Onkologisches Zentrum Traunstein

Darmkrebszentrum

Klinikum Traunstein

Der Darmkrebs (Kolonkarzinom und Rektumkarzinom) ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Beschwerden treten bei Betroffenen allerdings sehr spät auf. Kolorektale Karzinome, die am häufigsten in Erscheinung tretende Variante des Darmkrebses, verursachen zunächst sehr selten Symptome. Je früher der Darmkrebs erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Aus diesem Grunde ist die regelmäßige Vorsorge besonders wichtig. mehr...

Denn je früher eine Diagnose erfolgt, desto besser ist die Prognose für die betroffenen Patienten. Aber auch beim schon fortgeschrittenen Darmkrebs hat sich die Überlebensrate stark verbessert.

Neue Entwicklungen in der Chirurgie, neue Verfahren zur Entfernung von Vorstufen des Darmkrebs über Dickdarmspiegelungen, Chemotherapien und Bestrahlungstechniken haben die Behandlungsmöglichkeiten modernisiert und machen beispielsweise den wirkungsvollen Einsatz neuer Substanzen oder die Antikörpertherapie möglich. Die Lebenserwartung und Lebensqualität der betroffenen Patienten kann so stetig verbessert werden.

Im Darmkrebszentrum erfolgt die Koordination und Durchführung eines patientenindividuellen Behandlungskonzeptes. Durch die Einbindung niedergelassener Ärzte wird die ambulante Vor- und Weiterbehandlung sowie die Tumornachsorge sichergestellt.

Das Darmkrebszentrum Traunstein hilft mit viel Erfahrung und eigenen Forschungsschwerpunkten, die Lebensqualität der betroffenen Patienten stetig zu verbessern.

15.06.2022 - Kliiken Südostbayern

Höchste Expertise auch für Pankreaskarzinome

Das Darmzentrum am Klinikum Traunstein hat sich mit der erfolgreichen Zertifizierung des Pankreaszentrums zum Viszeralonkologischen Zentrum erweitert

Die Ärzte des Viszeralonkologischen Zentrums Traunstein von links: Oberärztin Dr. Birgit Reinisch, Chefarzt der Viszeralchirurgie Dr. Thomas E. Langwieler, Chefarzt der Gastroenterologie Dr. Björn Lewerenz, Oberarzt Dr. Manuel Strohmeier
Die Ärzte des Viszeralonkologischen Zentrums Traunstein von links: Oberärztin Dr. Birgit Reinisch, Chefarzt der Viszeralchirurgie Dr. Thomas E. Langwieler, Chefarzt der Gastroenterologie Dr. Björn Lewerenz, Oberarzt Dr. Manuel Strohmeier

Mit mehreren spezialisierten Organkrebszentren und unterstützenden Fachdisziplinen vereint das zertifizierte Onkologische Zentrum der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) auch überregional hohe medizinische Kompetenz im Kampf gegen Krebserkrankungen. Neben dem Gynäkologischen Krebszentrum sorgen auch die Zentren für Prostata-, Brust- und Darmkrebs für höchste Standards in der Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Krebserkrankungen. mehr...

Allein das Darmkrebszentrum hat seit der ersten Zertifizierung im Jahr 2007 mehr als 1.500 Patienten mit einem bösartigen Tumor des Dick- und Enddarms betreut und mehr als 1.000 dieser Patienten erfolgreich operiert. Rund 15-mal wurde das Zentrum seither jährlich in einem mehrtägigen Audit von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und vom TÜV Süd überprüft und abgefragt. Dies gewährleistet die hohe Behandlungsqualität und das Vorhalten der notwendigen Versorgungsstrukturen in einem von 36 bayernweiten Darmkrebszentren.

Unter dem Überbegriff „Viszeralonkologisches Zentrum“ (Karzinome im Bauchraum) ist das bisherige Darmkrebszentrum der KSOB um das Zentrum für Pankreaskarzinome erweitert worden und hat damit seine Kompetenzen nochmals gesteigert. Die Entwicklung zum Pankreaskrebszentrum hat Dr. Björn Lewerenz, der seit Januar 2021 neuer Chefarzt der Gastroenterologie in Traunstein und Leiter des Darmkrebszentrums ist, maßgeblich mit initiiert.  Als ehemals ärztlicher Leiter der Endoskopieabteilung und Koordinator des Onkologischen Zentrums im Klinikum München/Bogenhausen kennt er die besonderen Herausforderungen und Abläufe eines Viszeralonkologischen Zentrums bestens. Patienten profitieren von seiner Expertise in speziellen Abtragungstechniken von Frühkarzinomen, die unter Umständen eine Operation ersparen.

Für eine engere Vernetzung und fachübergreifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Wohl des Patienten sorgen als Koordinatoren auch Fr. Dr. Birgit Reinisch, Oberärztin für Viszeral-Chirurgie im Bereich des Bauchraums, und Hr. Dr. Manuel Strohmeier, Oberarzt für Gastroenterologie. Ergänzt wird das medizinische Leitungsteam seit Anfang Februar von Dr. Thomas Langwieler, dem neuen Chefarzt für Viszeralchirurgie. Als zertifizierter „senior operateur“ verfügt er über die notwendige Erfahrung, Voraussetzung und hohe Expertise für die minimalinvasive Operation von Karzinomen, so auch Pankreaskrebs, also Karzinomen an der Bauchspeicheldrüse. Eingriffe an dem Organ wurden auch bisher am Klinikum Traunstein schon durchgeführt, neu ist jetzt die Behandlung im zertifizierten Pankreaszentrum, wodurch höchste Standards garantiert werden.

Die Bauchspeicheldrüse erfüllt durch die Produktion von Verdauungssäften für die Aufschlüsselung und Zerkleinerung der Nahrung im Darm sowie durch die Bildung der Hormone Insulin (Regulierung des Blutzuckerspiegels) und Glukagon lebenswichtige Funktionen. Im Fall einer Krebserkrankung, von der in 70 Prozent der Fälle der Pankreaskopf betroffen ist, bietet eine hochkomplexe Operation in Kombination mit Chemotherapie meist die einzige Möglichkeit der Heilung. Dabei werden in der Regel Bauchspeicheldrüsenkopf, Zwölffingerdarm, Gallenblase und -gang sowie die Lymphknoten und das umgebende Nervengewebe entfernt. Die Ableitung des Bauchspeicheldrüsensaftes wird durch das Einnähen einer Dünndarmschlinge sichergestellt.

Ein Hauptproblem beim Pankreaskrebs liegt laut Aussage von Dr. Björn Lewerenz daran, dass er „aufgrund unspezifischer Symptome meist erst recht spät erkannt wird“. Diese äußern sich meist durch ungewollten Gewichtsverlust, Appetitverlust, Übelkeit und allgemein Schwäche sowie unspezifische Schmerzen im Oberbauch oder Rücken sowie – bei fortgeschrittener Symptomatik – durch Gelbfärbung der Haut und der Augen.

Wie Dr. Langwieler betont, gewährleistet das engmaschige interdisziplinäre Zusammenwirken von Experten aus den Bereichen Medizin, Pflege sowie Therapie/Ernährung die besten Ergebnisse in Sachen Diagnostik, Behandlung und Nachsorge für den einzelnen Patienten mit Darm- oder Pankreaskarzinomen. Unterschiedliche bildgebende und andere medizinische Verfahren ermöglichen die genaue Abklärung des Erkrankungsstadiums.  In der gemeinsamen Tumorkonferenz wird dann die beste und schonendste Behandlungsstrategie erarbeitet. Auch die eventuell notwendige psychoonkologische Betreuung und die passende Ernährungsberatung sowie notwendige Pflegemaßnahmen werden dabei berücksichtigt. Aufgrund des reichen Erfahrungsschatzes aus der Operation von jährlich rund 80 Fällen von Darmkrebs und 30 bis 40 Pankreasoperationen verfügt das Darmkrebszentrum Traunstein der KSOB über höchste medizinische Behandlungskompetenz. Nicht zuletzt deshalb kommen Patienten aus ganz Südostbayern zur Versorgung hierher.

Für Klinikbeschäftigte sowie niedergelassene Fach- und Hausärzte veranstaltet das onkologische Zentrum am 22. Juni von 13 bis 19.30 Uhr einen Regionalkongress in der Traunsteiner Klosterkirche. In Vorträgen und Diskussionen wird ein aktueller Überblick über den medizinischen Stand und die Behandlung von Leber-, Viszeral- und Pankreaskarzinomen gegeben.

 

Pankreaskrebs

Das Pankreaskarzinom ist eine bösartige Gewerbsveränderung der Bauchspeicheldrüse. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 16.000 Menschen daran. Damit kommt es im Vergleich zum Darmkrebs (65.000 Fälle jährlich) eher selten vor. Männer und Frauen sind etwa gleich davon betroffen. Männer erkranken im Mittel mit 71 Jahren, Frauen mit 75 Jahren. Als häufigste Risikofaktoren werden Rauchen, Alkoholkonsum, starkes Übergewicht, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sowie ein erhöhter Verzehr verarbeiteter Fleischprodukte genannt. Aufgrund unspezifischer Symptome wird eine Erkrankung an Pankreaskrebs oft erst in fortgeschrittenem Stadium erkannt. Eine Operation ist in der Regel die einzige Möglichkeit, diese Krebsform zu heilen. Etwa bei einem von fünf Patienten ist dies möglich. Ist der Krebs durch Metastasierung bereits weiter fortgeschritten, kann eine Behandlung mit Medikamenten und die passende Schmerztherapie die Lebensqualität verbessern. Bei unkompliziertem Verlauf nach der Operation beträgt der Klinikaufenthalt in Behandlungszentren zwei bis drei Wochen.

Kooperationspartner Darmkrebszentrum

Gemeinsam gegen den Krebs!

Ein besonderes Merkmal des Onkologischen Zentrums Traunstein ist die Etablierung gezielter interdisziplinärer Kooperationen zwischen Klinik, niedergelassenen Fachärzten, Selbsthilfegruppen und -vereinen.

Betroffene Patienten verfügen damit in der Region Chiemgau über ein gut erreichbares Netzwerk für Diagnostik, Therapie und Nachsorge und eine Krebsbehandlung auf höchstem Niveau.

Kooperationspartner Darmkrebszentrum

Gastroenterologische Praxis
Dr. med. André Hoffmann
Maximilianstr. 33
83278 Traunstein
T 0861 909 50 27

Gastroenterologische Praxis
Dr. med. Karl-Heinz Höffl
Jahnstraße 36
83278 Traunstein
http://www.magen-darm-traunstein.de/kontaktformular.html

Facharzt – Gemeinschaftspraxis
Dres. med. Helmut Tanzer, Christian Stöberl, Christina Chirca, Peter Mansberger
Poststraße 20
83435 Bad Reichenhall
http://www.onko-endo.de

Internisten Praxis Bernau
Dr. med. Rupert Althaus
Kastanienallee 1
83233 Bernau am Chiemsee
http://www.internistenpraxis-bernau.de/kontakt.html

Innere Medizin der Kreisklinik Berchtesgaden
Dr. med. Ulrich Schellenberger
Locksteinstraße 16
83471 Berchtesgaden
http://http://www.kliniken-suedostbayern.de/de/leistung/kreisklinik-berchtesgaden/innere-medizin-berchtesgaden.htm

Innere Medizin der Kreisklinik Freilassing
Dr. med. Clyn Schmidl
Vinzentiusstraße 56
83395 Freilassing
http://www.kliniken-suedostbayern.de/de/leistung/kreisklinik-freilassing/innere-medizin-freilassing.htm

Allgemeinmedizinische Praxis
Dr. med. Lothar Seissiger
Theresienstraße 5
83313 Siegsdorf
T 08662  7008

Praxisgemeinschaft Fridolfing
Dres. med. Andreas Neubauer, Michael Hüller
Hadrianstr. 30
83413 Fridolfing
www.praxisgemeinschaft-fridolfing.de

Leitungsteam

Leiter des Darmkrebszentrums und des Schwerpunktes Pankreas, Chefarzt Innere Medizin und Gastroenterologie

Stellv. Leiter des Darmkrebszentrums und des Schwerpunktes Pankreas, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Minimalinvasive Chirurgie

Koordinatorin des Darmkrebszentrums
Allgemeinchirurgie

Koordinator des Darmkrebszentrums und des Schwerpunktes Pankreas, Gastroenterologie

Kontakt
Kontakt

Sekretariat Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie
T 0049 861 705-1201
F 0049 861 705-1470

Sekretariat Gastroenterologie
T 0049 861 705-1261
F 0049 861 705-1770

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