Kliniken Südostbayern AG

Pressemeldungen 2014

20.12.2014 Kliniken Südostbayern

„Das Jahr 2014 hat alle Berufsgruppen gefordert“

Traditionelle Adventsandacht für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter im Klinikum Traunstein

Die traditionelle Adventsandacht für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter fand wieder in die Kapelle des Klinikums Traunstein statt. Die Andacht hielten die Krankenhausseelsorger Pfarrer Thomas Seitz und Gemeindereferentin Angelina Sitzberger. Die musikalische Umrahmung übernahm Karin Schroll an der Harfe. In ihren Dankesworten versicherte der Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, Elisabeth Ulmer, den Patienten, dass die Mitarbeiter alles für ihre Genesung tun würden, und dankte ihnen für das geschenkte Vertrauen.
„Wenn wir das vergangene Jahr in unseren Kliniken Revue passieren lassen, fallen uns viele erfreuliche Entwicklungen, aber auch viele negative Schlagzeilen wie hohes Defizit, Insolvenz etc. ein. Das Jahr 2014 war kein leichtes Jahr. Es hat jeden von uns in allen Berufsgruppen gefordert“, stellte Ulmer fest. Es habe gravierende Veränderungen gegeben, die auch Chancen böten: mit Siegfried Walch ein neuer Landrat, einige neue Mitglieder im Aufsichtsrat, das Ausscheiden von Vorstand Stefan Nowack. „Auch Prof. Dr. Ulrich Bürger wird zum Jahresende ausscheiden. Dr. Stefan Paech wird seine Aufgabe als Medizinischer Direktor übernehmen.“
Alle Mitarbeiter hätten im vergangenen Jahr viel geschafft, dennoch werde auch das kommende Jahr viele Herausforderungen an sie stellen. Die Daumenschrauben der Gesundheitspolitik seien enger gezogen, dadurch sei der Spardruck in den Kliniken sehr hoch. „Ich weiß, dass von jedem Einzelnen von Ihnen viel abverlangt wird. Das einzige, was im Gesundheitswesen verlässlich scheint, sind Veränderungen“, so der Vorstand.
Den Mitarbeitern bescheinigte sie, dass sie sehr viel leisteten und sich im hohen Maße um die Patienten kümmerten. „Sie helfen sich unter einander und stützen sich“, sagte Ulmer. Sie lobte den großen Einsatz und das kollegiale Zusammenarbeiten. Ihr Dank galt ihnen dafür, dass sie trotz der aufreibenden Arbeit dem Beruf und den Kliniken die Treue hielten. Tagtäglich seien sie in der Pflege und im ärztlichen Dienst mit Menschen konfrontiert, die sich in einer Ausnahmesituation befänden. „Sie erleben menschliche Schicksale und schaffen es, unseren Patienten mit ihrem Fachwissen und menschlichem Einfühlungsvermögen Zuversicht zu schenken.“ In ihren Dank bezog sie auch alle anderen Berufsgruppen mit ein. Jeder einzelne sei in seinem Fach sehr wichtig.

Wiederholt seien die Kliniken Südostbayern AG mit einem Schiff verglichen worden, sagte Gemeindereferentin Sitzberger. „Ein Schiff ist mächtig und hoch technisiert und doch dem Sturm und den Wellen ausgeliefert. Der Wind bläst uns manchmal hart ins Gesicht und es ist dann schwer, gut und kraftvoll weiterzumachen und den Kurs zu halten.“ Aber die Mannschaft lege sich ins Zeug und leiste ihren Beitrag. „Wir sind eine gute Mannschaft, jeder an seinem Platz im Dienst einer wichtigen Aufgabe.“
Die Mannschaft sei jedoch nicht alleine unterwegs auf dem Meer des Lebens, denn einer fahre immer mit ihr und sei unter ihr anwesend und sogar in ihr. „An ihm können wir uns immer wieder orientieren und Ausrichten. Er hat Zeit für uns. Zu ihm können wir kommen mit allem, was uns beschäftigt. Gott wurde Mensch in Jesus, um uns durch das Meer der Zeit sicher zu leiten“, so Sitzberger.
Pfarrer Seitz erinnerte an das Schicksal des großen deutschen Dichters Friedrich Hölderlin (1770 – 1843), die als „Irrer“ im Autenrietschen Klinikum in Tübingen zunächst unsäglich gequält und dann als unheilbar entlassen wurde. Im Klinikum machte Hölderlin die Bekanntschaft des Tübinger Schreinermeisters Ernst Zimmer, der den Ärzten anbot, Hölderlin nach seinem Aufenthalt bei sich zu Hause aufzunehmen und zusammen mit seiner Frau zu pflegen. Was nicht immer einfach war. Als Zimmer starb, übernahm Tochter Lotte die Pflege des kranken Dichters. Sie heiratete nie.
„Warum erzähle ich das alles? Ernst und Lotte Zimmer füllen das kleine Wort Liebe mit Leben. Liebe kann man nicht erklären, man muss von ihr erzählen. Das wollte ich tun“, meinte Seitz. „Und heute wird sie in diesem Haus, im Klinikum Traunstein, wirklich. An ganz vielen Stellen dieses Hauses sehe ich Lotte und Ernst Zimmer am Werk, egal, ob Sie unmittelbar oder mittelbar mit dem kranken Menschen zu tun haben.“ Die Kraft der Liebe, das gelte damals wie heute, sei Gott. Er schenke uns in dieser adventlichen Zeit und darüber hinaus ein waches und liebendes Herz, schloss Seitz.

04.12.2014 Klinikum Traunstei

Kinderärzte trainieren kritische Situationen im Simulationszentrum

Die Kinderärzte und Kinderkrankenschwestern der Kinderklinik üben regelmäßig im Team an simulierten Patienten kritische Notfälle

In der Luftfahrt ist es schon lange üblich, dass Piloten regelmäßig kritische Situationen im Simulator üben. Simulation hat in der zivilen Luftfahrt in den letzten 20 Jahren die Sicherheit der Passagiere erheblich erhöht und es kommt zu erheblich weniger Unglücken. Viele daraus gewonnene Erkenntnisse lassen sich direkt auf die Kinderheilkunde übertragen: dass in krisenhaften Situationen oft Fehler aus der Kommunikation innerhalb des Teams entstehen, dass Anweisungen unter Umständen falsch interpretiert werden und so Fehler entstehen, und dass die Rollen der Helfer im Notfall klar verteilt sein müssen. Auch Ablenkung spielt eine große Rolle: „Unter Umständen konzentriert sich das ganze Team darauf, die Beatmung eines Kindes im Notfall in der Griff zu bekommen, aber keiner schaut in dieser Situation auf den Herzmonitor und merkt dass der Patient obendrein eine lebensgefährliche Herzrhythmusstörung entwickelt hat“, sagt Privatdozent Dr. Gerhard Wolf, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Traunstein. Die Kinderärzte und Kinderkrankenschwestern der Kinderklinik üben regelmäßig im Team an simulierten Patienten kritische Notfälle. „Die Möglichkeiten der Simulation haben sich in den letzten 10 Jahren vervielfacht“, so Dr. Tobias Trips, Oberarzt der Kinderklinik und Leiter des Simulationszentrums. „Es gibt Puppen für Säuglinge, kleine und große Kinder, und im Gegensatz zu früher sind diese Puppen vollgestopft mit High-Tech: sie können sprechen, die Hautfarbe verändern, haben einen Puls und Atemgeräusche. Über ein Tablet-Computer können wir alles drahtlos vom Kontrollraum steuern“. Die neuen Räume des medizinischen Trainingszentrums der Kliniken Südostbayern bieten eine sehr gut ausgestattete Möglichkeit für die Simulation. Alltägliche Notfallsituationen werden so eingeübt dass im Ernstfall alles perfekt läuft. „Die Kinderärzte und Kinderkrankenschwestern kannten sich bei den simulierten Notfällen, die oft wirklich schwierig aufgebaut waren, sehr gut aus und funktionieren als Team auf einem ganz hohen Niveau“, so der Eindruck von Dr. Wolf.
28.11.2014 - Kliniken Südostbayern

Führungswechsel bei der Kliniken Südostbayern AG

Elisabeth Ulmer bis auf weiteres neuer Vorstand

Ein herzliches Vergelt´s Gott und die besten Wünsche für die private und berufliche Zukunft sprach Landrat Siegfried Walch in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender bei einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung am Donnerstag in Traunstein dem scheidenden Vorstand der Kliniken Südostbayern AG Stefan Nowack aus. Am 1. April 2015 übernimmt Nowack die Leitung des Klinikums Passau. Auf eigenen Wunsch ist er bereits ab 1. Dezember von seinen Verpflichtungen in der Kliniken Südostbayern AG freigestellt.
Walchs Dankesworten folgte der lang anhaltende Applaus der rund 200 anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie des Aufsichtsrats: „Was Sie in den letzten 23 Jahren an persönlichem Engagement gezeigt haben, verdient allerhöchsten Respekt. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen Gottes Segen.“ Dem Dank und den guten Wünschen für eine gute berufliche und private Zukunft schlossen sich der Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land Georg Grabner und der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats Hans Kern an.
In seiner letzten Rede vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bekannte sich Nowack noch einmal zu allen sechs Standorten der Kliniken Südostbayern AG. Den Konsolidierungskurs zum schrittweisen Abbau des Defizits bezeichnete er als „alternativlos“, obwohl dieser Begriff sonst nicht zu seinem Wortschatz gehöre. Dennoch sei es bedauerlich, dass sich die öffentliche Diskussion über die Kliniken fast ausschließlich um deren wirtschaftliche Lage drehe. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünschte er das Allerbeste sowie Offenheit im Umgang und die Bereitschaft, mit ganzer Kraft für die Kliniken zu arbeiten.
Bis zur endgültigen Regelung von Nowacks Nachfolge wird seine vor kurzem zum Vorstand berufene bisherige Stellvertreterin Elisabeth Ulmer die Kliniken Südostbayern AG leiten. Unterstützt wird sie dabei von Diplom-Betriebswirt Sebastian Höger. Ausdrücklich betonte Landrat Siegfried Walch: „Beide haben das volle Vertrauen des Aufsichtsrats.“ Elisabeth Ulmer warb in ihrer Antrittsrede um eine „Unternehmenskultur des Vertrauens“. Im Vordergrund müsse dabei das Gesamtinteresse der Kliniken stehen. Etwa die Hälfte aller Kliniken in Deutschland arbeite wirtschaftlich, die andere Hälfte stecke in roten Zahlen. „Wir müssen daran arbeiten, dass wir wieder zur ersten Gruppe gehören. Ich übernehme die Verantwortung gerne und werde jegliche Anstrengung unternehmen, um an allen unseren Standorten eine gute Patientenversorgung zu erhalten und weiter zu entwickeln. Ich lade alle dazu ein, mit Stolz und Freude daran mitzuarbeiten“, so die Diplom-Betriebswirtin.
Die außerordentliche Mitarbeiterversammlung war auf ausdrücklichen Wunsch der Landräte Siegfried Walch und Georg Grabner sowie des Aufsichtsrats einberufen worden. Die Verantwortlichen wollten sich damit gezielt dem Dialog mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellen. Deren kritische Fragen bezogen sich vor allem auf die zunehmende Arbeitsbelastung im Zusammenhang mit dem strikt gesteuerten Konsolidierungskurs. Dabei wurde deutlich, dass zurzeit den Beschäftigten ein bis an die Grenzen gehender Einsatz abverlangt wird.

Mehrfach betonte Landrat Walch, wie außerordentlich wichtig ihm die kommunale Trägerschaft ist: „Ich bin unwahrscheinlich stolz darauf, dass beide Landkreise Kliniken haben, die medizinisch und pflegerisch so hervorragend aufgestellt sind.“ Die vor kurzem mit Hilfe der Landkreise vollzogene Kapitalerhöhung von 10 Millionen Euro sei ein wichtiges Signal an die Beschäftigten, dass man nicht nur von Konsolidierung rede, sondern sie massiv fördere. Walch: „Trotzdem müssen wir das Defizit in den Griff bekommen. Dafür muss das Konsolidierungspaket konsequent umgesetzt werden. Wir stehen zum Personal, denn die hohe Qualität unserer Kliniken kann ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht gehalten werden. Deshalb wird es auch keine betriebsbedingten Kündigungen geben.“

Roman Schneider,
Landratsamt Traunstein

20.11.2014 - Kliniken SOB

Nichts erfüllt mehr als gebraucht zu werden

35 Menschen leisten derzeit Bundesfreiwilligendienst in den Häusern der Kliniken Südostbayern AG

Nach zwei Jahren Bundesfreiwilligendienst in der Kliniken Südostbayern AG ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Der Übergang vom bisherigen Zivildienst, der noch bis Mitte 2011 bestand, zum Bundesfreiwilligendienst (BFD) wurde erfolgreich gemeistert. Die abgeschlossenen Vereinbarungen, die große Zahl der neu anerkannten Einsatzstellen und die große Nachfrage belegen eindrucksvoll, dass der Dienst auf großen Zuspruch stößt und in den Kliniken angekommen ist und angenommen wird. In den Krankenhäusern der Kliniken Südostbayern AG leisten derzeit 35 Bundesfreiwillige ihren Dienst.
Das Spektrum der Aufgaben, die in den Kliniken zur Verfügung stehen, ist äußerst weit gefächert und kann daher ein viel breiteres Aufgabengebiet abdecken als viele andere Organisationen. Die Bundesfreiwilligen können wertvolle Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln, um die Zeit bis zum Beginn ihrer Ausbildung oder ihres Studiums zu überbrücken, in einen sozialen Beruf einzusteigen oder ihr Engagement als „soziale Auszeit“ zu begreifen. Die Krankenhäuser der Kliniken Südostbayern AG an den Standorten Traunstein, Trostberg, Ruhpolding, Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing sind anerkannte Einsatzstellen für den Bundesfreiwilligendienst. Die Plätze für den Einsatz verteilen sich in den Häusern auf unterschiedliche Bereiche: Pflegedienst (Allgemeinstationen, Funktionsabteilungen), hausinterner Patientenhol- und Bringdienst, Strahlenabteilung, Pforte und Haustechnik. Es besteht in Ausnahmefällen die Möglichkeit, vor dem Bundesfreiwilligendienst ein kurzes Praktikum zu absolvieren, um eines der Krankenhäuser und mögliche Einsatzbereiche kennenzulernen.

Im Bundesfreiwilligendienst können sich Frauen und Männer jeden Alters nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht engagieren. Die Entscheidung, als Bundesfreiwilliger tätig zu werden, beweist Persönlichkeit und soziale Kompetenz. Dass dies auf den weiteren Lebensweg ausstrahlt und vielleicht sogar Weichen stellend sein kann, steht außer Frage. Man darf auch nicht vergessen, dass die Zeit als Bundesfreiwilliger insbesondere für junge Menschen gerade wegen der Freiwilligkeit und der damit selbstlosen Tätigkeit zu einer ganz besonderen, nicht von den Zwängen und Abhängigkeiten des „normalen“ Berufslebens bestimmten Zeit werden kann. Jeder Bundesfreiwillige wird pädagogisch begleitet und erhält eine strukturierte Einarbeitung in sein Aufgabengebiet. Nach Abschluss des Bundesfreiwilligendienstes erhalten die Freiwilligen ein qualifiziertes Zeugnis.
Die Dauer der Bundesfreiwilligendienste soll in der Regel zwölf Monate betragen. Abweichungen auf eine Dauer von mindestens sechs Monaten und maximal 18 Monaten sind im Einzelfall möglich. Die Arbeitszeit beträgt im Regelfall 38,5 Stunden pro Woche. Bei Freiwilligen, die das 27. Lebensjahr vollendet haben, ist eine reduzierte Stundenzahl möglich, die jedoch über 20 Stunden pro Woche liegen sollte. Freiwillige erhalten für die gesamte Zeit ihres Dienstes folgende Leistungen: Die Kliniken Südostbayern AG zahlt die Beiträge für Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung sowie einen Verpflegungskostenzuschuss von 170 Euro pro Monat bei Vollzeit. Außerdem besteht ein Urlaubsanspruch nach dem Bundesurlaubsgesetz. Jeder Bundesfreiwillige erhält ein Taschengeld von derzeit 330 Euro pro Monat bei Vollzeit. Das Taschengeld steht natürlich nicht im Vordergrund des freiwilligen Engagements, sondern der Aspekt, sich freiwillig aus persönlichen Gründen für die Gesellschaft zu engagieren. Mit finanziellen Mitteln lässt sich dies ohnehin nicht aufwiegen, bezeugt es doch das Verantwortungsbewusstsein und eine ausgesprochen hohe soziale Einstellung des Freiwilligen.

Für die Bundesfreiwilligen besteht die Möglichkeit, berufliche Erfahrungen unter fachlich kompetenter Anleitung zu sammeln, sich beruflich neu oder umzuorientieren, ihre Chancen auf einen Ausbildungs- bzw. Studienplatz zu verbessern, an externen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen oder sich einfach nur für das Gemeinwohl zu engagieren. Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes können die jungen Menschen in den Kliniken Südostbayern zum Beispiel einen Pflegehelferkurz machen, der mit Zertifikat abgeschlossen werden kann. Das ist kein wertloses Zertifikat, denn manche Absolventen konnten sich zum Beispiel im Studium Geld durch Sitzwachen usw. verdienen.

10.11.2014 - Klinikum Traunstein

2. internationaler Workshop zur Beatmung neu- und frühgeborener Kinder in Traunstein

Beatmungsworkshop für neu- und Frühgeborene Kinder

Im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe konnte zum zweiten Mal ein internationaler Beatmungsworkshop für neu- und Frühgeborene Kinder angeboten werden.
Unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. G. Wolf, Chefarzt der Kinderklinik Traunstein trafen sich Teilnehmer aus 13 Ländern, die aus der ganzen Welt angereist waren (neben Europa auch aus Südafrika, Kuwait, Indonesien und Oman), um an diesem besonders konzipierten Workshop teilzunehmen. Neben Vorträgen durch Beamtungsspezialisten, hier konnte Prof. Martin Keszler, Providence, USA, gewonnen werden, stand der Erfahrungsaustausch am Beatmungsgerät im Vordergrund. Der große Zuspruch der Teilnehmer zeigt, dass hier in Traunstein das richtige Konzept für moderne Fortbildungen gefunden wurde, der Termin für den nächsten Workshop für 2015 steht bereits.
07.11.2014 - Klinikum Traunstein

PD Dr. Katharina Hohenfellner ist für den Bayerischen Gesundheitspreis nominiert

Einsatz von Telemedizin bei Nierensonographie

Für den Bayerischen Gesundheitspreis 2014 in der Kategorie „Zukunft Telemedizin - Wie innovative Ansätze aus der Telemedizin in der ambulanten Versorgung flächendeckend eingesetzt werden“ ist Privatdozentin Dr. Katharina Hohenfellner, Leitende Ärztin der Kindernephrologie im Klinikum Traunstein nominiert. Der fünfte Bayerische Gesundheitspreis, dessen Schirmherrin die stellvertretende Ministerpräsidentin a. D. Christa Stewens ist, wird am 11. November in München vergeben.
Dr. Hohenfellner ist mit ihrem Projekt „Basis-Sonographie der Nieren und ableitenden Harnwege im Kindes- und Jugendalter“ vorgeschlagen. „Bei Erkrankungen der Nieren und Harnwege ist die Sonographie (Ultraschall) die häufigste bildgebende Untersuchungsmethode“, erklärt Dr. Hohenfellner. Die pädiatrische Fachausbildung greife jedoch oft für spezielle Fragestellungen aus dem Bereich der Kindernephrologie und Kinderurologie zu kurz, was zur Unsicherheit bei der Beurteilung der Befunde führe. Deshalb hat Dr. Hohenfellner zusammen mit dem Pädiater Prof. Dieter Weitzel und dem Physiker Dr. Volker Schönharting eine Anwendersoftware entwickelt.
Ziel des Basis-Sonographie-Programms ist eine Steigerung der Qualität der sonographischen Untersuchungen der Nieren und ableitenden Harnwege. Dies wird zum einen durch ein standardisiertes Untersuchungsvorgehen, zum anderen durch die Möglichkeit der telemedizinischen, fachübergreifenden (interdisziplinären) Zusammenarbeit zwischen Untersucher und Konsilärzten mit ausgewiesener Erfahrung erreicht. Dadurch können dann individuelle Behandlungskonzepte auf dem neuesten Wissenstand eingeleitet werden.
Die notwendige Anwendersoftware ist auf einem Server hinterlegt und allgemein verfügbar. „Sie kann in einer Klinik oder Praxis heruntergeladen und vor Ort installiert werden. Die Software bietet Unterstützung bei der Dokumentation durch einen vorgegebenen Untersuchungsablauf der Sonographie mit auszufüllenden Pflichtfeldern sowie Plausibilitätskontrollen“, sagt Dr. Hohenfellner. Das Programm ist für alle Altersstufen anwendbar. Seine Effizienz gerade im niedergelassenen Bereich wurde bereits in Arztpraxen erprobt. Dabei hat sich herausgestellt, dass die reine Datenerfassung nicht zu einer Qualitätsverbesserung geführt hat, sondern diese erst durch die Einführung von Pflichtfeldern, Plausibilitäten usw. erreicht wurde. „Ziel ist, dieses Programm sowohl bei Kollegen in der Praxis wie auch in den Kliniken zu implementieren“, so Dr. Hohenfellner. Schulungen für niedergelassene Ärzte hätten bereits seit 2012 stattgefunden. Aktuell seien auf dem Server 52 Praxen und Kliniken angemeldet.
Auch die spezielle Sonographie, die personell, zeitlich und apparativ sehr aufwendig sei, könne sich nur entwickeln, wenn die Basis-Sonographie qualitativ besser und damit effektiver werde, versichert Dr. Hohenfellner.
27.10.2014 - Klinikum Traunstein

Tag der offenen Tür auf der Palliativstation am Klinikum Traunstein

Ganzheitlicher Blick wichtig

Das Interesse am „Tag der offenen Tür der Palliativstation“ zu deren Jubiläum war sehr groß. Zahlreiche Besucher interessierten sich für die Palliativstation, die vor fünf Jahren im Klinikum Traunstein eröffnet wurde und erkundeten diese in geführten Rundgängen. Auch das damit verbundene Netzwerk auf einem „Marktplatz für Menschen und Gruppen, die sich um Schwerstkranke kümmern“, wie es Chefarzt Dr. Thomas Kubin bezeichnete, stellte sich vor. Nicht nur Ärzte und Pflegekräfte bemühen sich um die Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensqualität am Lebensende, sondern auch der Sozialdienst, das Netzwerk Hospiz e.V., die Seelsorge, der Hospizdienst der Caritas, die außerklinische Ethikberatung, die Psychoonkologie, die Physiotherapie, die Aroma-, Kreativ- und Musiktherapeuten, führte Dr. Thomas Kubin aus.
Alois Glück, Vorstandsvorsitzender des Netzwerks Hospiz e.V. bezeichnete die Palliativstation als besonderen Ort der Zuwendung zu den Menschen. In der Summe sei vor allem der ganzheitliche Blick auf den Menschen wichtig, so Glück. Bis heute fehle der Palliativmedizin der notwendige Stellenwert im Gesamtgefüge der Medizin. Dennoch habe es in den letzten zehn Jahren deutlich positive Entwicklungen gegeben. In Traunstein sei mit der Einrichtung der Palliativstation ein ganzheitlicher Blick auf den Menschen möglich. Glück lobte Klinikchef Stefan Nowak, ohne dessen Engagement die Palliativstation in Traunstein nicht bestehen würde. Unverzichtbar seien vor allem die ehrenamtlichen Dienste, die mit viel persönlichem Einsatz ohne Zeitdruck arbeiten. Glück konnte ankündigen, dass erste Schritte in Richtung eines stationären Hospizes unter kommunaler Trägerschaft mit Standort Prien gemacht wurden.

Oberärztin Monika Kinne stellte die Arbeit des Teams der Palliativstation unter dem Motto „5 Jahre begleiten - Gesichter einer Palliativstation“ vor. Dabei ging es um die verschiedenen Haltungen und Menschen auf die ein Patient trifft, wenn er auf die Palliativstation kommt. Im Mittelpunkt stehe es die Ziele eines Patienten zu unterstützen und ihm zu ermöglichen Wünsche auszusprechen. Das erfordere von jedem Teammitglied die Bereitschaft der geistigen Sicht auf die Dinge. Ständiges Feinjustieren, hohe Professionalität und (Eigen-)Reflexion sei nötig, um den jeweils individuellen Patienten mit weit fortgeschrittener und unheilbarer Erkrankung in der aktuellen Situation den nötigen Raum zu geben, damit er mit seiner Erkrankung leben kann. Dazu gehört auch die Miteinbeziehung von Angehörigen, Familie und Freunden, sowie auch Hausärzte und weiterer Dienste. Essenziell in der Begleitung sei die offene Kommunikation, so Monika Kinne. Vor allem mit dem Vorurteil der „Sterbestation“ würde auch nach fünf Jahren noch gekämpft. Dies konnte Kinne widerlegen. Vor allem bemühe man sich um eine adäquate Symptomkontrolle, mit dem sehr bedachten Einsatz aller Möglichkeiten der modernen Medizin, wobei psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse nicht außer Acht gelassen werden dürften, stellte Kinne klar. Pro Jahr werden derzeit etwa 300 Patienten vorwiegend mit Tumorerkrankungen auf der Traunsteiner Palliativstation behandelt. Davon können etwa 60 Prozent entlassen werden.

Bei den weiteren Vorträgen berichtet Oberärztin Dr. Ingrid Jacob von den Möglichkeiten individueller Bestrahlungstherapie im palliativen Kontext. Dipl. Sozialpädagogin Claudia Raffaellis-Morgalla berichtete, wie Patienten auf der Palliativstation psychoonkologisch in Krisensituationen begleitet werden. Andrea Marghescu, Leitung der Brückenschwestern Traunstein, umriss kurz die Arbeit der Schwestern. Dank vieler Spenden und der Beiträge der Mitglieder des Netzwerkes Hospiz konnten im vergangenen Jahr 294 Patienten im gesamten Landkreis Traunstein betreut werden. In enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten kann es den Patienten in den meisten Fällen ermöglicht werden, bis zu seinem Versterben gut symptomkontrolliert zu Hause zu leben. Im kommenden Frühjahr wird das Leistungsspektrum mit der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) erweitert werden. Neben der Palliativschwester wird ein Palliativmediziner in 24 Stunden Rufbereitschaft zur Verfügung stehen. Weiter kümmert sich ein multiprofessionelles Team mit zusätzlichen Sozialpädagogen, einem Seelsorger mit weiteren Fachkräften um die Palliativpatienten mit besonderem Unterstützungsbedarf. Die Kosten für diese Versorgungsform können über die Krankenkasse abgerechnet werden. Der Hausarzt, der seinen Patienten weiter begleitet, fordert diese Unterstützung durch eine Verordnung an. Der Verein „Netzwerk Hospiz“ mit der fachlichen Beratung und Begleitung für Patienten und deren Angehörige bleibt wie bisher bestehen, kündigt Andreas Marghescu an.

Gemeinsam an einem Strang ziehen, Zeit, Aufmerksamkeit, Hingabe, offene Kommunikation, Wohlwollen und Wertschätzung dem Patienten gegenüber, den Patienten mit seinen Wünschen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt zu stellen, dies sei das erklärte Ziel der Palliativmedizin, so Chefarzt Dr. Kubin abschließend.

(Text und Fotos: Christine Limmer)

16.10.2014 - Bildungszentrum

Ausbildungsstart im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG

Zwei neue Klassen wurden zum 01.Oktober in der Schule für Operationstechnische Assistenz und in der Berufsfachschule für Krankenpflege begrüßt!
15 Schülerinnen und Schüler werden die dreijährige Spezialausbildung für das Berufsfeld Operationsdienst/Ambulanz/Endoskopie/Zentralsterilisation absolvieren und 22 Schülerinnen und Schüler die dreijährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege.
Frau Ulmer, stellvertretende Vorständin, begrüßte die „Neuen“ und dankte den Kooperationspartnern Kreiskliniken Mühldorf am Inn, Rottal-Inn-Kliniken Eggenfelden, Schön Klinik Vogtareuth, Anästhesie Center Chiemgau – OPZ Rosenheim, dem Klinikum Passau und den Helios Amper Kliniken Dachau, die durch die Entsendung von Schülern die Ausbildung in der OTA Schule sicherstellen. Nach den Grußworten der stellv. Pflegedirektorin Frau Großauer, die auf die Wichtigkeit der Ausbildung im eigenen Betrieb zur Gewinnung zukünftiger Mitarbeiter hinwies, hieß Frau Gellert für das Team des Bildungszentrums alle herzlich Willkommen.

Nach Auskunft des Leiters des Bildungszentrums Rupert Übelherr ist der nächste Ausbildungsbeginn am 01.April 2015 für den Beruf Gesundheits- und Krankenpflege am Schulstandort Traunstein.
Es sind noch Plätze frei! Bewerbungen können jederzeit an das Sekretariat, Herzog-Friedrich-Str.6, 83278 Traunstein, geschickt werden!

Kreisklinik Trostberg - 26.10.2014

Anästhesie-Chefarzt Dr. Hans Haußer nach 24 Jahren Tätigkeit verabschiedet – Dr. Thomas Lipp ist sein Nachfolger

Er hat die Fahne des Trostberger Krankenhauses stets hochgehalten

Mit einer würdigen Feier, die die „Cappuccino Jazzband“ musikalisch begleitete, wurde der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin der Kreisklinik Trostberg, Dr. Hans Haußer, nach 24-jähriger Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Neben seiner großen ärztlichen Kompetenz lobten die Redner vor allem auch seinen Einsatz für den Erhalt und die positive Entwicklung des Hauses. „Sie haben die Fahne des Trostberger Krankenhauses stets hochgehalten“, betonte der Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, Stefan Nowack, der auch seinen Nachfolger als Chefarzt, Dr. Thomas Lipp, willkommen hieß.
Landrat Siegfried Walch erinnerte daran, dass Dr. Haußer am 1. September 1990 seinen Dienst als Oberarzt im Trostberger Krankenhaus angetreten und am Juli 1991 die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin als Chefarzt übernommen habe. „Sie haben 24 Jahre verantwortungsvoll für das Wohl der Landkreisbevölkerung gearbeitet und sich für ihre Mitarbeiter eingesetzt“, sagte er. Ebenso habe er sich vermittelnd und ausgleichend in die Gemeinschaft der Kreiskrankenhäuser eingebracht und den Wandel zur Kliniken Südostbayern AG miterlebt und mitbegleitet. Er sei stets ein kompetenter Partner in der Medizin, in der Patientenbetreuung und im kollegialem Miteinander gewesen. Durch sein persönliches Engagement habe das Trostberger Haus seinen guten Ruf und seine Akzeptanz erreicht.

Dr. Lipp, der vom Klinikum Uelzen gekommen ist, habe eine neue berufliche Herausforderung gesucht. Für ihn sei der Neuanfang ein großer und mutiger Schritt mit sicherlich erwarteten und überraschenden Herausforderungen, erklärte Walch. Er wünschte Dr. Lipp einen guten Start, eine Gute Hand, viel Durchhaltevermögen und viel Freude an der neuen Tätigkeit.
Der Landrat gab ein deutliches Bekenntnis zur Kliniken Südostbayern AG ab. „Der Erhalt der in der Klinik-AG zusammengeschlossenen Häuser in kommunaler Trägerschaft hat Zukunft, denn sie sind ein Standortfaktor, wo gerade junge Familien ihre Zukunft sehen.“ Die Kliniken müssten stark und fit gemacht werden, damit diese ein hohes medizinisches Niveau vorfänden, das nicht überall selbstverständlich sei. Es lohne sich, für die Kliniken zu streiten und zu kämpfen. Darin war er sich mit Dr. Haußer als „Streiter für Trostberg“ einig. Der Landkreis werde daher alles tun, um die Kliniken-AG zu sichern.
Dr. Haußer sei 1990 vom Klinikum Nürnberg, einem Maximalversorgungskrankenhaus, mit einer äußerst breiten medizinischen Ausbildung nach Trostberg gekommen, sagte Vorstand Nowack. „Er hat die gesamte Entwicklung von Trostberg mit allen Höhen und Tiefen miterlebt und vielleicht auch miterlitten“, meinte er. Das Krankenhaus sei 1990/91 baulich veraltet, hoch defizitär und auch medizinisch schwierig gewesen. Aber der Landkreis Traunstein als Träger habe personell und organisatorisch gehandelt, Betriebsdefizite übernommen und in die Entwicklung von Trostberg investiert.
„In all den Jahren des Wandels und der Veränderung war Herr Dr. Haußer eine große Konstante mit seiner Fachabteilung“, betonte Nowack. Er sei durch und durch Trostberger geworden, habe immer hinter dessen Eigenständigkeit gestanden und sich als Ärztlicher Direktor sehr für das Haus Trostberg engagiert. Als Beispiele nannte er die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen und Messen, aber auch die Durchführung von sehr aufwändigen Tagen der offenen Tür. Für seinen Einsatz dankte er ihm von ganzem Herzen.

Mit Dr. Lipp, dessen Weg ihn über Tübingen, Waiblingen, Bad Urach, dem Oberwallis in der Schweiz und Uelzen in den Chiemgau geführt habe, bekomme die Kreisklinik Trostberg wieder einen sehr erfahrenen Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin. „Es freut uns, dass wir Sie vom Klinikum Uelzen in die etwas kleinere, aber doch sehr attraktive Kreisklinik Trostberg locken konnte“, freute sich Nowack.
Gebäude und Technik seien gut und recht, aber es komme vor allem auf die Leute an, die die Patienten versorgten und das Team formten, sagte Prof. Dr. Thomas Glück, Chefarzt der Inneren Medizin. „Wer sich gut versorgt fühlt, der kommt auch wieder.“ Dr. Haußer zeichne das gute Miteinander im Trostberger Haus aus. Die Anästhesie habe viele Berührungspunkte mit allen Fachrichtungen. Die Zusammenarbeit sei stets erfreulich gewesen. Nun aber liege die schwierige Hürde des erfolgreichen Übergangs vom Berufsleben in den Dauerurlaub vor ihm.
Mit Dr. Lipp habe es bereits viele positive Berührungspunkte gegeben. „Er passt sehr gut in das Trostberger Team“, stellte Prof. Dr. Glück fest, der dessen Gemeinschaftssinn, Teamfähigkeit und Geradlinigkeit hervorhob.
Er habe sich immer für das Trostberger Haus eingebracht, sagte auch der Chefarzt der Allgemeinchirurgie, Dr. Joachim Deuble. „Sie sind das Gesicht von Trostberg geworden.“ Seine Erfahrungen mit Dr. Haußer als OP-Organisator schilderte er als sehr gut, „denn wir Weichteilchirurgen sind gut managebar. Dr. Haußer habe es nie bereut, nach Trostberg gekommen zu sein. Dr. Deuble sprach die Hoffnung aus, dass es bei Dr. Lipp auch so sein werde. In jedem Neuanfang wohne auch ein Zauber.

Der ehemalige Chefarzt der Allgemeinchirurgie, Dr. Wolf-Dieter Hamperl, schilderte humorvoll den allgemeinen Werdegang der Anästhesisten vom früheren Helfer der Chirurgen bis hin zum heute selbstbewussten Kollegen, der ihnen auf Augenhöhe begegne. Die Zusammenarbeit sei nun gekennzeichnet von gegenseitigem Vertrauen und Achtung. Dr. Hamperl gab noch ein paar lustige Anekdoten von Dr. Haußer zum Besten und verriet, dass er ursprünglich Theologe werden wollte. Schließlich gab er als Ruheständler ihm noch einen guten Rat mit auf den Weg: „Auch wenn Sie so nah bei der Kreisklinik Trostberg wohnen, werden Sie nicht rückfällig.“

Dr. Haußer bedankte sich bei all seinen Mitstreitern während der 24 Jahre und gab einen Rückblick auf seinen beruflichen Werdegang. Für Trostberg hob er den guten Zusammenhalt hervor. Mit 2600 Narkosen im Jahr habe er begonnen, bis 2010 habe sich die Zahl mit rund 5000 Narkosen fast verdoppelt. Er habe sich stets für die Eigenständigkeit von Trostberg eingesetzt, aber auch erkannt, dass Trostberg ohne gemeinsame Institutionen im Klinikverbund hätte nicht mehr mithalten können. 1994 bis 2004 seien die besten Jahre für ihn gewesen, denn als Krankenhaus der Grundversorgung habe man alles operiert. „Die Anästhesisten konnten zeigen, was sie gemeinsam zu leisten im Stande sind.“ Im Jahr 2004 sei dann der Schwerpunkt für Orthopädie und Unfallchirurgie gebildet worden. Das Haus sei zunehmend voll gewesen. Zwei Drittel der Patienten seien von der „Knochenchirurgie“ gekommen. Für ihn sei aber auch die Notfallversorgung in der Ambulanz notwendig und wichtig gewesen. Dr. Haußer war überzeugt, dass es mit Dr. Lipp gut weitergehe.
Dr. Haußer habe ihm eine hervorragende Abteilung übergeben, sagte Dr. Lipp, der noch einmal seine bisherigen Stationen Revue passieren ließ. Der 50-Jährige wünschte sich eine schöne Zeit und eine gute Zusammenarbeit. „Ich hoffe auf die Unterstützung aller und darauf, dass die Kliniken in kommunaler Verwaltung bleiben“, schloss Dr. Lipp. Er habe auch die Schattenseiten einer privaten Trägerschaft kennengelernt.

15.09.2014 - Klinikum Traunstein

Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegekräfte verabschiedet

42 Prüfungsteilnehmer schafften die Hürde im ersten Anlauf – 2,3 war der Notendurchschnitt

In der Examensfeier im Kurhaus Ruhpolding begrüßte der Leiter des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG, Rupert Übelherr, 42 neue frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpflegekräfte im Landkreis Traunstein. Mit dem sehr guten Notendurchschnitt von 2,3 hätten sie eine tolle Gesamtleistung erreicht.
Für herausragende Leistungen wurden Martha Szpaczko aus Trostberg, Sonja Puziewicz aus Ruhpolding, Barbara Sichler aus Grassau, Romana Wörndl aus Kirchanschöring, Christine Staufer aus Surberg und Stefanie Wiesenegger aus Waging mit dem Staatspreis der Regierung von Oberbayern ausgezeichnet. Staufer und Wiesenegger schafften einen Notendurchschnitt von 1,0. Die fünf Teilnehmer, die das Ziel der Examensprüfung nicht erreicht haben, haben die meisten der sieben Prüfungsteile bestanden. Sie können die noch fehlenden Teile im Frühjahr nachholen. Ihr Ausbildungsvertrag werde in der Regel bis dahin verlängert, so Übelherr.
Das Kurhaus Ruhpolding habe man für die Examensfeier ausgewählt, weil der Ort ein Klinikstandort sei, in dem auch ausgebildet werde, sagte er. Von den 26 Gesundheits- und Krankenpflegern, die von der Kliniken Südostbayern AG übernommen würden, würden vier ihre Arbeit im Vinzentinum Ruhpolding aufnehmen.

Die Themen seiner Abschlussreden seien in den vergangenen Jahren immer die gleichen gewesen: Bezahlung, Arbeitsbelastung, Bildung, wirtschaftlich schwierige Situation der Trägerschaften von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, Warnung vor Fachkräftemangel und jetzt zusätzlich Bewerbermangel. Übelherr zitierte dabei Prof. Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung. Demnach wird es in zehn Jahren in Deutschland 3,4 Millionen pflegebedürftige Menschen geben.
Die neue Bundesregierung müsse daher Kommunen, Länder und Krankenversicherung an einen Tisch bringen, um die Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen zu verbessern. Es werde mehr Personal benötigt, aber auch eine angemessene Bezahlung. Im Vergleich mit anderen Ländern habe Deutschland einen viel stärkeren demografischen Wandel vor der Brust, gebe aber verglichen mit den Niederlanden, Skandinavien, Großbritannien und Frankreich erheblich weniger Geld für die Pflege aus, so Weidner.
„Der Pflegebereich wartet in Deutschland nach wie vor auf bessere Bezahlung, weiterentwickelte Bildungsmöglichkeiten einschließlich geregelter Weiterbildungsmöglichkeiten, Fortbildungsverpflichtung und mehr Selbstbestimmung“, erklärte der Leiter des Bildungszentrums. Der Druck steige, aber es gebe keine durchgreifenden Ergebnisse.
Den Examinierten wünschte er, dass sie dort, wo sie arbeiten würden, gut behandelt, geführt, bezahlt und weitergebildet würden. „Wenn nicht, setzt Euch dafür ein, dass sich etwas ändert“, gab er ihnen mit auf den Weg. Sie hätten viel lernen müssen, aber das Ziel der Bildung sei nicht wissen, sondern handeln. „Siebengescheite, die viel wissen, aber es nicht schaffen, das Wissen in Handlung für den Menschen, in Nutzen für den Menschen und in Hilfe für den Menschen umzusetzen, laufen genügend herum“, sagte er. Als Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte hätten sie jetzt die Chance, ihr gelerntes Wissen, ihre Erfahrungen, praktischen Fertigkeiten und sozialen Fähigkeiten professionell für kranke und hilfsbedürftige Menschen in Handlung umzusetzen.
Examen bedeutet getestet und geprüft, sagte Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler. Es gebe ihnen hoffentlich das Rüstzeug für ihre große herausfordernde Aufgabe. „Ihr werdet alle noch gebraucht und kriegt noch eine Stelle“, machte er ihnen Mut, denn die Region würde qualifizierte und examinierte Kräfte noch brauchen. Die Patienten müssten sich in einer oft schwierigen Lage gut betreut und aufgehoben fühlen. Er forderte, dass sie sich für ihre Klinik einsetzen und gut einbringen sollen. Zudem appellierte er an ihr Verantwortungsbewusstsein im Berufsalltag gegenüber den Patienten, die ihnen anvertraut würden.
Der Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, Stefan Nowack, freute sich über den Bildungszentrum im ehemaligen Annette-Kolb-Gymnasium. „Es ist Geschenk und Wertschätzung des Landkreises Traunstein, dem die Krankenpflegeschule und die Bildung so wichtig sind.“ Verärgert zeigte er sich über die Äußerung von persönlichen Meinungen in offenen Briefen, weil dadurch die sehr gute Arbeit der Kliniken in der Öffentlichkeit schlecht wegkomme. „In den Kliniken wird hervorragende Arbeit geleistet“, betonte Nowack. Die Gesundheitspolitik könne man nicht ändern, sich aber jedes Jahr aufs Neue auf neue Situationen einstellen. Deshalb bat er die neuen Krankenpflegefachkräfte, sich mit der gegebenen Situation aktiv auseinanderzusetzen und sich einzubringen.
Wenn ein Patient ins Krankenhaus komme, gebe er seine ganze Autonomie auf. Er verdiene daher ihre Achtsamkeit im Umgang mit ihm. „Jeder von uns sollte einmal die Erfahrung machen, wie die Perspektive im Bett liegend sich ausschaut. Dies ist eine Ausnahmesituation“, so der Klinik-Vorstand.
Von einem in der Öffentlichkeit äußerst geschätzten Beruf, der alle Möglichkeiten für die künftige berufliche Entwicklung beschert, sprach der Pflegedirektor der Kliniken Südostbayern AG, Jürgen Bacher. „Der erfolgreiche Abschluss des Examens ist dadurch auch der Einstieg in ein spannendes Berufsbild, das neben der grundlegenden engagierten und fürsorglichen Pflege viele Spezialisierungen und Weiterbildungen ermöglicht“, fuhr er fort. Was in den Zeugnissen nicht zu finden sei, seien die Kompetenzen, die sie sich in den vergangenen drei Jahren in der Berufsfachschule für Krankenpflege erworben hätten: Pflege zu planen, Menschen zu begleiten, Probleme zu lösen, reflektiert zu handeln, aber ganz besonders in Gruppen und Teams zu arbeiten, zu kommunizieren und Ziele abzusprechen.

15.09.2014 - Kreisklinik Bad Reichenhall

Feierlicher Abschluss in der Krankenpflegeschule Bad Reichenhall

22 Zeugnisse und fünf Staatspreise überreicht

03.09.2014 - Kliniken Südostbayern AG

Klinikvorstand Stefan Nowack wechselt ans Klinikum Passau

Der Vorstand der Kliniken Südostbayern AG Stefan Nowack hat den Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Landrat Siegfried Walch, informiert, dass er an das Klinikum Passau wechseln will und um Auflösung seines Vertrags gebeten. Der Aufsichtsrat wird hierüber und über das weitere Vorgehen in einer Aufsichtsratssitzung am 15. September 2014 beraten und entscheiden.
Stefan Nowack leitet seit über 22 Jahren die Kliniken Traunstein und Trostberg, seit 2006 ebenfalls die Kliniken des Berchtesgadener Landes und seit der Fusion der Kliniken beider Landkreise die SOB AG. Unter seiner Führung entwickelten sich die Landkreiskrankenhäuser zu modernen Kliniken, in denen weit über Landkreisgrenzen hinaus anerkannte Spitzen¬medizin angeboten wird.
Stefan Nowack will nach 22 Jahren in Traunstein nochmals eine neue Aufgabe annehmen und bedankt sich bei den Mitarbeitern und dem Aufsichtsrat für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Er betont, seine Aufgaben bis zuletzt mit größtem Engagement durchzuführen und ebenso Fürsorge für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tragen. Gemeinsam mit seinen Kollegen wird er in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat noch wichtige Projekte zu Ende bringen.

Landrat Walch und Landrat Grabner bedauern den Wechsel und danken Herrn Nowack für die geleistete Arbeit. Sie betonen die große Leistung von Herrn Nowack bei der Entwicklung der Kliniken in Südostbayern. Der gute Name der Kliniken der KSOB AG sei auch mit dem Namen Nowack verbunden.
Beide Landräte betonen, dass man bereits auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger sei.

Die Kliniken Südostbayern AG besteht aus den Kliniken Traunstein, Trostberg, Ruhpolding, Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing und ist mit über 3.700 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region.

02.09.2014 - Klinikum Traunstein

Bereits 1000. Geburten in der Frauenklinik

In der Frauenklinik des Klinikums Traunstein gab es Ende August die 1000. Geburt des Jahres. Das „Jubiläumsbaby“ ist der kleine Leo. Er kam mit einem Gewicht von 2350 Gramm und einer Größe von 47 Zentimetern zur Welt. Chefarzt Privatdozent Dr. Christian Schindlbeck gratulierte den glücklichen Eltern Sandra Wahl und Sebastian Beranek aus Traunstein mit einem Blumenstrauß. Für die Eltern ist es das erste Kind.

Dr. Schindlbeck sprach von einem weiteren „Babyboom“ in diesem Jahr in seiner Frauenklinik, denn die Marke von 1000 Geburten wurde heuer im Vergleich zum Vorjahr bereits rund eineinhalb Monate früher überschritten. „Als Chefarzt des Mutter-Kind-Zentrums Traunstein freue ich mich über das Vertrauen, das die werdenden Eltern in unsere Frauenklinik setzen“, so der Chefarzt. Da bei den Geburten auch Mehrlinge zur Welt kommen, lieg die Zahl der geborenen Kinder mit der 1000. Geburt natürlich höher. Aktuell sind es 1022 Neugeborene.

31.07.2014 - Kliniken Südostbayern

Einstieg in das pflegerische Berufsfeld geschafft

16 Absolventen der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe erhielten Abschlusszeugnisse

Nach einer einjährigen Ausbildung erhielten die Schüler der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG ihre Abschlusszeugnisse. Alle 16 Absolventen haben die Prüfung bestanden. Prüfungsbeste waren Yvonne Eglseer aus Chieming (Notendurchschnitt 1,2) und Gundula Szperlinki aus Trostberg (1,2), Tatjana Batt aus Trostberg (1,8), Selda Leißl aus Tacherting (1,8) und Florian Lechenauer aus Wasserburg (2,0). Die schulische Berufsausbildung zum Pflegefachhelfer ermöglicht Hauptschulabsolventen einen Einstieg in das pflegerische und das sozialpflegerische Berufsfeld.
„Der Unwille, Fehler und Versäumnisse einzugestehen, mag bei manchen Menschen besonders ausgeprägt sein, aber Fehler zu machen, gehört zum Menschsein dazu“, sagte der Leiter der Berufsfachschule, Wolfgang Raufeisen. Untersuchungen belegten, wie sehr Ärzte und Pflegepersonal körperlich und seelisch unter ihren Fehlentscheidung und Versäumnissen litten. „Aber es ist unvermeidlich und sogar notwendig, Fehler zu machen, wenn wir uns weiterentwickeln wollen. Keine Fehler zu machen, bedeutet Stagnation, denn erst aus Fehlern lernen wir“, sagte er. Negatives Wissen habe nicht nur eine Schutzfunktion. Es sei auch eine wichtige Ergänzung des positiven Wissens und helfe, komplexe Zusammenhänge zu verstehen. „Fehler dienen auch dazu, Normen ins Bewusstsein zu rufen.“ Lernen aus Fehlern funktioniere allerdings nur dann, wenn einem die Umwelt erlaube, sich konstruktiv mit den eigenen Schwächen auseinanderzusetzen.

Die Schüler der Krankenpflegehilfeschule hätten während ihrer Ausbildung den einen oder anderen Fehler gemacht und dennoch hätten sie alles richtig gemacht. „Sie haben sich nämlich für einen der schönsten Berufe entschieden und sich mit den bestandenen Prüfungen eine solide Grundlage geschaffen, um ihre Professionalität in der Pflege kranker Menschen auszubauen.“ Die professionelle Pflege sei kein Job, sondern eine Kunst, die durch viel Fachwissen, Teamfähigkeit, Menschlichkeit, Anstrengung und Kommunikation geprägt sei, so Raufeisen.

Auch Landrat Siegfried Walch sprach von einer anspruchsvollen Ausbildung, mit viel Verantwortung gegenüber den Patienten und deren Wohlergehen. Sie hätten sich ein fundiertes Wissen über Gesundheitsförderung, Krankheitsverhütung und Pflege von kranken Menschen angeeignet. In ihrem Beruf seien sie vielen Stresssituationen ausgesetzt.
„Ich bin froh, dass Sie sich für diesen Weg entschieden haben, weil ohne Sie Medizin und Pflege nicht funktionieren würden“, sagte Walch. Der demografische Wandel sei eine große Herausforderung. Einerseits steige der Pflegebedarf, weil die Menschen immer älter würden. Andererseits kämen immer weniger junge Leute nach, wodurch sich gerade in der Pflege ein Fachkräftemangel anzeichne. Deshalb müsse den Bürgern klar gemacht werden, wie wichtig die Leistung der Pflege sei und wie notwendig eine gesellschaftliche Aufwertung sei, um Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern.

Der Landkreis habe bereits mit dem Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales mit den Fachschulen für Krankenpflegehilfe und Krankenpflege, der Schule für Operationstechnische Assistenten sowie dem Fort- und Weiterbildungsbereich im medizinischen Sektor gehandelt und Kompetenz und Fachwissen gebündelt, denn der Bereich Gesundheit sei im Landkreis mit rund 4.400 Mitarbeitern eine Leitbranche. Mit ihrer Ausbildung hätten die Absolventen deshalb den Schlüssel für eine persönlich erfolgreiche Zukunft in den Händen. Dies bedeute auch, dass es hier in der Gesundheitsversorgung viele Arbeitsplätze gebe und sie in der Region bleiben könnten.

Dass alle die Prüfung bestanden hätten, sei nicht selbstverständlich, meinte der stellvertretende Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, Elisabeth Ulmer. Sie zollte ihnen ihren Respekt, dass sie diesen Beruf gewählt hätten. Er sei eine Berufung mit viel Liebe und Herzblut, denn es sei nicht immer einfach, Patienten in besseren und schlechteren Situationen zu betreuen. „Der Beruf wird Sie jeden Tag fordern und es werden Ihnen auch Fehler passieren“, sagte sie mit Blick auf die Rede von Raufeisen. Sie mahnte einen offenen Umgang mit Fehlern an, um eine „Fehlerkultur“ zu entwickeln und aus den Fehlern zu lernen. Auch Ulmer sah viele Chancen, zum Beispiel in der dreijährigen Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger.

Die Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe sei eine gute Ergänzung des Bildungsangebots Pflege, sagte der Leiter des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe, Rupert Übelherr. Ziel sei der Durchgang in die dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger gewesen. Von den bisher 79 Absolventen seit Gründung der Schule hätten 17 diese Ausbildung begonnen. „Hier war die Erwartung höher“, bekannte Übelherr. Dennoch stehe mit den Pflegefachhelfern eine höhere Anzahl qualifizierter Pflegekräfte dem Arbeitsmarkt in der Region zur Verfügung, der Hände ringend nach Fachkräften suche. Das Bildungszentrum habe nicht nur den Auftrag, für den Nachwuchs der Kliniken Südostbayern AG zu sorgen, sondern auch den gesellschaftlichen Auftrag, ein Bildungsangebot zu machen. „Ohne Sie ist der Pflegekollaps in der Pflege nicht zu verhindern. Wir brauchen Sie, die Gesellschaft braucht Sie und die Patienten brauchen Sie“, machte Übelherr den Absolventen deutlich.

Auf den Rückgang der Bewerberzahlen in den Pflegeberufen machte auch der Pflegedirektor der Kliniken Südostbayern AG, Jürgen Bacher, aufmerksam. „Sie haben einen Mangelberuf ergriffen.“ Gerade in Ballungsgebieten gebe es in der Pflege bereits einen eklatanten Mangel an Fachkräften. Wenn die Kliniken Südostbayern AG in ihrem Bildungszentrum ihre Fort- und Weiterbildung nicht hätte, könnte sie das hochwertige OP- und Intensivangebot nicht betreiben. Auch er bedauerte, dass nicht alle Absolventen die Möglichkeit zum Sprung in die drei-jährige Ausbildung genutzt hätten.
Die Geschäftsführerin der Kreisaltenheime, Monika Sandbichler, sprach von einem schönen und wichtigen Beruf mit tollen Zukunftsaussichten. Sie freute es, dass viele Absolventen während der Ausbildung als Praktikanten in die Krankenhäuser und Pflegeheime kämen.

26.07.2014 - Kliniken Südostbayern

Kliniken Südostbayern AG hat die wirtschaftliche Talsohle durchschritten

Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wurde verbessert – Konsolidierungspaket beginnt zu greifen

Mit einem Defizit von rund 8,8 Millionen Euro hat die Kliniken Südostbayern AG das Wirtschaftsjahr 2013 abgeschlossen. Dies bedeutet eine Mehrung von drei Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch war Vorstand Stefan Nowack in der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft im Teisendorfer Poststall optimistisch gestimmt. „Wirtschaftlich gesehen haben wir die Talsohle durchschritten und verbessern unsere Betriebsergebnisse, wenngleich noch weitere Anstrengungen notwendig sein werden.“ Die Verschlechterung im Jahresergebnis beruhe hauptsächlich auf positiven Einmaleffekten im Jahr 2012, die als Rückstellungen aufgelöst werden konnten. Das war 2013 nicht mehr der Fall. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte dagegen mit knapp minus 6,5 Millionen Euro nach mehr als minus 7,7 Millionen Euro im Vorjahr verbessert werden. „Wir haben die wirtschaftlichen Herausforderungen angenommen. Das im September 2013 verabschiedete Konsilidierungspaket hat 2013 wirtschaftlich erste Erfolge gezeigt, die sich bislang auch 2014 fortsetzen“, sagte Nowack vor den Mitgliedern der Kreistage Berchtesgadener Land und Traunstein.
Medizinisch waren die Krankenhäuser der Kliniken Südostbayern AG 2013 wieder sehr erfolgreich. Gegenüber 2012 sind die Patientenzahlen von 56.000 auf 57.000 gestiegen. „Wir erfreuen uns weiterhin eines großen Patientenzuspruchs“, meinte er. Neben der kompetenten und geplanten Patientenversorgung seien die Kliniken auch notfallmäßig sehr stark in Anspruch genommen worden. Dabei erfolgt die Versorgung der Patientinnen und Patienten durch die rund 3.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer sehr hohen Qualität und Sicherheit. „Damit gehört die Kliniken Südostbayern AG zu den größten Arbeitgebern in der Region“, so Nowack.

Im vergangenen Jahr wurden wiederum umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen beendet. Nowack nannte als Beispiele den 5. Bauabschnitt in der Kreisklinik Trostberg, mit dem die in den 1990er Jahren begonnenen Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten abgeschlossen wurden, sowie die Komplettsanierung des OP-Traktes in der Kreisklinik Berchtesgaden. Mit den baulichen Verbesserungen einher gingen Qualitätsverbesserung und der Ausbau des Qualitätsmanagements. Qualität sei jedoch nicht zum Nulltarif zu haben, machte der Klinik-Vorstand deutlich. „Sie kostet Geld, das wir von den Krankenkassen nicht zusätzlich vergütet bekommen.“
Mit Blick auf 2014 erklärte Nowack, die Entwicklung der Belegung sei in den ersten Monaten sehr positiv gewesen. Auch die Maßnahmen beim Personal begännen zu greifen. Durch verschiedene organisatorische Maßnahmen, wie zum Beispiel in der Arzneimittelversorgung, Speisenversorgung und Medizintechnik, werden zusätzliche Synergieeffekte und Sachkosteneinsparungen erreicht.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Hermann Steinmaßl meinte: „Die erfolgreiche Arbeit der Kliniken Südostbayern AG liegt in den Händen jedes einzelnen Beschäftigten.“ Obwohl die Kliniken Südostbayern AG in den vergangenen Jahren durch steigende Patientenzahlen und Qualitätsverbesserungen eigentlich auf einem guten Weg gewesen seien, habe sich wie fast überall in Deutschland das Betriebsergebnis Besorgnis erregend verschlechtert. „Die schwierige Situation ist nur durch einen strikten Konsolidierungskurs zu meistern, dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugestimmt haben.“ Steinmaßl zeigte sich zuversichtlich, dass die gemeinsamen Bestrebungen erfolgreich sein und damit auch die Investitionen Früchte tragen würden. Seit 2002 habe der Landkreis Traunstein fast 130 Millionen Euro in die Klinikstandort Traunstein und Trostberg investiert, erklärte Steinmaßl.
Die Gesellschafter der Kliniken Südostbayern AG, die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein, würden ihrer Aufgabe nachkommen, auch in Zukunft eine hochwertige Versorgung mit Krankenhausleistungen für die Bevölkerung sicher zu stellen und weiter zu entwickeln, betonte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Georg Grabner. In allen sechs Krankenhäusern mit ihrem hervorragenden medizinischen und pflegerischen Leistungsspektrum werde großartige und engagierte Arbeit geleistet, die von der Bevölkerung hoch geschätzt werde. Leider hätten die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen bundesweit dramatische Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Kliniken. Eine flächendeckende stationäre Versorgung sei künftig nur durch eine deutliche Verbesserung bei der Finanzierung der Krankenhausleistungen möglich, so Grabner.

Der neue Landrat des Landkreises Traunstein, Siegfried Walch, versicherte, er werde sich mit aller Kraft für die Kliniken einsetzen. Die Kliniken Südostbayern AG sei eine wichtige gemeinsame Einrichtung der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land. „Es ist mein persönliches Ziel, die hochwertige medizinische Versorgung dauerhaft in kommunaler Trägerschaft zu sichern und auszubauen“, sagte er. Dazu sei es aber unabdingbar, den bereits eingeschlagenen Weg der Konsolidierung weiterhin zu beschreiten. „Nur so können die Kliniken wirtschaftlich stabilisiert und ihre Qualität beibehalten werden“, unterstrich Walch.

21.07.2014 - Klinikum Traunstein

Kinderchirurgie am Klinikum Traunstein feierte 10-jähriges Bestehen

Inzwischen werden kleine Patienten zwischen Berchtesgaden und Ebersberg betreut

Mit einem Tag der offenen Tür feierte die Kinderchirurgie und Kinderurologie Südostbayern am Klinikum Traunstein ihr zehnjähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums hatten die Besucher die Gelegenheit, die neuen Räume der Kinderchirurgie im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Klinikums Traunstein zu besichtigen.
Bereits 1998 hätten er und sein Kollege Dr. Bernd Geffken in München die Idee einer gemeinsamen, eigenen Kinderchirurgie gehabt, sagte der Leitende Arzt Dr. Marc Jorysz. Als 2003 im Deutschen Ärzteblatt eine Anzeige zur Gründung und zum Aufbau einer Belegabteilung in Traunstein stand, traten sie mit dem damaligen Ärztlichen Direktor und Chefarzt der Kinder- und Jugendabteilung, Prof. Dr. Ulrich Bürger in Verbindung, um die Rahmenbedingungen zu prüfen. „Da die Vorstellungen der Klinik über Größe und Struktur etwas von den unsrigen abwichen, waren die Verhandlungen nicht immer einfach“, sagte Jorysz. Mit Prof. Dr. Bürger hätten sie jedoch, quasi im „gegnerischen Lager“, einen potenten Fürsprecher gehabt.

Im Juli 2014 begann die Kinderchirurgie im Klinikum Traunstein, obwohl die Praxisräume neben der Notaufnahme noch nicht fertigt und die Verträge noch nicht unterschrieben waren.
„Wir haben uns immer bemüht, die Qualität der kinderchirurgischen Versorgung weiter zu verbessern, indem die bereits vorhandenen exzellenten Strukturen weiter ausgebaut wurden, so Geffken. Bald wurde klar, dass für eine gehobene Kinderchirurgie auch ein erfahrener Kinderanästhesist not-wendig war. Mit Unterstützung von PD Dr. Tom Zucker, Chefarzt der Anästhesie, wurde Dr. Winfried Roth gewonnen. Dadurch wurde es möglich, auch komplexe und risikoreiche Eingriffe zu operieren. Im August 2006 wurde die Mannschaft durch Dr. Andreas Hofbauer, Facharzt für Chirurgie, verstärkt. Er machte die Fachweiterbildung zum Kinderchirurgen. Seit 2007 hat die Kinderchirurgie die vollständige Weiterbildungsermächtigung für das Fachgebiet.

Aufgrund der raschen Entwicklung der Kinderurologie wurde es wichtig, die Diagnostik, Nachbetreuung und konservative Therapie voranzutreiben. Mit PD Dr. Katharina Hohenfellner-Hobach begann das Erfolgsmodell Kindernephrologie. „Ihre herausragende und intensive, ideenreiche Arbeit ist für uns essentiell. Eine vernünftige Betreuung urologisch-nephrologisch erkrankter Kinder ohne sie ist für uns unvorstellbar“, betonte Geffken. Seit April 2010 stellen die Kinderchirurgen die kinderchirurgische Versorgung im Perinatalzentrum (PNZ) Südostbayern rund um die Uhr sicher. Mit fast 7000 Geburten von Berchtesgaden bis Ebersberg, von Wasserburg bis Miesbach und teilweise bis in das Inntal nach Kufstein erfolgt die kinderchirurgische Versorgung der Früh- und Neugeborenen an den Standorten Rosenheim und Traunstein.

Seit Mai 2010 versorgen sie im St. Joseph Krankenhaus in Braunau kleine Patienten aus den Bundesländern Salzburg und Oberösterreich. Neben kinderchirurgischen werden vor allem kinderurologische Operationen durchgeführt. Da diese Erweiterung nicht ohne Verstärkung ging, hat im Oktober 2010 Dr. Jaroslaw Kuzior aus Hannover seine Tätigkeit aufgenommen. Seit Januar 2011 betreiben die Kinderchirurgen eine Zweigpraxis in der Tagesklinik der Pädiatrie in Rosenheim.

Seit August 2013 sind die Kinderchirurgen in den neuen Räumen im Traunsteiner MVZ der Kliniken Südostbayern AG. Es erfolgte die Umbenennung in Kinderchirurgie und Kinderurologie Südostbayern. „Wir wollen eine weitere Konsolidierung der Strukturen, gegebenenfalls den einen oder anderen Akzent und Schwerpunkt setzen und vor allem flexibel und positiv auf die sich ständig ändernden Gegebenheiten bei der Kassenärztlichen Vereinigung und im Gesundheitswesen reagieren“, sagte Geffken mit Blick in die Zukunft. Die Erfahrung zeige, dass sich immer wieder neue Türen öffneten, durch die man gehen könne. Es sei einfach wichtig, auf die sich öffnenden Türen stets gut vorbereitet zu sein.

16.07.2014 - Kliniken Südostbayern

„Unsere Patienten in sicheren Händen“

Über Qualität, Krankenhaushygiene und Patientensicherheit informiert

Unter dem Leitspruch „Wann immer das Leben uns braucht. Ihre Kliniken Südostbayern AG“ wiesen Mitarbeiter der Klinik-AG im Rahmen einer bundesweiten Aktion im Klinikum Traunstein und in der Kreisklinik Bad Reichenhall auf die vielfältigen Maßnahmen zur Patientensicherheit, zum Qualitätsmanagement und zur Prävention von Behandlungsfehlern hin. Außerdem boten sie ein Reanimationstraining an. Ferner wurde eine Radiosendung als Medizin Talk der Bayernwelle Südost mit Vertretern aus Medizin, Hygiene und Qualitätsmanagement ausgestrahlt.
Die Krankenhäuser in Deutschland sind sowohl bei den medizinischen Leistungen als auch in der Qualitätssicherung weltweit führend. In keinem anderen Land sind derart umfangreiche Qualitätssicherungsverfahren eingerichtet. Dies reicht von bundesweiten Strukturvorgaben und Mindestmengen über landesweite Überprüfungen bis hin zu Zertifizierungen. Auch für die Krankenhäuser der Kliniken Südostbayern AG hat das Qualitätsmanagement seit Jahren oberste Priorität. „Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren der externen Qualitätssicherung wurde ein Managementsystem eingeführt und in vielen Bereichen nach der Internationalen Norm DIN EN ISO 9001 zertifi-ziert, welches alle wesentlichen Parameter der Qualität steuert und überwacht“, so der Leiter des Qualitätsmanagements der Kliniken Südostbayern AG, Reinhold Frank.

Um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, wurden Jahre vor der seit 2014 bestehenden gesetzlichen Verpflichtung die Patientensicherheit in den Kliniken zu verankern, zahlreiche Verfahren und Werkzeuge eingeführt: Patientenidentifikationsarmbänder, Checklisten zur OP-Vorbereitung und zur OP-Durchführung, Team Time Out im OP (Überprüfung der OP- und Patientendaten im Dialog zwischen Operateur und dem gesamten Team), Berichts- und Lernsysteme zu sicherheitsrelevanten Themen als Critical Inicident Reporting (CIRS) und im Rahmen von Morbiditäts- und Mor-talitätskonferenzen, Beschwerdemanagement und interne Audits. Außerdem befindet sich ein klinisches Risikomanagementsystem im Aufbau.

„Unsere Einrichtungen werden dieses Maßnahmenpaket zielstrebig weiterentwickeln und die Bevölkerung darüber fortlaufend informieren“, sagte Stefan Nowack, Vorstand der Kliniken Südostbayern AG. Jeder einzelne Mitarbeiter werde sich auch in Zukunft voll einsetzen, um die steigenden Anforderungen zu erfüllen. Dafür bräuchten die Krankenhäuser aber auch stabile auskömmliche finanzielle Rahmenbedingungen und eine faire Diskussion über die Qualität der Behandlungen ohne Vorurteile und Falschbehauptungen, betonte der Klinik-Vorstand. Die Finanzierung der Kliniken müsse angemessen, nachhaltig, verlässlich und langfristig zukunftsorientiert ausgerichtet sein. „Nur so kann eine regional hochwertige medizinische Versorgung mit akzeptablen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter sicher gestellt werden“, meinte auch der Medizinische Direktor Prof. Dr. Ulrich Bürger. Unabwendbare Kostensteigerungen, die etwa durch Tarifsteigerungen oder moderne Behand-lungsverfahren entstehen, müssten refinanziert werden.
„Es darf nicht sein, dass die verstärkten Aufwendungen aufgrund der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts zu Lasten der Kliniken gehen“, erklärte Nowack. Ebenso müssten sich Leistungen im Gesundheitswesen lohnen. Unausweichliche Mehrleistungen, die die Krankenhäuser erbrächten, müssten gegenfinanziert werden. Dies diene auch der Wertschätzung der Mitarbeiter, deren Leistungen Anerkennung verdienten. Sie leisteten rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr eine hervorragende Arbeit.

Nowack betonte ferner, dass auch Investitionen in die Infrastruktur der Kliniken unverzichtbar seien, um die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser dauerhaft zu gewährleisten. „Dazu sind einfache Förderrichtlinien notwendig, die sich an die schnellen Veränderungszyklen im Gesundheitswesen anpassen.“ Die Krankenhausplanung müsse Ländersache bleiben und die Besonderheiten der ländlichen Gebiete verstärkt berücksichtigen. Die Selektiv- und Rabattverträge mit den Krankenkassen müssten verschwinden. Sie seien Ursache für die ungleichen Machtverhältnisse unter den Akteuren des Gesundheitswesens, betonte der Klinik-Vorstand.

02.07.2014 - Klinikum Traunstein

Gemeinsam für Menschen mit seltenen Erkrankungen

Cystinose-Zentrum Traunstein erhält hohe Auszeichnung

Das Cystinose-Zentrum Traunstein ist der diesjährige Gewinner des achse-central-Preises. Das Kompetenzzentrum für die seltene Speicherkrankheit Cystinose hat es sich zum Ziel gesetzt, Patienten und Ärzte bundesweit fachübergreifend zu betreuen. Der Preisträger wurde aus insgesamt rund 20 Projekten ausgewählt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Verleihung fand im Rahmen der momentan laufenden Patiententage im Cystinose-Zentrum in Traunstein statt.

Cystinose ist eine sehr selten auftretende chronische Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einer Anreicherung von Cystin in bestimmten Organen kommt. Im Kindesalter beginnt die Erkrankung oft mit unspezifischen Allgemeinsymptomen, die schwer einzuordnen sind, wie Erbrechen, Appetitlosigkeit, großem Durst oder verzögertem Wachstum. „Wenn Kinder mit Cystinose nicht frühzeitig umfassend behandelt werden, kann es zu erheblichen Organschädigungen kommen. Die Patienten sind auf gebündelte Expertise, die in einem Zentrum angeboten wird, angewiesen“, sagt Katharina Hohenfellner, leitende Ärztin der Kindernephrologie Traunstein. Die Cystinose-Selbsthilfe und die Kindernephrologie Traunstein erarbeiteten ein gemeinsames Konzept, welches 2012 in Traunstein in Form einer interdisziplinären Sprechstunde umgesetzt wurde. Ziel war es, dieser Systemerkrankung, die viele Organe betrifft, durch die Einbindung von mehreren Fachrichtungen gerecht zu werden.

Die Cystinose-Selbsthilfe und die Kindernephrologie der Kinderklinik im Klinikum Traunstein erarbeiteten ein gemeinsames Konzept, dass 2012 in Traunstein in Form einer interdisziplinären Sprechstunde umgesetzt wurde. Ziel war es, dieser Systemerkrankung, die viele Organe betrifft, durch die Einbindung von mehreren Fachrichtungen gerecht zu werden. Unterstützt wird dieses Projekt von Prof. Dr. Erik Harms, ehemaliger Direktor der Universitäts-Kinderklinik Münster, der seine langjährige klinische und wissenschaftliche Erfahrung mit dieser Erkrankung einbringt.
Für Patienten mit Cystinose ist es wichtig, eine feste Anlaufstelle zu haben, an der man sich mit den vielfältigen Problemen dieser seltenen Erkrankung auskennt. Zugleich wünschen sie sich auch wohnortnah einen ärztlichen Ansprechpartner. Diese Ärzte benötigen Experten an ihrer Seite, um ihren vielleicht einzigen Cystinose-Patienten angemessen versorgen zu können. Das Zentrum informiert sowohl Ärzte als auch Patienten über den Stand der Forschung und das Anstoßen neuer Forschungsprojekte.

In Deutschland gibt es lediglich rund 120 Patienten mit Cystinose. Das Cystinose-Zentrum Traunstein ist deutschlandweit die einzige interdisziplinäre Einrichtung für diese Erkrankung. Sie ist zuständig für Kinder und für Erwachsene. Das Zentrum wird sowohl von den Patienten als auch von vielen Ärzten sehr gut angenommen und ist vorbildhaft für weitere Zentren im Bereich der seltenen Erkrankungen, erklärt Dr. Christine Mundlos, Achse e. V. Die Betroffenen wünschen sich genau diese kompetente, fachübergreifende und langfristige Versorgung. Mit dem achse-central-Preis engagieren sich die ACHSE (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen) und die Central Krankenversicherung gemeinsam für eine verbesserte Behandlung und Betreuung von Menschen mit seltenen Erkrankungen.

Die ACHSE ist ein Netzwerk von derzeit 120 Patientenorganisationen, die Kinder und Erwachsene mit chronischen seltenen Erkrankungen und ihre Angehörigen vertreten. Die Jury des achse-central-Preises setzt sich aus renommierten Vertretern aus Gesundheitsmanagement, Public Health, Medizin, Patientenvertretung und Wissenschaftsjournalismus zusammen.

Manfred Peter

16.06.2014 - Klinikum Traunstein

Übliche Ambulanz-Zufahrt am Klinikum Traunstein ab 17. Juni gesperrt

Für Notfallpatienten und Rettungsdienste gilt während Baumaßnahmen ein eigenes Wegekonzept

In den kommenden Monaten wird im Klinikum Traunstein die Zentralsterilisation erweitert und der Eingangsbereich der Notaufnahme neu gestaltet. Während der Bauarbeiten ist ab dem 17. Juni der Zugang zur Notaufnahme über die Schierghoferstraße sowohl für den Rettungsdienst als auch für die übrigen Notfallpatienten gesperrt. Auch die 24-Stunden-Aufnahme kann ab diesem Zeitpunkt nicht mehr an der gewohnten Stelle betrieben werden. Die Zufahrt zu den Parkplätzen des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) und der Parkgarage ist tagsüber weiterhin möglich. Ein Zugang ins Klinikum von dieser Seite aus ist nicht mehr möglich! Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich Ende 2015 abgeschlossen sein.
Damit während der Baumaßnahmen ein ungehinderter Zugang für Notfallpatienten in die Notaufnahmen im Klinikum Traunstein gewährleistet ist, wird es während des Umbaus zu einigen Änderungen kommen. Die 24-Stunden-Aufnahme wird in der jetzigen Anmeldung der Physikalischen Therapie im Erdgeschoss in unmittelbarer Nähe des Eingangs bei der Physikalischen Therapie untergebracht. Dort werden Notfallpatienten administrativ aufgenommen und mit einem Wegeleitsystem zu den Notfallaufnahmen im ersten Stockwerk geleitet. Außer in lebensbedrohlichen Zuständen soll die administrative Aufnahme wie bisher zuerst erfolgen.
Notfallpatienten, die das Klinikum selbstständig aufsuchen, haben von 6.30 bis 22 Uhr die Möglichkeit, die 24-Stunden-Aufnahme über den Haupteingang oder rund um die Uhr über den Eingang Physikalische Therapie zu erreichen. Für Notfallpatienten, die mit dem eigenen PKW kommen, werden für die Zeit der Baumaßnahmen im Innenhof Parkplätze eingerichtet. Die Parkplätze stehen ausschließlich zur Nutzung durch Notfallpatienten bereit. Die Zu- und Abfahrt ist identisch mit den für den Rettungsdienst nachfolgend beschriebenen Wegen.
Alle Liegendtransporte von Patienten werden dem Klinikum und den Notaufnahmen über den Eingang Physikalische Therapie zugeführt. In unmittelbarer Nähe vor dem Eingang Physikalische Therapie werden vier Stellplätze für den Rettungsdienst eingerichtet. Die Zufahrt erfolgt mit einem Einbahnstraßensystem am Haupteingang und an der Kapelle vorbei in den Innenhof zum Eingang Physikalische Therapie. Die Ausfahrt erfolgt ebenso im Einbahnstraßensystem über die Straße Am Guntramshügel und die Theresienstraße (siehe Skizze). In den ersten zwei Monaten der Baumaßnahmen ist die Theresienstraße gesperrt, so dass in dieser Zeit die Einbahnstraßenregelung unwirksam ist und auch die Abfahrt über denselben Weg erfolgen muss. In dieser Zeit ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Sprechstundenpatienten sollen nur über den Haupteingang zu den Ambulanzen gelangen, um den Interimsnotfalleingang nicht zu belasten. Sprechstundenpatienten dürfen weder in den Innenhof einfahren noch die provisorischen Parkplätze des Innenhofs benutzen.
06.06.2014 - Klinikum Traunstein

Kinderdiabetologie in der Kinderklinik des Klinikums Traunstein neu eingerichtet

Immer mehr junge Menschen leiden an Diabetes

Das Leistungsspektrum der Kinderklinik im Klinikum Traunstein ist um die Fachrichtung Kinderdiabetologie erweitert worden. Verantwortlich für den neuen Bereich ist die aus München stammende Kinderärztin und Kinderdiabetologin DDG Dr. Marina Sindichakis. „Im letzten Jahr gab es allein ein Dutzend Kinder in der Region die neu an Diabetes erkrankt sind“, so Privatdozent Dr. Gerhard Wolf, Chefarzt der Kinderklinik Traunstein „es ist wichtig, dass Kinder mit Diabetes nun auch im ambulanten Bereich heimatnah und umfassend von Spezialisten an der Kinderklinik Traunstein betreut werden können“. In der Kinderklinik im Klinikum Traunstein werden Kinder mit Diabetes mellitus bei Manifestation, sowie ambulant bis zum 18. Lebensjahr betreut.
„ Diabetes bei Kindern kann heute sehr gut behandelt werden. Aufwachsen mit Diabetes bedeutet aber nicht nur auf die richtige Insulinmenge und einer darauf abgestimmten Ernährung zu achten, sondern vielmehr die Behandlung mit Ihrem Familienalltag, ihren Wünschen, Vorstellungen und Zielen zu vereinbaren. Unser Ziel ist die Selbstständigkeit der kleinen und größeren Patienten und deren Familien im Umgang mit der Erkrankung zu fördern und sie fit für den Alltag mit dem Diabetes zu machen und bis zum Erwachsenenalter zu begleiten“, so die Kinderdiabetologin Dr. Marina Sindichakis.
Die Leistungspektrum der kinderdiabetologischen Abteilung der Kinderklinik Traunstein umfasst die stationäre Einstellung bei Diabetes mellitus bei Neuerkrankungen und die individuelle Schulung der Patienten und ihrer Eltern, die intensivierte Insulintherapie inklusive Insulinpumpentherapie, ambulante Langzeitbetreuung mit kapillärer HbA1c Bestimmung, kontinuierliche Glukosemessung, Ernährungsberatung, strukturierte Folgeschulungen, Schulungen von engen Angehörigen sowie Schulung vor Ort für Kindergärten und Schulen und die psychologische Beratung und Beratung in sozialen Belangen.
Diabetes mellitus Typ 1 ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei jungen Menschen. Seit Jahren steigt die Zahl der an Diabetes erkrankten Kindern und Jugendlichen – mit jährlich 3 bis 4 Prozent schneller als jede andere Krankheit. In Deutschland bedeutet das, dass jährlich 2000 bis 3000 Kinder unter 18 Jahren am Diabetes mellitus Typ 1 neu erkranken. Jedes tausenste Kind in Deutschland hat inzwischen einen Typ 1 Diabetes mellitus. Zu verzeichnen ist auch eine Verschiebung des Erkrankungszeitpunkts in das Kleinkindalter. Gerade für diese Kinder, ist die Betreuung durch ein kinderdiabetologisch spezialisiertes Diabetesteam sehr wichtig.
„Mit einer frühen Versorgung mit Insulinpumpen sowie der Möglichkeit neue Technologien wie kontinuierliche Glukosemessung zur Therapiesteuerung einzusetzen wird gerade den Kleinkindern mit Diabetes eine altersgerechte Entwicklung und Teilhabe an der Gesellschaft gewährleistet“ so die Kinderdiabetologin Frau Dr. Marina Sindichakis.
Beim Typ 1 Diabetes, an dem die Kinder erkranken wird durch einen Autoimmunprozess der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produziert, zerstört und kann nicht mehr genügend Insulin produzieren. Insulin reguliert den Blutzucker; die Kinder müssen lernen Insulin zu spritzen; dies muss an die Nahrungsaufnahme angepasst werden. Tabletten helfen Kinder leider nicht. Kinder mit Diabetes können leben wie alle Kinder und alles machen, was andere Kinder ihres Alters unternehmen.
19.05.2014 - Kreisklinik Berchtesgaden

Regionale „Spitzenendoprothetik“ in Berchtesgaden

Das erste zertifizierte EndoProthetikZentrum in Südostbayern

Nach umfassender Prüfung durch externe Auditoren hat die Kreisklinik Berchtesgaden die Zertifizierung als erstes zertifiziertes EndoProthetikZentrum (EPZ) in Südostbayern mit Erfolg bestanden. Die Prüfungskommission hat der Klinik mit der Zertifikatserteilung bestätigt, dass ihre Patienten nach einem sehr strukturierten Therapieprozess behandelt werden, der sich an den wissenschaftlichen Behandlungsleitlinien der Fachgesellschaften orientiert. Die geplanten Operationen und die Nachbehandlungen werden mit einer sehr hohen Qualität umgesetzt. Da ausschließlich modernste Implantate Anwendung finden, ist eine frühe Wiederherstellung der sportlichen und beruflichen Aktivität auf hohem Niveau gesichert.
Die Kreisklinik Berchtesgaden hat sich ein Jahr lang mit allen beteiligten Berufsgruppen (Pflege, Ärzte, Therapeuten etc.) und externen Kooperationspartnern intensiv auf die Zertifizierung vorbereitet, die geforderten Kriterien mit den bestehenden Strukturen und Abläufen verglichen und an die Vorgaben angepasst. Inhalte dieses Anforderungskatalogs sind unter anderem die notwendige Erfahrung durch Mindestfallzahlen, die qualitative und quantitative Erfahrung der Operateure mit hohem Ausbildungsstand in der gesamten Endoprothetik, strukturierte, fachübergreifende und nachvollziehbare Arbeitsabläufe nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Orthopädischen Chirurgie und medizinischer Leitlinien, Einhaltung von hohen Qualitätsstandards in allen Bereichen bei der Patientenversorgung mit strukturierten Qualitätskontrollen in der Behandlung bis hin zur Einhaltung und Umsetzung aller gesetzlichen Anforderungen in der Gesundheitsversorgung. Auch die Beschäftigung mit Risiken, Komplikationen und Patientensicherheit sind Bestandteil des Systems. Gesamtziel dieser Bemühungen ist die Einführung eines Führungs- und Steuerungssystems, das die Qualität und Sicherheit der endoprothetischen Versorgung überwacht und kontinuierlich verbessert.
In der Kreisklinik Berchtesgaden werden seit 1985 jährlich ca. 400 künstliche Knie- und Hüftgelenke (Endoprothetik) nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden implantiert. Ein Schwerpunkt der Klinik liegt damit in der Betreuung von Patienten, die sich einer Operation an Gelenken unterziehen müssen, ob mit einer Prothesenerstversorgung und zunehmend mit einem Wechsel der bestehenden Prothese.

16.05.2014 - SOB

Mit Freibier zur Darmkrebsvorsorge ermuntern

Kliniken Südostbayern AG und niedergelassene Gastroenterologen sind bei Aktion „Das Bier danach“ dabei

Darmkrebs ist vermeidbar, wenn er frühzeitig erkannt wird. Leider nehmen viele Menschen die Möglichkeit zur Vorsorge durch eine Darmspiegelung nicht wahr. Obwohl Darmkrebs bei Früherkennung ohne bleibende Folgen geheilt werden kann, sterben in Deutschland über 25 000 Menschen im Jahr an einer Darmkrebserkrankung. Um der Bevölkerung die Darmkrebsvorsorge im wahrsten Sinne des Wortes „schmackhaft“ zu machen, haben sich die Gastroenterologen der Kliniken Südostostbayern AG und des Krankenhauses Fridolfing sowie die niedergelassenen Gastroenterologen André Hoffmann in Traunstein und Dr. Robert Koch in Trostberg dazu entschlossen, bei der bayerischen Aktion „Das Bier danach“ der Stiftung Lebensblicke und der Gesellschaft für Gastroenterologie in Bayern mitzumachen. Wer an einer ambulanten Darmkrebsvorsorgeuntersuchung teilnimmt, erhält danach kostenlos ein alkoholfreies Weißbier.
Der Startschuss für die Aktion in unserer Region fiel mit einer Bierprobe im Weißbräu Schwendl in Tacherting-Schalchen, der zusammen mit dem Hofbräuhaus Traunstein die teilnehmenden Krankenhäuser und Arztpraxen kostenlos mit Weißbier versorgt. „Wir hoffen, dass wir damit möglichst viele Menschen erreichen, gerade weil diese Aktion so ungewöhnlich und deshalb geeignet ist, dem Einen oder Anderen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern“, sagte der Chefarzt der Inneren Abteilung der Kreisklinik Trostberg, Prof. Dr. Thomas Glück, der mit einigen seiner Ärzte und „Bräu“ Anton Schwendl das Weißbier verkostete. Bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) verlieren die Patienten Flüssigkeit, die hinterher wieder ausgeglichen werden muss. Dies geschieht normalerweise durch Wasser, Apfelschorle oder Tee. Ein alkoholfreies Weißbier sei jedoch ebenfalls geeignet, weil es isotonisch sei, wie Prof. Dr. Glück betonte.
Da der Weg zu einer ambulanten Darmspiegelung Überwindung, das Wegbleiben im schlimmsten Fall jedoch das Leben kostet, wollen die Gastroenterologen der Kliniken Südostbayern AG, des Krankenhauses Fridolfing und der genannten Arztpraxen die Menschen in der Region mit einem Freibier zur Darmkrebsvorsorge ermuntern und ihr exzellentes Vorsorgeangebot zu nutzen. Ab 55 Jahren werden die Kosten für eine Darmspiegelung von der Gesetzlichen Krankenkasse für ihre Mitglieder alle zehn Jahre im Rahmen der kostenlosen Vorsorgeleistungen übernommen, bei erblichen Risikofaktoren bereits früher. Während der Darmspiegelung wird der Darmtrakt mit einer kleinen Kamera, die sich im Endoskop befindet, untersucht. Im Zuge dieser Untersuchung werden ggf. vorhandene Polypen, die mögliche Vorstufen eines Karzinoms sein können, zugleich entfernt. Der Patient erhält für die Dauer der Untersuchung ein Schlafmittel und ein Schmerzmittel und merkt somit nichts von der Behandlung. „Wer das Vorsorgeangebot nutzt, senkt sein Darmkrebsrisiko um 90 Prozent“, so Prof. Dr. Glück. Der Darmkrebs sei das zweithäufigste Karzinom in Deutschland. Sehr begeistert von der Aktion ist auch der Bräu Toni Schwendl, der sich gerne für diese gute Sache mit engagiert.
Wer das Vorsorgeangebot ( und das Freibier) nutzen möchte, soll seinen Hausarzt ansprechen, der dann die Überweisung zur Darmspiegelung veranlasst.
13.05.2014 - Kreisklinik Berchtesgaden

Dritter Bauabschnitt der Kreisklinik-Sanierung abgeschlossen

Die Notwendigkeit einer nahen Klinik – Einweihungsfeier in Berchtesgaden

Nach einem gut angenommenen »Tag der offenen Tür« feierten am Donnerstag 40 Honoratioren den Abschluss des dritten Bauabschnitts im Rahmen der Sanierung der Kreisklinik Berchtesgaden. In den Grußworten war von einem gelungenen Umbau die Rede, außerdem wurde die gute Betreuung der Patienten im Berchtesgadener Krankenhaus gelobt. Für die Zukunft sucht man für die Kreisklinik Berchtesgaden noch weitere Betätigungsfelder, die zum Haus passen. Schließlich stehen viele Kliniken heutzutage unter einem enormen Kostendruck.
Musikalisch angenehm und würdig umrahmt wurde die Einweihung von den Harfenklängen Katharina Holzners zur Gitarrenbegleitung von Christian Holzner, der auch Mitarbeiter im Hause ist und nicht unerheblich an den Umbauarbeiten beteiligt war.

Nachdem Landrat Georg Grabner die Gäste begrüßt hatte, sprach er von der großen Kompetenz und einem großen Herz, das die Belegschaft der Kreisklinik Berchtesgaden Tag und Nacht für die Bürger aufbringt. So sei das ehemalige Kreiskrankenhaus zu einer modernen Kreisklinik im Verbund mit den Kliniken Südostbayern geworden. Bei den heutigen Rahmenbedingungen und durch die Nähe Salzburgs seien Kliniken nicht mehr wie früher führbar, so Grabner, der bedauerte, dass der Patientenstrom nur einseitig von Deutschland nach Österreich fließe und nicht auch umgekehrt.

Als erfreulich bezeichnete es Grabner, dass der Kostenrahmen bei der Generalsanierung sogar unterschritten worden sei. Immer wieder werde er geeinfragt, ob die Klinik Berchtesgaden geschlossen würde. »Wir werden doch nicht über vier Millionen investieren und dann zusperren«, so Grabner. Für den Landkreischef ist es von besonderer Wichtigkeit, dass die Bürger heimatnah stationär und ambulant behandelt werden, außerdem hätten die Mitarbeiter ein Recht auf Fürsorge.

Traunsteins ehemaliger Landrat Hermann Steinmaßl war als Aufsichtsratsvorsitzender ebenfalls nach Berchtesgaden gekommen und lobte die Gegend für ihre Schönheit. Er betonte, dass jeder fünfte Bürger einmal pro Jahr eine der sechs Kliniken in Südostbayern brauche. Sechs Kliniken sorgten für 270 000 Bürger, die Attribute seien Nähe, Qualität und Sicherheit. »Die Kreiskliniken haben für die hier lebenden Menschen eine große Bedeutung«, betonte Steinmaßl.

Balsam sei das, was er von Landrat Grabner und Aufsichtsratsvorsitzendem Steinmaßl gehört habe, begann Marktbürgermeister Franz Rasp sein Grußwort. »Berchtesgaden ohne Klinik ist undenkbar. Wir werden immer alles daran setzen, die Kreisklinik zu erhalten«, versprach Rasp und würdigte die großartigen Leistungen aller Mitarbeiter während der Bauphasen.
Die ärztliche Direktorin Dr.Kornelia Zenker-Wendlinger zeigte sich über die neuen Operationssäle und die Röntgenabteilung glücklich und dankbar. Die baulichen Veränderungen im Eingangsbereich und die gelungenen Außenanlagen mit ihrem freundlichen Ambiente machten den Menschen Mut. Das Innere lade ein und hebe sich von Landläufigem ab, sagte die Ärztin.

Jede Generation müsse sich ihr Haus selbst bauen und mit den Mitteln ausstatten, die zur Verfügung stehen, stellte Architekt Matthias Kirn fest. Er erinnerte an die vielfältigen Umbauten und Veränderungen des Berchtesgadener Krankenhauses in über 100 Jahren. Dennoch sei das schöne alte Haus noch da und bestehe in veränderter Form weiter, erklärte der Architekt und wies besonders auf den barrierefreien Zugang hin, den man mit der Baumaßnahme endlich geschaffen hat.

Die früher für Behinderte unüberwindbaren Treppen waren auch Klinikenvorstand Stefan Nowack bei einem ersten Besuch in Berchtesgaden aufgefallen. Doch es sei ein klares Bekenntnis aus Berchtesgaden zu Investitionen gekommen. Und jetzt komme zu den äußeren Werten auch ein stimmiges Inneres. Auch Nowack lobte den sehr persönlichen Umgang mit den Patienten in Berchtesgaden und dankte allen an den Baumaßnahmen Beteiligten. Ein offener Punkt sei jetzt noch, die Notfallambulanz zu verbessern, blickte Nowack schon einmal in die Klinikzukunft. Zunächst aber müssten verstärkt Anstrengungen unternommen werden, noch mehr Patienten in die Kreisklinik Berchtesgaden zu holen, forderte Nowack.

Den kirchlichen Segen für die im neuen Glanz erstrahlende Kreisklinik Berchtesgaden erteilten schließlich Monsignore Dr. Thomas Frauenlob, Pater Benno und Pfarrer Peter Schulz. Berchtesgadens Pfarrer Frauenlob erinnert die markante lange Brücke vor dem Klinikeingang an die Seufzerbrücke in Venedig. »Beim Ankommen wird es wohl manchen Seufzer geben. Doch gesund entlassen, wird der Weg über die Brücke auch ein ganz besonderer sein«, sagte Frauenlob.

Christian Wechslinger – Berchtesgadener Anzeiger


13.05.2014 - Klinikum Traunstein

Hilfe für Menschen mit seltenen Erkrankungen

Das Cystinose-Zentrum Traunstein der Kliniken Südostbayern erhält den achse-central-Preis 2014

Das Kompetenzzentrum für die seltene Speicherkrankheit Cystinose hat es sich zum Ziel gesetzt, Patienten und Ärzte bundesweit fachübergreifend zu betreuen. Der Preisträger wurde aus insgesamt rund 20 Projekten ausgewählt.

Cystinose ist eine sehr selten auftretende chronische Stoffwechselerkran-kung, bei der es zu einer Anreicherung von Cystin in bestimmten Organen kommt. Im Kindesalter beginnt die Erkrankung oft mit unspezifischen All-gemeinsymptomen, die schwer einzuordnen sind, wie Erbrechen, Appetit-losigkeit, großem Durst oder verzögertem Wachstum. „Wenn Kinder mit Cystinose nicht frühzeitig umfassend behandelt werden, kann es zu erheb-lichen Organschädigungen kommen. Die Patienten sind auf gebündelte Expertise, die in einem Zentrum angeboten wird, angewiesen“, sagt Katha-rina Hohenfellner, leitende Ärztin der Kindernephrologie Traunstein. Die Cystinose-Selbsthilfe und die Kindernephrologie Traunstein erarbeiteten ein gemeinsames Konzept, welches 2012 in Traunstein in Form einer interdis-ziplinären Sprechstunde umgesetzt wurde. Ziel war es, dieser Systemer-krankung, die viele Organe betrifft, durch die Einbindung von mehreren Fachrichtungen gerecht zu werden.

Unterstützt wird dieses Projekt von Herrn Prof. Dr. Erik Harms, ehemaliger Direktor der Universitäts-Kinderklinik Münster, der seine langjährige klini-sche und wissenschaftliche Erfahrung mit dieser Erkrankung einbringt. Für Patienten mit Cystinose ist es wichtig, eine feste Anlaufstelle zu haben, an der man sich mit den vielfältigen Problemen dieser seltenen Erkrankung auskennt. Zugleich wünschen sie sich auch wohnortnah einen ärztlichen Ansprechpartner. Diese Ärzte benötigen Experten an ihrer Seite, um ihren vielleicht einzigen Cystinose-Patienten angemessen versorgen zu können.
Das Zentrum informiert sowohl Ärzte als auch Patienten über den Stand der Forschung und das Anstoßen neuer Forschungsprojekte. Claudia Spro-edt von der Cystinose-Selbsthilfe e.V. sagt: „Auch wir brauchen feste An-sprechpartner, um Fragen unserer Mitglieder und anderer Ratsuchender kompetent beantworten zu können.“


Einrichtung mit Vorbildfunktion
In Deutschland gibt es lediglich rund 120 Patienten mit Cystinose. Das Cystinose-Zentrum Traunstein ist deutschlandweit die einzige interdiszipli-näre Einrichtung für diese Erkrankung. Sie ist zuständig für Kinder und für Erwachsene. „Das Zentrum wird sowohl von den Patienten als auch von vielen Ärzten sehr gut angenommen und ist vorbildhaft für weitere Zentren im Bereich der seltenen Erkrankungen“, erklärt Ulrike Seyfarth (Hyperinsu-linismus e.V.) von der Jury des achse-central-Preises. „Die Betroffenen wünschen sich genau diese kompetente, fachübergreifende und langfristige Versorgung.“

Engagement für eine bessere Versorgung
Mit dem achse-central-Preis engagieren sich die ACHSE (Allianz Chroni-scher Seltener Erkrankungen) und die Central Krankenversicherung ge-meinsam für eine verbesserte Behandlung und Betreuung von Menschen mit seltenen Erkrankungen. Die Jury des achse-central-Preises setzt sich aus renommierten Vertretern aus Gesundheitsmanagement, Public Health, Medizin, Patientenvertretung und Wissenschaftsjournalismus zusammen. Die Auszeichnung wird vom Generali Zukunftsfonds unterstützt und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Preisverleihung in Traunstein
Die Preisverleihung findet am 30. Juni 2014 im Rahmen der Cystinose-Patiententage im Cystinose-Zentrum Traunstein statt. Interessierte Medien-vertreter wenden sich bitte an:
Informationen zum achse-central-Preis: www.central.de/achse-central-preis.

ACHSE e. V.
Die ACHSE ist ein Netzwerk von derzeit 120 Patientenorganisationen, die Kinder und Erwachsene mit chronischen seltenen Erkrankungen und ihre Angehörigen vertreten. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die „Waisen der Medizin“ und ihre spezifischen Probleme in den Fokus der Aufmerk-samkeit zu rücken. Durch Initiativen wie die Beratung betroffener Men-schen, einem patientenorientierten Informationsportal im Internet, der ACHSE-Lotsin an der Charité, die Ärzte bei der Diagnosesuche und im Umgang mit Seltenen Erkrankungen berät, durch Öffentlichkeitsarbeit und gesundheitspolitische Interessenvertretung werden konkrete Hilfestellungen für erkrankte Menschen angeboten.

15.04.2014 Klinikum Traunstein

Techniker Krankenkasse zeichnete das Klinikum Traunstein mit Qualitätszertifikat aus

Die Qualität liegt über dem Bundesdurchschnitt

Für seine hohe Patientenzufriedenheit erhielt das Klinikum Traunstein als eines von drei Krankenhäusern in Südostbayern und 25 in Oberbayern das Qualitätszertifikat der Techniker Krankenkasse (TK). Die Urkunde übergab Hans Stopperich, Leiter der TK für Südostbayern, dem Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, Stefan Nowack, und dem Ärztlichen Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Rupert Ketterl. „Dahinter steht der unermüdliche Einsatz unserer Mitarbeiter. Wir kümmern uns um Qualität und haben in unsere Kliniken hohe Summen investiert“, erklärte Nowack.
Bei einer aktuellen Umfrage der TK unter ihren Versicherten übertraf das Klinikum Traunstein in allen fünf Kategorien den Bundesdurchschnitt. In ganz Bayern werden 63 von 124 bewerteten Krankenhäusern ausgezeichnet. Die Rücklaufquote der Fragebögen betrug in Bayern 59 Prozent, auf Bundesebene 57 Prozent. Voraussetzung für eine Bewertung waren mindestens 150 an der Patientenbefragung teilnehmende TK-Versicherte in einem Krankenhaus. Bewertet wurden die allgemeine Zufriedenheit, das Behandlungsergebnis, die medizinisch-pflegerische Versorgung, die Information und Kommunikation mit den Patienten sowie die Organisation und Unterbringung im Krankenhaus. Den höchsten Wert mit 83 Prozent erreichte das größte Haus im Verbund der Kliniken Südostbayern AG bei der allgemeinen Patientenzufriedenheit. Fast vier Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt. Noch größer ist der Abstand bei der Organisation und Unterbringung. Die 77,5 Prozent bedeuten ein Plus gegenüber dem Bund von 4,2 Prozent. Bundesweit haben mehr als 230 000 Patienten aus 1024 Krankenhäusern geantwortet.
„Mit unserem Qualitätszertifikat honorieren wir Kliniken, die sich für eine hohe Patientenzufriedenheit einsetzen“, sagte Stopperich. Für die Auswertung wurden im Klinikum Traunstein rund 4500 Antworten von über 200 Versicherten berücksichtigt. Die besonderen Stärken des Krankenhauses waren die Pflegekräfte, die sich Zeit für die Patienten nehmen, und die Ärzte, die deren Fragen verständlich beantworteten. Punkten konnte das Klinikum auch in den Kategorien Sauberkeit und Unterhaltungsangebot.
Sehr erfreulich fand Nowack die Tatsache, dass neun von zehn Patienten sich wieder in Traunstein behandeln lassen würden. Der Vorstand der Kliniken Südostbayern AG weiter: „Fast genauso viele Patienten würden unsere Klinik auch Familienangehörigen und Freunden empfehlen. Die Patienten honorieren auf diese Weise unsere ständigen Bemühungen für eine hohe Qualität.“ Zum Rückgang der Zufriedenheitswerte seit der letzten Befragung auf die Frage „Waren Sie mit den Vorbereitungen auf die Entlassung zufrieden?“ meinte er, der Grund dafür liege wohl im großen Entlassungsdruck aufgrund der ständig hohen Belegung des Klinikums. Zum Rückgang der Werte bei der Frage „Waren die Pflegekräfte sehr gut über meine Vorgeschichte auf die Entlassung zufrieden“ erklärte Qualitätsmanager Reinhold Frank, man habe seit dem vergangenen Jahr ein Projektauf dem Weg gebracht, um die Kommunikation mit gemeinsamen Visiten von Ärzten und Pflegekräften zu verbessern. Es sei ein zeitlicher „Visitenkorridor“ geschaffen worden, damit die Pflege ihre Arbeit so einrichten könne, um an den Visiten teilnehmen zu können.
Stopperich wies darauf hin, dass in Bayern die Qualität der Kliniken im Schnitt ein Prozentpunkt höher sei als auf Bundesebene. Dem Traunsteiner Klinikum habe beim Behandlungsergebnis nur 0,6 Prozent gefehlt, um auch diese höhere Marke im Freistaat noch zu übertreffen. Für Prof. Dr. Ketterl war dies ein Ansporn, um bei der nächsten Patientenbefragung in rund zwei Jahren auch noch im Vergleich zu den bayerischen Kliniken überdurchschnittlich abzuschneiden. Stopperich stellte dazu fest, die TK habe seit 2007 einen Klinikführer, da sich in Bayern zwei Drittel, im Bund sogar 80 Prozent der Patienten mehr Informationsquellen wünschten. Ziel des TK-Klinikführers es sei ebenfalls, die Klinikqualität durch eine transparente Darstellung stetig zu steigern. Dies sei umso wichtiger, da die politischen Entscheider bereits darüber nachdächten, künftig die Vergütung der Klinikleistungen an Qualitätsleistungen zu koppeln. Das Klinikum Traunstein könne dann auf dem bereits bisher Erreichten aufbauen.
14.04.2014 - Kreisklinik Berchtesgaden

Großes Interesse beim Tag der Offenen Tür in Berchtesgaden

Umfangreiches Programm und Blick hinter die Kulissen lockten hunderte Besucher am Tag der offenen Tür an

Sehr gut besucht war der Tag der offenen Tür in der Kreisklinik Berchtesgaden. Hunderte Besucher interessierten sich für das, was ein Krankenhaus unter anderem auch hinter den Kulissen zu bieten hat. Anlass war, der Bevölkerung nach Beendigung der Umbau- und Sanierungsarbeiten die „runderneuerte Kreisklinik“ zu präsentieren.
Die Bayernwelle Südost sendete bereits eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung live aus der Klinik. Landrat Georg Grabner und Vorstand Stefan Nowack begrüßten die Zuhörer und waren sichtlich stolz, was für ein Schmuckstück aus der Kreisklinik geworden ist. Chefärzte und Abteilungsleitungen hatten die Gelegenheit ihren Bereich für diesen Tag über die Radiosendung anzukündigen.

Gleich in der neu gestalteten Eingangshalle dominierte ein sieben Quadratmeter großes, begehbares Magenmodel, an dem sich die Besucher über die verschiedenen Magenerkrankungen anschaulich informieren konnten.

Mitarbeiter gewährten den Besuchern mit Informationsmaterial, Schautafeln und Schaustücken sowie in persönlichen Gesprächen einen allumfassenden Einblick in den Klinikalltag.
Besonders Neugierig waren die Besucher des Tags der offenen Tür auf das operative Herzstück der Kreisklinik, den OP-Bereich. Mitarbeiter bauten dazu in einem Saal eine komplette authentisch wirkende Op-Szene mit Schaufensterpupen als Patient und OP-Schwester auf. Beeindruckt waren die Besucher nicht nur von den Räumlichkeiten sondern auch von den demonstrierten Operationsverfahren und –möglichkeiten. Das umfangreiche Endroprothetikmaterial, das von entsprechenden Firmen für diesen Tag zur Verfügung gestellt wurde, konnte von den Interessierten auch mal in die Hand genommen werden.
Die Anästhesie zeigte in den Op-Sälen und in ihrem neuen Aufwachraum die vielseitigen Möglichkeiten der Narkose und Schmerzbehandlung.

Die Innere Abteilung demonstrierte in der Endoskopie an einem echten (Schweine)-magen den Ablauf einer Magenspiegelung. Am großen Magenmodel in der Eingangshalle konnten die Besucher sich von Fachärzten das in der Endoskopie gesehene nochmals „überdimensional“ veranschaulichen lassen.

Die Radiologie zeigte ihren neu eingebauten Computertomographen (CT) und die Mitarbeiter der Abteilung konnten anhand von digitalen Röntgenbildern die Ergebnisse einer CT-Untersuchung erläutern.

Die Physikalische Abteilung stellte ihr Leistungsspektrum dar und man konnte auf einem speziell eingerichteten Parcours, ausgerüstet mit spezieller Brille und Gewichten an Beinen, ausprobieren, wie es sich anfüllen könnte sich als hochbetagter Mensch zu bewegen.
Die Abteilung für Geriatrische Rehabilitation stellte einen Teil ihrer Räumlichkeiten und ihr Leistungsspektrum vor. Insbesondere die Ergotherapeuten demonstrierten in großen Aufenthaltsraum der Abteilung ihre Hilfsmittel und backten in der „Patientenküche“ Kuchen, so wie sie es auch mit den Patienten in der Geriatrischen Reha tun.

Gelegenheit hatten die Besucher ferner, sich den Blutzucker und Blutdruck messen zu lassen und die Kenntnisse zur Reanimation aufzufrischen.
Etliche Dienste informierten an ihren Ständen über ihre Aufgaben bzw. Tätigkeiten: Der Sozialdienst, die Diabetesberatung, das Wundteam sowie die der Verein der Freunde und Förderer der Kreisklinik Berchtesgaden e.V. Das Bildungszentrum für Gesundheitsberufe informierte mit seinen Möglichkeiten der Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung. Die Berufsfachschule für Krankenpflege war mit einem guten Dutzend Auszubildenden vor Ort, um beim Blutdruck- und Blutzuckermessen zu unterstützen oder als „Model“ bei der Demonstration von Ultraschalluntersuchungen zur Verfügung zu stehen.
Die Mitarbeiter der Orthopädischen Praxis sowie der Gynäkologischen Praxis zeigten stolz ihre renovierten Räumlichkeiten.
Auch die jüngsten Besucher zeigten Interesse an der Kreisklinik, sie konnten sich unter anderem in der Notfallambulanz ihren Arm eingipsen lassen.

Die Haustechnik führte durch die sonst nicht so einfach begehbare neue Lüftungszentrale und erklärte den Besuchergruppen, wie aufwändig sogenannte Reinluft für den OP-Berich „produziert“ wird.

Kulinarisch versorgt wurden die Besucher vom Team der Krankenhauscafeteria mit indischen und bayerischen Spezialitäten sowie vielen selbst gebackenen Kuchen.

Musikalisch wurde der Tag von dem Trio „Libertango“ aus Salzburg untermalt. Die drei Musiker beeindruckten die Zuhörer mit Gitarre, Bass und Akkordeon durch Lebendigkeit und Spielfreude mit originellen, fetzigen, aber auch lyrischen Melodien und Improvisationen.

09.04.2014 - Kreisklinik Bad Reichenhall

Erweiterte Intensivstation geht in Betrieb

Modernste Überwachungstechnik in der Kreisklinik Bad Reichenhall

Nach einer Bauzeit von knapp drei Monaten wurde in der Kreisklinik Bad Reichenhall die Erweiterung der Intensivstation eröffnet. Im Zuge der Umstrukturierung wurde die Bettenkapazität von elf auf 16 Intensivbetten ausgebaut. Der Grund, neue Kapazitäten zu schaffen, war, dass die bestehende Intensivstation oft voll belegt war und dadurch in der Integrierten Leitstelle abgemeldet werden musste. Der Landkreis Berchtesgadener Land hat für die Baumaßnahme einen Investitionskostenzuschuss von 230.000 Euro bewilligt, mit dem die Bau- und Gerätekosten abgedeckt werden konnten.
In der bisherigen Intensivstation werden vorzugsweise Beatmungspatienten, Hämodialysepatienten sowie Patienten mit einem höheren pflegerischen Aufwand betreut. In der erweiterten Abteilung werden vermehrt überwachungsbedürftige und postoperative Intensivpatienten aufgenommen, die nicht beatmet werden müssen.
In der bestehenden Intensivstation wurden die Überwachungsmonitore durch die gleichen ersetzt, wie sie in der Erweiterung zum Einsatz kommen. Die Kosten für die sechs Überwachungsmonitore der erweiterten Intensivstation hat der Landkreis Berchtesgadener Land ebenfalls übernommen. Durch die Ausstattung mit den neuen Monitoren verfügt die Kreisklinik Bad Reichenhall jetzt über eine große Intensivstation mit modernster Überwachungstechnik. Wie bereits in der bisherigen Intensivstation ist auch in der Erweiterung eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch eine durchgängige Schichtbesetzung gewährleistet. Herzlichen Dank an Landrat Georg Grabner und dem Kreistag für die großzügige finanzielle Unterstützung.
19.03.2014 - Klinikum Traunstein

Bereits zum dritten Mal das Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“ verliehen

Hohe Qualitätskriterien in der Traunsteiner Kinderklinik

Kranke Kinder gehören in gute Kinderkliniken. Das wissen betroffene Eltern am besten. Ihr Wunsch ist die bestmögliche stationäre Versorgung ihres kranken Kindes in einer angemessenen Entfernung zum Wohnort. Damit Eltern selbst prüfen können, ob die für sie nächstliegende Kinderklinik die Qualitätskriterien einer gut geführten Kinderklinik erfüllt, wurde das Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“ entwickelt und bietet eine hervorragende Orientierungshilfe. Kinderkliniken, die diesen Stempel tragen möchten, müssen sich einer Qualitätsprüfung unterziehen. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin unter der Leitung von Privatdozent Dr. med. habil. Gerhard Wolf im Klinikum Traunstein hat sich dieser Qualitätsprüfung bereits zum dritten Mal freiwillig gestellt. Sie hat die zugrundeliegenden Kriterien ausnahmslos erfüllt und das entsprechende Gütesiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“ erhalten.
Um zu überprüfen, welche Kinderkliniken bzw. Abteilungen für Kinder- und Jugendmedizin diese Mindestanforderungen tatsächlich erfüllen, haben Vertreter verschiedener Fachverbände Checklisten zur Abfrage der Qualitätskriterien erarbeitet. Die Kliniken müssen ausnahmslos alle Standards für die multiprofessionelle und interdisziplinäre Versorgung erfüllen. Dies umfasst eine kontinuierliche kinderärztliche Besetzung, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger(-innen) sowie speziell für Kinder qualifizierte Teams aus dem pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Bereich. Die ausgezeichneten Kliniken müssen zeigen, dass sie nicht nur eine gute Basisversorgung anbieten, sondern auch Netzwerke aufgebaut haben, die eine gute Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen und schwerwiegenden Krankheitsbildern sicher stellen. Ferner müssen die Kinderkliniken nachweisen, dass sie kinder- und familienorientiert ausgerichtet sind. Dies zeigt sich unter anderem auch an Besuchsregelungen, dem Angebot einer Mitaufnahme eines Elternteils bei Säuglingen und Kleinkindern, der räumlichen Gestaltung oder die Erfüllung von Sicherheitskriterien.
„Unsere Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Traunstein hat auch in der dritten Bewertungsrunde den gestiegenen Prüfungsbedingungen standgehalten und die Prüfkriterien ausnahmslos erfüllt“, freute sich der Chefarzt Privatdozent Dr. Gerhard Wolf. „Strengere Anforderungen wurden insbesondere an den Pflegedienst gestellt. Seitens der Bewertungskommission wurde sehr darauf geachtet, dass mindestens 95 Prozent Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräfte in der patientennahen Pflege eingesetzt werden“, so Dr. Wolf weiter.
Wie beim TÜV gilt auch beim Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“: Die Qualitätskriterien nur ein bisschen zu erfüllen, reicht nicht aus. Nur wer ohne Mängel ist, hat das Gütesiegel verdient.

06.03.2014 - Kliniken Südostbayern

Kliniken Südostbayern AG ist der Klinik-Kompetenz-Bayern eG beigetreten

Klinikversorgung auf hohem Niveau durch Vernetzung

Die Kliniken Südostbayern AG ist dem Klinik-Verbund „Klinik-Kompetenz-Bayern eG“ (KKB) beigetreten. Ziel der im Januar 2011 gegründeten Genossenschaft ist es, die kommunalen und freigemeinnützigen Kliniken besser miteinander zu vernetzen. Dadurch soll die flächendeckende Klinikversorgung in Bayern dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert werden. Die KKB will die Wettbewerbsfähigkeit und die Marktposition der einzelnen Mitgliedskliniken durch Know-how-Transfer und Erfahrungsaustausch sowie durch Zusammenarbeit bei der Personalentwicklung stärken.
„Für uns alle stehen große Herausforderungen im Gesundheitswesen bevor. Da sind wir froh, wenn wir uns intensiv mit anderen austauschen können. Wir erhoffen uns von unserer Mitgliedschaft große Vorteile“, erklärte Klinik-Vorstand Stefan Nowack bei der Übergabe der Mitgliedsurkunde durch die KKB-Vorstände Josef Götz, Prof. Dr. Alexander Schraml und Jürgen Winter. Für die Kliniken Südostbayern AG stehen künftig zahlreiche Arbeitskreise und Wissenstransfers zur Verfügung. Die Themen der Projekte sind beispielsweise Controlling, Interne Revision, Hygiene, Einkauf, Personalentwicklung sowie Rechts- und Vertragswesen.
Dem freiwilligen Verbund sind derzeit 24 Krankenhausträger mit 50 kommunalen und freigemeinnützigen Kliniken in ganz Bayern angeschlossen. Die KKB tritt nicht in Konkurrenz zu bestehenden Krankenhaus- oder Kommunalverbänden auf, wie zum Beispiel zur Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), zum Verband der Krankenhausdirektoren (VKD), zum Bayerischen Städtetag bzw. Landkreistag auf, sondern sie kooperiert vielmehr mit diesen Verbänden und wird insbesondere in den Bereichen tätig, die von diesen Verbänden nicht erfasst werden.
Bayernweit repräsentiert die KKB 8500 Betten im akutstationären Bereich und 300 Reha-Betten. Der Verbund versorgt jährlich 950 000 Patienten. Insgesamt beschäftigen die Kliniken der Genossenschaft rund 22 300 Mitarbeiter. Der Gesamtumsatz liegt bei 1,35 Milliarden Euro.
28.01.2014 - Kliniken Südostbayern

Krankenhausmitarbeiter der Kliniken Südostbayern AG fühlen sich vom AOK-Bundesverband diffamiert

Unsere Kliniken sind so sicher wie nie

Die Mitarbeiter der Kliniken Südostbayern AG empfinden den Vorwurf des AOK-Bundesverbandes, dass jährlich tausende von Patienten aufgrund von Behandlungsfehlern in den Krankenhäusern zu Tode kämen, als Diffamierung. „Der Ärger in der Geschäftsführung und bei den Mitarbeitern unserer Kliniken über diese Äußerungen ist groß. „Sie fühlen sich dadurch auch persönlich angegriffen“, sagt Klinikenvorstand Stefan Nowack. Mit rein spekulativ aus internationalen Daten kalkulierten Zahlen beschädigt der AOK-Bundes­verband die Arbeit der Krankenhäuser und schürt Ängste bei den Patienten, die vor allem Vertrauen zu Ärzten und Pflegenden brauchen.
Die Mitarbeiter an den sechs Standorten der Kliniken Südostbayern AG leisten 365 Tage und 24 Stunden eine Rund-um-Versorgung und setzen sich maximal für die Betreuung und Sicherheit der Patienten ein. Allein stationär versorgten die Kliniken der KSOB AG im vergangenen Jahr über 56.000 Patienten. Dies bedeutet, dass statistisch gesehen jeder fünfte Einwohner der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land einmal pro Jahr stationär in den Kliniken der KSOB AG ist.

Vorstand Stefan Nowack betont, dass die Zahlen, mit denen der AOK-Bundesverband an die Öffentlichkeit ging, jeder Grundlage entbehrten. „Eine acht Jahre alte internationale Studie als Basis zu nehmen und auf die aktuellen Behandlungszahlen in Deutschland hochzurechnen, ist unverantwortlich.“

Behandlungsfehler, auch solche mit Todesfolge, kommen in den deutschen Krankenhäusern vor, stellt auch der Medizinische Direktor, Herr Prof. Dr. Bürger, klar. „Jedoch hatten wir noch nie höhere Sicherheitsstandards in den Kliniken. Sie können sich im internationalen Vergleich sehen lassen“ so Prof. Dr. Bürger. Die Kliniken Südostbayern AG hat gezielt Maßnahmen ergriffen und sehr große Anstrengungen unternommen, um solche Ereignisse zu verhindern. In den letzten Jahren wurden eine Reihe von Maßnahmen zur Patientensicherheit umgesetzt wie z. B.:

Regelmäßig stattfindende Qualitätskonferenzen mit den Chefärzten und Pflegekräften.
Anonymisierte Fehlermeldungen zur Meldung kritischer Vorfälle mit fachlicher Kommentierung zur zukünftigen Vermeidung solcher Vorfälle - wie in der Luftfahrt üblich.
Komplikationsbesprechungen sowie spezielle Besprechungen kritischer Fälle.
Time-out im OP, das heißt Innehalten vor dem OP-Beginn zu nochmaligen Kontrolle aller wichtigen Eckdaten wie: richtiger Patient, korrekte Operation mit der korrekten Lokalisation, ist in der KSOB AG Standard.
Zählkontrollen im OP, wie beispielsweise von Tüchern und Instrumenten sind schon immer selbstverständlich.
Patientenarmbänder zur sicheren Patientenidentifizierung sind seit Jahren im Einsatz.
Die seit Jahren in der KSOB AG chefärztlich besetzte Krankenhaushygiene mit Frau Prof. Dr. Kappstein und chefärztlich geleitete klinischen Infektiologie mit Herrn Prof. Dr. Glück setzen seit Jahren höchste Maßstäbe in den Kliniken.
Diese Liste ließe sich, laut Vorstand Nowack, noch viel weiter ausführen und dies alles zu ignorieren und mit Hinweis auf eine veraltete Studie plakativ von 19.000 Toten im Jahr zu sprechen, sei unverantwortlich.

„Nie war die Bereitschaft der Krankenhäuser größer, Qualität und Sicherheit weiterzuentwickeln. Um weitere Verbesserungen zu erreichen, ist es erforderlich, dass die Krankenkassen auch die finanziellen Mittel für eine angemessene Personalausstattung und ein Qualitätsmanagement zur Verfügung stellen, anstatt den Sparzwang zu erhöhen und die Qualität anzuprangern“, führte der Klinikenvorstand aus.

23.01.2014 - Kreisklinik Trostberg

Der Gesundheitstag für Mitarbeiter in der Kreisklinik Trostberg war ein Erfolg

Das ganze Jahr über kümmern sich die Mitarbeiter der Kreisklinik Trostberg um die Gesundheit ihrer Patienten. Jetzt hatten sie beim Gesundheitstag für Mitarbeiter die Gelegenheit, einmal etwas für ihre eigene Gesundheit zu tun. Der Gesundheitstag entstand durch eine Projektarbeit von Angelika Breitenlohner im Rahmen ihres Stationsleiterlehrgangs und wurde sehr gut in Anspruch genommen. Informiert wurde über gesunde Ernährung mit Brotaufstrichen und Smoothies sowie mit gesunden und regionalen Produkten. Themen waren ferner Stressbewältigung und Entspannung sowie Suchtprävention. Beratung gab es zum Thema Impf- und Hautschutz. Daneben konnten sich die Mitarbeiter ihre Augen testen sowie den Blut- und Venendruck messen lassen. Tipps gab es ebenfalls für die Selbsthilfe zur Rückengesundheit. In der Physikalischen Abteilung wurden unter anderem Übungen aus der Life Kinetik, zur progressiven Muskelentspannung und beruhigende Bauchatmung zum Mitmachen angeboten.
17.01.2014 - Klinikum Traunstein

Klinikum Traunstein erhält die BG-Zulassung zur Behandlung von Schwerstverletzten

Versorgungsqualität und Versorgungskapazität vorhanden

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat zum 1. Januar eine Neuordnung der Behandlung von Verletzten mit Arbeitsunfällen und Arbeitswegeunfällen eingeführt. Wesentlicher Inhalt der Neuordnung ist eine dreistufige Gliederung der akutstationären Versorgungen.
Neben den bereits bestehenden Regelungen und Zulassungen zur Behandlung von Arbeitsunfällen wurde ein neues Verfahren zur Versorgung von Schwerst- und Komplexfällen, das Schwerstverletztenverfahren, eingeführt. Dies bedeutet, dass Patienten mit bestimmten, festgelegten Erkrankungen und Verletzungen nur an bestimmten Kliniken behandelt werden können. Die Liste dieser Verletzungen reicht dabei von schweren Schädel-Hirn-, Wirbelsäulen-, Becken- und Extremitätenverletzungen bis hin zu schweren Handverletzungen.
In Bayern wurden für diese Versorgungen zwölf Kliniken zugelassen. Neben den fünf bayerischen Universitätskliniken und der BG-Unfallklinik in Murnau wurde eine Zulassung für die Kliniken in Augsburg, Aschaffenburg, Bamberg, Ingolstadt, Nürnberg und Traunstein ausgesprochen.
Entscheidend für die Zulassung waren die in den Kliniken bestehenden Voraussetzungen zur Behandlung von Schwerstverletzten. Die notwendige Infrastruktur, organisatorischen Abläufe und Kooperation der einzelnen Abteilungen und Bereiche sowie die Versorgungsqualität von Schwer- und Schwerstverletzten wurden dabei überprüft. Ähnlich wie bei der erst kürzlich erfolgten Zertifizierung des Klinikums Traunstein zu einem überregionalen Traumazentrum der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (wir berichteten) sahen die Verantwortlichen des Landesverbands Südost der Berufsgenossenschaften die erforderlichen Ansprüche in der Versorgungsqualität und der Versorgungskapazität im Klinikum Traunstein gegeben.
Die Zulassung wurde für die nächsten fünf Jahre ausgesprochen. Für das Klinikum Traunstein bedeutet dies, dass Patienten mit Arbeitsunfällen uneingeschränkt bezüglich ihrer Verletzungsart und -schwere behandelt werden können. Auch besteht eine Verpflichtung zur Mit- oder Weiterbehandlung von Patienten mit bestimmten Verletzungsmustern, die in anderen Kliniken ohne Zulassung zum Schwerstverletztenverfahren
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