mit dem Krankenhaus Kaufbeuren den Bayerischen Organspendepreis erhalten. Als Transplantationsbeauftragter des Klinikums stellte Oberarzt Holger Liermann die Besonderheiten der Behandlung von Intensiv-Patienten vor, bei denen wegen schwerster Hirnschädigung zum einen ein irreversibler Hirnfunktionsausfall  vorliegt und zum zweiten deshalb die Möglichkeit zur Organspende vorliegt. In Zusammenhang damit wurde auch die Frage diskutiert, „wieviel Intensivmedizin am Lebensende in diesen Situationen ethisch vertretbar ist“, so Liermann.

Die große Freude, dass nach zwei Jahren Pandemie der traditionsreiche Chiemgauer Intensivtag wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden konnte, war den Zuhörern in der Klosterkirche deutlich anzumerken.

Zwischen den Vorträgen konnten Teilnehmer das neue ECMO-Mobil des Klinikums Traunstein besichtigen. Mit dessen Hilfe kann ein speziell geschultes Ärzteteam bei besonderen Notfällen auch außerhalb des Krankenhauses eine Herz-Lungen-Maschine anlegen. Die Industrie-Ausstellung der Sponsorenfirmen umfasste 16 Stände, an denen die Teilnehmer sich über neue Medikamente und Hilfsmittel für die Intensivmedizin informieren konnten.

Text: Axel Effner

25.11.2022 - Klinikum Traunstein

Vom Randgebiet an die Innovationsspitze

Interdisziplinäres Netzwerk: Die Klinik für Neurologie am Klinikum Traunstein feiert ihr 25-jähriges Bestehen

Chefarzt Prof. Dr. Thorleif Etgen (2.v.links) und sein Team der Neurologie am Klinikum Traunstein
Chefarzt Prof. Dr. Thorleif Etgen (2.v.links) und sein Team der Neurologie am Klinikum Traunstein

Nach einer Studie der European Academy of Neurology (EAN) gehören neurologische Störungen mittlerweile zu den häufigsten Ursachen für Behinderungen und Todesfälle. Schlaganfälle, Demenz und neurodegenerative Erkrankungen sowie Kopfschmerzen sind die häufigsten Leiden. Laut Prognosen ist ebenso von einer Zunahme neurologischer Erkrankungen im Alter auszugehen. mehr...

Von daher ist es nicht verwunderlich, dass bahnbrechende Fortschritte in Diagnostik und Therapie das Fachgebiet der Neurologie oder Nervenheilkunde in den letzten Jahrzehnten von einem Randgebiet der Medizin an die Spitze innovativer Behandlungsmöglichkeiten gebracht haben. Exemplarisch dafür steht auch die Klinik für Neurologie der Kliniken Südostbayern AG. Sie feierte dieser Tage ihr 25-jähriges Bestehen.

Mit der Neueröffnung 1997 unter dem damaligen Chefarzt Dr. Thomas Freudenberger wurde vor einem Vierteljahrhundert eine wichtige Versorgungslücke für neurologische Patienten in Südostbayern geschlossen und echte Pionierarbeit geleistet. Im Rahmen eines Informationstags für Ärzte und einer neu vorgestellten Broschüre wurden jetzt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Neurologie der Kliniken Südostbayern AG beleuchtet.

„Das Spektrum neurologischer Erkrankungen umfasst alle Altersklassen und Geschlechter, alle Organsysteme und häufig auch die Psyche“, erläutert der jetzige Chefarzt Prof. Dr. Thorleif Etgen im Gespräch. Von daher gesehen stelle sein Fachgebiet auch eine Art „ganzheitliche Medizin“ dar, das mit vielen anderen Bereichen eng kooperiere. Nicht zuletzt berühre die Beschäftigung mit der Neurologie und speziell mit Erkrankungen des Gehirns schnell auch „Fragen nach unserem Ich und was uns als Persönlichkeit ausmacht.“

Rund 90 Prozent der in der Neurologie in Traunstein behandelten Patienten kommen inzwischen über die Zentrale Notaufnahme des Klinikenverbundes, eine spezialisierte Abteilung mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen. Dies unterstreicht die Bedeutung des Fachgebiets in der Akutmedizin. Speziell bei Schlaganfall-Patienten, die etwa ein Drittel der Versorgungsfälle ausmachen, ist man in Traunstein als bayernweit erstes, europaweit zertifiziertes Zentrum mit einer hochtechnisierten Schlaganfallstation (ESO Stroke Centre) und sechs Monitoreinheiten bestens aufgestellt.

Speziell durch die im November 2016 neu eröffnete Abteilung für Neuroradiologie unter dem Leitenden Arzt Dr. Andreas Mangold wurde ergänzend die Möglichkeit der interventionellen Schlaganfalltherapie geschaffen. Dadurch wird etwa die zeitsparende Behandlung von gefährlichen Blutgerinnseln in den Adern oder im Gehirn (z.B. durch Thrombektomie oder Aneurysmaversorgung) ermöglicht. Sie verschafft Traunstein ein Alleinstellungsmerkmal zwischen München und Salzburg. Im Sinne einer bestmöglichen Diagnostik und Therapie arbeitet die Abteilung bei der interdisziplinären Fallbesprechung im Neurozentrum Traunstein eng mit den Experten aus der Neurologie, der Neurochirurgie sowie der interventionellen Neuroradiologie zusammen.

Wie Prof. Thorleif Etgen betont, versorgt ein Team von 16 Ärztinnen und Ärzten mitsamt Pflegekräften sowie Therapeutinnen und Therapeuten im Jahresdurchschnitt 2.000 Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Die Spanne reicht dabei von neurodegenerativen Krankheiten wie Parkinson, Bewegungsstörungen, Restless-Legs- und Tremor-Syndrom über Demenz bis hin zu neuroimmunologischen Krankheitsbildern wie etwa Multipler Sklerose. Dazu kommt die Behandlung von epileptischen Anfällen und anderen Bewusstseinsstörungen, von degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule sowie des Muskel- und Skelettsystems. Ebenso behandelt werden neuromuskuläre Erkrankungen und Neuropathien des zentralen und peripheren Nervensystems. Einen Schwerpunkt bildet ergänzend das Thema Kopfschmerzen. Im Bereich Psychiatrie gibt es einen Konsildienst mit dem kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg.

Dank eines sehr breit aufgestellten Repertoires an Untersuchungen zur Funktions- und Spezialdiagnostik, an unterschiedlichen Therapieangeboten sowie eines umfassenden Pflegekonzepts sind die Kliniken auch im Bereich Nachsorge nach der Akutphase gut aufgestellt.  Dazu bei trägt ebenfalls die enge Vernetzung mit niedergelassenen Fach- und Hausärzten, Selbsthilfegruppen, Universitätskliniken und Fachgesellschaften.

Ermutigend ist nach den Worten von Chefarzt Prof. Dr. Etgen die Entwicklung neuer Medikamente sowie Diagnostik- und Behandlungsverfahren im Bereich der Neurologie. So kann dank der Neuroradiologie ein Hirnaneurysma oder eine Hirnblutung heute schonender und gezielter als noch vor wenigen Jahren behandelt werden. Dank neuer Medikamente, darunter auch der Einsatz von monoklonalen Antikörpern, lässt sich Multiple Sklerose besser als noch vor wenigen Jahren behandeln. Neuartige Pumpverfahren über die Haut oder den Darm sorgen im Fall einer Parkinson-Erkrankung dafür, helfende Wirkstoffe zielgenauer einsetzen zu können. Im Bereich von Muskelerkrankungen erhofft man sich neue Erkenntnisse durch Genanalysen.

15.11.2022 - Klinikum Traunstein

Kinderintensivstation am Klinikum Traunstein: Blitzstart ins Leben

Familie Ramelsberger
Familie Ramelsberger

Frühchen sind Winzlinge, eine Hand voll Menschlein, die viel zu früh das Licht der Welt erblickt haben. Für ihren plötzlichen Start ins Leben, brauchen sie viel medizinische und pflegerische Hilfe. Die Kinderintensivstation der Traunsteiner Kinderklinik ist spezialisiert auf die Behandlung von Frühgeborenen. Hier weiß man auch um die Sorgen und Ängste der Eltern. Man gibt ihnen Halt und Kraft, um die schwierige Anfangszeit zu überstehen und auch Nachsorgeangebote. Damit aus Frühchen fröhliche, aufgeweckte und ganz normale Kinder werden. mehr...

Die beiden Schwestern Lina und Lotta sprudeln nur so vor Lebensfreude. Lina ist 19 Jahre alt, hat das Abitur in der Tasche und absolviert gerade ein soziales Jahr in Spanien. Demnächst will sie mit zwei Freundinnen nach Nicaragua reisen. Die 14-jährige Lotta spielt Schlagzeug, reitet gerne und möchte mal Grundschullehrerin werden. Dass die beiden Mädchen elf Wochen zu früh auf die Welt kamen und nicht mal eineinhalb Kilogramm wogen, sieht man ihnen längst nicht mehr an. Aber Mama Andrea Hochhäusler kann sich noch sehr gut an die schwere erste Zeit nach den beiden Geburten erinnern, die sich frischgebackene Eltern so ganz anders erträumen. Statt ihr Neugeborenes stolz in den Armen zu halten, lag sowohl Lina als auch Lotta unter Schläuchen und an Sensoren verkabelt im Inkubator, dem Brutkasten. Monitore überwachten permanent ihre wichtigsten Körperfunktionen.

Deutschlandweit werden pro Jahr ca. 60.000 Kinder zu früh geboren. Eins von zehn Neugeborenen ist ein Frühchen. Jedes Jahr am 17. November macht der Welt-Frühgeborenentag auf sie aufmerksam. Auf der Kinderintensivstation der Traunsteiner Kinderklinik mit dem Schwerpunkt Neonatologie ist man spezialisiert auf ihre Behandlung und typische Erkrankungen von Neugeborenen. „Wir entwickeln ständig neue Konzepte, um unsere Versorgung nach neuesten Erkenntnissen und Modellen weiter auszubauen. Dieses Jahr haben wir beispielsweise die Telemedizin eingerichtet, damit wir als Neonatologen bei unvorhersehbaren Komplikationen jetzt auch die Geburtsstation der Kreisklinik Bad Reichenhall von Traunstein aus mitbetreuen können“, sagt Professor Gerhard Wolf, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Traunstein. Auch eine innovative RetCAM für die schonende Untersuchung der sensiblen kleinen Augen wird pünktlich zum Frühgeborenentag in Betrieb genommen. So ein Gerät findet man fast nur an großen Universitätskliniken. „Der Wunsch nach einem ebenso seltenen neuartigen Erstversorgungstisch bleibt noch offen. Dieser Tisch kann in den OP gefahren werden und die Erstversorgung des frühgeborenen Kindes findet dann ganz nah bei der Mutter und noch an der Nabelschnur statt. Den Start ins Leben so sanft wie möglich zu gestalten, ist uns einfach ein großes Anliegen“, fügt die leitende Oberärztin Dr. Virginia Toth hinzu. 

 

Kuscheln wie ein Känguru

Frühgeborene müssen nicht nur einige Tage, sondern Wochen und Monate auf der Kinderintensivstation versorgt werden. Eine Zeit, die den Eltern extrem viel abverlangt, die Sorgen um ihren Nachwuchs sind groß. In der Kinderklinik Traunstein werden sie deshalb von Beginn an in die Pflege eingebunden. Sie können jederzeit zu ihrem Kind, es streicheln und liebkosen. „Känguruhen“ nennt man den engen Körperkontakt zwischen Frühchen und Eltern, bei dem das Baby nur mit einer Windel bekleidet und zugedeckt auf der nackten Brust von Mama oder Papa liegt und Liebe und Wärme tanken kann. „Als Lina beim Känguruhen anfing an mir hochzukrabbeln, habe ich gleich Angst bekommen, aber es war ein schönes Gefühl“, weiß Andrea Hochhäusler noch. Sie und ihr Mann haben sich in der Krankenhauszeit abgewechselt, so dass tagsüber fast immer jemand bei den Töchtern im Krankenhaus war. „Die Mädchen waren beide nicht viel größer als eine Handpuppe. Aber die Kinderintensivpflegekräfte auf der Frühchenstation waren uns eine riesengroße Hilfe“, erzählt Andrea Hochhäusler, die selbst ausgebildete Intensivpflegerin ist und größten Respekt vor der Arbeit der Kolleginnen hat. „Das ist gigantisch, was sie leisten“.

Ihre größere Tochter Lina entwickelte sich damals rasch. „Als sie stabil genug war, dass wir sie mit nach Hause nehmen konnten, wollte ich sie unbedingt stillen. Die ersten zwei Wochen waren nicht einfach, aber schließlich hat es geklappt“, macht Andrea Hochhäusler anderen Frühchen-Mamas Mut. Ihre jüngste Tochter Lotta musste hingegen auch daheim während ihres ersten Lebensjahres vom Monitor überwacht werden, anfangs rund um die Uhr, später nur nachts. „Lottas Lungen waren nicht richtig mitgewachsen, sie musste die erste Woche nach der Geburt beatmet werden. Natürlich machen einen so eine Überwachungsmaschine und das Gepiepse erstmal nervös. Aber man gewöhnt sich daran und lernt sein Kind immer besser kennen.“

 

Umsorgen und Nachsorgen

Auf der Kinderintensiv- und der Neugeborenenstation Traunstein kümmert sich ein ganzes Team ums Frühchen und alle haben stets auch ein offenes Ohr für die Sorgen der Eltern. Das wusste auch Mama Janina Ramelsberger sehr zu schätzen. Ihre Tochter Leonie ist heute ein knappes Jahr alt. Ein quietschvergnügtes Mädchen, das gerade mit dem Laufen beginnt und die Welt erkundet. Dabei kam sie in der 27. Woche zur Welt, sie wog nur 410 Gramm. „Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie klein sie mal war“, sagt Janina Ramelsberger. Drei Monate war Leonie in der Klinik, eine herausfordernde Zeit, die vor allem Mama Janina viel Kraft kostete. „Ich war zehn bis zwölf Stunden täglich dort und habe sogar das Essen vergessen. Irgendwann haben mich die Ärzte und Schwestern regelrecht nach Hause geschickt, um mal zu entspannen und etwas Schönes mit meinem Mann zu unternehmen.“ Bevor Leonie entlassen wurde, durften die Eltern mit ihrer Tochter noch ein paar Tage auf die Mutter-Kind-Station, als sanften Übergang zum Daheimsein. Denn auch wenn Frühchen-Eltern den Zeitpunkt der Entlassung herbeisehnen, plagt sie ein Gefühl der Überforderung. Nach einer „intensiven“ Zeit der „High-Tech“-Überwachung und „Rund-um-die-Uhr“ Betreuung sind sie zuhause plötzlich allein und auf sich gestellt. „Es war eine Umstellung die Vitalwerte von Leonie nicht mehr zu sehen aber wir haben uns sehr schnell daran gewöhnt und uns super zuhause eingelebt“, erzählt Janina Ramelsberger.

Am Klinikum Traunstein bieten zwei Nachsorgeorganisationen Begleitung durch die erste Zeit in der häuslichen Umgebung an: „Der Bunte Kreis“ bietet Nachsorge, im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe an. „Wir unterstützen Familien mit Frühgeborenen unter der 32. Schwangerschaftswoche oder mit kranken Neugeborenen. Eine persönliche Nachsorgeschwester bietet den Eltern in den ersten Monaten zuhause ihre Hilfe mit Hausbesuchen an und vernetzt zu passenden Hilfs- und Therapieangeboten.“, so Anita Wimmer, Pflegerische Leitung und Case Managerin des Bunten Kreises am Klinikum.  Zusätzlich gibt es auch die Harl.e.kin Nachsorge, die vom Diakonischen Werk getragen wird. „Wir begleiten und beraten Familien mit früh- und risikogeborenen Kindern nach der 32 Woche ganz individuell unter anderem in Fragen der Pflege, der Entwicklung oder auch bei Problemen mit häufigem Schreien“, erklärt Rebecca Seidler, die Koordinatorin von Harl.e.kin.

Auch Andrea Hochhäusler und ihr Mann haben damals Unterstützung in Anspruch genommen. Was sich seitdem aber nicht geändert hat: Ihre beiden mittlerweile großen Töchter halten sie noch immer voll auf Trab.

07.11.2022 - Kreisklinik Bad Reichenhall

Neuer Chefarzt der Pneumologie

Privatdozent Dr. Tobias Lange ist neuer Chefarzt in der Kreisklinik Bad Reichenhall

Die Zahl der Lungenerkrankten weltweit nimmt zu. Atemwegserkrankungen zählen mit zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Unter den fünf am häufigsten zum Tode führenden Krankheiten finden sich mittlerweile drei Lungenerkrankungen: das Lungenkarzinom, die Lungenentzündung und COPD, eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung bei der die Atemwege dauerhaft eng und entzündet sind. In der Kreisklinik Bad Reichenhall bildet die Pneumologie einen festen Schwerpunkt. Neuer Chefarzt der Abteilung ist Privatdozent Dr. Tobias Lange. mehr...

Der 48-Jährige begann seinen beruflichen Werdegang nach dem Medizinstudium als „Arzt im Praktikum“ an der Universität Leipzig im Bereich Internistische Intensivmedizin. Es folgte eine zweijährige Zwischenstation an der Uniklinik Münster in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Pneumologie. Die letzten 17 Jahre verbrachte Dr. Tobias Lange in Regensburg, wo er am Universitätsklinikum als Oberarzt der Klinik für Innere Medizin II, Bereiche Pneumologie und Intensivmedizin, tätig war. Vor knapp vier Wochen trat er die Position des Chefarztes, Abteilung für Innere Medizin II, Pneumologie und Beatmungsmedizin, in der Kreisklinik Bad Reichenhall an. „Seitdem ging es erstmal hauptsächlich darum, alles kennenzulernen, es stehen viele Besprechungen und Schulungen auf der Tagesordnung“, sagt Dr. Tobias Lange. Aber natürlich bringt der Mediziner Visionen mit, die er am Standort Bad Reichenhall langfristig umsetzen möchte. Neben der im Vordergrund stehenden, guten allgemeinen pneumologischen Versorgung der Region, gehört dazu die Intensivierung der Versorgung von Lungenkrebspatienten, in Kooperation mit den bereits etablierten Partnern vor Ort. Auf lange Sicht soll ein „Lungenkrebszentrum“ entstehen. „Außerdem möchte ich eine spezialisierte Weaning-Einheit aufbauen, wo es darum geht, Patienten und Patientinnen nach einer längeren Beatmungsdauer auf der Intensivstation wieder von der invasiven Beatmung zu entwöhnen“, so Dr. Lange. Auch die Einrichtung einer Spezialsprechstunde für Patientinnen mit pulmonaler Hypertonie - das umfasst seltene und lebensbedrohliche Formen der Druckerhöhung im Lungenkreislauf, unter anderem als Folgeerkrankung einer Lungenembolie - oder mit Belastungs-Atemnot, die auch nach fachärztlicher Abklärung weiter ungeklärt bleibt, steht auf Dr. Langes Agenda. „Daneben sollen am Standort etablierte Verfahren wie die endoskopische Lungenvolumenreduktion und die Behandlung von Patienten mit schwerem Asthma fortgeführt werden. Auch unser Schlaflabor ist erfreulicherweise aus der „Corona-Pause“ zurück, so dass auch Patienten und Patientinnen mit schlafbezogenen Atmungsstörungen, sogenannter „Schlafapnoe,“ wieder gut versorgt werden können“, so der neue Chefarzt. Dr. Tobias Lange ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Den größten Teil seiner Freizeit widmet er seiner Familie. Neben sportlichen Aktivitäten ist er auch leidenschaftlicher Chorsänger.

30.10.2022 - Klinikum Traunstein

Klinikum Traunstein mit Organspendepreis ausgezeichnet

Vier Transplantationsbeauftragte kümmern sich um Fortbildung des Personals und Gespräche mit Angehörigen

Mit dem Bayerischen Organspendepreis in Form eines Löwen sind jetzt die vier Transplantationsbeauftragten des Klinikums Traunstein ausgezeichnet worden. Staatsminister Klaus Holetschek überreichte den Preis im Beisein von Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Dr. Angelika Eder, Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), in der Münchner Residenz. Die Preisverleihung fand im Rahmen der 20. Jahrestagung der bayerischen Transplantationsbeauftragten im Landtag statt. Die DSO ist die bundesweite Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende und unterstützt die rund 1.200 Entnahmekrankenhäuser. mehr...

Gesundheitsminister Holetschek hob die Organspende und Transplantation als wichtige Bereiche der medizinischen Versorgung hervor. Patientinnen und Patienten, deren Organe versagen oder denen auf andere Weise nicht geholfen werden kann, erhielten so eine Perspektive zu überleben oder ihre Lebensbedingungen deutlich zu verbessern. Unverzichtbar sei dabei die Aufgabe der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken, die Organspender erkennen und die Frage nach einer möglichen Organentnahme stellen müssen.

Dr. Angelika Eder unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen der DSO und den Transplantationsbeauftragten. „Wir sind darauf angewiesen, dass die Kliniken sich bei uns melden, wenn die Möglichkeit zu einer Organspende besteht.“ Wie sie erklärte, seien die Angehörigen möglicher Organspender oft nicht darauf vorbereitet, dass sie zu einer Organentnahme befragt werden. Deshalb sei es wichtig, „sich bereits zu Lebzeiten damit zu befassen, eine Entscheidung zu treffen, diese zu dokumentieren und mit der Familie darüber zu sprechen.“

In der DSO-Region Bayern warten derzeit etwa 1.200 Menschen auf eine dringend notwendige Transplantation. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gab es im Freistaat 61 Organspender. Im Vergleichszeitraum 2021 waren es 59. Im gesamten letzten Jahr spendeten in Bayern 110 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe. 2020 lag diese Zahl bei 131. Im Klinikum Traunstein gab es im vergangenen Jahr drei Organspender (2020: 8, 2019: 5).

Im Klinikum Traunstein gibt es auf jeder Intensiveinheit einen Transplantationsbeauftragten: Prof. Dr. Gerhard Wolf, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Markus Barth, Oberarzt in der Kardiologie, sowie Dr. Josef Hinterberger und Holger Liermann, Oberärzte in der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Sie haben die Unterstützung der Klinikleitung und werden für ihre Aufgaben freigestellt. Dazu gehören die Teilnahme an Aus- und Fortbildungen, die Information der Mitarbeiter auf den Intensivstationen sowie die Einführung klinikinternen Richtlinien für den Ablauf einer Organspende.

Für ihr besonderes Engagement als Transplantationsbeauftragte bekamen Chefarzt Prof. Dr. Gerhard Wolf (3. von rechts) und Oberarzt Holger Liermann (4. von rechts) stellvertretend für das Klinikum Traunstein den Bayerischen Organspendepreis überreicht. Die Auszeichnung in der Münchner Residenz erfolgte im Beisein von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (von rechts), Dr. Stefan Paech, Leiter Medizin Verbund der Kliniken Südostbayern, Resi Schmidhuber, Landratsstellvertreterin im Landkreis Traunstein, Helmut Fürle, Landratsstellvertreter im Landkreis BGL, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Dr. Angelika Eder, Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).  Foto: Andreas Steeger
Für ihr besonderes Engagement als Transplantationsbeauftragte bekamen Chefarzt Prof. Dr. Gerhard Wolf (3. von rechts) und Oberarzt Holger Liermann (4. von rechts) stellvertretend für das Klinikum Traunstein den Bayerischen Organspendepreis überreicht. Die Auszeichnung in der Münchner Residenz erfolgte im Beisein von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (von rechts), Dr. Stefan Paech, Leiter Medizin Verbund der Kliniken Südostbayern, Resi Schmidhuber, Landratsstellvertreterin im Landkreis Traunstein, Helmut Fürle, Landratsstellvertreter im Landkreis BGL, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Dr. Angelika Eder, Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Foto: Andreas Steeger
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