Onkologisches Zentrum Traunstein

Aktuelles

SAVE THE DATE - 16. November 2019

11. Chiemgauer Fortbildung für Medizinische Fachangestellte in der Onkologie

Samstag, 16. November 2019 von 9:30 bis 16:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Hotel Gut Ising, Kirchberg 3, 83339 Chieming


05. Juni 2019

Fortbildung von Gemeinsam gegen den Krebs e.V.

in Zusammenarbeit
mit dem Onkologischen Zentrum Traunstein und dem Ärztlichen
Kreisverband Traunstein

Mittwoch, 5. Juni 2019 von 19 Uhr bis 20.30 Uhr
(2 Punkte bei der BLÄK beantragt)
in der Aula des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe (Herzog-Friedrich-Straße 6)

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April 2019

Gemeinsam können Krebsspezialisten bessere Ergebnisse erzielen

Pressemitteilung zum "Chiemgauer Krebskongress" mit Onkologen, Hausärzten und Fachpflegern

Zum 14. Mal fand auf Gut Ising der „Chiemgauer Krebskongress“ des Onkologischen Zentrums Traunstein statt. Als Moderator führte Dr. Thomas Kubin, Chefarzt der Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin im Klinikum Traunstein und neuer Sprecher des Onkologischen Zentrums Traunstein, durch das hochinteressante Programm.
Zum 14. Mal fand auf Gut Ising der „Chiemgauer Krebskongress“ des Onkologischen Zentrums Traunstein statt. Als Moderator führte Dr. Thomas Kubin, Chefarzt der Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin im Klinikum Traunstein und neuer Sprecher des Onkologischen Zentrums Traunstein, durch das hochinteressante Programm.

Unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Krebsgesellschaft und mit Unterstützung des Tumorzentrums München fand auf Gut Ising der „14. Chiemgauer Krebskongress“ des Onkologischen Zentrums Traunstein statt. Trotz Wochenende und schönstem Wetters waren rund 100 begeisterte Teilnehmer, überwiegend Onkologen, Internisten und Hausärzte, aber auch onkologische Fachpflegekräfte und Studienassistentinnen gekommen, um sich über „Aktuelles aus dem Onkologischen Zentrum Traunstein“ zu informieren. mehr...

Das Klinikum Traunstein wurde nach intensiver Aufbauarbeit zusammen mit seinen Kooperationspartnern bereits 2013 von der Deutschen Krebsgesellschaft zum Onkologischen Zentrum zertifiziert. Die Vorträge des „Chiemgauer Krebskongresses“ orientierten sich dieses Jahr gemäß seinem Motto inhaltlich an den einzelnen Organzentren, die unter dem Dach des Onkologischen Zentrums tätig sind. Zudem konnte das Spektrum durch weitere Schwerpunktbildungen wie Neurochirurgie oder Schilddrüsenchirurgie erweitert werden.
Moderator Dr. Thomas Kubin, Chefarzt der Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin im Klinikum Traunstein und neuer Sprecher des Onkologischen Zentrums Traunstein, der den traditionsreichen „Chiemgauer Krebskongress“ mit PD Dr. Rolf Schauer organisiert und das Programm zusammengestellt hatte, betonte, dass Krebs heutzutage überwiegend fachübergreifend (interdisziplinär) therapiert wird. Kein Mediziner könne alles behandeln. Krebsspezialisten könnten  gemeinsam bessere Behandlungsergebnisse liefern.
Während des „Chiemgauer Krebskongresses“ wurde deutlich, welche gewaltigen Fortschritte in der Krebstherapie inzwischen gemacht wurden, sowohl in der Früherkennung als auch im Hinblick auf das große Ziel der Heilung. Zum Beispiel durch die Immuntherapie, über die Prof. Dr. Dr. Michael von Bergwelt, Direktor der 3. Medizinischen Klinik vom Klinikum in München-Großhadern in einem spannenden Vortrag berichtete. Bei der Immuntherapie wird das körpereigene Abwehrsystem stimuliert, damit der Organismus des Patienten die Krebserkrankung selbst bekämpfen bzw. seine Weiterentwicklung verhindern kann. Durch spezielle Antikörper (z.B. PD-1-Checkpoint-Inhibitoren) oder Genmanipulationen von körpereigenen Abwehrzellen (z.B. CAR-T-Zellen) kann die Immunabwehr deutlich gesteigert werden. Dadurch würden bereits erhebliche Fortschritte gemacht, so Prof. von Bergwelt. Auch in Traunstein werden solche Behandlungen bereits mit Erfolg eingesetzt. 


Ebenso haben die Updates zur Behandlung von Lungenkrebs in den vergangen Jahren so große Fortschritte gemacht, dass er von einer schlecht behandelbaren zu einer teilweise ganz gut behandelbaren Erkrankung geworden ist, wie aus dem Vortrag von Prof. Dr. Frank Griesinger vom Pius-Hospital in Oldenburg hervorging. Deshalb mussten die aktualisierten Leitlinien zur Behandlung von Lungenkrebs 2018 gleich zweimal upgedatet werden. Die nächsten Neuerungen stünden in diesem Jahr bereits vor der Tür, sagte der Ordinarius für internistische Onkologie der Universität Oldenburg.


Chefarzt Dr. Joachim Deuble vom deutschen Schilddrüsenzentrum am Standort Trostberg informierte umfassend über die Behandlung von Schilddrüsenkrebs in seinen verschiedenen Facetten. Auch bei den Hirntumoren sind laut PD Dr. Jens Rachinger vom Neurozentrum Traunstein Operationen immer noch der wichtigste Therapieschritt. Durch bessere Überwachung (Monitoring) und neue Bildgebungsverfahren während der laufenden Operation verlaufen diese Eingriffe viel präziser, sodass die Nebenwirkungen solcher sehr diffiziler Operationen nun deutlich vermindert werden können.
Mit der Frage, ob Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) vermeidbar ist, beschäftigte sich der Vortrag von Chefarzt Prof. Dr. Christian Schindlbeck vom Gynäkologischen Krebszentrum Traunstein. Man habe erkannt, dass manche Karzinome durch Viren (sog. HPV-Viren) ausgelöst würden, so Prof. Schindlbeck. Prof. Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungsinstitut in Heidelberg habe 2008 für die Entdeckung dieses Zusammenhangs den Nobelpreis für Medizin erhalten. Es sollen deswegen nunmehr alle Kinder gegen diese Viren geimpft werden, damit sich die Häufigkeit dieser Tumoren stark vermindert.
PD Dr. Rolf Schauer, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Klinikum Traunstein, legte in seinen Ausführungen dar, dass entgegen früherer Meinungen beim Wiederauftreten (Rezidiv) von Dickdarmkarzinomen durch eine Operation von Metastasen, beispielsweise in der Leber und dem geschickten Einsatz einer Chemotherapie immer noch Heilungen möglich sind.

Abschließend kündigt Dr. Kubin an, dass diese erfolgreiche Veranstaltung weiter jährlich fortgesetzt wird und zusätzlich wieder ein großer Patiententag vom onkologischen Zentrum Traunstein für nächstes Jahr geplant ist.

30.03.2019

14. Chiemgauer Krebskongress

im Gut Ising am Chiemsee

Dipl. Sozialpädagoge (m/w/d) gesucht

Für die neue Außensprechstunde der Krebsberatungsstelle München in Traunstein in Kooperation mit „Gemeinsam gegen den Krebs e.V.“ suchen wir ab sofort einen Dipl. Sozialpädagogen (m/w/d)


Januar 2019

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. begrüßt neue Nutzenbewertung für PSA-Test

Presseinformation

Berlin. Das Ringen um den PSA-Test in der Früherkennung des Prostatakarzinoms geht in eine neue Runde: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Einleitung eines Beratungsverfahrens zur Bewertung eines Prostatakrebs-Screenings mittels Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) auf seiner Sitzung am 20. Dezember 2018 beschlossen. Damit wurde der entsprechende Antrag der Patientenvertretung im G-BA vom Oktober 2018 angenommen. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) begrüßt den Beschluss des G-BA wie auch die Initiative der Patientenvertretung, insbesondere des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS), die den Antrag eingebracht hat.

Hintergrund ist, dass zur Früherkennung eines frühen Prostatakarzinoms alle wissenschaftlichen urologischen Fachgesellschaften national und international neben der rektalen Tastuntersuchung die Durchführung eines PSA-Testes empfehlen. Trotz dieser eindeutigen Positionierung der Fachexperten gilt in Deutschland der PSA-Test nicht als Teil der sogenannten "gesetzlichen Vorsorge" (Früherkennung) und muss deshalb von Patienten gegebenenfalls selbst bezahlt werden. Da eine unkritische Anwendung des PSA-Testes zur "Überdiagnose" von Prostatakrebs führen kann und damit auch zur "Übertherapie", haben sich in der Vergangenheit Experten anderer Fachgesellschaften, insbesondere Epidemiologen und Gesundheitsökonomen, gegen den PSA-Test als Früherkennungsmaßnahme ausgesprochen.

In diesem jahrelangen Streit wurde als Argument immer angeführt, dass die internationale Datenlage bislang keine Senkung der Mortalität am Prostatakarzinom durch PSA-basierte Früherkennung habe nachweisen können. Die DGU hat dabei stets kritisiert, dass eine Senkung der Mortalität zwar ein statistisch wichtiger, aber nicht der entscheidende Parameter bei einer Krebserkrankung mit jahrelanger Laufzeit auch bei Progression der Erkrankung sein dürfe. Entscheidend sei die Betrachtung des Parameters der Entwicklung einer metastasierten Erkrankung, denn diese bedeute Therapie, Nebenwirkungen sowie menschliches Leid und ist mit immensen Kosten für Bildgebung und medikamentöse Therapie verbunden. Diese Argumente wurden bislang von den Kritikern der PSA-basierten Früherkennung in den Wind geschlagen.

Neuere Daten aus Langzeitstudien haben nun aber auch eine deutliche Senkung der Mortalität am Prostatakarzinom durch Therapie nachweisen können. Dies ist beim Prostatakrebs tatsächlich nur in Studien mit sehr langer Laufzeit möglich. Dass diese Nachweise jetzt vorliegen, sollte dazu führen, dass eine Neubewertung erfolgt. Dazu ist der G-BA durch den Antrag des BPS aufgefordert worden. "Aufgrund der neuen Datenlage sollte man ein positives Votum der Gremien erwarten dürfen", sagt DGU-Präsident Prof. Dr. Oliver Hakenberg.

Bei einer positiven Bewertung durch den G-BA würde der PSA-Test im Rahmen der Früherkennung wohl als GKV-Leistung anerkannt werden müssen. Die federführend von der DGU erstellte "S3-Leitlinie zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms" empfiehlt schon jetzt, dass Männer über 45 Jahre und einer Lebenserwartung von mehr als zehn Jahren über die Früherkennung zum Prostatakrebs informiert werden und ihnen, wenn sie diese wünschen, auch der PSA-Test empfohlen wird.

Es ist auch kein Zufall, dass die Notwendigkeit des PSA-Testes von den medizinischen Praktikern bezüglich des Prostatakarzinoms, den Urologen, und den betroffenen Patienten, den Vertretern der Prostatakrebskranken, sehr deutlich gesehen wird, während Theoretiker der Medizin wie Statistiker und Epidemiologen Vorbehalte sehen. Die DGU begrüßt es daher ausdrücklich, dass eine neue wissenschaftliche Evaluation der aktuellen Datenlage vorgenommen werden wird. "Die DGU wird diesen Prozess begleiten und sich spätestens im Stellungnahmeverfahren aktiv einbringen", sagt DGU-Generalsekretär Prof. Dr. Maurice Stephan Michel.

Nach dem G-BA-Beschluss ist zunächst die Beauftragung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG) zur Nutzenbewertung des PSA-Tests als Früherkennungsmaßnahme vorgesehen. Der Abschlussbericht des IQWiG soll im September 2020 vorliegen. Dem folgt ein weiterer Bewertungs- und Abwägungsprozess einschließlich Stellungnahmeverfahren. Die Beschlussfassung ist laut Zeitplan des G-BA zum PSA-Screening für Januar 2022 geplant.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. 


12.11.2018

Bericht vom Europäischen Krebskongress ESMO 2018 in München

Kombinationstherapien mit Immuntherapien sind im Kommen

Inzwischen gibt es zwei, fast gleichwertige, große, internationale Kongresse für Onkologie, auf denen Ergebnisse neuer Arzneimittel und Therapiemöglichkeiten für die Krebstherapie vorgestellt werden: Anfang Juni der amerikanische Krebskongress ASCO in Chicago und im Herbst der europäische Krebskongress ESMO in wechselnden europäischen Großstädten.
Diesmal war es für die deutschen Onkologen ein Heimspiel. In den weiten Messehallen von München traf sich die onkologische Welt. 28.000 Teilnehmer aus insgesamt 138 Länder der Erde haben sich informiert und ausgetauscht was es Neues in Entwicklung und klinischer Anwendung gibt. mehr...

In gut 4 Tagen wurden in über 300 Sitzungen mehr als 1500 Vorträge gehalten und 2052 neu eingereichte Abstracts diskutiert. Im Durchschnitt wurden 10 bis max. 20 Sitzungen gleichzeitig abgehalten, um das umfangreiche Programm ausreichend darzustellen. Bei 66 Late-breaking Abstracts gab es eine Reihe von neuen Daten, die die zukünftige Therapie von Krebserkrankungen sofort oder in naher Zukunft verändern werden. Besonders wichtige Erkenntnisse sind dann praktisch simultan als Veröffentlichungen in den höchstrangigen medizinischen Zeitschriften wie dem „New England Journal of Medicine“ oder dem „Lancet“ übers Internet der medizinischen Fachwelt weltweit zugänglich gemacht worden. 

Ein Trend in der systemischen Tumortherapie ist nach der erfolgreichen Positionierung zahlreicher gezielt auf bestimmte Zellstrukturen wirkender Arzneimittel und Immuntherapeutika in der Monotherapie jetzt die zweite Welle mit Kombinationstherapien von gleichen oder unterschiedlichen Wirkprinzipien. Vor allem zum Nierenzellkarzinom, aber auch beim Melanom, beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom und jetzt beim triple negativen Mammakarzinom liegen die ersten Daten von Phase-III-Studien zur Überlegenheit von Kombinationen gegenüber Monotherapien vor.

Im Folgenden ist eine Auswahl an besonders wichtigen Beiträgen in Ihren Kernaussagen zusammengefasst. Diese bedeutenden Studien wurden in den sogenannten täglich einmal stattfindenden „Presidential Symposia“ in einem Saal mit über 6000 Sitzplätzen vorgestellt, die teilweise übervoll besucht waren.

Mammakarzinom: Bei den Patientinnen mit dem ungünstig verlaufenden Subtyp eines triple negativen Mammakarzinoms gibt es nun neue Hoffnung in der Behandlung. In der Erstlinientherapie steigert die Hinzunahme des Immuntherapeutikums Atezolizumab (Antikörper gegen PD-L1) bei Patientinnen mit PDL1-positiven Tumoren (= Subgruppe) das progressionsfreie Überleben von 5,0 auf 7,5 Monate, der Vorteil für das Gesamtüberleben ist wie bei allen Immuntherapien deutlich größer, nämlich mit einem Vorteil von 9,5 Monaten von 15,5 auf 25,0 Monaten im Mittel.

Beim metastasierten Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom zeigt eine Analyse nun auch in der Zweitlinientherapie mit dem CDK 4/6-Hemmer Palbociclib in Kombination mit dem Antiöstrogen Fulvestrant einen Trend zur Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit im Vergleich zur alleinigen antihormonellen Therapie.  

Ovarialkarzinom: Bei Patientinnen mit fortgeschrittenem, BRCA 1 oder 2-mutiertem Ovarialkarzinom, die auf eine platinhaltige Erstlinientherapie angesprochen hatten, führt der PARP-Inhibitor Olaparib als Erhaltung zu einer Verlängerung des progressionsfreien Überlebens. Dies war bislang nur als Erhaltungstherapie in der Zweitlinienbehandlung gezeigt worden. Dabei wird das progressionsfreie Überleben nach 3 Jahren von 35 auf 69% der Patientinnen erhöht, was statistisch hochpositiv ist (HR 0,28) und nochmals deutlich besser als beim Einsatz dieser Therapie in der Zweitlinie.

Prostatakarzinom: Bei Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakarzinom führt die Hinzunahme von Abirateron (selektiver Inhibitor des Enzyms „Steroid-17α-Hydroxylase“ zur Hemmung der Hormon-Biosynthese von Androgenen und Östrogenen) zur hormonablativen Therapie mit GnRH-Analoga sowohl bei Patienten mit hoher als jetzt auch mit niedriger Tumorlast zu einer Verlängerung der progressionsfreien und der Gesamtüberlebenszeit. Dabei wird der Anteil der Patienten, die nach 3 Jahren noch ohne Progression sind von 31,6 auf 75,5% erhöht (HR 0,24), was einem vergleichbar guten Vorteil wie bei hoher Tumorlast (HR 0,31) entspricht.

Bei Patienten mit primär metastasiertem Prostatakarzinom führt eine Bestrahlung des Primärtumors nicht zu einer Verlängerung der Überlebenszeit.

Nierenzellkarzinom: Die Kombination von dem Multityrosinkinase-Inhibitor Axitinib + dem Immuntherapeutikum (PD-L1-Antikörper) Avelumab in der Erstlinientherapie führt bei Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom in allen Risikogruppen zu einer Steigerung der Remissionsrate (51,4 versus 25,7%) und zur Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (13,8 versus 8,4 Monaten) gegenüber dem Multityrosinkinase-Inhibitor Sunitinib alleine, der bisher eine Standardtherapie ist.

Kopf-Hals-Tumore: Bei rezidivierten/metastasierten Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich kann das Immuntherapeutikum Pembrolizumab (PD1-Inhibitor) allein oder in Kombination mit Chemotherapie zu einer Verlängerung der Überlebenszeit führen, allerdings im Median lediglich von 10,7 auf 13,0 Monate im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie mit Chemotherapie und dem EGFR-Antikörper Cetuximab. Interessant ist die Erhöhung der Ansprechrate auf den Tumor durch Hinzunahme der Chemotherapie zur Immuntherapie von 17 auf 36%.

Eine lange unbeantwortete Frage, ob Patienten mit HNO-Tumoren bei einer kurativen Bestrahlung mehr von einer parallel gegebenen Chemotherapie mit Cisplatin oder alternativ von dem EGFR-Antikörper Cetuximab profitieren wurde nun zumindest für Oropharynxkarzinome beantwortet: Das Überleben nach 2 Jahren war im direkten Vergleich schlechter mit dem Antikörper (89,4%) als mit der strahlensensibilisierenden Chemotherapie (97,5%).   

Natürlich gab es viele weitere spannende Ergebnisse zu sehr vielen weiteren Tumorentitäten.

Weiterführende Informationen können Sie erhalten unter https://www.esmo.org/Conferences/ESMO-2018-Congressoder in Zusammenfassung auch unter den deutschen Fachgesellschaften DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) oder DKG (Deutsche Krebsgesellschaft).

Dr. Thomas Kubin,  Abteilung Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin

September 2017

Herausragende Auszeichnung für das Prostatakrebszentrum Traunstein

Urologische Krebstherapie auf höchstem Niveau

(von links): Prof. Dr. T. Kälble, Präsident der Dt. Gesellschaft für Urologie, Dr. T. Hofmann, Prostatakrebszentrum Traunstein
(von links): Prof. Dr. T. Kälble, Präsident der Dt. Gesellschaft für Urologie, Dr. T. Hofmann, Prostatakrebszentrum Traunstein

Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Dresden Ende September, mit 7000 Teilnehmern immerhin der drittgrößte urologische Fachkongress weltweit, wurde das „Prostatakrebszentrum Traunstein“ mit dem renommierten Alexander-von-Lichtenberg-Preis ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich von einer Fachjury an niedergelassene urologische Projekte vergeben, die einer verantwortungsbewussten und qualitätsorientierten sektorenübergreifenden, regionalen fachmedizinischen Versorgung in vorbildlicher Weise gerecht werden.

Das prämierte Traunsteiner Projekt
Untersuchungen aus den U.S.A. lassen den Rückschluss zu, dass durch die Behandlung in Krebszentren bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom (Pca), eine Verbesserung des Überlebens erzielt werden kann. Vor diesem Hintergrund ist die Anzahl der von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Prostatakrebszentren in Deutschland kontinuierlich auf 97 angestiegen. Grundsätzlich zeichnet sich bei der „Therapiekaskade“ von Patienten mit PCa ein Trend zur ambulanten Behandlung ab. Dies könnte insbesondere in ländlichen Räumen mit unzureichender Vernetzung mit den, meist nur in Kliniken etablierten Organkrebszentren zu Defiziten in der fachübergreifenden Interaktionen (u.a. Nichterfassung klinischer Daten, unnötige Doppeluntersuchungen, fehlende Prüfung der Therapieeffizienz etc.) und damit potentiell zu schlechteren Behandlungsergebnissen führen.

Eine gewachsene Infrastruktur aus der Urologischen Gemeinschaftspraxis Traunstein und der Abteilung für Urologie am Klinikum Traunstein initiierte bereits 2008 regelmäßige interdisziplinäre uro-onkologische Fallkonferenzen. Diese personelle und infrastrukturelle Vernetzung von Niederlassung und Hauptabteilung führte Ende 2012 unter dem Dach des Onkologischen Zentrums zur Gründung des DKG-zertifizierten Prostatakrebszentrums Traunstein. Im Übrigen das erste Zentrum Deutschlands in dieser Kombination. Das Zentrum hat den Anspruch, in die ländliche Region Südostbayerns eine uro-onkologische Versorgung aus einer Hand zu implementieren, die den nationalen und internationalen Versorgungsrichtlinien entspricht.
Zusätzlich wurde im Jahr 2013 ein Kooperationsmodell etabliert, das fast alle urologischen Facharztpraxen im Raum Südostbayern als zertifizierte Kooperationspartner in das Prostatakrebszentrum Traunstein einbindet. 

Mittlerweile werden jährlich ca. 200 Neuerkrankungen im Zentrum diagnostiziert und leitliniengerecht behandelt. Die regelmäßigen Überprüfungen durch die Deutsche Krebsgesellschaft verliefen stets ohne Beanstandungen und auch die Qualitätsvergleiche mit den anderen deutschen Prostatakrebszentren bestätigen mit Spitzenplätzen den eigenen hohen Anspruch des Traunsteiner Teams.

Das Traunsteiner Projekt wurde, so Prof. Kälble für den Alexander-von-Lichtenberg-Preis 2017 ausgewählt, weil es exemplarisch für die praktische Umsetzung eines Modells zur optimierten Versorgung uro-onkologischer Patienten stehe und weil es die Rolle der niedergelassenen Urologie qualitativ und in der öffentlichen Wahrnehmung neu definiert hat.


11.08.2017

Gemeinsam gegen den Krebs

Erlöse des Traunsteiner Krebskongress zugunsten von Selbsthilfeeinrichtungen

Hoch erfreut zeigten sich die Verantwortlichen der Traunsteiner Selbsthilfegruppen Brust- und Prostatakrebs sowie der Wohlfühlwerkstatt e.V. über einen Spendenscheck in Höhe von jeweils 700 €.
Erlöst wurde das Geld im Rahmen des 3. Traunsteiner Krebskongresses des Onkologischen Zentrums. Gemeinsam mit dem FC Bayern München Fanclub Rot-Weisse-Traun Traunstein e.V. (RWT) hatten die Veranstalter ein Torwandschießen organisiert, dessen Gewinn nun den Einrichtungen überreicht wurde. Sehr beindruckt zeigten sich die Veranstalter des Onkologischen Zentrums vom sozialen Engagement der RWT, die das Torwandschießen nicht nur maßgeblich betreut, sondern auch noch den Gewinn zugunsten der Selbsthilfeeinrichtungen spontan verdoppelte hatte.

v.l.n.r. Prof. Dr. Dirk Zaak (Onkologisches Zentrum), Annemarie Emmer  (Wohlfühlwerkstatt e.V. ), Dr. Eckhard Pfeiffer (SHG Prostatkrebs), Maximilian Burghartswieser (RWT), Michaela Dreier (SHG Brustkrebs), Reinhold Frank (Onkologisches Zentrum)
v.l.n.r. Prof. Dr. Dirk Zaak (Onkologisches Zentrum), Annemarie Emmer (Wohlfühlwerkstatt e.V. ), Dr. Eckhard Pfeiffer (SHG Prostatkrebs), Maximilian Burghartswieser (RWT), Michaela Dreier (SHG Brustkrebs), Reinhold Frank (Onkologisches Zentrum)
09. März 2016

11. Chiemgauer Krebskongress

am 09. April 2016

07. März 2016

Siegsdorfer Lauf des Lebens

am 23. Juli 2016 (Ausweichtermin 30. Juli).
Nähere Informationen folgen.

20. Traunsteiner Symposium

Praktische Gastroenterologie

am 09. März 2016 von 17:00 bis 21:00 Uhr, großer Seminarraum Klinikum Traunstein

Leitung:
Dr. A. Kreuzmayer,  Med. Abteilung - Gastroenterologie
PD Dr. Dr. mult. h.c. R. J. Schauer, Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie

Fortbildung - ILCO Gruppentreffen

„Wie und warum wird ein Stoma angelegt“ aus der Sicht des Chirurgen

am 02. März 2016 um 15:00 Uhr

im Klinikum Traunstein (Verwaltungsgebäude, Besprechungsraum 1)

Referentin:
Dr. Cornelia Kneisl vom Klinikum Traunstein, Viszeralchirurgie

Kontakt

Onkologisches Zentrum Traunstein
Klinikum Traunstein
Cuno-Niggl-Straße 3
83278 Traunstein
T 0049 861 705-1533
F 0049 861 705-2465

Das Onkologische Zentrum Traunstein ist eine Einrichtung des Klinikums Traunstein und seinem Netzwerk an niedergelassenen Partnern.